Samstag, 1. Juli 2017

Meta, oder: Über das Sammeln

Philip K. Dick im Book and Magazine Collector May 1990
Book and Magazine Collector, May 1990 (#74)
mit einem Artikel über das Sammeln von
Erstausgaben von Philip K. Dick
Bei der Suche nach Sekundärliteratur zu Philip K. Dick in englischer Literatur finden sich auch einige Stücke, die sich mit dem Sammeln von Büchern von Philip K. Dick beschäftigen.
Ein Beispiel dafür ist die Mai-Ausgabe 1990 von Book and Magazine Collector. Der kundige Artikel Cult Sci-Fi Novelist Philip K. Dick von Mike Ashley erzählt auch einige Geschichten von Dicks Leben bzw. Tod, die auch dem Kenner neu sei dürften, etwas dass es nach Dicks Tod keine formale Identifikation gab. Ein kleiner Fehler unterläuft Ashley als er die erste gebundene Ausgabe von Martian Time-Slip, die deutsche Insel-Ausgabe, in das Jahr 1973 verlegt - eigentlich ist sie schon 1971 erschienen. Viele Details zu Ausgaben und speziellen Varianten, die der Autor nennt, sind aber selbst in Zeiten des Internets schwer zu finden. Für den interessierten Sammler lohnt sich allein dafür die Lektüre dieses bald 30 Jahr alten Artikels.
Richtig spannend ist aber der zweite ergänzende Artikel, die Complete US & UK Bibliography [... of first editions]- mit Preisen (Complete ist sie natürlich nur, wenn man die im Artikel angegebene Definition von first editions akzeptiert). Man kann dort in der Liste die heute legendäre Erstausgabe von Do Androids Dream of Electric Sheep? von Doubleday (1968) finden, der Wert ist mit 150 Pfund angegeben. Rechnet man überschlagsmässig auf Basis von 1990 mit dem Umrechnungskurs von etwa 1,40 zum Euro und einer Preissteigerung von 60% (in Deutschland), so kommt man auf einen Wert von 350 Euro für das Jahr 2017. Zahlen tut man heute aber leicht das zehnfache. Bei anderen Ausgaben haben sich die Preise ähnlich entwickelt, Dick wäre also ein gutes Investment gewesen. Für die nächsten Jahrzehnte sollte man eine solche Preisentwicklung aber wohl nicht abermals erwarten. Ausserdem haben sich nur die schon damals teuren Exemplar entsprechend gesteigert, die günstigen Taschenbuchausgaben haben sich dagegen kaum besser als die allgemeine Preissteigerung entwickelt. Sonst wäre von Dick heute für den in seinen Ressourcen beschränkten Sammler fast gar nichts mehr zu bezahlen.
Die komplette Bibliographie der Erstausgaben der Romane von Philip K. Dick
 mit den historischen Preisen aus dem Jahr 1990, erschienen in Book and
Magazine Collector in der Ausgabe May 1990
Zusammengestellt wurde die Preisliste von Andy Richards of Cold Tonnage Books, einer guten Adresse, bei der man auch heute noch einiges zu Dick finden kann. Bedenken sollte man beim Blick auf die Preisliste, dass es 1990 eben noch kein Internet gab, in dem man jederzeit fast jedes Buch finden und kaufen konnte.
Andere Veröffentlichungen dieser Art sind der Artikel Collecting Philip K. Dick: So It Would Be Funny von James Blaylock (der Dick auch noch persönlich kannte) in Firsts vom Oktober 1994, einer Zeitschrift die sich The Book Collectors Magazine nennt. Weiterhin gibt es in der Zeitschrift Paperback Quarterly (Fall 1982, Volume 5 Number 3) zwei Artikel zum Sammeln von Dick. Dieses Magazin ist zwar im Original fast unfindbar, wird aber offenbar (mit neuer ISBN) nachgedruckt ("reprint"). Das macht zwar die Suche nach dem Original noch schwieriger, den vollen Zugriff auf dieses Material aber überhaupt möglich. Man würde sich das auch für andere, seltene Zeitschriften und Fanzines wünschen (z. B. die PKDS Newsletter), aber das ist wohl ökonomisch und juristisch kaum möglich.
Ausserdem findet sich gelegentlich ein undatierter Ken Lopez Book Sales Catalog zum Thema Philip K. Dick den man im Volltext auch bei Ken Lopez noch nachlesen kann. Von den 217 angebotenen Einzelstücken, vor allem den Manuskripten und Briefen, kann man als (finanziell beschränkter) Sammler heute nur träumen.
Im deutschsprachigen Raum finden sich übrigens keine Artikel dieser Art über Philip K. Dick.
Das Magazin Book and Magazine Collector vom Mai 1990 (# 74) lässt sich leicht und günstig finden, man kann durch intensive Recherche hauptsächlich beim Porto sparen. Ich konnte die gezeigte Ausgabe in der britischen Bucht fangen, musste den Versand nach Deutschland aber erst aushandeln.
Eine Übersicht über alle Artikel zum Sammeln findet sich hier im Blog.

Samstag, 17. Juni 2017

Noch mal Hebräisch

הצלם, die hebräische Ausgabe von Philip K. Dicks Roman
Simulacra, erschienen bei Massada (1980)
Wie beim Weintrinken, so bildet sich auch beim Sammeln (und Lesen) von Literatur der Geschmack erst mit der Zeit heraus (und man muss hinzufügen, dass, wie beim Wein, meist das Budget der Leidenschaft seine Grenzen setzt).
Obwohl schon das Sammeln von einer Übersetzung eines Buchs von Philip K. Dick in jeder verfügbaren Sprache bereits eine nicht ganz leichte Aufgabe ist, so hat die erste erschienene Übersetzung einen besonderen Reiz entwickelt. Ein Exemplar aus Israel findet sich ja schon in der Sammlung. Aber dem besonderen Reiz der Erstübersetzung konnte ich nicht widerstehen. Und so ist jetzt die hebräische Übersetzung von The Simulacra Teil der Sammlung. Die amerikanische Erstausgabe ist 1964 bei Ace herausgekommen. Die hebräische Ausgabe, הצלם, ist beim Verlag Massada in Ramat Gan als erste hebräische Übersetzung im Jahr 1980 erschienen.
Es gibt zwei deutsche Ausgaben des Romans, eine von 1978 bei Droemer-Knaur und eine in der Philip K. Dick Edition bei Heyne von 2005.
Israelische Ausgaben sind in Deutschland nur schwer zu bekommen. Es gibt gelegentlich Anbieter in der .com-Bucht, die aus Israel versenden und die günstige Versandbedingungen anbieten. Qualität und Preis des Buches sollte man aber genau prüfen.
Zum Roman The Simulacra kann man mehr auf auf der Philip K. Dick Fan Site nachlesen.
Eine List aller Sprachen, in die Philip K. Dick übersetzt ist, findet sich in diesem Blog.

