Samstag, 14. September 2019

Zeit aus den Fugen - ein Schaupiel

Das Plakat zu Zeit aus den Fugen
Ein Stück von Philip K. Dick im Theater zu sehen, ist ein neues Erlebnis - natürlich. Auch wenn es andere Bearbeitungen von Dicks Stoffen für die Bühne gibt, sind sie doch selten. Und die Qualität der Aufführung von Zeit aus den Fugen ist ausserordentlich, so wie man es von einem deutschen Staatstheater auch erwarten kann.
Vor ausverkauftem Haus hatte Zeit aus den Fugen unter der Regie von Laura Linnenbaum am 13. September Uraufführung im Schauspielhaus Hannover, einer der Spielstätten des Niedersächsischen Staatstheaters Hannover.
Der Text des Stückes von Laura Linnenbaum und der Dramaturgin Johanna Vater hält sich sehr eng an das Original, natürlich gekürzt, aber selbst im Detail so genau am Text, dass sich manchem Zuschauer nun vorher unzugängliche Dinge im Roman erklären. Das Zusammentreffen mit den Kesselmans im einsamen Haus auf dem Hügel bleibt aber auch im Stück rätselhaft (für mich). Erst das Ende weicht deutlich vom Roman ab, es gibt keine Fahrt im LKW und keine merkwürdigsprachigen Zukunftsteenager, Linnenbaum und Vater schneiden Dicks Ende ab und ersetzen es durch ein recht plakatives Ende als Kommentar zur aktuellen politischen Situation.
Der Spielplan für den September mit der
Ankündigung für Zeit aus den Fugen
Schon in der Einführung vor der Aufführung hatte die neue Intendantin des Schauspiels, Sonja Anders, über dieses Stück nach Dick gesprochen und auf den anderen Amerikaner, dessen Namen wir nicht nennen wollen verwiesen, der fake news - und so interpretiert sie Dicks falsche Realität - heute für seine Politik nutzt. Für mich waren Dicks Realitäten immer Bilder für die Suche des Einzelnen und eher kein direkter politischer Kommentar, die von Anders intendierte Deutung (oder Nutzung) ist aber wohl bei kaum einem Roman von Dick so gut möglich, wie bei der Zeit aus den Fugen. Und natürlich ist der Titel ein Zitat von Hamlet, auch hier schliesst sich der Kreis zum Theater (und zu Hamlet sei auf den vorigen Blogeintrag zu Time Out of Joint verwiesen).
Erwähnt sei noch die Figur der Jun(i)e, sie ist Dicks dark haired girl, die aber im Roman keine entscheidende Rolle spielt, ein 19-Jähres naives Mädchen. Sabrina Ceesay spielt sie als 31-Jährige starke Frau, sicher die grösste Änderung an den Figuren - aber sicher eine angemessene Anpassung dieses 60 Jahre alten Textes.
Besondere Erwähnung muss die Musik finden, Elvis Presley hilft uns die 50er Jahre zu erleben. Das Bühnenbild mit der Mauer, die die Realität - letztlich erfolglos - abtrennt, ist eine kluge Idee und die Rückprojektionen darauf sehr wirksam. Die Kostüme und Masken der Schauspieler sind in ein tiefes Grau getaucht, um die falsche Realität zu beschreiben, Farbe bedeutet Echtes - und so wischt sich Raggle am Schluss den grauen Staub vom Körper.
Nach schon 95 Minuten ist das Stück beendet, für mich ein wirklich überwältigende Erfahrung - zumal gemessen an den meist lauen Umsetzung von Dick in Film und Fernsehen. Theater hat eben eine grössere Wirkung, echte Menschen auf einer Bühne sind nicht mit einem Film vergleichbar. Ansehen! Und wer vorher einen Eindruck haben möchte, heutzutage haben auch Theater für ihre Stücke Trailer bei YouTube.
Das Programm zum Stück
Die Aufführungsrechte liegen laut Programm beim S. Fischer Verlag, wohl weil dieser aktuell die Rechte für die aktuelle Neuauflage des Texts besitzt, zu der es auch einen Blogeintrag gibt.
Es gibt noch einiges zu sagen, das wir in einem spätere Blogeintrag folgen.
Für den Sammler bringt eine Theateraufführung einiges: Es gibt eine Karte - man kriegt noch Karten zugeschickt, wenn man das will - und ein sehr schönes Programm mit einigen Texten und Bildern, u. a. einem schönen Text der Dramaturgin, die ja auch den Text des Stückes geschrieben hat.
Gelegentlich kann man auch den Text des Stückes selbst kaufen, es bleibt abzuwarten, ob er erscheint (mir sind die Gepflogenheiten hier unbekannt) - ich werde das im Auge behalten. Trotzdem bleibt das Merchandising um ein Theaterstück begrenzt, das ist aber auch gut so.
Informationen zu den verschiedenen Bearbeitungen von Stücken von und über Dick für die Bühne sind - in einer ersten Fassung - in diesem Blog hier zusammengetragen. Zur deutschen Erstausgabe von Time Out of Joint unter dem Titel Zeit ohne Grenzen gibt es auch einen Blogeintrag.

