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Samstag, 28. März 2026

Kleine Androiden, grosse Androiden

Gollancz schon wieder!
Eigentlich hatte ich die Ausgabe von Do Androids Dream of Electric Sheep? von Gollancz schon, aber dieses Exemplar lockte mit einer abweichende ISBN. Natürlich kein Grund, das in die Sammlung aufzunehmen, eigentlich – Gollancz bringt gelegentlich identische Ausgaben mit neuer ISBN heraus. Aber Gelegenheit, gute Erhaltung und wohl auch die Langeweile führten dann doch zum Kauf.
Gross und klein, was darf es sein?

Samstag, 3. Januar 2026

Ausblicke 2026

Was erwartet den Philip K. Dick interessierten Leser dieses Blogs im kommenden Jahr? Und was wird im Philip K. Dick Kosmos passieren? Man darf viel erwarten, sehr viel, auch zu viel. Aber: Es wird wirklich aufregend werden. Aber zu viel kann noch nicht verraten werden ... die Spannung soll aufrecht gehalten werden.
Eine neue Ausgabe von Gollancz: Time Out of Joint.
Und dieses Mal ist es kein Chris Moore Cover.
Bei den Publikationen sieht es im Anglo-Deutschen Raum eher dünn aus: im März können wir das Benjamin-Hardcover erwarten, dazu bald mehr. Das wäre der Höhepunkt des Jahres, wenn die Einzelausgaben nicht schon im letzten Jahr herausgekommen wären. Trotzdem wird diese Ausgabe, die über den normalen Buchhandel und nicht in der schwierigen Comic-Szene vertrieben wird, vielleicht noch mal Sichtbarkeit gewinnen.
Und dann hat Gollancz für den 27. August tatsächlich drei neue Ausgaben angekündigt, eigentlich (nur) aktuelle Ausgaben mit neuem Umschlagbild, aber selbst das ist in letzter Zeit so selten passiert, dass es berichtenswert ist. Erwähnenswert sind die Cover: sie sind nicht mehr vom im letzten Jahr verstorbenen Chris Moore, der bisher praktisch alle Umschlagbilder für Gollancz geliefert hat. Insbesondere das hier gezeigte Cover gefällt mir sehr gut.
Die angekündigten Neuerscheinungen sind - für August:
    1. Confessions of a Crap Artist, da gab es schon eine Weile keine neue Ausgabe und dieser Roman ist wirklich gut (findet dieser Blog)
    2. Time Out Of Joint in der Reihe S.F. MASTERWORKS
    3. Minority Report, eine Anthologie, ebenfalls in der Reihe S.F. MASTERWORKS

    Samstag, 10. Februar 2024

    "The Collected Stories" in vier Bänden

    Jetzt ist auch der vierte Band von den Collected Stories of Philip K. Dick in der Sammlung und mit dieser Ausgabe ist dem Blogeintrag zum ersten Band wenig hinzuzufügen: nette, aber leider anonyme Umschlagbilder ohne ganz klaren Bezug zum Inhalt. Abweichungen zur Folio-Ausgabe sind bei oberflächlicher Suche nicht zu entdecken. Mittlerweile finde ich die einzelnen Bände aber ein bisschen zu dick, eine fünfbändige Ausgabe ist doch einfacher zu handhaben. Trotzdem: solide!
    Alles Kurze von Dick
    The Collected Stories of Philip K. Dick, Volume 1 bis 4, Gollancz (2023)

    Samstag, 30. September 2023

    The Collected Stories – Neu bei Gollancz

    Mal wieder was Neues! Der britische Stammverlag von Philip K. Dick, Gollancz, bringt die Collected Stories von Philip K. Dick heraus – in vier Bänden! Seit der Erstausgabe der Collected Stories bei Underwood-Miller 1987 sind die Stories auf Englisch immer in fünf Bänden herausgekommen, mit einer Ausnahme: nämlich in der teuren Sammlerausgabe 2021 bei Folio.
    Band 1 der "Collected Stories" von Philip K. Dick
    Im Schatten des teuren Bruders: Volume One der Collected Stories of Philip K. Dick neu von Gollancz