Samstag, 3. Juni 2017

Dick, Lem und Rottensteiner: Ubik

Wer sich im deutschen Sprachraum mit Philip K. Dick beschäftigt - oder irgendwie mit Science Fiction - der begegnet auch Franz Rottensteiner. Für mich verbindet sich der Name Rottensteiner mit dem Suhrkamp Verlag, wo er von 1980 bis 1998 die Buchreihe Die Phantastischen Romane betreute, in der auch Dicks Ubik erstmals 1977 auf Deutsch erschienen ist, sowie LSD-Astronauten (1971) und Mozart für Marsianer (1973). Die beiden letzteren waren vorher von Rottensteiner bereits in der Reihe Science Fiction der Welt bei Insel erschienen.
Der Widerstand der Materie. Ausgewählte Briefe, erschienen bei Parthas (2008), enthält einige Briefe von Stanislaw Lem an Philip K. Dick
Über die Korrespondenz zwischen Dick und Rottensteiner entsteht der Kontakt zwischen Dick und Stanislaw Lem. Am 29. Oktober 1971, im letzten Brief in The Selected Letters of Philip K. Dick, 1938-1971, schreibt er, dass Bruce Gillespie in Australien ihm mitgeteilt habe, dass Lem Interesse daran habe, Dicks Romane in Polen zu veröffentlichen. Er bittet Rottensteiner, der Lems Agent ist, den Kontakt herzustellen. Ausserdem fragt er nach dem deutschen Artikel Science Fiction - A Hopeless Case, with Exceptions über den Gillespie berichtet. Interessant dabei ist, dass der Artikel erst 1972 im Quarber Merkur 29 unter dem Titel Science-Fiction: ein hoffnungsloser Fall - mit Ausnahmen erscheint, Gillespie hat offenbar bereits ein Manuskript, das er später auch veröffentlicht. Dick fragt noch einmal am 31. Oktober 1972 bei Rottensteiner nach und schreibt erst am 4. September 1973 an Lem, dass er den Artikel nun endlich erhalten (und gelesen) hat - zwei Jahre nach der ersten Anfrage. Lem kritisiert hier die Qualität der US-amerikanisch dominierte Science Fiction und nennt explizit Dick als Ausnahme; dabei zählt er aber Do Androids Dream of Electric Sheep? zu Dicks schwächsten Werken, eine Beurteilung, die sich nicht durchgesetzt hat.
In den anderen Briefen im Austausch zwischen Dick und Lem - und teilweise Dicks Agenten in den USA und Rottensteiner - geht es hauptsächlich um die Zahlungsmodalitäten für die Rechte an Ubik. Da es scheinbar nicht möglich ist, Tantiemen in US-Dollar auszuzahlen, sondern nur in polnischen Zloty, schlägt Lem sehr detailliert vor, wie Dick mit den Zloty ein Flugticket nach Polen kaufen soll, dort verschiedene Auftritte absolvieren (die weitere Zloty bringen würden) und überhaupt das Geld umsetzen soll. Alle diese Pläne gehen aber nicht auf und Dick erhält am Ende wohl kein Geld oder eine andere Gegenleistung für die Veröffentlichung von Ubik in Polen.
Letztlich zerstreiten sich die beiden auch über die Tantiemen - und man muss wohl annehmen, dass Dick seinen Ärger über die Tantiemenregelung recht ungerecht auf Lem projiziert. In einem letzten Brief vom 9.7.74 beendet Lem die Korrespondenz mit Dick. Der schreibt am 2.9.74 dann einen Brief an das FBI über eine marxistische Verschwörung bei der Lem im Zentrum steht, aber auch Rottensteiner neben anderen mitwirkt. Lem äussert sich dazu auch in einem Statement in den Selected Letters.
Später wird sich auch Rottensteiner mit dem wohl nicht immer einfachen Lem zerstreiten.
Aufmerksam gemacht werden soll hier noch mal auf die Ausgewählten Briefe von Lem, die im Band Der Widerstand der Materie bei Parthas (2008) gesammelt sind. Enthalten sind immerhin vier Briefe an Dick (aber Rottensteiner, aus welchem Grund auch immer, auffällig ausklammern). Mit den Selected Letters ergibt sich ein interessantes Bild der Beziehung zwischen diesen beiden bekannten Autoren.
Die bibliographischen Details finden sich auf der Seite Dick und Lem (und Rottensteiner) in diesem Blog. Die deutschen Quellen lassen sich mehr oder (viel) weniger leicht finden. Die verschiedenen Essay-Bände von Suhrkamp bzw. Insel finden sich natürlich leicht, gut erhalten und sehr bezahlbar - wie immer bei Suhrkamp-Bänden dieser Jahre muss man darauf achten, Remittenden zu vermeiden. Sehr schwer bis nahezu unfindbar dagegen ist der Quarber Merkur 29 mit den deutschen Erstausgaben der beiden Essays von Dick zu finden, diesen sollte man ggf. in jeder Erhaltung erwerben: Man wird keine weitere Chance bekommen.

Samstag, 6. Mai 2017

Tschechisch

Blade Runner: Sní androidi o elektrických ovečkách?, die
tschechische Ausgabe von Träumen Roboter von elektrischen
Schafen? bzw. Blade Runner von Philip K. Dick, beim
"Hauptverlag" von Dick in Tschien, Argo (2013)
Ich konnte meinen Tschechischen Dick vor einigen Jahren in Prag erwerben. Es gab eine recht grosse Auswahl und so griff ich zu meinem Standardwerk bei Übersetzungen, dem Blade Runner bzw. natürlich Träumen Roboter von elektrischen Schafen? Dieses Buch gibt es in fast allen Sprachen, es gehört fast immer zu den übersetzen Werken von Philip K. Dick - natürlich wegen der Verfilmung, aber es ist auch ein guter Roman.
Das erste Buch von Philip K. Dick in tschechischer Sprache ist offenbar Povídky, eine Sammlung von sechs Kurzgeschichten und Sekundärliteratur  - "in seiner Zeit war es eine einzigartige Informationsquelle für die tschechischen Leser" heisst es auf einer Fan-Seite. Dieses Buch (oder Heft?) ist eigentümlich, weil es als Fanbuch bezeichnet wird, es hat wohl keine ISBN und reguläre Bibliotheken weisen es heute nicht nach. Es wird auch als Samisdat bezeichnet, also im Selbstverlag. Als Verlag wird SFK Laser genannt, ebenso wie beim zweiten Buch, Muž z Vysokého zámku, auf Deutsch Das Orakel vom Berge. Man kann vermuten, dass diese Bücher in den Wirren der Samtenen Revolution herausgekommen sind - über die Rechtesituation wird man nicht viel nachgedacht haben - oder war vielleicht Paul Williams, der damals wohl die Rechte verwaltet hat, in dieser Situation grosszügig?
Das Orakel vom Berge war 1992 bei Laser auch das erstes reguläres Buch.
Erwähnt werden sollte noch, dass die erste Veröffentlichung von Dick überhaupt offenbar zwei Kurzgeschichten in Světová literatura 1984, Ausgabe 2 waren, Die Kriecher (The Crawlers) und
Erinnerungen en gros (We Can Remember It For You Wholesale).
Im Katalog sind derzeit 43 tschechische Ausgaben von Dick, das sind 24 seiner SF-Romane in unterschiedlichen Ausgaben, sieben Anthologien und ein Mainstream-Roman.
Einen separaten Blogeintrag verdient, denke ich, die einzige slowakische Ausgabe von Dick - mehr dazu also später an dieser Stelle.
Wenn man Prag nicht selbst besuchen möchte, findet sich auf tschechischen Seiten ein grosses Angebot, auch die oben genannten Povídky sind erstaunlich leicht und günstig zu finden, anderes aber auch weniger leicht. Ein Versand nach Deutschland scheint problemlos möglich zu sein, für den Sammler stellen sich hier keine ganz grossen Probleme. Man sollte aber überlegen, ob man nicht in slowakischen Antiquariaten (.sk) sucht, die natürlich auch reichhaltig tschechische Literatur bereithalten - und mit denen dank Euro der Zahlungsverkehr einfacher (bzw. deutlich billiger) sein sollte.
Zusätzlich zur oben genannten Fan-Seite ist auch noch ein weiterer Katalog mit einem ausführlichen Dick-Katalog, der auch über 2005 hinausgeht, erwähnenswert.