Samstag, 7. September 2019

Die lustigsten Pinguin-Pannen

Die Philip K. Dick Ausgaben von Penguin gehören zu den von mir besonders gesuchten Exemplaren. Zusätzlich zu einem Konvolut, dass ich, wie berichtet, kürzlich erwerben konnte, habe ich beim gleichen Anbieter noch die erste Ausgabe von Dick bei Penguin gekauft - hauptsächlich, um Porto zu sparen.
Die Ausgaben von Penguin sind in der Regel schlecht erhalten - es handelt sich um die billigen Paperbacks, nicht die etwas besseren Trade Paperbacks, das Papier ist billig, der Einband einfach - und die Ausgaben von Dick sind alt. Um so schöner also, dass diese Ausgabe - insbesondere für üblicherweise notorisch zerfledderte Penguin Bücher - doch sehr schön erhalten ist (eigentlich perfekt, bis auf den hässlichen Knick im Einband). Und immerhin ist das Buch von 1965 ... oder nicht?
The Man in the High Castle von Penguin
mit Max Ernsts Die versteinerte Stadt
Die Rückseite mit dem Bild von Ted White
und dem falschen Namen des Coverbildes
Bei näherer Beschäftigung mit dem Buch, entfaltet sich eine ungewöhnliche Serien von Pleiten, Pech und Pannen - und dieser Blog hat ja schon einiges erlebt bzw. gezeigt. Das Impressum des Buches sagt Published in Penguin Books 1965. The Internet Speculative Fiction Database sagt aber Actually Published February 1967, ist sich dabei aber nicht ganz sicher, denn sie fragt: Source? Von anderer Stelle wird February 1967 gestützt, aber auch hier ohne verbindliche Quelle. Was soll man nun denken?
Das Umschlagbild ist ein Ausschnitt vom Bild Die Versteinerte Stadt des deutsch-französischem Malers und Grafikers Max Ernst. Möglicherweise heisst das Bild im Original auch La ville pétrifiée, schliesslich lebte Max Ernst 1935, als er das Bild gemalt hat, schon lange in Paris - vermutlich gibt es aber auch nicht den einen verbindlichen Namen. Im englischen ist Die versteinerte Stadt aber The Petrified City und hängt in der Manchester Art Gallery.
Die Quellenangabe auf der Rückseite nennt das Bild aber The Petrified Forest, ebenfalls ein Bild von Max Ernst, aber eben ein anderes. Nun ja, in den Zeiten vor dem Internet - sei es 1965 oder 1967 - ist dem Redakteur der Fehler nachzusehen, vor allem, weil er sich hier vielleicht auf sein kunstgeschichtliches Wissen verlassen hat - und dafür war er doch ganz nah dran. Viele der surrealen Bilder von Max Ernst speziell der 30er Jahre, wie die Reihe Die ganze Stadt, scheinen wie gemacht für die Umschlagbilder von Science Fiction Romanen der 60er und 70er Jahre. Zu Dicks The Man in the High Castle passt dieses Bild eher nicht, finde ich - es passt nur zum Titel, der aber, wie der Leser weiss, wenig mit den Inhalt des Romans zu tun hat: Immerhin treffen wir den Mann aus dem Titel nicht in den Bergen, sondern bei einer Cocktail-Party in seinem Einfamilienhaus in der Vorstadt, ein Schloss ist nicht zu entdecken. Aber es geht natürlich um Erwartungen ...
Falsches Datum, falsches Bild ... was kann jetzt noch schief gehen? Dafür haben wir auf der Rückseite ein schönes Bild von Ted White. Aber warum? Ted White war seinerzeit ein Freund von Dick und hat sich sicher später (1969) um die Veröffentlichung von Dicks We Can Build You verdient gemacht, aber warum würde Penguin ihn dann auf The Man in the High Castle drucken? Die Erklärung finden wir in einem Brief von Ted White (PKDS Newsletter, #6, 1985; Ted Whites Brief lässt sich auch online nachlesen im Fanzine Journey Planet No. 16): Tatsächlich hat wohl Dick selbst Penguin ein Bild von White [als Foto des Autors] geschickt - wohl ein als Scherz verpacktes Dankeschön an White, der es in einem Brief so beschreibt
As a jape, he [Dick] gave Penguin a photo of me and it was printed [as a photo of the author] on the back cover of the British Man in the High Castle.
Nun gut, eine sehr entfernte Ähnlichkeit von White und Dick macht das Bild eines leidlich bekannten amerikanischen Autoren für einen britischen Redakteur wohl plausibel (von Dick waren in Grossbritannien bis dahin nur zwei Romane, eine Anthologie und einige Kurzgeschichten erschienen). Penguin kann man hier also höchstens eine minimale Fahrlässigkeit vorwerfen. Und einen Science Fiction Roman herauszugeben ist ja kein investigativer Journalismus. Immerhin stimmt der Name des Autoren auf dem Titel. Bei den folgenden acht Ausgaben dieses Romans hat Penguin es dann auch besser gemacht.
Der Web-Tipp ist ein Video bei YouTube Die lustigsten Pinguin-Pannen und ein ausführlicher Blogeintrag über Penguin Cover bei Justseeds.
Und zum Schluss noch einmal Dank an Total Dick-Head - den ultimativen Blog zu Dick: UNBEDINGT LESEN! - für den Hinweis auf Ted White, der mir sonst sicher entgangen wäre.
Alles von Penguin (UK) zu Philip K. Dick gibt es bibliographisch komplett hier.