    Samstag, 12. November 2022

    Keine Meisterleistung von Gollancz

    Gollancz ist seit langem die britische Heimat für das Werk von Philip K. Dick. Schon vor sechzig Jahren, 1962, ist eine erste Kurzgeschichte von Dick bei Gollancz erschienen, Second Variety. Sie ist in der von Kingsley Amis und Robert Conquest herausgegebenen Anthologie Spectrum II zu finden. Die Verfilmung unter dem Titel Screamers - Tödliche Schreie wird meines Erachtens meist unterschätzt. Ansehen!
    Der erste Roman von Dick bei Gollancz war 1971 der Galactic Pot-Healer. Danach erschienen Dicks Werke ziemlich komplett in diversen Ausgaben und Reihen, die umfangreichste sind die Masterworks.
    Zwei nur fast identische Ausgabe
    Flow My Tears, the Policeman Said in zwei nur fast identischen Ausgaben bei Gollancz 
    Über die Masterworks kann man im Blogeintrag zu den Masterworks nachlesen. Ein aktueller Neuzugang in der Sammlung hat nun zu einer neuen Erkenntnis geführt. In einem feinen Bonner Fachgeschäft für Comics et al. konnte ich eine verlagsfrische Ausgabe von Flow My Tears, the Policeman Said für sehr wenig Geld erwerben; das Buch war schon in der Sammlung, aber hier hatte es eine andere ISBN, in dieser Reihe gibt es das ja des öfteren. Und wenn man schon mal die Gelegenheit hat, quasi live zu kaufen … .
    Im Vergleich: 4. Auflage links, 
    2. Auflage rechts – mit Nummer
    Eine nähere Untersuchung hat dann aber eine weiteren Unterschied aufgezeigt: die Ausgaben der ursprünglichen Reihe waren von 1 bis 73 nummeriert. Bei der Neuerwerbung, einer vierten Auflage (laut Numberline), fehlte aber die Angabe der Nummer. Der Roman ist die Nummer 46 der Reihe und so kann man es auch auf der vorhandenen und hier gezeigten zweite Auflage (Second impression February 2003) auf Rücken und Rückseite sehen.
    Wirklich überraschen sollte diese Änderung nicht, man ist es von Gollancz bzw. Orion gewöhnt, dass es immer wieder kleinere Arbeiten an der Gestaltung der Umschläge gibt, so auch hier beschrieben für Do Androids Dream of Electric Sheep aus der neuen Masterworks Reihe. Dabei kann wohl auch eine Nummer verloren gehen, zumal es gerade mit den Nummern wohl einige Probleme in der Reihe gab: So schreibt die englische Wikipedia über die MasterworksSome printings do not include a number stamp, or the incorrect number stamp appears on the cover. So ist es ja auch der Nummer 73 ergangen.
    • Gänzlich unklar ist, ob es weitere Varianten ohne Nummer bei anderen Büchern der Reihe, insbesondere bei den Romanen von Dick gibt. Das ist allerdings recht mühsam herauszufinden, Angebote haben meist nur ein Bild der Vorderseite. Ich werde jetzt Ausschau nach Bildern der Rückseiten halten. (Als erstes Ergebnis der Suche hat sich eine weitere Variante gezeigt, die zwar die Nummer, aber nicht die roten Striche über und unter dem Schriftzug Masterworks auf dem Rücken zu haben scheint. Also eine noch geringere Abweichung ... nun ja.)
    Die Rückseiten: 2. Auflage mit Nummer links
    4. Auflage ohne Nummer rechts
    Natürlich ist die fehlende Nummer nur eine minimale Abweichung, aber dem einen oder anderen Sammler sind diese Unterschiede wichtig, daher ist sie hier erwähnt. Auch bei der deutschen Ausgabe von Eine andere Welt ist neulich in diesem Blog über eine winzige Abweichung berichtet worden.
    Ausgaben der Reihe finden sich immer wieder auch in Deutschland, sowohl gebraucht als auch neu – das spart Porto. Die feinen Details sind aber oft in den Angeboten nicht beschrieben, so dass die Suche nicht einfach ist … falls man sich überhaupt dafür interessiert.