Samstag, 29. April 2017

Transformationen

Philip K. Dick hat bei seiner Arbeit als Autor in grossem Masse eigene Ideen immer wieder aufgegriffen und in verschiedener Form neu verwendet. Das ist natürlich auf der Ebene der grundsätzlichen Themen, der Frage nach Realität, dem dunkelhaarigen Mädchen und einigen weiteren Themen passiert, aber auch konkreter bei Kurzgeschichten, die er häufig aufgegriffen hat und zu Romanen erweitert hat. So ist die Kurzgeschichte Zur Zeit der Perky Pat eine Grundlage für den Roman Die drei Stigmata des Palmer Eldritch.
A. Lincoln, Simulacrum, Teil 1 von 2 in Amazing, November 1969 (links) und Cantata 140 in The Magazine of Fantasy and Science Fiction, Juli 1964 (rechts), beide sind später als Roman in Buchform veröffentlicht; die Hefte sind zwar gestempelt, aber sonst in sehr gutem Zustand - erstklassig erhaltene Pulps sind (besonders in Deutschland) selten und teuer
Über diese eher kreativen Transformationen hinaus, gab es auch ökonomisch bedingte Verwandlungen: Einige von Dicks Romanen sind zunächst - teilweise auch als Fortsetzungen - in Groschenheften erschienen und erst später - mehr oder weniger (sorgfältig) überarbeitet - in Buchform.

Sieben von Dicks Romanen wurden zuerst in Magazinen veröffentlicht und dabei teilweise in mehreren Teilen serialisiert:
  1. The Cosmic Puppets, zunächst als A Glass of Darkness in der Ausgabe 12/1956 des SF-Magazins Satellite erschienen, dann bei Ace 1957; in Deutschland einmalig in Uwe Antons Kosmische Puppen und andere Lebensformen bei Heyne (1986)
  2. The Crack in Space, erst als Cantata 140 in The Magazine of Fantasy and Science Fiction, Juli 1964, Erstveröffentlichung als Roman bei Ace 1966, neuerdings bei Gollancz auch wieder unter dem Titel Cantata-140 (aber jetzt mit Bindestrich), aber mit dem Textkörper des Romans, nicht der Novelle; in Deutschland bisher einmalig als Das Jahr der Krisen bei Moewig (1982)
  3. Der unteleportierte Mann
  4. The Unteleported Man, mit der wohl buntestens Veröffentlichungsgeschichte, zunächst in der Dezember-Ausgabe des Magazins Fantastic von 1964 erschienen, dann 1966 bei Ace und erst 1983 bei Berkley in einer erweiterten (aber unvollständigen) Fassung herausgekommen und seit 1984 in vollständiger Form unter dem Titel Lies, Inc.; in Deutschland hat es Karl Ulrich Burgdorf (sic.) für Moewig (1984) mit dem Titel Der unteleportierte Mann übersetzt. Burgdorf hat auch das Vorwort mitverfasst und er hat später wohl über dieses Buch in seinem Fanzine geschrieben,  wie in diesem Blog bereits berichtet wurde
  5. Martian Time-Slip, serialisiert erschienen in Worlds of Tomorrow, in den Ausgaben August, Oktober und Dezember des Jahres 1963 als All We Marsmen, in Buchform bei Ballantine (1964); 1973 bei Insel unter dem Titel Mozart für Marsianer, später dann bei Heyne mit einem Titel der näher am Original ist, Marsianischer Zeitsturz
  6. A. Lincoln, Simulacrum wurde erst ab 1969 in zwei Teilen in Amazing veröffentlicht - in den Ausgaben November und Januar 1970, und als Buch 1972 bei DAW unter dem Titel We Can Build You; in Deutschland mit dem Titel Die rebellischen Roboter bei Goldmann (1972) herausgekommen und später noch einmal in der Edition bei Heyne (2007)
  7. Vulcan's Hammer ist zunächst in Kurzform 1956 in Future Science Fiction #29 erschienen, dann als Roman 1960 als Ace Double und in Deutschland in gekürzter Form in der Terra SF Reihe (1965), dazu findest sich schon dies und das in diesem Blog. Der Originaltext der Novelle findet sich auch noch einmal in der Anthologie 6 and the Silent Scream bei Belmont (1963)
  8. The Zap Gun wurde in zwei Teilen als Project Plowshare in Worlds of Tomorrow (11/1965 und 1/1966) erstveröffentlicht, auf Deutsch in nur einer Ausgabe als Das Labyrinth der Ratten bei Goldmann (1979).
In Deutschland ist keiner der genannten Romane in seiner ursprünglichen Form erschienen, vielleicht mit Ausnahme des unteleportierten Mannes. Auch in den USA sind die ursprünglichen Texte - mit nur einer Ausnahme - nie wieder publiziert worden. Dem literarisch interessierten Sammler und Leser bietet sich hier ein Betätigungsfeld, denn ausser ausführlichen Vergleichen der verschiedenen Versionen des Romans Der unteleportierte Mann ist über die verschiedenen Versionen der anderen Romane wohl noch nichts publiziert, zumindest nicht auf Deutsch.
Für den Sammler von (englischen) Erstausgaben sind diese Magazine unbedingt Teil der Sammlung; ist man eher auf die Erstausgaben der Kurzgeschichten spezialisiert, muss man sich entscheiden, ob diese Novellen, die ja auch keinen Einzug in die Collected Stories gefunden haben, dazugehören. Für die deutschen Ausgaben ist auffällig, wie viele Einzelausgaben sich unter den genannten Romanen befinden. Man mag vermuten, dass es letztlich doch eine Korrelation von Magazinausgabe und Qualität gibt, wobei Marsianischer Zeitsturz einer von Dicks besten Romanen ist.