Preise

"The Man in the High Castle", Penguin (1965) in guter Erhaltung: 12 Euro

Samstag, 3. August 2019

Nicht nur Sex ...

We Can Build You, auf deutsch Die rebellischen Roboter
bei Goldmann (1977) bzw. später Die Lincoln-Maschine
bei Heyne (2007) von Philip K.Dick
Am Schluss müssen Bücher verkauft werden. Ohne Verkauf kein Geld für den Verlag und wenn der Verleger nichts verdient, kriegt letztlich auch der Autor nichts. Und welche Rolle Geld für einen Autoren spielt, kann man in vielen Briefen von Philip K. Dick nacherleben - es geht oft um Tantiemen: Tantiemen, um die sich Dick betrogen fühlt, von seinen Verlegern oder auch von der Sowjetunion, Tantiemen, die zu spät ausgezahlt werden, Tantiemen, die nicht reichen. Letztlich ist man als Autor selbstständig, ein (oft) sich selbst ausbeutender Unternehmer. Und so sehr man von der Umwelt als freier und unabhängiger Künstler wahrgenommen wird, Frauen und Kinder müssen Essen.
Daher können wir es Grafton wohl auch verzeihen, dass sie auf dem Cover von We Can Build You (1986) einen Hitler zeigen - vermutlich ist ein Hitler in Grossbritannien verkaufsfördernder als der sonst für diesen Roman oft verwendete Abraham Lincoln. Obwohl Hitler im Roman gar nicht erscheint - im Gegensatz zu Lincoln, bzw. seinem Simulacrum, das eine Hauptrolle spielt.
Tatsächlich ist Hitler kein gänzlich unbekanntes Motiv für und bei Dick, er wird natürlich im Orakel vom Berge erwähnt (und erscheint in entsprechenden Ausgaben auch auf dem Cover), aber auch in weiteren zwölf Romanen und drei Kurzgeschichten. Dieses sehr spezifische Wissen verdanke ich natürlich dem Appendix Dick, über den man unbedingt hier nachlesen sollte, ein verrücktes Buch, dass alle Erwähnungen aller Personen (im weiteren Sinne) im Werk von Dick zusammenträgt.
Also, es gibt keinen Hitler in den rebellischen Robotern - und sicher auch keinen Hitler auf dem Cover der Fischer Ausgabe dieses Romans, die wir - so sage ich es voraus - im nächsten Jahr erwarten können. Das Cover wird nämlich, wie üblich, sehr abstrakt sein und gar nichts (oder alles) zeigen; nun ja.
Vulkan 3, Goldmann (1977)
mit einem Chris Foss Cover
Unbedingt erwähnen muss man natürlich noch die kleine Gestalt rechts vom „Führer Roboter“ wir sehen dort einen kleinen Philip K. Dick Roboter - Dick ist bekanntlich ein beliebter Cover Autor.
Die Illustration auf dem Umschlag ist vom britischen Künstler Chris Foss, der für Grafton auch einige andere Cover für Bücher von Dick beigesteuert hat. Dieses Cover ist aber offenbar eine Auftragsarbeit für diesen Roman von Dick. Genau dieses Cover verwendet auch die deutlich teurere Hardcover Ausgabe von Severn House (1988). Die Cover für die anderen Ausgaben sind die generischen Raumschiffe, für die Foss bekannt ist. Chris Foss hat auch für eine deutsche Ausgabe ein solches Raumschiff-Cover beigesteuert, Vulkan 3 von Goldmann (1973). Und Foss hat seine Raumschiffe auch dem grössten nie realisierten Film aller Zeiten beigesteuert, Alejandro Jodorowskys Verfilmung von Frank Herberts Dune. Aber das ist natürlich eine ganz andere Geschichte.
Erstaunlich an dieser Grafton Ausgabe ist, dass es sich um die britische Erstausgabe handelt - von 1986! In den USA ist der Roman 1972 bei DAW erschienen, vorher (1969/1970) serialisiert im Magazin Amazing. Dafür, dass We Can Build You sicher zu den besseren Romanen von Dick zählt, hat es doch erstaunlich lange gedauert, bis er im Vereinigten Königreich erschienen ist. Die rebellischen Roboter sind von Goldmann schon 1977 publiziert, die erste Übersetzung überhaupt ist A. Lincoln, Androide in Italien bei Gamma (1974) - natürlich mit einem Lincoln auf dem Cover.