    Samstag, 6. August 2022

    Die amtliche Biographie

    Die unbestrittene Standardbiographie zu Philip K. Dick ist Lawrence Sutins Divine Invasions: A Life of Philip K. Dick. Dieses Buch ist 1989 in den USA beim Verlag Harmony Books herausgekommen und dann in fünf weiteren englischsprachigen Ausgaben, u. a. auch in Grossbritannien bei Gollancz erschienen.
    Die Biographie ist das erste von Sutin veröffentlichte Buch. Es folgen 1991 In Pursuit of Valis: Selections from the Exegesis mit Auszügen aus Dicks Aufzeichnungen, der Exegesis, die erstmalig einen Teil dieses faszinierende, aber doch schwierigen Material zugänglich machen. 1996 gibt Suntin The Shifting Realities of Philip K. Dick: Selected Literary and Philosophical Writings heraus, in dem kürzere Texte und Essays verschiedener Art gesammelt sind. Sutin schafft mit diesen drei Büchern eine Basis für Interessierte, Fans und Wissenschaftler von enormen Wert. Ausserhalb dieser Werke gibt es von ihm noch einige kürzere Texte zu Dick.
    Lawren Sutins Divine Invasions in Deutsch und im zerlesenen Original

    Samstag, 7. Mai 2022

    Die letzten ihrer Art

    In seinem 40. Todesjahr gibt es keine neue Ausgabe von Philip K. Dick – weder auf Deutsch noch auf Englisch. Zumindest sieht es derzeit so aus. Das ist traurig, in Deutschland ist die grössere Zahl seiner Bücher vergriffen, einiges gar noch nie erschienen.
    Die "aktuellste" US-amerikanische Neuerscheinung, bei Mariner
    Radio Free Albemuth bei Mariner von 2020
    In Grossbritannien und den USA sieht die Lage anders aus, es ist praktisch alles verlagsneu erhältlich. Zuletzt ist Radio Free Albemuth bei Mariner im Jahr 2020 herausgekommen. Damit ist in den USA fast alles erhältlich, nur bei wenigen Romanen muss man auf antiquarische Exemplare ausweichen, so bei Nick and the Glimmung und The Ganymede Takeover.
    Dank Gollancz sieht es in britischen Raum ähnlich gut aus. Zuletzt ist 2019 bei Gollancz der Roman The Man in the High Castle erschienen, immerhin gebunden. Und mit der neuen Widmung: Bis zur Ausgabe von Gollancz 2017 steht in den britischen Ausgaben (überwiegend) die ursprüngliche Widmung an Dicks Frau Anne. Dick hat das 1973 in eine Widmung an seine damalige (neue) Frau Tessa und den gemeinsamen Sohn Christopher geändert, zumindest bei den US-Ausgaben und diese Änderung hat nun auch die Britischen Inseln erreicht. Das Umschlagbild ist nicht wirklich neu, wir hatten es in Blau schon für die gebundene Masterworks Ausgabe von 2009 und dann in Orange (mit derselben ISBN) noch einmal in der Masterworks II Reihe. Diese zweite Ausgabe ist äusserlich praktisch identisch mit dem aktuell erschienenem Buch, das neben einem angepassten Preis (GBP 12,99 statt 8,99) allerdings eine neue ISBN hat und eben die (neuere) Widmung an Tessa enthält. Das Layout des Textes ist auch ein anderes, daher haben wir jetzt 275 Seiten statt 249.

    Samstag, 5. Februar 2022

    Gesiebt

    Das Siebdruck-Cover von Sue Michniewicz
    The Three Stigmata of Palmer Eldritch
    Im März 2007 hat Gollancz ein kleine Serie, fast ein Best of von Philip K. Dick veröffentlicht. Fünf von Dicks besten Romanen für jeweils knapp acht britische Pfund: Do Androids Dream of Electric Sheep?, Dr Bloodmoney, Flow My Tears, the Policeman Said, Martian Time-Slip und das hier gezeigte The Three Stigmata of Palmer Eldritch.
    Ich hätte Ubik hier Dr. Bloodmoney vorgezogen, aber um einen Querschnitt der besseren Arbeiten von Dick zu zeigen, ist es so vielleicht besser.
    Der britische Titel ist übrigens wirklich Dr Bloodmoney, der Punkt ist bei Abkürzungen dieser Art im britischen Schriftgebrauch unüblich und deshalb machen es alle britischen Ausgaben so. Tatsächlich werden Texte üblicherweise dem britischen Englisch angenähert, es gibt im Text weitere Beispiele. Der genaue Umfang ist mir nicht bekannt. 
    Zu einer Serie werden die fünf Bände nicht durch die aufeinanderfolgenden ISBNs, sondern durch die Gestaltung des Umschlags durch die Illustratorin Sue Michniewicz. Sie gestaltet die Umschlagbilder in einem Pop-Art Stil, eine Darstellung in einem stark vergrössertem Siebdruck, ähnlich wie das Roy Lichtenstein getan hat. Das Motiv, auf einem weissen Hintergrund, bleibt gerade noch erkennbar.

    Samstag, 28. August 2021

    Minderheitsinteresse

    Zwei von drei gebundenen Ausgaben
    Minority Report von Gollancz, gebunden:
    1. Auflage (links) und 3. Auflage (rechts)
    Sammeln ist eben harte Arbeit und nicht nur oder auch meistens kein Spass. Und so soll hier einmal exemplarisch ein unattraktives Thema beleuchtet sein, das mich doch einige Zeit beschäftigt hat: Die diversen (englischen) Ausgaben von Minority Report.
    Im Jahr 2002 ist der Film Minority Report in die Kinos gekommen. Der Film basiert auf der Kurzgeschichte The Minority Report von Philip K. Dick. Begleitend zum Film erschien eine Auswahl von neun Kurzgeschichten von Dick, die natürlich The Minority Report enthielt, aber auch das ebenfalls verfilmte We Can Remember it for You Wholesale (als Total Recall), Imposter (unter gleichem Titel) und Second Variety (verfilmt als Screamers). Diese Sammlung ist nur in Grossbritannien erschienen. In den USA erschien ein Hardcover von Pantheon, das nur The Minority Report enthält.

    Samstag, 14. November 2020

    Alles nur gelogen?

    Eines der "Gelben" von PKD
    Neu in der Sammlung: Die britische Ausgabe von Lies, Inc.
    Im Brackwasser der Bucht machte ein Konvolut englischer Ausgaben auf sich aufmerksam, diesseits der Portomauer und durchweg seltene Exemplare. Leider wollte der Verkäufer marktgerechte Preise, aber das ist natürlich fair. Als Testkauf habe ich dann Lies, Inc. erworben, die englische Erstausgabe von 1984. „TopZustand“ war versprochen – und den muss man für marktübliche Preise auch liefern.

    Samstag, 13. Juli 2019

    Meisterhaft

    Der für Philip K. Dick wichtigsten britischen Verlag ist Gollancz, ein Imprint der Orion Publishing Group. Sammelt man englischsprachige Ausgaben von Dick in Europa, so begegnet man zwangsläufig Ausgaben der SF Masterworks Reihe von Gollancz. Der Sammler begegnet hier allerdings zahlreiche Tücken.
    Einige Bände der ersten SF Masterworks Reihe
    Dafür sollte man die Struktur dieser Reihe verstehen. Unter SF Masterworks firmieren bei Gollancz nämlich zwei unterschiedliche Reihen von Büchern: Es gibt eine alte Reihe mit 14 Romanen von Dick, die zwischen 1999 und 2009 erschienen sind. Die Lage ist hier recht klar. Von den 73 Büchern der Reihe sind 14 Romane von Philip K. Dick mit eigenen ISBNs und jeweils einem Cover und das Ersterscheinungsdatum steht im Impressum.