Samstag, 22. April 2017

Sieben auf einen Streich

Die erste professionelle Veröffentlichung von Philip K. Dick war Beyond Lies the Wub (Und jenseits - das Wobb) in der Juli-Ausgabe von Planet Stories im Jahre 1952. Allein in den nächsten fünf Jahren folgten mehr als 70 weitere Kurzgeschichten in Planet Stories und ähnlichen Groschenmagazinen wie Galaxy, Imagination, The Magazine of Fantasy and Science Fiction und The Worlds of Tomorrow. Insgesamt sind dann, mit abnehmender Frequenz, über 100 Kurzgeschichten in Heften dieser Art erschienen. Dick schrieb dann zunehmend Romane, sicher auch aus finanziellen Gründen. (Es gibt einige frühere Veröffentlichungen im Young Authors' Club der Lokalzeitung über die in diesem Blog auch schon berichtet wurde.)
Sieben Hefte aus einer Sammelbestellung: Amazing, Galaxy, Imagination und Worlds of Tomorrow, in denen Dick zahlreiche Kurzgeschichten veröffenlich hat und das kurzlebige Science Fiction Adventures mit nur einer Geschichte; über die Jahre sind in diesen Magazinen auch Reviews von Werken Dicks erschienen; Imagination February 1953, hier ganz links, enthält zusätzlich Introducing the Author - Philip K. Dick, eine kurzes biographisches Statement von Dick selbst
Für den interessierten Leser sind diese Kurzgeschichten in dieser grossen Zahl von Heften kaum zu finden, daher ist es ein grosses Glück, dass 1987 bei Underwood-Miller The Collected Stories of Philip K. Dick erschienen sind. Diese sind als Sammlerstück leicht zu finden, aber teuer zu bezahlen, werden aber auch regelmässig von verschiedenen Verlagen nachgedruckt und sind daher leicht und günstig erhältlich.
Planet Stories July 1952 enthält Beyond Lies the
Wub
, die erste Veröffentlichung von Philip K. Dick,
ein meist nur etwas teurer zu findendes Exemplar
Dem Sammler bieten diese über mehr als 100 Hefte verstreuten Kurzgeschichten natürlich ein attraktives Sammelgebiet. Da diese sogenannten Pulps intensiv gesammelt werden - wohl nicht zuletzt auch wegen der bunten Umschlagbilder - ist das Angebot durchaus vorhanden. Tatsächlich sind diese Hefte auch durchaus zu finden und absolut erschwinglich. Die Angebotspreise schwanken aber erheblich, so dass man durchaus auf lohnende Angebote warten sollte - oder sich zumindest einen Überblick über den Markt verschaffen sollte. Genauso wichtig und genauso schwanken ist auch die Qualität der Angebote - häufig wurden diese von ihren oft jugendlichen Besitzern zwar sorgsam verwahrt, aber nicht immer auch sorgsam behandelt. Das namens gebende billige Papier, Pulp eben, hat auch nicht geholfen. Ein leicht beschädigter Rücken, Stempel und kleinere Flecken oder dezente Wasserschäden gehören also auch bei den besseren Exemplaren durchaus dazu.
Da diese US-amerikanischen Hefte in Deutschland nur sehr selten angeboten werden, kommt für den deutschen Sammler noch die Portomauer hinzu. Die üblichen Strategien diese zu überwinden funktionieren auch hier: Sammelbestellungen und Grossbritannien. Mir ist jetzt eine Sammelbestellung in Grossbritannien gelungen, so etwas wird aber zunehmend schwerer mit jedem neuen Heft in der Sammlung: Die meisten Anbieter haben nur wenige interessante Hefte zu akzeptablen Preisen. Bei Heften aus Grossbritannien muss man zudem aufpassen, ob man nicht eine britische Ausgabe erwischt - einige der Hefte sind dort auch in abweichenden Ausgaben erschienen (was aber deren Sammelbarkeit keinen Abbruch tut).
Einzelne Hefte stellen sich mit der Zeit als selten und/oder teuer heraus. Gerade das oben genannte Heft Planet Stories July 1952 ist praktisch nur für einen deutlich höheren Preis zu bekommen als andere Ausgaben der Reihe - ich vermute eben genau weil es die erste Veröffentlichung von Dick enthält. Daher habe auch ich für dieses eine Heft mehr bezahlen müssen als für die sieben oben gezeigten Exemplare, aber es ist in jeder Dick-Sammlung unvermeidlich.

Samstag, 15. April 2017

Spielen

Sammeln. Bücher. Bücher von Philip K. Dick.Vielleicht noch Hefte, Zeitschriften, Magazine. Gedruckt, in Farbe oder schwarz-weiss oder hektographiert. Sammeln ist ein Obsession. Aber, soweit es Bücher betrifft, doch wohl eine anerkannte ... wir sammeln ja keine Ü-Ei Figuren oder Kaugummibildchen. Bücher implizieren immerhin ein intellektuelles Niveau ... Stephen Fry lässt in seinem Roman Der Lügner (Erstauflage bei Haffmans, 1994) seinen Protagonisten dieses über Bücher sagen:
Wenn die Leute sie anhäufen und hohe Preise für dieses oder jenes zahlen wollen, schön und gut. Aber sie sollen sich nicht vormachen, das wäre eine höhere oder intelligentere Beschäftigung als das Sammeln von Schnupftabakdosen oder Kaugummibildchen.
Ubik vom französischen Computerspiele Hersteller Cryo
Entertainment Interactive von 1998
Ob wir Fry das glauben wollen ... oder nicht? Nun, als Sammler von allem von, zu und über Philip K. Dick können wir einen kleinen Bereich nicht ignorieren, der deutlich jenseits des Papiers ist. In meinem Katalog finden sich schon länger auch einige Videospiele, die nicht nur durch einen Film inspiriert sind, sondern sich direkt auf Dicks Werk beziehen.
Ein kürzlich erschienener Artikel hat nun diesen Blogeintrag ins Rollen gebracht. Hier eine Liste der sechs (mir) bekannten Spiele mit dem schwachen und sicher vergeblichen Versuch was die Vollständigkeit der Versionen anbetrifft:
  1. Blade Runner von CRL Group, UK (1985), verfügbar auf dem Commodore 64. Es handelt sich um eine Interpretation of the Score (Music) by Vangelis, nicht etwa des Films; damit wollte man Copyright Probleme umgehen, da CRL keine Rechte erworben hatte. Ein Spiel aus der 8-Bit-Ära, heute nennt so was wohl Graphic Adventure
  2. Total Recall von Acclaim (1990), nach der gleichnamigen Verfilmung der Kurzgeschichte von Dick ist ein eher einfaches Spiel mit Anklängen an Donkey Kong mit sehr vielen Leveln. Es ist verfügbar für
    • Nintendo NES (8 bit) in Box mit Modul und Anleitung im Pappschuber,
    • Amiga (PAL) - mit Anleitung, in Box mit Anleitung und zwei Disketten
    • Atari ST - mit Anleitung. in Box auf zwei Disketten
    • Commodore 64 und 128 auf einer eine Kassette
    • Sinclair Spectrum auf einer Diskette
  3. Blade Runner von Westwood (1997) ist ein point and click adventure verfügbar für
  4. Das Videospiel Blade Runner von
    Westwood (1997)
    • PC in einer CD-Version im Boxed Set, auf 4 CDs im Pappschuber mit einer kleinen Werbebroschüre von Virgin Interactive, zumindest auf Deutsch und Englisch
      • als Big Box, eine (offenbar) seltene DVD-Version: This single DVD version was only available as a promotional item bundled with certain Packard Bell computers. The DVD comes in a clear case. No manual or paperwork of any kind is included.
    1. Ubik von Cryo Entertainment Interactive (1998). Dieses Spiel basiert nicht auf einem Film, sondern direkt auf einem Buch. Es ist verfügbar für
      • Windows 95 (PC) in Box mit 3CDs, CD-Box, Anleitung, in Deutsch auch in Italienisch, Spanisch, Französisch und in diversen Verpackungen ("Big Box")
      • PlayStation 1 (PAL) und später 2 (1999)
    2. Minority Report: Everybody Runs von Activision (2002). Ein third-person action game auf der PlayStation 2, Nintendo GameCube und Gameboy Advance sowie der Microsoft Xbox
    3. Zuletzt ist Californium erschienen (2016), ebenfalls basierend auf dem (Gesamt-)Werk, Details finden sich hier im Blog.
    Verschiedene andere Videospiele sind implizit oder explizit von Philip K. Dick inspiriert - oder sie basieren auf einer Idee, die derartig inspiriert ist, wie etwas das Spiel Paradise Cracked.
    Ansehen kann man sich die Spiele auch auf YouTube, auch Ubik (sogar auf Deutsch, aber in schlechter Qualität).
    Videospiele werden sehr ernsthaft gesammelt. Sie erreichen Preise, die durchaus mit denen von Büchern zu vergleichen sind, dreistellige Beträge sind keine Seltenheit, höhere Preise (auch viel höhere Preise) werden gelegentlich gezahlt. Dafür ist das Angebot an den üblichen Orten (insbesondere auf Ebay) auch vorhanden. Das Sammeln dieser Spiele hat aber sicher seine eigenen Tücken, Vollständigkeit z. B. ist sicher ein grösseres Thema als bei einem Buch und auch bei den verschiedenen Systemen gibt es Details zu beachten. Eine besondere Schwierigkeit macht es auch, wenn man die Spiele auch tatsächlich spielen will.
    Die hier genannten Spiele lassen sich relativ einfach finden und sind auch bezahlbar, einige wenige haben den Weg in meine Sammlung gefunden, jedoch eher als Beifang. Ausbauen werde ich dieses Sammelgebiet nicht.

