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Samstag, 9. Mai 2026

Der grosse Barclay Shaw Raub

Auch diese Überschrift ist wieder der Versuch, Aufmerksamkeit zu erwecken. So ein richtiger Raub ist es dann auch nicht … in dieser Auflage der Doppelgängerserie geht es um die fünf legendären Barclay Shaw Cover von und für Philip K. Dick, die meistübernommenen Cover überhaupt. Um Raub geht es, das muss man zugeben, weniger; Shaw wird wohl seinen gerechten Lohn bekommen haben (zumindest für der Mehrzahl der Bücher).
Shaws Illustrationen mit Dick im Mittelpunkt sind ursprünglich für fünf 1984/85 erschienenen Bände der Special Edition des US-amerikanischen Verlags Bluejay entstanden und dann ab 1987 in mehreren Auflagen noch einmal beim Verlag Carroll & Graf erschienen. In der späteren Ausgabe allerdings in einem kleineren Format als die ursprünglichen trade paperbacks – in den USA unterscheidet man zwischen den grösseren trade paperbacks und den gewöhnlichen (mass market) paperbacks.
Barclay Shaw sieht Philip K. Dick: Die fünf Cover bei Carroll & Graf – leider hat der Verlag kein einheitliches Design hinbekommen, die ersten beiden Bände sind auch nicht Teil der Masters of Science Fiction Serie und insbesondere der Rahmen (ganz links) ist nicht so gelungen

Samstag, 6. September 2025

Whodunit?

Blick auf die Rücken der 1. und 2. Auflage mit Roboterbild und Bild von Philip K. Dick
Entzückende Rücken
Bei der Beschäftigung mit meiner Sammlung kam, aus aktuellem Anlass, die Frage auf, wer eigentlich die Cover der verschiedenen deutschen Ausgaben von Philip K. Dick gestaltet hat.
Ich habe Informationen über die Cover bisher wenig Beachtung geschenkt. Bei Science Fiction Büchern ist das zwar für viele Interessierte ein wichtiges Thema, für mich aber war es nur ein unterhaltsames Detail, sicher nicht wichtig für die bibliographischen Daten. Wichtig war nur: Ein neues Cover bedeutet eine neue sammelpflichtige Ausgabe, egal von wem das Cover war. Zur aktuell notwendigen Vervollständigung der bibliographischen Daten waren nun aber auch die Namen der Künstler gefragt.
Häufig ist der Illustrator im Buch genannt, natürlich. Es ist aber auch nicht ungewöhnlich, dass nicht der individuelle Künstler, sondern nur die zuliefernde Agentur genannt wird. Einer dieser Fällt ist die zweite Auflage von Die Welten des Philip K. Dick. Dort findet sich im Buch zum Umschlag der Vermerk „Bash/Agentur Luserke“. Ein kundiger Experte hätte jetzt wohl schon alles gewusst, ich musste etwas mehr tun.
Der erste Weg führt zur ISFDB, dort ist der Künstler häufig auch bei schwierigen Fällen bereits ausgeknobelt. Die erste Auflage findet sich auch bei ISFDB, mit der Angabe des Künstlers: Natürlich Barclay Shaw, das wunderbare Bild ist eines der fünf der Bluejay Special Edition, die Philip K. Dick selbst zeigen. Die zweite Auflage aber fehlt bei ISFDB.

Samstag, 21. Oktober 2023

Jubiläums-Bibliothek

Man wird betriebsblind … wie schon neulich beim Umschlagbild vom Orakel vom Berge ist mir erst jetzt der Schriftzug „Jubiläums-Bibliothek“ auf der ersten Auflage von Die Welten des Philip K. Dick aufgefallen.
Dieses Buch ist ein Sammelband, der vier – laut Umschlag „berühmten“ – Romane von Dick enthält: Die seltsame Welt des Mr. Jones, Und die Erde steht still, Die rebellischen Roboter und Die Invasoren von Ganymed. Wirklich „berühmt“ sind die vier eher nicht, es gibt Besseres (und Bekannteres) von Dick, aber auch Schlechteres (aber natürlich: nichts Schlechtes!).
In diesem stattlichen Band sind ausserdem noch fast 40 wertvolle Seiten von Uwe Anton und Ronald M. Hahn zu Leben und Werk enthalten, insgesamt 794 Seiten dick/Dick. 
Die Rückseite erklärt das Jubiläum: Sonderausgabe zum SF-Jubiläum: 500 Bände Science Fiction und Fantasy bei Bastei-Lübbe.
Zwei Sammelbände von Bastei Lübbe, einer mit Philip K. Dick auf dem Umschlag
Philip K. Dick und A. E. van Vogt in der Jubiläums-Bibliothek von Bastei Lübbe

Samstag, 26. März 2016

Cover-Autor

Science Fiction Times 5/1984 mit
einem Umschlagbild von Barclay Shaw
In einem Blogeintrag vor einigen Wochen habe ich mich – wieder einmal – mit der Science Fiction Times beschäftigt. Ich konnte dort noch einige Beiträge über und sogar von Philip K. Dick finden. Zufällig fand sich dabei auch ein Abbildung des Covers der Ausgabe 5/1984, das eine gewisse Übereinstimmung mit einer aktuellen russischen Erwerbung hat. Ohne diese Übereinstimmung wäre mir der Bezug auf Dick wohl auch nicht aufgefallen, zumal mir dieses Motiv noch nicht bekannt war.
Die russische Ausgabe von
Flow My Tears, the
Policeman Said, 2001
beim Verlag AST
Es gibt einige Bücher, die auf dem Cover Motive zeigen, die Dick zeigen, so etwa Kosmische Puppen und andere Lebensformen von Heyne (1986), die erste Auflage von Die Welten des Philip K. Dick von Bastei Lübbe (1985) und Dieser Mann ist leider tot von Michael Bishop, bei Heyne (1991).
Eine Suche bei den amerikanischen Ausgaben brachte dann die Quelle dieser doch sehr speziellen Cover zutage. In den Jahren 1984/85 sind beim amerikanischen Science Fiction Verlag Bluejay Books fünf Bände mit Titelbildern, die Dick zeigen, erschienen: