Samstag, 13. Oktober 2018

Noch mehr Pinguine

Tux, hier nur zu Besuch
Penguin hat sich seit dem letzten Blogeintrag darüber zu einem Schwerpunkt in der Sammlung entwickelt, vielleicht, weil die Portomauer nach UK nicht so hoch ist und bestimmt auch, weil es bei Penguin so viele Ausgaben zu einem Schwerpunkt meiner Sammlung, The Man in the High Castle, gibt.
Die letzte Ausgabe von Penguin (2015) von
The Man in the High Castle
Der aktuelle Zugang zum Thema war auch wieder eine britische Ausgabe von Das Orakel vom Berge. Diese neueste Ausgabe, auch schon von 2015, bezieht sich mit dem Cover direkt auf die Serie von Amazon. Man sieht Juliana mit der Filmrolle und im Hintergrund den Obergruppenführer John Smith als drohende Gestalt. Sowohl Filmrolle als auch John Smith sind Elemente, die es im Roman nicht gibt. Und eine Angabe, wer das Cover gestaltet hat, gibt uns Penguin auch nicht.
The Man in the High Castle mit Cover von Cleon Peterson
Penguin (2014) mit dem
Cover von Cleon Peterson
und dem Zusatz NOW AN
AMAZON ORIGINAL
SERIES
In jedem Fall hat Penguin mit dieser neunten Ausgabe des Romans seinen Rekord ausgebaut - kein anderer Verlag hat so viele Ausgaben des selben Romans von Philip K. Dick herausgebracht, wie Penguin The Man in the High Castle.
Ein Grund für diese letzte Ausgabe ist natürlich die Serie von Amazon. Im Jahr vorher, 2014, gab es bereits eine neue Ausgabe, zumindest eine Ausgabe mit einem neuen Cover von Cleon Peterson. Ursprünglich hatte diese Ausgabe wohl keinen Bezug zur Serie, der wurde dann aber wohl durch die Überschrift NOW AN AMAZON ORIGINAL SERIES kurzfristig dezent hinzugefügt, wie das Bild hier zeigt. Das Original, ohne diesen Blurb, kann man in einem Blogeintrag bei It's Nice That sehen und ein wenig darüber lesen, wie solche Cover eigentlich entstehen.
Angabe der Auflage bei Penguin, hier die vierte Auflage (004)
Mir ist nicht klar, ob es so eine Ausgabe ohne Hinweis auf die Amazon-Serie wirklich gibt, das wäre dann natürlich eine relevante Variante.
Das hier gezeigte Exemplar ist scheinbar eine vierte Auflage bzw. print, zumindest interpretiere ich die kleine 004 so. Leider ist es schwierig eine frühere Auflage zu finden, da bei Angeboten von Taschenbüchern dieser Art die Angabe der Auflage in der Regel fehlt und die Plattformen meistens ein Beispielbild einspielen. Fast kein Anbieter wird bei einem sehr billigen Taschenbuch sein eigenes Bild hinzufügen. Und die Beispielbilder sind unzuverlässig, es kann sich dabei durchaus um frühe Versionen des Covers handeln, die der Verlag in Voranzeigen benutzt hat, die dann aber tatsächlich in dieser Form nie in den Handel gekommen sind. Dafür gibt es zahlreiche andere Beispiele. Man muss also regelmässig in der Bucht fischen und dort auf ein Angebot von einem Privatanbieter mit Originalbild hoffen.
Hinzuzufügen bleibt, dass es bei Penguin auch vier Anthologien gibt, die Kurzgeschichten von Dick enthalten:
  1. Final Stage (1975)
  2. Constellations: Stories of the Future (1983) beim Imprint Puffin Plus
  3. Machines That Think: The Best Science Fiction Stories About Robots and Computers (1985)
  4. Spells of Enchantment: The Wondrous Fairy Tales of Western Culture (1992) bei Penguin US
Ich erinnere hier noch mal an den Web-Tipp The Art of Penguin Science Fiction aus dem vorigen Blogeintrag zu Penguin einfach weil die Seite so gut ist. Fehlen tut dort nur die eine Anthologie, die bei Penguin US herausgekommen ist.
Ebenfalls sei hier noch mal darauf hingewiesen, dass man beim Kauf von Penguin Taschenbüchern mit unterdurchschnittlicher Erhaltung rechnen muss. Ein sonst gutes Exemplar ist bei Penguin schon aussergewöhnlich.
Der neue Web-Tipp ist die Seite von Christopher Harris, einem britischen Autoren, der ein wenig darüber erzählt, wie Philip K. Dick ihn beeinflusst hat.

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