    Samstag, 8. April 2017

    Qualität - Quantität

    Was sammelt man als Sammler? In jedem Fall doch Qualität. Das in vieler Hinsicht sinnlose Zusammenraffen von Quantität entlarft das Sammeln doch als Handlung des niederen Instinkts, nein, das eigene Sammeln sei kultiviert und gebildet und daher filigran: Nur schöne, qualitativ hochwertige Stücke enthalte die Sammlung.
    In diesem Fall habe ich das nicht geschafft und konnte angesichts des ausserordentlich günstigen Angebots nicht wiederstehen: Drei Bücher, die wie angekündigt qualitativ kaum den Standards der Sammlung genügen für den Preis einer grossen Tasse Kaffee (durch den gemeinsamen lokalen Versand aus Deutschland). Und die drei Bücher passen genau auf die aktuelle Schwerpunkte meiner Bemühungen: Counter-Clock World von Berkley, die zweite Ausgabe von 1974, aber tatsächlich die erste englische Ausgabe dieses Buchs in meiner Sammlung und damit lange überfällig; leider mit einem hässlichen Namenseintrag auf dem Vorblatt. Die englische Erstausgabe von Our Friends from Frolix-8 - bei Ace, meinem US-amerikanischen Lieblingsverlag, von 1970; leider ist eine Ecke vorderen Umschlagseite beschädigt. Und zuletzt eine Ausgabe von Vintage, ebenfalls einem Verlag, den ich intensiver suche: Martian Time-Slip (1995) in der dritten Auflage, auch hier ist eine Ecke beschädigt.
    Drei englische Ausgaben von Philip K. Dick: Counter-Clock World (Die Zeit auf Gegenkurs) bei Berkley (1974), Die Erstausgabe von Our Friends from Frolix 8 (Die Mehrbegabten) bei Ace (1970) und Martian Time-Slip (Marsianischer Zeitsturz) bei Vintage (1995)
    Die deutschen Ausgaben der beiden erstgenannten Bücher gibt es im Deutschen in jeweils zwei älteren Ausgaben: Counter-Clock World als Die Zeit läuft zurück von Goldmann von 1977 und als Die Zeit: Auf Gegenkurs von Ullstein von 1988. Our Friends from Frolix-8 ist unter dem Titel Die Mehrbegabten bei Goldmann im Jahre 1978 und bei Bastei-Lübbe 1987 erschienen. Beide Bücher sind damit zwar keine der in der vorigen Woche besprochenen Singles, aber sie gehören eben auch nicht in den Kreis der öfter aufgelegten Bücher der Heyne Werk-Edition. Für den Sammler sind aber diese deutschen Ausgaben so leicht und so günstig zu finden, dass man hier auf jeden Fall auf Qualität achten sollte - und auch die häufigen Remittenden vermeiden.
    Betrachtet man Preis und Leistung, so ist es doch ein für mich sehr positiver Kauf, auch wenn die Qualität der drei Bücher nur mässig ist. Ich prüfe nicht regelmässig die billigsten Angebote, aber wenn es sich anbietet so anbietet wie hier, schlage ich doch zu. Es fehlen noch genug Bücher in der Sammlung, bei denen ich auf Qualität achten kann, ein paar Lücken sind so doch geschlossen.

    Samstag, 1. April 2017

    Singles

    Nachdem Fischer in diesem Jahr die neunte und zehnte Ausgabe von Das Orakel vom Berge herausgebracht hat - und das in diesem Blog auch ausführlich gewürdigt wurde - soll nun ein Blick in die entgegengesetzte Richtung folgen.
    Von Dicks 36 Science Fiction-Romanen sind zehn nur in einer deutschen Ausgabe erschienen:
    • Der Gott des Zorns (1977), Bastei-Lübbe
    • Das Globus-Spiel (1978), Goldmann
    • Das Labyrinth der Ratten (1979), Goldmann
    • Der heimliche Rebell (1981), Moewig
    • Das Jahr der Krisen (1982), Moewig
    • Schachfigur im Zeitspiel (1983), Moewig
    • Der unteleportierte Mann (1984), Moewig 
    • Kosmische Puppen und andere Lebensformen (1986), Heyne
    • Radio freies Albemuth (1987), Moewig
    • Nick und der Glimmung (2000), Edition Phantasia
    Ausserdem ist Die Invasoren von Ganymed nur einmal in einer Ausgabe erschienen, aber auch im Sammelband Die Welten des Philip K. Dick enthalten.Weiterhin sind die drei Bände der Valis-Trilogie ebenfalls nur einmal einzeln bei Moewig herausgekommen, jedoch in drei Sammelbänden in drei unterschiedlichen Verlagen (Moewig, Heyne, Fischer).
    Roman von Philip K. Dick
    Radio freies Albemuth (1987) bei Moewig und dann leider nie wieder erschienen, eine der
    deutschen Einzelausgaben von Philip K. Dick, das unbedingt eine Neuauflage verdient hätte
    Weiterhin sind praktisch alle Mainstream-Romane Einzelausgaben, mit Ausnahme von Eine Bande von Verrückten. Und natürlich sind die nicht belletristischen Bücher, Das Mädchen mit den dunklen Haaren und Auf der Suche nach Valis, (seltene) Einzelausgaben.
    Philip K. Dick (2000) von Andrew M. Butler
    bei pocket essentials; es gibt eine erweiterte
    Neuauflage von 2007
    Im Englischen gibt es keine solchen Einzelausgaben, auch nicht von den Mainstream-Romanen. Die Situation in Deutschland lässt sich wohl mit den ökonomischen Rahmenbedingungen der Verlage erklären. Die goldenen Zeiten der Science Fiction der der 70er und 80er Jahre sind vorbei, selbst die Popularität von Philip K. Dick erlaubt offenbar keine neuen Ausgaben von Büchern jenseits dem Dutzend Romane, die Heyne in der Edition herausgegeben und die Fischer jetzt noch einmal aufgelegt hat. Ausserdem sind natürlich die englischen Ausgaben erhältlich. Wenn man Andrew M. Butlers Wertung in Philip K. Dick (2000) bei Pocket Essentials folgt, sind die meisten der genannten SF-Romane allerdings auch qualitativ überwiegend eher nachrangig. Persönlich würde ich mir für Radio freies Albemuth eine neue Ausgabe wünschen, mehr aber noch Erstausgaben der beiden fehlenden Mainstream-Romane.
    Für den Sammler machen die Einzelausgaben keine besonderen Probleme. Die drei genannten Bände der Edition Phantasia sind wohl eher wegen ihrer kleinen Auflage teuer und sehr schwer zu finden. Von den SF-Romanen ist nur Radio freies Albemuth zwar nicht selten, aber traditionell deutlich teurer, aber auch hier bietet sich mit Geduld immer wieder eine Möglichkeit. Gelegentlich ist auch das Labyrinth der Ratten und Der unteleportiere Mann nur für etwas mehr Geld zu finden, alle anderen Bücher sind leicht und günstig zu finden - wie alle Taschenbücher aus dieser Zeit sind aber viele für Sammler weniger attraktive Remittenden im Umlauf, das sollte man beim Kauf beachten.