Preise

"We Can Build You", Grafton (1986) ab 4 Euro und das Hardcover von Severn House (1988) bei 40 Euro

Samstag, 27. Juli 2019

Bulgarisch

Ich musste nun nach Sofia fliegen, um endlich auch eine bulgarische Ausgabe von Philip K. Dick zu kaufen. Obwohl Bulgarien als EU-Mitgliedsstaat eigentlich „nicht so weit weg ist“ - und natürlich bin ich auch nicht deswegen geflogen. Aber es ist wirklich schwierig von Deutschland ein entsprechendes Buch zu kaufen, weil Bulgarien eben keinen Euro hat und durch die kyrillische Schrift auch online schwer zugänglich ist - und es liegt wohl auch daran, dass es nicht so viele Ausgaben von Dick in Bulgarien gibt.
Омнибус, Sofia: Bard (2017)
Der erste Roman von Dick ist in Bulgarien 1993 erschienen, also erst nach dem Fall des eisernen Vorhangs: Das Orakel vom Berge, immerhin kein schlechter Start. Später erscheinen mit Ubik, Blade Runner, Der dunkle Schirm und Die drei Stigmata des Palmer Eldritch (2006) weitere absolute Meisterwerke des Autoren. Allerdings kommen auch Die kosmischen PuppenDas Globus-Spiel und Der Gott des Zorns heraus - drei Romane, die im Deutschen mit einer gewissen Berechtigung nur auf eine einzige Ausgabe gekommen sind. Wir können also in Bulgarien fünf der besten und drei der eher am wenigsten guten Romane sehen. Warum bringt ein (bulgarischer) Verlag Die kosmischen Puppen heraus, wenn etwa Marsianischer Zeitsturz verfügbar gewesen wäre? Vermutlich gibt es hier kostentechnische und lizenzrechtliche Überlegungen, die sich dem unbedarften Beobachter entziehen. Der Markt hat - da kann man sich wohl sicher sein - als dritten übersetzen Roman von Dick kein eher lauwarmes Frühwerk von Dick wie Die kosmischen Puppen verlangt.
Nach 2006 ist in Bulgarien als insgesamt neunte Ausgabe von Dick erst 2017 wieder etwas erschienen: Омнибус, also Omnibus. Dieser Philip K. Dick Omnibus enthält auf 703 Seiten die zwei Romane und sechs Kurzgeschichten von Dick, die fürs Kino verfilmt worden sind:
  • We Can Remember it for You Wholesale - verfilm als Die totale Erinnerung - Total Recall
  • Second Variety - Screamers
  • The Minority Report - Minority Report
  • Paycheck - Paycheck
  • A Scanner Darkly - A Scanner Darkly - Der dunkle Schirm
  • The Golden Man - Next
  • The Adjustment Team - Der Plan
  • Do Androids Dream of Electric Sheep? - Blade Runner
Von den Kino-Verfilmungen fehlt nur Impostor, das allerdings auch in Deutschland nur auf DVD erschienen ist - möglicherweise ist dieser Film nie auf Bulgarisch verfügbar gewesen.
In Bulgarien sind ausserdem noch einige Kurzgeschichten in Anthologien und Magazinen erschienen.
Kaufen kann man bulgarische Ausgaben von Dick in Bulgarien - in Sofia fand sich in der ersten (allerdings nach vorher sorgfältiger Recherche) besuchten Buchhandlung, Greenwich Book Center, der oben gezeigte Band von Dick im Regal. Online bestellen scheint möglich, man muss halt mit einer bulgarischen Webseite klar kommen, dem Zahlungsabwickler und Anbieter vertrauen und den Versand zahlen wollen. Für mich war das nicht so einfach. Die älteren Bände werden alle sehr günstig antiquarisch angeboten, sind also nicht selten, aber aus Deutschland noch schwerer zu erreichen als Neubücher.
Ein Überblick und vollständigere Daten für die Verfilmungen gibt es hier im Blog und eine Liste aller Sprachen, in die Philip K. Dick übersetzt ist, findet sich hier.

Preise

"Омнибус", Bard (2017). ISBN 978-954-655-742-1. 36,99 Leva bzw. 18,90 Euro.