    Samstag, 15. Juni 2019

    Aus dem Leim

    Soll man sich ärgern oder freuen? Die Verlage machen es einem manchmal nicht einfach: Über die Probleme mit ISBNs habe ich neulich schon berichtet. Dann gibt es noch Umschlagbilder, die von den Verlagen verbreitet werden, die es aber nicht gibt … und schliesslich das unvollständige Impressum. Die deutschen Ausgaben in unserer Philip K. Dick Sammlung leiden weniger an dieser letzten Krankheit, die britischen dafür um so mehr.
    Time Out of Joint in der SF Masterworks Serie von Gollancz, rechts die Erstausgabe, links die neue Ausgabe

    Samstag, 8. Juni 2019

    Hey Joe

    Galactic Pot-Healer, Berkley Medaillon X1705
    Die Erstausgabe von Galactic Pot-Healer, erschienen
    als Paperback im Juni 1969 bei Berkley Medaillon
    Nach dem Jubiläum von Ubik im Mai folgt nur einen Monat später Joe von der Milchstrasse.
    Die Erstausgabe des Galactic Pot-Healer ist im Juni 1969 beim Verlag bzw. Imprint Berkley Medaillon erschienen. Zuletzt ist 2013 die Mariner Ausgabe als zehnte englische Ausgabe herausgekommen und kürzlich auch bei mir eingetroffen.
    Auf Deutsch gibt es derzeit drei Ausgaben: Die Erstausgabe kommt im März 1974 von Fischer in der Reihe Fischer Orbit heraus. Das ist tatsächlich weltweit die erste Übersetzung dieses Romans. Die Reihe Fischer Orbit hat ihre Geschichte, in der wir die üblichen Verdächtigen treffen: Hans Joachim Alpers, Ronald M. Hahn und Brian W. Aldiss.
    Zu diesem Zeitpunkt ist die Übersetzung von Joachim Pente die erste ausländische Ausgabe dieses Romans von Dick – es folgt Spanien 1975 und Frankreich erst 1977. Bis heute gibt es zusätzlich zur deutschen insgesamt 13 Übersetzungen mit 30 Ausgaben, die letzte aus dem Februar 2019 ins Türkische. Viele davon kann man sich beim Philip K. Dick Bookshelf ansehen.

    Samstag, 9. März 2019

    Aus der Asche

    Ubik in der Ausgabe von Phoenix (2012)
    Erst kürzlich ist mir an einer britischen Ausgabe von Philip K. Dicks Ubik ein Detail aufgefallen, das nur einen Sammler interessieren kann. Der Leser, den das interessiert, muss befürchten, dass in ihm – mehr oder weniger tief – ein Sammler steckt.
    Es geht um eine Ausgabe von Phoenix von 2012, ISBN 978-1-78022-037-6. Phoenix ist ein Imprint, also eine Marke, die wie ein eigenständiger Verlag behandelt wird, tatsächlich aber (wie auch Gollancz) zur Orion Verlagsgruppe gehört.
    Erwähnenswert, aber noch nicht besonders auffällig an dieser Ausgabe ist, dass sie – für ein relativ neues Taschenbuch – meist nur relativ teuer angeboten wird. Gelegentlich findet sich aber auch ein günstiges Angebot, vermutlich weil der Anbieter dem Buch seinen (vermeintlichen?) Wert nicht ansieht. Vielleicht ist diese Ausgabe ein Beispiel für ein heimlich wertvolles Exemplar.

    Samstag, 24. Februar 2018

    Zehn elektrische Träume

    Die erste Veröffentlichung von Philip K. Dick ist in diesem Jahr am 22. Februar die Anthologie Electric Dreams beim Fischer Verlag. Diese Ausgabe verdanken wir natürlich der gleichnamigen britischen Fernsehserie, die seit Anfang des Jahres auch bei Amazon in Deutschland verfügbar ist.
    Electric Dreams mit zehn Kurzgeschichten von Philip K. Dick beim Fischer Verlag (2018)

    Samstag, 20. Januar 2018

    Was sonst noch in Wetzlar war ...