    Samstag, 25. März 2017

    Hartes von Fischer

    Eine Premiere für Fischer ist die vor kurzem erschienene Ausgabe von Das Orakel vom Berge: Es ist die erste Hardcover-Ausgabe eines Romans von Philip K. Dick bei Fischer und die erste dieses Romans. Und natürlich hat das etwas mit dem Erfolg der Amazon Serie The Man in the High Castle zu tun, die auf dem Roman basiert.
    Das Orakel vom Berge von Philip K. Dick bei Fischer: Die Fischer Klassik
    Taschenbuchausgabe (links) und die neue gebundene Ausgabe im deutlich
    kleineren Format der Reihe Fischer TaschenBibliothek
    Diese Ausgabe erscheint in der Reihe Fischer TaschenBibliothek. In der Reihe dieser kleinformatigen Bände erscheinen ganz unterschiedliche Bücher, vom Ratgeber bis zum Roman. Das kleine Format bedingt auch die im Vergleich zur Taschenbuchausgabe grössere Seitenzahl von 414 Seiten. Ein Lesebändchen und die auffälligen Ecken runden dieses Buch im wahrsten Sinne des Wortes ab. Das Cover ist von der Klassik Ausgabe übernommen, auf die Serie wird nur auf dem Klappentext auf der Rückseite
    verwiesen.
    Das erste deutsche Hardcover von Dick war natürlich Zeit ohne Grenzen (1962), einmal in der Standard Leihbuch-Ausgabe, einmal sehr selten in Leinen mit Schutzumschlag, die in diesem Blog auch schon vorgestellt wurden.
    Danach kamen die beiden sehr schönen Hardcover-Ausgaben von Insel, LSD-Astronauten und Mozart für Marsianer. Unter die Sämtlichen Erzählungen und die fünf Romanausgaben von Haffmans haben sich noch die Erstausgabe von Eine Bande von Verrückten bei Reidar  (1987) und eine Bertelsmann Buchclub Ausgabe des Blade Runners (1991) gemischt. Auch die Neuausgabe der Erzählungen bei Zweitausendeins in fünf Bänden war gebunden.
    Eine besondere Stellung in der Sammlung nehmen die sieben liebevoll gestalteten, gebundenen und vor allem wenigstens teilweise sehr seltenen sieben Ausgaben der Edition Phantasia ein.
    Zuletzt kamen 2009 und 2010 zwei Ausgaben mit Schutzumschlag im Pappband bei Liebeskind heraus: Stimmen von der Strasse und Unterwegs in einem kleinen Land.
    Der Vollständigkeit halber seien noch die beiden Ausgaben in Brailleschrift erwähnt, die natürlich auch fest gebunden sind.
    Erwähnen kann man auch noch, dass die frühen englischen Hardcover zum Teuersten gehören, was man in seiner Sammlung haben kann.
    Das neue Buch von Fischer gibt es natürlich überall im Buchhandel - und das interessante Format macht es zu einem interessanten Stück in jeder Sammlung.

    Samstag, 4. März 2017

    Ungarisch

    Die Spuren der ersten Veröffentlichung von Philip K. Dick in Ungarn führen - wie wohl vieles in der Zeit - zurück in die Sowjetunion. Dort erscheint im April 1958 in der populären Wochenzeitschrift Ogonek die Kurzgeschichte Der Bunker (Foster, You're Dead) als erste russische Übersetzung von Dick, mehr dazu gab es schon hier im Blog.
    Übersetzung von Der Bunker (Foster, You're Dead) in
    der Nummer 82 der rumänischen Zeitschrift Colecția de 
    Povestiri Stiințifico-Fantastice (1958), mit dem Hinweis
    aus der Zeitschrift Ogonek; Autor: "Philip C. Dick" (sic!)
    Im gleichen Jahr wurde diese Geschichte zusammen mit Robert A. Heinleins The Long Watch in der Nummer 82 der rumänischen Reihe Colecția de Povestiri Stiințifico-Fantastice (CPSF) veröffentlicht. Diese Reihe wurde ab unter dem Titel Tudományos-Fantasztikus Elbeszélések (TFE; "Science-Fiction Geschichten")  in Ungarn herausgegeben. So erschien Der Bunker dort auch 1958 wohl im Juli in der Ausgabe 73 mit dem Titel Két amerikai elbeszélés ("zwei amerikanische Erzählungen"). In Ungarn wurde die Reihe offenbar nach der Nummer 80 im selben Jahr verboten. Die rumänische CPSF lief bis 1974 und wurde 1990 neu gegründet.
    Die Übernahme aus der sowjetischen Zeitschrift Ogonek vermied wohl Probleme, die in einem Ostblockstaat sonst möglicherweise durch den Abdruck eines amerikanischen Schriftstellers in einer Hochphase des kalten Krieges entstehen konnten.
    Schon bei der Übernahme ins Rumänische, die offensichtlich aus der russischen Ausgabe erfolgte, haben sich zwei Fehler eingeschlichen. Als Autoren der beiden Kurzgeschichten sind Philip C. Dick (die Transliteration vom kyrillischen К ist aber definitiv nicht das lateinische C) und Robert Heinlyne genannt. Nun ja, andernorts hat man schon die ganz falschen Autoren angegeben.
    "Irrgarten des Todes" von Philip K. Dick in ungarischer Übersetzung
    Álmodnak-e az androidok elektronikus bárányokkal?,
    die ungarische Ausgabe von Träumen Roboter von 
    elektrischen Schafen?, 2015 erschienen im Verlag 
    Agave Könyvek, dem Verlag für Philip K. Dick
    in Ungarn
    In Ungarn erscheinen in den 70er Jahren einzelne Kurzgeschichten, dann 1983 eine Anthologie in der Nummer 52 der Zeitschrift Galaktika.
    Galaktika gibt es heute noch, mittlerweile sehr professionell und mit einer laufenden Nummer von über 300. Auf der Seite des Verlags findet man auch - mit etwas Suchen - eine Bibliographie der Kurzgeschichten.
    Der erste Roman auf Ungarisch erschien 1986 bei Kozmosz. Es ist Irrgarten des Todes, unter dem ungarischen Titel A halál útvesztője, wie so oft bei den Übersetzung eine eher weniger überzeugende Wahl, in Ungarn mag das den politischen Verhältnissen geschuldet sein. In Deutschland ist dieser Roman zuerst 1974 bei Heyne erschienen und zuletzt 2016 bei Fischer. Das Original A Maze of Death erschien 1970 als heute teuer zu bezahlendes Doubleday Hardcover.
    Ungarische Ausgaben tauchen in Deutschland nicht auf - polnische und russische Büchern dagegen lassen sich gelegentlich auf den üblichen Portalen finden. Es gibt aber ungarische Versender, die problemlos und erfahrungsgemäss sehr schnell versenden, dieser hat sogar antiquarische Angebote, man findet auch die Galaktika-Ausgabe problemlos, aber leider nicht die erste Übersetzung aus der TFE-Reihe.