Samstag, 20. Juli 2019

Philip K. Dick Edition

Der Heyne Verlag hat sich in diesem Blog als wichtigster deutscher Verlag für Philip K. Dick einen zweiten Beitrag nach dem vorigen verdient. Auch wenn die Anzahl der Beiträge von Heyne zum Thema Dick in der letzten Zeit deutlich nachgelassen hat.
Einen herausragenden Platz hat die Philip K. Dick Edition von Heyne, gelegentlich auch als Werkedition bezeichnet. 2002 begonnen, wurde diese wohl als umfassende Gesamtausgabe geplante Serie 2008 nach 16 Bänden abgebrochen; zwei weitere Bände waren schon angekündigt, sind aber nie erschienen, dazu mehr hier in diesem Blog.
Inhaltlich hat man sich ein paar Neuübersetzungen geleistet, z. B. für Eine andere Welt, und gelegentlich ein Vor- oder Nachwort. Bei der äusseren Gestaltung hat man sich von den typischen Science Fiction Umschlagbildern absetzen wollen und ein schlichtes einfarbiges Design gewählt - einfarbig pro Band natürlich, gemeinsam sind die Bände recht bunt (das war auch im Regal der Buchhandlung gut zu sehen). Ein Regenbogen, wie bei Mariner, war wohl nicht geplant - dazu passt auch nicht das Schwarz von Nach der Bombe. Ausserdem haben die Bände eingefalzte Klappen mit Autorenfoto und einem kurzen Portrait (hinten) und Werbung für die Reihe (vorne).
Eine erste Auflage mit der
"Fahne" oben links
Keine erste Auflage (hier eine 3.)
mit dem Schriftzug oben links
Bemerkenswert sind einige der Auflagen. Mir selbst ist es sehr lange entgangen, dass es Varianten bei den Umschlägen gibt: Einige Exemplare zeigen auf Vorderseite oben links und auf dem Rücken das alte Verlagslogo, die ausgefüllte "Fahne" mit dem Verlagsnamen, andere haben das neue Logo, den Schriftzug HEYNE gefolgt von einem "Zacken".
Tatsächlich ist es so, dass der Heyne Verlag 2003 das Logo geändert hat - die "Fahne" ist das alte Logo, der Schriftzug mit dem Zacken das neue Logo.
Rücken von Das Orakel vom Berge
mit dem neuen Verlagslogo
Rücken von Die drei Stigmata des
Palmer Eldritch mit der "Fahne"
Die Ausgaben von 2002, das sind (wohl) die jeweils erste Auflagen der sechs Bände der Reihe, die 2002 erschienen sind, haben also das alte Logo, alle anderen - auch spätere Auflagen dieser ersten sechs Bände - tragen den Schriftzug in Silber. Von den ersten sechs Bänden gibt es also jeweils zwei Varianten. Betroffen davon ist ausserhalb der Edition auch Das Orakel vom Berge, das in der ersten Auflage 2000 mit alten Logo und später in der 4. Auflage (2004) mit neuem Logo erschienen ist. Parallel dazu scheint auch der Hinweis auf die Allgemeine Reihe entfallen zu sein, sowohl auf der Rückseite als auch im Impressum.
Der Heyne Verlag hat zeitweise neben dem Barcode auf der Rückseite auch
die Auflage angegeben, hier bei Die drei Stigmata des Palmer Eldritch von
2002, rechts bezeichnet die 01 die erste Auflage; ein Hinweis auf die
 Zugehörigkeit zur Allgemeine Reihe ist auch explizit gegeben 
Dritte Auflage (03, rechts) von Das Orakel vom Berge von 2008,
mit Angabe des Preises in Österreich (A) und dem Forest
Stewardship Council (FSC) Zertifikat-Siegel für Holz und Papier
Heyne hat seine Bücher immer sehr klar und deutlich ausgezeichnet, das gilt insbesondere für die Angabe der Auflage. Im Impressum findet sich immer eine klare Angabe der Auflage, das ist bei anderen Verlagen nicht immer so. Eine Besonderheit beim Heyne Verlag - und das gilt natürlich nicht nur für die Dick Ausgaben - ist die sehr öffentliche Angabe der Auflage mit dem Barcode auf der Rückseite. Ab etwa dem Jahr 2001, möglicherweise mit Einführung des Euro in Deutschland, hat Heyne neben dem Barcode auf der Rückseite des Buches auch die Auflage angegeben. Das erstreckt sich über alle folgenden Ausgaben von Dick bis mindestens zum Jahr 2012. Aktuelle Ausgaben (2018) tragen diese Angabe nicht mehr an dieser Stelle.
Braucht man die verschiedenen Auflagen in der Sammlung? Auflagen sicher nicht, finde ich, aber erste Auflagen will man vielleicht anstreben - und für die ersten sechs Ausgaben auch die Varianten, also zumindest eine spätere Auflage.
Die Erstauflagen sind nicht unbedingt schwer zu finden, aber es bedarf doch einiger Geduld, bis man ein Angebot findet, bei dem man sicher sicher sein kann, dass es sich um eine Erstauflage handelt. Denn viele Angebote werden von einem generischen Bild begleitet, das von der ISBN abgeleitet ist - die Ausgabe lässt sich hier nicht erkennen. Und angegeben wird die Auflage nur von den wenigsten Anbietern - höchstens das Jahr, aber das ist dann meist das Jahr der ersten Auflage - obwohl auch das Jahr der Auflage als Printed in Germany 2011 etc. angegeben ist, aber meist übersehen wird. Deshalb will man Angebote warten, die von einem Originalbild begleitet sind, das zeigt dann auch den Zustand des Buches, sehr gut heisst halt für manchen Anbieter so viel wie man kann es noch lesen.
Alle Ausgaben von Dick bei Heyne gibt es auf dieser Seite im Blog.