    Bei meinem Besuch in der Phantastische Bibliothek in Wetzlar (der zugegebenermassen schon wieder etwas zurückliegt) war mein Fokus auf den Fanzines. Ich habe von der Primärliteratur dort wenig erwartet – meine Sammlung ist da relativ vollständig. Am Schluss habe ich im Untergeschoss doch einmal einen kurzen Blick riskiert, dort ein ganzes Regal mit Büchern von Philip K. Dick gefunden und in der (zu) kurzen verbleibenden Zeit auch ein paar interessante Funde gemacht.
    Galactic Pot-Healer, Gollancz (1971) mit einem Stempel von SMLA,
    der Scottt Meredith Literary Agency in New York, Dicks langjähriger Agentur

    Samstag, 31. Dezember 2016

    Rückblick 2016

    Neue deutsche Bücher von und über Philip K. Dick, darum geht es ja in diesem Blog hauptsächlich, sind selten. Daher sind die drei Ausgaben der 3. Staffel bei Fischer, das vorläufige Ende der Serie, ein wichtiger  Neuzugang in der Sammlung. Das Highlight des Jahres ist aber sicher der Appendix Dick von Tommi Brem. Ich bin immer noch sehr begeistert ein solches Buch aus Deutschland zu sehen.

    Samstag, 29. Oktober 2016

    Ex

    Büchern, die gelesen werden wollen, kann sicher nichts Besseres passieren, als in einer Bibliothek zu landen. Büchern, die gesammelt werden wollen, aber nichts Schlimmeres. Aus deutschen Bibliotheken werden relativ selten ausgemusterte Exemplare angeboten, für Bücher von Philip K. Dick passiert das regelmässig nur für Dicks erstes richtiges (gebundenes) Buch: Zeit ohne Grenzen, das 1962 als Leihbuch erschienen ist und dessen Dasein für den harten Dienst in einer Leihbibliothek vorgesehen war. Ausgaben, die nicht gelaufen sind, sind daher entsprechend selten und teuer zu finden. Es mag auch einzelne Ausgaben der Edition Phantasia geben, die aus ausgemustertem Bibliotheksbeständen angeboten werden.
    The Little Black Box, Band 5 der Collected Stories of  Philip K. Dick bei Gollancz (1990)

    Samstag, 5. März 2016

    In einem anderen Land. Oder: Risiko

    In Milton Lumky Territory,
    Gollancz (1985)
    Beim Aufbau einer Sammlung hat man am Anfang verschiedene Möglichkeiten vorzugehen. Wenn die finanziellen Möglichkeiten begrenzt sind, ist es eine Möglichkeit sich zunächst einen Überblick über Preise zu verschaffen und dann über die Zeit gute Angebote zu kaufen. Man kauft also, was günstig ist, nicht unbedingt spezielle Ausgaben. Am Schluss bleiben dann immer noch Lücken, die man entweder teuer füllen muss – oder man wartet halt, bis sich doch noch ein Schnäppchen zeigt. Bei Philip K. Dick bleiben die Lücken sicher bis zum Schluss bei den gesuchten Ausgaben der Edition Phantasia, wo Schnäppchen selten sind. Das Mädchen mit den dunklen Haaren und Auf der Suche nach Valis muss man kaufen, wenn sie angeboten werden – und man bereit ist, das Geld zu bezahlen. Auf ein günstiges Angebot sollte man nicht warten.
    Bei den englischen Ausgaben stehe ich sicher am Anfang der Sammlung. Ein Schwerpunkt sollten dieses Jahr Ausgaben von Gollancz sein und bei einer Suche ist mir eine günstige Erstausgabe von 1985 von In Milton Lumky Territory in die Suche gelaufen – praktisch zu weniger als dem halben üblichen Marktpreis und geringen Versandkosten. Diese Ausgabe ist das erste einer kleinen Reihe von drei Bänden, in denen Gollancz die Mainstream Romane von Dick herausbringt. Das auf Deutsch noch nicht erschienene Humpty Dumpty in Oakland kommt 1986 als Erstausgabe heraus und Mary and the Giant 1988 nur ein Jahr nach der amerikanischen Erstausgabe.

