Samstag, 18. August 2018

Easton

Manchmal führt auch der längere Weg schneller zum Ziel. Bei der Suche nach skandinavischen Ausgaben, Norwegen ist noch eine markante Lücke in der Sammlung, bin ich über eine sehr - wirklich sehr! - günstige Easton-Ausgabe gestolpert, der ich dann - wie sollte es anders sein - nicht widerstehen konnte.
Das Kaufen im Ausland ist unterschiedlich schwierig. Für Skandinavien ist antikvariat.net eine seriöse Adresse mit einem grossen Angebot, der man seine Kreditkarten anvertrauen mag. Dort habe ich, bei einem norwegischen Antiquariat, die erste Auflage Easton-Ausgabe von The Man in the High Castle zu einem wirklich guten Preis gefunden, eher zufällig - ich war eigentlich auf der Suche nach einer norwegischen Ausgabe des Buchs. Man muss wissen, dass die Easton-Ausgaben nicht billig sind. Easton Press bietet Luxusausgaben von populären Büchern an, typisch ist der Ledereinband und der mit 22 karätig vergoldete Schnitt.
The Man in the High Castle mit Collector's Notes
Philip K. Dick: The Man in the High Castle, Easton Press (1988) in braun mit Collector's Notes
Von Philip K. Dick gibt nur drei Ausgaben bei Easton Press. Die erste Auflage von The Man in the High Castle ist von 1988, seltener und deutlich teurer ist jedoch die zweite dunkelgrüne Auflage bzw. Ausgabe von 1995. Die teuerste der drei Ausgaben ist allerdings Do Androids Dream of Electric Sheep? von 2008.
Zu erwähnen sind noch die jedem Buch beigelegten Collector's Notes, eine einfach Seite, ohne die das Buch jedoch viel Wert verlieren würde - man sollte also angesichts der notwendigen Investition sicherstellen, dass diese Notes nicht fehlen.
Mir hat diese Anschaffung trotz günstigem Preis ernsthaft das Budget angegriffen, der geplante Angriff auf Penguin wird sich also noch noch einmal etwas verzögern. Und eine norwegische Ausgabe von Dick fehlt noch immer.
Es gibt noch weitere Verlage, die solche Luxusausgaben herausbringen, so etwa Gregg Press und Folio Society. Die deutschen Ausgaben von Edition Phantasia kann man damit nicht vergleichen, da diese zwar auch teuer und selten sind, Edition Phantasia aber durchgängig deutsche Erstausgaben herausgebracht hat, Easton und die anderen aber immer nur bestehende Ausgaben neu aufgelegt hat.
Eine andere Plattform für skandinavische Bücher, auf der auch sehr viele englische Ausgaben auftauchen, ist Bokbörsen. Man findet dort aber auch dänische und wohl auch norwegische Ausgaben.

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