Samstag, 13. Juli 2019

Meisterhaft

Der für Philip K. Dick wichtigsten britischen Verlag ist Gollancz, ein Imprint der Orion Publishing Group. Sammelt man englischsprachige Ausgaben von Dick in Europa, so begegnet man zwangsläufig Ausgaben der SF Masterworks Reihe von Gollancz. Der Sammler begegnet hier allerdings zahlreiche Tücken.
Einige Bände der ersten SF Masterworks Reihe
Dafür sollte man die Struktur dieser Reihe verstehen. Unter SF Masterworks firmieren bei Gollancz nämlich zwei unterschiedliche Reihen von Büchern: Es gibt eine alte Reihe mit 14 Romanen von Dick, die zwischen 1999 und 2009 erschienen sind. Die Lage ist hier recht klar. Von den 73 Büchern der Reihe sind 14 Romane von Philip K. Dick mit eigenen ISBNs und jeweils einem Cover und das Ersterscheinungsdatum steht im Impressum. Das Logo der Reihe ist der horizontale Schriftzug SF MASTERWORKS, gefolgt von einem farbigen Kreis. Die Cover der Reihe sind alle von Chris Moore. Für Dr Bloodmoney (man beachte, dass die britischen Ausgaben auf den Punkt hinter dem Titel verzichten) findet sich auch eine Phantomausgabe, der Himmel des Covers ist hier gelb, nicht blau. Ich habe nie eine verlässliche Abbildung dieser Variante gesehen - vermutlich hat hier Gollancz wieder einmal das Cover vor dem Erscheinen des Buches geändert, das Werbematerial basierte aber auf ursprünglichen Entwürfen.
Philip K. Dicks The Man in the High Castle,
Gollancz (2001), SF Masterworks, ein
Hardcover mit der Nummer 72 bzw. 73
Aus der Reihe fällt dann der letzte Band, The Man in the High Castle; es handelt sich ausnahmsweise um ein Hardcover (ohne Schutzumschlag), nur die letzten drei Bände der gesamten Reihe sind Hardcover. Die Ausgabe wird auf und im Buch durchgängig als "72" bezeichnet, es handelt sich aber um die Nummer "73", das letzte der Reihe, aber das ist ja nicht der erste Fehler mit Dick. Und kein anderer Autor dieser Reihe hat so viele Bücher in dieser Reihe, der Brite Arthur C. Clarke als zweiter kommt nur auf vier.
2010 ist dann die neue Reihe im neuen Design erschienen und die Ausgaben stellen sich etwas komplizierter dar. Das Logo der neuen SF Masterworks (II) Reihe ist wieder der Schriftzug SF MASTERWORKS, aber einheitlich in gelb, gefolgt von einem gelben Kreis, hochkant am linken Rand des Covers. Im Impressum erscheint regelmässig nur das Datum der Erstausgabe der ersten Reihe, bei vielen Bänden ist es daher schwer ein Erscheinungsjahr anzugeben. Es scheint auch so zu sein, dass die Zählung der Auflage, das printing, zwischen der ersten und der zweiten Reihe fortgesetzt wird. Für Gollancz sind die Bände dieser Reihe also im wesentlichen nur neue Auflagen mit kleinen Änderungen.
Altes (links) und neues (rechts) Design - man erkennt die
Verschiebung nach Orange/Gelb und den vertikalen
Schriftzug SF MASTERWORKS
Auch die Illustration des Covers ist beibehalten, folgt aber einem anderen Farbschema, es ist mehr gelb oder orange. In diesem Jahr soll der zwölfte Roman der Reihe erschienen.
Kompliziert wird es, wenn wir die ISBNs betrachten. Viele der Bücher verwenden die ISBNs der alten Reihe, einige haben zusätzlich neue ISBNs, die nur für die neue Serie verwendet werden - und einzelne Romane haben bis zu drei unterschiedliche neue ISBNs. Ausserdem gibt es Varianten der Cover, zumindest für Do Androids Dream of Electric Sheep?. Bei isfdb gibt es auch Hinweise auf matte und glänzende Cover.
