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Samstag, 31. Oktober 2020

Erster!

Es ist schwer zu erklären, wirklich unerklärlich, warum es so lang gedauert hat. Es war mir seinerzeit sehr wichtig die allererste (professionelle) Veröffentlichung von Philip K. Dick in der Sammlung zu haben: Seine Kurzgeschichte Beyond Lies the Wub ist in der Juli-Ausgabe des Pulp-Magazins Planet Stories erschienen – wie in diesem Blogeintrag zu sehen – und war mir seinerzeit sehr teuer. Dicks ersten Roman konnte ich aber erst jetzt der Sammlung zuführen: Solar Lottery, Tête-bêche (oder vielleicht auch dos-à-dos), also im Wendebuch, mit The Big Jump von Leigh Brackett, von Ace Books 1955 unter der Nummer D-103 herausgebracht.
    
Solar Lottery von Philip K. Dick The Big Jump von Leigh Brackett

Samstag, 2. Juni 2018

Das erste Mal woanders ...

Beyond Lies the Wub in der Ausgabe vom Juli 1952 von Planet Stories war die erste veröffentlichte professionelle Kurzgeschichte von Philip K. Dick – allerdings war Roog seine erste, bereits 1951 verkaufte Kurzgeschichte, die aber erst 1953 erschienen ist. 1955 kam dann Dicks erster Roman Solar Lottery bei Ace Books heraus. Ace brachte auch die Erstausgaben der nächsten vier Romane heraus. Das alles ist jedem Dick-Interessierten wohlbekannt – vielleicht auch, dass er vorher schon als Schüler in der Lokalzeitung einige Veröffentlichungen hatte. Aber wann sind die ersten Ausgaben ausserhalb der USA erschienen?
Auch die erste britische Ausgabe von 1955, die Original-Anthologie A Handful of Darkness (Rich & Cowan) und der erste Roman, World of Chance (ebenfalls bei Rich & Cowan), lassen sich bei der Internet Speculative Fiction Database (ISFDB) schnell ermitteln.
The Defenders in der Ersterscheinung in Galaxy, Januar 1953
und auf Deutsch in Galaxis 5 bei Moewig (1958)
Ausserhalb des englischen Sprachraumes wird es deutlich schwieriger.
Die erste Übersetzung einer Kurzgeschichte scheint Los Defensores zu sein, die spanische Übersetzung von The Defenders. Im Original im Januar 1953 in der Zeitschrift Galaxy erschienen, findet man die Übersetzung in der ersten Ausgabe des argentinische Magazins Más Allá vom Juni des Jahres. Im selben Jahr folgen noch zwei weitere Übersetzungen, Colonizadores [Colony] in der November-Nummer (6) von Más Allá und El Hombre Variable [The Variable Man] in der ersten Ausgabe des Magazins Urania, erschienen im ebenfalls argentinischen Rosario (und nicht zu verwechseln mit der in Italien bei Verlag Mondadori erscheinenden Reihe Urania, die auch viel Dick publiziert hat).

Samstag, 8. Oktober 2016

Türkçe

Auch in der Türkei erscheint von Philip K. Dick als erster Roman Solar Lottery, dort unter dem TitelUzayda suikast im Jahr 1971 und mit dem Originalillustration der Erstausgabe auf dem Umschlag. In Deutschland ist Solar Lottery bereits 1958 erschienen, als Heftroman bei Semrau unter dem Titel Griff nach der Sonne.
"Aksin Gözyaslarim" Dedi Polis beim
Verlag Altikirkbes Yayin (2012), die
türkische Übersetzung des Romans
Flow My Tears, the Policeman Said
Als der Roman in der Türkei im Jahre 1999 unter dem geänderten Titel Suikastci noch einmal erscheint, steht auf dem Titel als Autor „Arthur C. Clarke“. Damit teilt er das Schicksal von Andre Nortons Am Kreuzweg der Zeit, der 1958  auch als Heftroman bei Semrau (und später noch einmal 1964 bei Moewig) erscheint – aber eben unter dem Autorennamen „Philip K. Dick“. Das ist jetzt eine Kuriosität in der Dick-Sammlung, Suikastci dann wohl eine in der entsprechenden Clarke-Sammlung.
Nach einer weiteren Ausgabe im Jahr 1971 sind erst Ende der 80er Jahre weitere Übersetzungen in der Türkei erschienen. Insgesamt sind jetzt auf Türkisch über 40 Ausgaben von Dick erschienen, natürlich die Hauptwerke und – auch das überrascht nicht – mehrere Ausgaben von Do Androids Dream of Electric Sheep?, aber auch Auszüge aus der Exegesis und andere Essays.
In Deutschland findet man türkische Romane von Dick aus der aktuellen Reihe des Verlags Altikirkbes Yayin problemlos online, die meisten Online-Buchhändler führen  Ausgaben. Und selbst Uzayda suikast von 1971 ist (derzeit) günstig antiquarisch zu finden – und als erste türkische Ausgabe sicher eine Bereicherung (je)der Sammlung. Insgesamt präsentieren sich die türkischen Ausgaben als attraktives Sammelgebiet, das über das Internet auch hinreichend zugänglich ist. Im Katalog sind derzeit [Update 2025] 79 Titel, nicht alle SF-Romane liegen vor.

Samstag, 20. Juni 2015

Vor dem Anfang in der Heftzeit

Die ersten Veröffentlichungen von Philip K. Dick und damit die erste Spur, die sich von Dick überhaupt in Deutschland finden lässt, zumindest von seinen Romanen, sind die Übersetzungen seiner ersten beiden veröffentlichten Romane. Es handelt sich um Griff nach der Sonne, im Original Solar Lottery (1955 bei Ace Books erschienen) und Geheimprojekt Venus, im Englischen The World Jones Made (1956 ebenfalls Ace).
Heftromane aus dem Semrau Verlag 1958 und 1959
Griff nach der Sonne und Geheimprojekt Venus von Philip K. Dick in der Reihe Abenteuer im Weltenraum als Heftromane im Semrau Verlag, im Jahre 1958 (mit) die ersten Veröffentlichungen von Philip K. Dick auf Deutsch (und auch die ersten überhaupt in irgend eine Sprache übersetzen Romane von Dick überhaupt)

Samstag, 6. Juni 2015

Terra@Moewig

Terra Romanhefte mit Kurzgeschichten von Philip K. Dick
Der Arthur Moewig Verlag hat in Deutschland  sehr früh und in grösstem Umfang Bücher von Philip K. Dick herausgegeben – wobei man die Bezeichnung Bücher hier nicht ganz wörtlich nehmen darf. Nach Semraus Abenteuer im Weltenraum und der bei Pabel erscheinenden Utopia-Reihe hat Moewig in den Jahren 1963-1965 Romane und Geschichten von Dick in Heftform herausgegeben. Bei Moewig hiess diese Reihe Terra Utopische Romane und es sind drei Romane und drei Anthologien von Dick erschienen.