Schon
im Jahresausblick ausführlich angekündigt wurde das Highlight des Jahres: Ich lebe und ihr seid tot – Die Parallelwelten des Philip K. Dick, die deutsche
Übersetzung von Emmanuel Carrère Buch Je suis vivant et vous êtes morts.
Ein Blog über das Sammeln von Büchern, Zeitschriften, Fanzines und anderem Papier von und über Leben und Werk des amerikanischen Science Fiction Schriftstellers Philip K. Dick (1928-1982).
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Samstag, 15. März 2025
Samstag, 21. Dezember 2024
Der Erste Auftritt
Vor langer Zeit, als Facebook noch en vogue war, präsentierte ein
Benutzer dort stolz eine Kopie einer der ganz frühen Kurzgeschichten
von Philip K. Dick. Das war wohl der Ausdruck von einem Microfiche, über Fernleihe von
einer Bibliothek (in Berkeley?) angefordert. Ich habe dann begonnen, weitere
Kurzgeschichten, die in den 40er Jahren in der Lokalzeitung erschienen waren, online zu suchen. Dank der Zeitungsscans von Google liessen
sich
viele dieser Geschichten
auch aufspüren.
Dieser Tage bin ich jetzt noch einmal in die Welt der digitalisierten
Zeitungen eingestiegen und konnte einen, wie ich finde, auf mehrerlei Weise
bemerkenswerten Fund machen: die früheste (mir bekannte) Erwähnung von
Philip K. Dick in der Öffentlichkeit: Ein Zeitungsartikel über den
neunjährigen Philip. In der St. Joseph Gazette vom 14. Juni 1938 können wir aus Seite 2
(5. Spalte, ganz unten) lesen:
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This Youngster Not Likely to Wander From Convention KANSAS
CITY. June 13. – (AP) – Philip Dick, nine years old, was told by his
mother to "stay put” – but it really wasn't necessary. His mother, Mrs. Dorothy K Dick, of the children's bureau, Washington, D.
C. is in charge of a booth at the American Library Association convention.
Philip is in the next booth surrounded by 125 volumes of children's
adventure stories.
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Samstag, 12. Oktober 2024
Hochzeitstag (II.)
Philip K. Dick war fünfmal verheiratet. Das hinterlässt Spuren: in der
Oakland Tribune vom 15. Juni 1950 findet sich das Aufgebot von Dicks
zweiter Ehe, er heiratet die 19-Jährige Kleo Apostolides.
Geheiratet haben
Apostolides und Dick tatsächlich schon am 14. Juni, offenbar haben sie das
Aufgebot (license) unmittelbar vor der Hochzeit bestellt, das ist in
den USA nicht unüblich. Die beiden sind neun Jahre verheiratet, das ist
länger als Dicks andere Ehen halten. Und Dick beginnt seine
schriftstellerische Karriere in dieser Zeit.
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Der sechste Eintrag in der Spalte Licenses Issued:
DICK–APOSTOLIDES
Scan ist Courtesy of the California Digital Newspaper
Collection, Center for Bibliographic Studies and Research,
University of California, Riverside,
http://cdnc.ucr.edu
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Samstag, 30. März 2019
A Comics Biography
Nicht so ganz neu in meiner Sammlung ist Philip K. Dick –A Comics Biography. Dieser Comic ist schon Anfang Januar auf Englisch erschienen, die französische Originalausgabe Phil: Une vie de Philip K. Dick hat schon ein Jahr vorher meine Neugier geweckt. Aber meine beschränkten Französischkenntnisse haben mich gezwungen, auf die englische Übersetzung zu warten – auf eine deutsche Ausgabe muss man wohl nicht hoffen – und meine Erwartungen waren deshalb wohl ein bisschen zu hoch.
Samstag, 17. Dezember 2016
Fantastisch
Ein etwas älterer Fund im Bestand ist Die fantastischen 6, herausgegeben von Charlotte Kerner bei Beltz & Gelberg von 2010. Das Buch verspricht im Untertitel Die Lebensgeschichten von Mary Shelley, Bram Stoke, J. R. R. Tolkien, Stanislaw Lem, Stephen King und (eben auch von) Philip K. Dick. Die Herausgeberin selbst schreibt auf fast 50 Seiten unter dem Titel Blade Runner - Philip K. Dick (1928-1982) wurde zum Kafka Amerikas selbst über den Autoren. Sie gliedert ihren Text in zwanzig kurze Kapitel, die - und das ist eine schöne Idee - mit passenden Titeln von Kurzgeschichten von Dick überschrieben sind.
Und sie schafft es auf diesem für den Anspruch Lebensgeschichte beschränkten Platz auch wirklich ein interessantes Bild von Dick zu zeichnen. Vieles über das sie schreibt, konnte man auf Deutsch so noch nicht lesen - wenn es auch den Leser englischer Quellen weniger überraschen dürfte. Insbesondere die relativ lange Betrachtung der Kindheit ist beachtenswert. Ausserdem wird uns das Bild von Dick als zwar genialem, aber drogenabhängigem Verrückten erspart und Dicks 2-3-74 Erlebnis differenziert diskutiert.
Auch für den mit Dick vertrauten Leser wird dieser Text so absolut ein Gewinn. Dieser Text macht die Biographie von Sutin, Philip K. Dick: Göttliche Überfälle nicht überflüssig, das ist schon wegen des Umfangs kaum möglich, aber er ergänzt ihn sinnvoll.
Die Beiträge zu den anderen fünf Fantastischen sind von jeweils anderen Autoren und lesen sich - zumindest für den hier weniger Kundigen - durchaus gut; der Text über Lem erwähnt auch die kritische Interaktion mit Dick.
| Die fantastischen 6 von Charlotte Kerner bei Beltz & Gelberg von 2010 mit einer lesenswerten Biographie von Philip K. Dick |
Auch für den mit Dick vertrauten Leser wird dieser Text so absolut ein Gewinn. Dieser Text macht die Biographie von Sutin, Philip K. Dick: Göttliche Überfälle nicht überflüssig, das ist schon wegen des Umfangs kaum möglich, aber er ergänzt ihn sinnvoll.
Die Beiträge zu den anderen fünf Fantastischen sind von jeweils anderen Autoren und lesen sich - zumindest für den hier weniger Kundigen - durchaus gut; der Text über Lem erwähnt auch die kritische Interaktion mit Dick.
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