Diese neue Reihe macht also einiges an Ärger für den Sammler, der es wirklich ganz richtig machen oder verstehen will. An diesem Artikel habe ich daher auch einige Zeit herumgenagt - und mir sogar ein oder zwei Bücher extra dafür gekauft, um Licht in einige dunkle Ecken dieser Serie zu bringen - Ecken, die vermutlich sonst niemand sehen will.
Vier Bände der neuen Reihe
Ausserdem gibt es noch eine aufwändige zehnbändige Reihe, die 2001 publiziert wurde. Diese zehn Hardcovers mit Schutzumschlag sind mit römischen Zahlen nummeriert, Band III ist als Beitrag von Dick noch einmal The Man in the High Castle. Auf dem Cover sieht man einen goldenen Turm und davor einen roten Hubschrauber.  Mit dieser ISBN findet sich im Netz auch ein Cover mit einem Raumschiff, das beschossen wird. Diese Ausgabe ist wohl auch ein Geisterband, ich konnte ihn noch nicht wirklich zweifelsfrei beobachten: Es gibt keine Fotos. Und die vorhandenen Abbildungen sind vermutlich Vorabveröffentlichungen des Verlags, die dann niemals so erschienen sind - sondern eben so, wie man sie jetzt sieht. Um die Lage gänzlich zu verwirren, gibt es hier zwei ISBNs.
Und dann gibt es in der neuen Reihe noch die Anthologie Dangerous Visions, herausgegeben von Harlan Ellison im Jahre 1967, so legendär und richtungsweisend, dass sie ihren eigenen Wikipedia Eintrag hat. Hier soll nur erwähnt werden, dass sie Dicks Kurzgeschichte Faith of Our Fathers [Glaube unserer Väter] enthält und bei Gollancz 2012 publiziert wurde.
Für das Ende des Jahres, den 14. November, ist eine weitere - allerdings schon mehrfach aufgeschobene - Hardcover Ausgabe von The Man in the High Castle angekündigt, mit eigener ISBN. Das Cover ist eine Variante der bekannten Chris Moore Illustration der Freiheitsstatue mit Hitlergruss, allerdings in orange statt in blau. Man findet diese Ausgabe auch schon länger mit der ISBN der Ausgabe der ersten Reihe, diese Ausgabe gibt es aber vermutlich nicht (→ Geisterband). Nach diesem Band fehlt von den 14 Ausgaben der ersten Reihe nur noch Now Wait for Last Year in der neuen Reihe.
Die Ausgaben der Masterworks Reihe sind nach meiner Beobachtung nicht teuer - und obwohl auf der Verlagswebseite nicht mehr zu finden, auch noch verlagsfrisch bei diversen Anbietern - teilweise sehr günstig - erhältlich. Schwieriger wird es, wenn man sehr spezielle Ausgaben haben möchte - man muss wirklich aufpassen, dass man die richtige Ausgabe erwischt, die doppelten ISBNs sind hier sehr verwirrend.  Auch die vielen kleinen Varianten können das Sammeln schwer machen - letztlich kann man nur echten Angebotsfotos trauen, die man häufig nur in der Bucht findet. Und das Porto auch aus Grossbritannien kann teuer sein.
Im Netz finden sich zwei Sammlungen der SF Masterworks, eine bei World without Ends, eine weitere speziell nur zu SF and Fantasy Masterworks - und bibliographisch perfekt natürlich bei isfdb, auch Wikipedia hat einen (englischen) Eintrag. Hier im Blog gibt es eine Liste der Bücher von Philip K. Dick in der Reihe SF Masterworks mit allen bibliographischen Informationen auch zu den vermeintlichen Geisterbänden.