    Samstag, 9. Januar 2016

    2016

    Was bringt das Jahr 2016? Für den Sammler von Philip K. Dick zunächst einmal die vierte Staffel bei Fischer mit drei weitere (Neu-)Ausgaben. Mit mehr Texten von Dick wird man nicht rechnen können, aber manchmal gibt es ja Überraschungen. Im englischen Sprachraum ist auch nicht viel angekündigt, eigentlich sogar nur einige Kurzgeschichtensammlungen bei Citadel.
    Was soll also in diesem Jahr passieren? Es lohnt sich, hin- und wieder einmal eine Bestandsaufnahme der Sammlung durchzuführen und kritisch auch die dunklen Ecken auszuleuchten. Es gibt immer Bereiche, die einem weniger gefallen, sei es weil es sich um unattraktive Stücke handelt oder weil der Bereich einfach langweilig ist. Langweilig bezieht sich auf Sekundärliteratur, die in verschiedenen Büchern und Zeitschriften verteilt sind – hier ist einiges im Katalog, das durchaus leicht verfügbar ist, aber bisher nicht wirklich ernsthaft verfolgt wurde.
    Das andere Thema ist die Qualität. Einige der vorhandenen Ausgaben sind Mängelexemplare, die ich in meiner Sammlung nicht so recht mag und einige Exemplare sind auch in einem schwer akzeptablen Zustand. Die Motivation solche Exemplare zu ersetzen, ist naturgemäss niedrig, trotzdem muss es jetzt endlich einmal getan werden, wenigstens eine umfassende Bestandsaufnahme muss sein.
    Zwei von 34 Bänden von Vintage: Flow My Tears, the Policeman Said (1995)
    im typischen Vintage-Stil, A Scanner Darkly, der neueste Band als Buch zum
    Film von 2007 eine Neuauflage des ersten Bandes der Dick-Gesamtausgabe 
    von 1991
    Obwohl die englischen Ausgaben hier im Blog nur vereinzelt erwähnt werden, wird das Thema für die Sammlung im nächsten Jahr mehr im Mittelpunkt stehen. Bei rund 350, zum Teil sehr teuren Bänden, die sich zudem häufig hinter der Portomauer befinden, werde ich einen Schwerpunkt auf drei Verlage setzen: Ace BooksVintage und Gollancz. Die Vintage-Bände sind häufig meine ersten englischen Dicks gewesen, die Ace-Bände häufig Dicks erste Ausgaben – und graphisch ist dort das Umschlagbild häufig sehr ansprechend. Gollancz ist ein englischer Verlag, der viele Erstausgaben in Grossbritannien herausgebracht hat – und mit Nick and the Glimmung (1988) sogar einen vorher nie veröffentlichten Roman. Ausserdem gibt es schon einige Bücher von Gollancz in der Sammlung – und die Bücher sind diesseits der atlantischen Portomauer erhältlich. Im Katalog sind derzeit 34 Vintage, 38 Ace und – noch unvollständig – 64 Bände von Gollancz. Weniger als die Hälfte davon ist auch im Bestand ... und die frühen Gollancz-Bände sind nicht billig, ganz vervollständigen wird sich die Sammlung also 2016 nicht.
    Ein weiterer Bereich, der immer Arbeit verlangt, ist der Katalog. Auch wenn hier im letzten Jahr viel passiert ist – getrieben auch durch diesen Blog – muss noch viel passieren, die grundlegenden bibliographischen Daten, wie ISBN, Seitenzahl, Übersetzer und wenn möglich auch der Originalpreis sind noch nicht durchgängig erfasst. Wünschenswert wäre auch ein Link auf den entsprechenden Eintrag in der Deutschen Nationalbibliothek. Diese Daten sind dann die Grundlage für vollständige Seiten zu Themen und Verlagen.
    Für den Blog plane ich als Schwerpunkt das Thema Sekundärliteratur tiefer zu beleuchten, ein Bereich in dem allerdings auch mein Katalog sicher noch die grössten Lücken aufweist.
    Lassen wir uns überraschen, was 2016 bringt!