    Samstag, 25. Februar 2017

    Noch mehr Fischer ... 2017

    The Man in the High Castle - Das Orakel vom Berge,
    die neueste Ausgabe von Philip K. Dick bei Fischer (2017)
    Ein wenig unerwartet gibt der Fischer Verlag auch im Jahre 2017 zwei Ausgaben von Werken von Philip K. Dick heraus. Nachdem der Verlag neuere Exemplare von Das Orakel vom Berge mit einem grossflächigen Aufkleber auf den Markt gebracht, der auf die Amazon Serie The Man in the High Castle hinwies, die auf dem Roman basiert, ist jetzt eine neue Taschenbuchausgabe mit eben diesem Titel erschienen: The Man in the High Castle. Der ursprüngliche deutsche Titel Das Orakel vom Berge erscheint noch als Untertitel. Nicht nur im Titel, auch bei der Umschlaggestaltung knüpft das Buch an die Serie an. Leider erfahren wir über den Gestalter des (im Unterschied zur Klassik-Reihe wirklich ansprechenden) Umschlags nur www.buerosued.de; wahrscheinlich ist auch Design jetzt Teamarbeit, was auch immer das bedeutet.
    Natürlich versucht Fischer mit dieser Ausgabe an der Popularität der Amazon Serie teilzuhaben, deren erste Staffel Amazons most-watched Eigenproduktion ist. Die zweite Staffel ist bei Amazon in deutscher Version seit Januar 2017 verfügbar. Eine dritte Staffel ist geplant.
    Mit zehn Ausgaben lässt Das Orakel vom Berge damit auch endgültig den Blade Runner hinter sich, von dem es nur sieben Ausgaben Ausgaben gibt.
    Dieses Buch ist natürlich nicht das Buch zur Serie. Es handelt sich auch bei dieser Ausgabe um einen Nachdruck der ursprünglich 2000 bei Heyne erschienen Neuübersetzung von Norbert Stöbe, "innen" absolut identisch mit der Ausgabe von 2014.
    Das Original des Romans erschien 1962, die deutsche Erstausgabe ist erst 1973 beim Kleinverlag König erschienen, übersetzt von Heinz Nagel. Leider ist bei der Neuübersetzung von 2000 die Widmung verloren gegangen. Offenbar hatte Dick die deutsche Ausgabe des Romans An Ernst Jünger für "Auf den Marmorklippen" gewidmet (leider lässt sich dazu nicht mehr finden). Die Neuübersetzung trägt die Widmung der englischen Ausgabe, Für meine Frau Tessa und meinen Sohn Christopher, in tiefer Liebe. Pikanterweise tragen einige englischsprachige Ausgaben aber auch die Widmung To my wife Anne, without whose silence this book would never have been written. Ich konnte leider nicht nachprüfen, welche Widmung die ersten englischen Ausgaben hatten, vermutlich aber die an Anne, da Dick, als er das Buch 1961 schreibt (und 1962 veröffentlicht), mit Anne verheiratet ist. Anne fertigt beruflich Schmuck an, auch Dick versucht sich darin und das findet seinen direkten Niederschlag im Roman, wo Frank Frink es ebenso versucht. Anne Dick hat auch eine spannende Biographie über ihr Leben mit Dick geschrieben, vintage Schmuck von ihr wird gelegentlich auf etsy angeboten.
    Die Übersetzung von 1965 ins Italienische war wohl die erste, inzwischen gibt es 17 italienische Ausgaben (gerade in den letzten Jahren gibt es da viele Varianten des selben Covers), so viele gibt es wohl auch sonst in keiner der 24 anderen Sprachen, in dies es noch übersetzt ist.
    Ausser diesem Taschenbuch mit einem neuen Cover gibt es auch eine Hardcover Ausgabe von Fischer, dazu mehr in einem separaten Blogeintrag - es gibt selten genug neue deutsche Ausgaben und einiges zu diesem Hardcover zu sagen.
    In diesem Blog findet sich auch sonst noch einiges zu diesem Roman (wohl mehr als zu jedem anderen Buch von Dick), der Eintrag mit dem Titel Folio befasst sich auch mit den verschiedenen deutschen Ausgaben.
    Ein Überblick über Philip K. Dick bei Fischer findet sich auf der Verlagsseite hier im Blog.
    Erhältlich sind beide Bücher überall im Buchhandel, nicht nur bei Amazon - und dort, beim Buchhandel, sollte man seine Bücher auch kaufen. Anschauen kann man sich das dann bei Amazon.

    Samstag, 11. Februar 2017

    Dickheads Metamorphosen

    Metamorphosen 15 (2016) mit einem Interview mit
    Tommi Brem über Dickheads und seinen Appendix Dick
    Als Nachhall auf den im letzten Jahr erschienenen sensationellen Appendix Dick, ist jetzt noch ein Gespräch mit dem Autoren Tommi Brem erschienen. In der Nummer 15 (Oktober - Dezember 2016) der Zeitschrift metamorphosen, einem Magazin für Literatur und Kultur, ist Tommi Brem im Gespräch unter der Überschrift Vampire? Autohändler und Schallplattenverkäufer!
    Man möchte Brem und seinem Gesprächspartner Michael Watzka gerne länger zuhören - bzw. mehr als die drei Seiten lesen. Es geht - ausser natürlich um Appendix Dick - mehr um das Fandom, die Dickheads, und die Rezeption von Dick als um Dick selbst; das erspart dem wissenden Leser vermutlich die üblichen Floskeln über Dick. Und Bremms Bemerkungen zu einer geplanten Enzyklopädie oder einem Tarot sind dem Autoren dieses Blogs zumindest neu.
    Angesprochen wird auch die fehlenden Fan-Fiction zu Dicks Werk (vielleicht steht die Frage unter dem Eindruck eines Interviews am Anfang des Magazins, in dem auch das Perry-Rhodan-Universum durchquert wird, in dem Fan-Fiction eine wichtige Rolle spielt). Fehlen tut m.E. hier die Anmerkung, dass es wohl keine (oder wenig?) klassische Fan-Fiction von Amateuren zu Dicks Werk geben mag, aber eben viel Literatur von Profis, die hier im Blog Recursive genannt und des öfteren besprochen wird - und die Zahl der Autoren und Bücher, die als von Philip K. Dick beeinflusst oder an Philip K. Dick erinnern ist gross. Dick war sicher ein Writers' Writer, ein Autor, der von anderen Autoren des Genres sehr geschätzt wurde und bei diesen grossen Eindruck hinterlassen hat - und das durchaus auch schon zu seinen Lebzeiten. Diese Anmerkung sei in diesem Blog erlaubt, auch wenn es ja sonst mehr um's Sammeln geht.
    Noch einmal zurück zu Appendix Dick: Das grosse Interesse an diesem Buch zeigt sich auch darin, dass der Eintrag dazu in diesem Blog mittlerweile der meistgelesene ist - oder zumindest der meist geklickte (denn in diesen schnelllebigen Zeiten wird nicht alles gelesen, was geklickt wird - schon gar nicht so viel Text).
    Wenigstens erwähnt werden sollte, das auch die anderen Artikel, hauptsächlich Interviews und Kurzgeschichten, absolut lesenswert sind (und natürlich fällt dabei - diese Ausgabe der Metamorphosen hat schliesslich den Untertitel Science Fiction - auch hier und dort der Name Dick).
    Metamorphosen 15 kann man noch beim Verlag bestellen - auch wenn sich der Shop gelegentlich ein klein wenig widerspenstig zeigen mag. Der Preis von vier Euro (zuzüglich einem Euro Versandgebühr) für ein Magazin dieser Qualität sollten die Frage, ob man seine Sammlung um dieses Stück erweitern soll, beantworten.