Samstag, 6. Juli 2019

Als Sammler hat man's schwer!

Ein Philip K. Dick Comic
Ach, als Blobbel hat man's schwer, Büchergilde
Gutenberg (2019) illustriert von Katia Fouquet
Eine Überraschung hat mir (schon wieder) die Büchergilde Gutenberg bereitet. Gerade erst neulich habe ich dort schon die britischen Ausgaben der Folio Society gefunden. Jetzt findet sich dort ein Heft der Reihe Die Tollen Hefte mit dem Titel Ach, als Blobbel hat man's schwer!
Katia Fouquet hat hier für uns auf 32 Seiten die gleichnamige Kurzgeschichte von Philip K. Dick illustriert - und das ist nicht nur deshalb sensationell, weil es in Deutschland (derzeit) wenig genug Beiträge zu Leben und Werk von Dick gibt. Sondern, weil es einfach sehr schön geworden ist.
Viel Wert haben Künstlerin und Herausgeberin auf die Farben gelegt, das Verfahren gibt dem Künstler hier wohl auch eine grössere Kontrolle als üblich. Das Heft ist im typischen Stil von Fouquet gestaltet, als grafische Elemente treffen auf zeichnerische Strukturen beschreibt das Page.
Beigelegt ist dem Comic ein 24-seitiges Heft mit dem deutschen Text der Kurzgeschichte in der aktuellen Übersetzung.
Das Blobbel-Heft trägt die Nummer 46 bei den Tollen Heften - auch wenn es sich schon um die 50. Ausgabe handelt. Man hatte die 46 ausgelassen und jetzt nachträglich herausgegeben - das wird zukünftige Sammler dieser Reihe verwirren, das ist klar. Dieser 50. Band ist allerdings auch der letzte der Reihe, die damit nach 28 Jahren endet.
Die Hefte haben 32 Seiten, einen Schutzumschlag, sie sind fadengeheftet und allen liegt zusätzlich eine Graphik, ein Poster, oder ähnliches bei. Die Auflagen sind limitiert und in der aufwändigen Original-Flachdruck-Graphik hergestellt. Den 150 nummerierten und signierten Vorzugsausgaben ist eine zusätzliche ebenfalls signierte Graphik beigelegt. Auch das Beiheft ist auf der Rückseite separat signiert.
Signierter Siebdruck (links) und Beilage (auf Rückseite signiert)
Herausgegeben werden die Tollen Hefte seit einigen Nummern von der Illustratorin Rotraut Susanne Berner, die die Reihe 2012 von ihrem verstorbenen Mann, dem Erfinder der Reihe, Armin Abmeier übernommen hat. Abmeier hat laut Berner Philip K. Dick verehrt, ebenso wie T. C. Boyle. Berner selbst dürfte vielen Eltern durch ihre Wimmlingen-Wimmelbücher bekannt sein - die Reihe ist jetzt ein ganzes Merchandising-Imperium geworden, das berührt aber den Charme der ursprünglich fünf Bücher nicht. In ihrem Blog schreibt Berner über die Reihe und auch speziell über dieses Heft.
Schön ist, dass diese Veröffentlichung nicht aus der Science Fiction Ecke kommt, sondern aus einer künstlerisch-literarischen. Fouquet hat vorher Camus illustriert, bei der Büchergilde erschien von ihr eine Graphic Novel zum 100. Geburtstag von Albert Camus: Jonas, oder der Künstler bei der Arbeit. Auch Berner kann man keine Nähe zur Science Fiction vorwerfen. Und in den Tollen Heften findet sich literarisches und noch mehr künstlerisches, aber vorher keine Science Fiction.
Ausschnitt der (einzigen) Illustration der Erstausgabe
von Oh, to Be a Blobel! im Februar 1964 im
Magazin Galaxy: Dr. Jones (links) und die Munsters
Die Kurzgeschichte Ach, als Blobbel hat man's schwer! ist im Original als Oh, to Be a Blobel! zuerst im amerikanischen Magazin Galaxy vom Februar 1964 herausgekommen. Man kann das hier im phantastischen Internet Archive im Original nachlesen. Die erste deutsche Übersetzung erschien schon 1965 als Wenn man ein Blobel ist ... in 9 Science Fiction Stories bei Heyne. Es gibt immerhin neun weitere Ausgaben mit wechselnden Titeln, seit 1994 in der Übersetzung von Thomas Mohr mit dem verdoppelten l im so runder auszusprechenden Blobbel, zuletzt in Total Recall Revisited bei Fischer (2014).
Inhaltlich erinnert die Pointe der Geschichte zunächst ein wenig an Das Geschenk der Weisen von O. Henry (dem Pseudonym von William Sydney Porter): Der Mann verkauft seine wertvolle und geliebte Uhr für ein Weihnachtsgeschenk für seine Frau, die ähnliches tut, um ihrem Mann eine Kette für die Uhr zu kaufen. Am Schluss stehen beide mit einem nutzlosen Geschenkt da. Bei Porter haben die beiden aber etwas gewonnen. Bei Dick ist das ... wohl nur teilweise so und statt besinnlicher Weihnachtsstimmung ist viel Sarkasmus in dieser Geschichte.
Verkauft wird die Reihe seit der Nummer 50 von der Büchergilde nur an Mitglieder, also auch die Nummer 46. Man kann das Heft allerdings schon auf dem offenen Markt finden, dort derzeit noch deutlich teurer. Die einmalige Gesamtauflage liegt bei zweitausend Exemplaren. Und ob man die knappe, auf 150 Exemplare limitiert Vorzugsausgabe überhaupt ergattern kann, ist fraglich - zumal diese Reihe wohl auch intensiv gesammelt wird.
Zur Kurzgeschichte kann man bei Wikipedia (auf Englisch) nachlesen, besser aber bei den PhilipKDickFans.
Einen Überblick über sämtliche Kurzgeschichten von Dick gibt es im Blog natürlich auch - und auch einen Überblick über alle Comics.

Preise

"Ach, als Blobbel hat man's schwer", ISBN 978-3-7632-6046-1 für 16 Euro bzw. die Vorzugsausgabe ISBN 978-3-7632-6146-8 für 56 Euro, beide nur für Mitglieder der Büchergilde