    Samstag, 4. Februar 2017

    Die Zeit

    Jede neue Entdeckung macht Spass und gerade beim Sammeln ist der Fund eines vorher gänzlich unbekannten Stücks oft eine grössere Freude als das Füllen einer bereits bekannten Lücke. Ich dachte wirklich, dass ich alle erschienenen Kurzgeschichten im Katalog hätte.
    Programmheft zur Aufführung von Botho Strauss
    Die Zeit und das Zimmer an der Schaubühne am
    Lehniner Platz in Berlin (1989)
    Auf einem meiner Fischzüge fand ich jedoch ein Angebot für das Programmheft zu Botho Strauss Die Zeit und das Zimmer. Das Angebot kam mit einem vollständiges Inhaltsverzeichnis des Programmhefts und es sollte eine Reihe von Kurzgeschichten zum Thema Zeit enthalten. Und eine dieser Geschichten war Eine Kleinigkeit für uns Temponauten von Philip K. Dick. Tatsächlich hatte ich dieses Angebot schon einmal gesehen, konnte das aber nicht verifizieren und hielt das daher einfach für einen Fehler, es war einfach nicht zu glauben. Dieses mal habe ich dann einfach zugegriffen, das Risiko war überschaubar - es wäre ja auch nicht der erste Fehlkauf.
    Das Buch traf dann schnell ein und es enthält tatsächlich die Kurzgeschichte von Dick. Es handelt sich um das Programmheft des Stücks Die Zeit und das Zimmer, uraufgeführt am 8. Februar 1989 (Keine Pause!) an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin unter der Regie des 2015 verstorbenen Luc Bondy. Das Programmheft enthält auf der ersten Seite eine Liste der Schauspieler und ihrer Rollen sowie weitere Mitwirkende und dann auf rund 140 Seiten Geschichten und Gedanken zum Thema Zeit: Fast zwei Dutzend Texte, zusätzlich zu dem von Dick auch von J. G. Ballard, Jorge Luis Borges, Lewis Carroll und weiteren.
    Die hier gewählte Kurzgeschichte zählt zu den populärsten Geschichten von Dick und wurde bisher zwölf mal auf Deutsch veröffentlich, erstmalig in Spinnenmusik bei Heyne (1979) in der Übersetzung von Sylvia Pukallus. Zuletzt ist die Geschichte in 2016 namensgebend bei Fischer in der Anthologie Ein kleines Trostpflaster für uns Temponauten erschienen, so ist der Titel der späteren Übersetzung von Clara Drechsler. Die Übersetzung der Geschichte in Ullsteins Anthologie Brennpunkt Zukunft (1984) erledigte offenbar der nicht ganz unbekannte Denis Scheck.
    Das Programmheft lässt sich häufig, bezahlbar und in guten Zustand finden - wohl weil es sich weniger um ein normales Programmheft, sondern um ein Büchlein handelt, das nicht den übliche Weg solcher Programmhefte genommen hatte. Das Heft war wohl ein Angebot zu Hause zu lesen, dem offenbar genug Theaterbesucher gefolgt sind - zumindest haben sie es nicht weggeworfen.
    Der Überlick über Sämtliche Kurzgeschichten und der Überblick nach Quelle sind entsprechend ergänzt.

    Samstag, 7. Januar 2017

    Ausblick 2017

    Was bringt dem Sammler von Philip K. Dicks Werk das Jahr 2017? Tatsächlich sind für den Februar zwei neue Ausgaben von Das Orakel vom Berge bei Fischer angekündigt. Die kommen ein bisschen spät, könnte man finden, um noch durch das Interesse, das durch die Amazon-Serie The Man in the High Castle generiert wurde, zu profitieren. Andererseits steht der Deutschland-Start der zweiten Staffel der Serie noch bevor - und wenn es gut läuft, gibt es sogar noch eine dritte Staffel.
    Im englischen Sprachraum ist bisher wenig angekündigt, ein weiterer Band der Collected Stories von Citadel.
    Bei den Neuerscheinungen muss man also auf Überraschungen hoffen, auch 2016 hat es solche ja gegeben. Und vielleicht findet sich noch eine erste Übersetzung in einer weiteren Sprache.
    Geplant ist auch ein weiteres Philip K. Dick Festival, in diesem Jahr in Fort Morgan, wo Dick begraben ist. Zwischenzeitlich war eine Publikation zu diesem Anlass angekündigt, die, wenn sie erscheint, sicher ein seltenes Sammlerobjekt werden kann.
    Für die Sammlung haben sich die Ziele aus dem letzten Jahr wenig geändert, jedoch die Strategie, um die Ziele zu erreichen. Es hat sich gezeigt, dass Schnäppchen am ehesten in den aktuellen Angeboten erscheinen und dass es sich durchaus lohnt diese regelmässig zu monitoren. Beim Fischen in der Bucht war das schon immer so, da die Verweildauer der Objekte dort naturgemäss eingeschränkt war. Aber auch für die üblichen Antiquariatsportale lohnt sich eine ähnliche Strategie. Der Schwerpunkt liegt dabei weiter auf deutschen und dann nachrangig auf britischen Ausgaben. Spannend sind aber immer auch einzelne Ausgaben aus anderen Ländern, in letzter Zeit hat sich da durchaus ein Interesse an Ausgaben von Das Orakel vom Berge entwickelt - jedoch vollständig ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Noch. Und es gibt noch einige Länder, die noch gar nicht in der Sammlung vertreten sind.
    Es gibt also noch genug Lücken in der Sammlung, um auch 2017 interessant zu machen.
    Zuetzt ein Wort über diesen Blog; bisher sind hier recht regelmässig wöchentlich Einträge zu allem um das Sammeln von allem von und über Philip K. Dick erschienen. In diesem Jahr wird sich die Frequenz dieser Einträge deutlich verringern. Der neue Fahrplan sieht einen Eintrag am Anfang des Monats vor, und mehr Einträge, wenn ... es sich ergibt.