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Samstag, 30. September 2023

The Collected Stories – Neu bei Gollancz

Mal wieder was Neues! Der britische Stammverlag von Philip K. Dick, Gollancz, bringt die Collected Stories von Philip K. Dick heraus – in vier Bänden! Seit der Erstausgabe der Collected Stories bei Underwood-Miller 1987 sind die Stories auf Englisch immer in fünf Bänden herausgekommen, mit einer Ausnahme: nämlich in der teuren Sammlerausgabe 2021 bei Folio.
Band 1 der "Collected Stories" von Philip K. Dick
Im Schatten des teuren Bruders: Volume One der Collected Stories of Philip K. Dick neu von Gollancz

Samstag, 2. Juli 2022

Folio (5): Selected Short Stories

F olio Society schon wieder! Bisher gab es bei Folio Neues von Philip K. Dick nur zweijährlich, aber nach dem grossen Erfolg der Complete Stories, dem Ausverkauf nach nur vier Tagen im vorigen Jahr, gibt es schon in diesem Jahr wieder etwas von Dick, die Selected Short Stories
Best of ... Philip K. Dick, irgendwie
Selected Short Stories bei der Folio Society, rechts der Schuber

Samstag, 19. Februar 2022

Wendiges

Angefeuert von der allgemeinen Lage bringen tektonische Verschiebungen schon seit einiger Zeit immer wieder tief sedimentierte und daher lange vergrabene Bücherschichten ans Tageslicht. Alles für die Sammlung Relevante hatten Tiefenbohrungen eigentlich schon gefördert, aber bevor die Reste endgültig zum Abraum kommen, wird noch einmal sorgfältig gesiebt … und das eine oder andere interessante Stück findet sich doch noch.
Vorderansicht
Die Seite von Roger Zelazny: Das Friedhofsherz
So ist mir Das Friedhofsherz in die Hand gefallen: im Original The Graveyard Heart von Roger Zelazny, der in diesem Blog gelegentlich als Ko-Autor von Philip K. Dick genannt ist. Erwähnenswert ist diese Ausgabe aber, weil sie nicht nur diese Novelle enthält, sondern auch Eine Elegie für Engel und Hunde, eine Fortführung von Zelaznys Text durch Walter Jon Williams – und zwar als Wendebuch. Viele von Dicks frühen Erstausgaben sind beim Verlag Ace Books in einem Wendebuch erschienen, Ace nennt die Reihe Doubles.

Samstag, 26. Oktober 2019

Farsi? Ernsthaft?

Sammeln macht schlau. Oder dumm. Ich bin mir nicht mehr sicher und das ist vermutlich ein Indiz für letzteres.
Der regelmässige Leser mag in diesem Blogs schon den einen oder anderen Eintrag zu Übersetzungen der Werke von Philip K. Dick gesehen haben. Der neueste Zugang ist eine Übersetzung in Farsi, gemeinhin auch Persisch genannt. Farsi ist eine indogermanische Sprache, also linguistisch näher mit dem Deutschen als dem Arabischen verwandt und alleinige Amtssprache im Iran, ist aber auch eine von mehreren Amtssprachen in Afghanistan und Tadschikistan.
Eine Büchersendung aus Teheran, der Hauptstadt des Iran
Der Neuzugang ist aus dem Iran. Es handelt sich um ساكن برج بلند, zu Deutsch Das Orakel vom Berge [The Man in the High Castle] des Verlages Intishārāt-i Rawzanah von 2018. Das Umschlagbild ist bekannt, denn es ist vom Künstler Shan Jiang für die Folio Ausgabe (2015) gestaltet. Die iranische Ausgabe ist nun das dritte Buch mit diesem Cover, siehe dazu auch den Eintrag in diesem Blog.
Insgesamt sind im Iran vier Ausgaben von drei SF-Romanen und vier Anthologien erschienen.

Samstag, 1. Juni 2019

Brüder oder Schwestern

Schon in der letzten Woche war von der Folio Society die Rede und nun bin ich bei einer kurzen Reise nach Prag über die tschechische Ausgabe der ersten Folio Ausgabe, The Man in the High Castle, von Philip K. Dick gestolpert. Offenbar hat Argo, Dicks tschechischer „Hausverlag“, schon 2016 eine kleine Ausgabe der aufwändigen Sammlerausgabe von Folio von 2015 herausgebracht.
Das Orakel vom Berge von Philip K. Dick  links in der Folio
Sammlerausgabe und rechts in der tschechischen Ausgabe
Diese Ausgabe hat das Vorwort von Ursula K. Le Guin – bzw. Ursula K. Le Guinová – sowie Cover und drei Illustrationen des Originals von Shan Jiang, es fehlen vier weitere seiner Illustrationen und das Frontispiz, sowie der Schuber; der Einband ist nur ein einfacher Pappband. Auch das Format ist leicht reduziert, ausserdem erscheint das Papier billig, d. h. holzig. Die Vorsatzblätter sind aber schön bedruckt. Es handelt sich auch nicht um eine teure Sammlerausgabe, sondern um ein günstiges gebundenes Buch – und dafür macht es einen sehr guten Eindruck. Und meine Lieblingsillustration, die Heuschrecke, ist auch dabei.

Samstag, 25. Mai 2019

Danke, Roxana!

Was soll ich sagen? Zu meiner Entschuldigung möge man sich einfach die Bilder angucken. Und obwohl sie dem Buch nur bedingt gerecht werden, ist die Qualität dieser schönen Ausgabe erkennen.
Es ist also mal wieder soweit, es gibt – seit ganz kurzem – eine weitere schöne Sammlerausgabe von Philip K. Dick bei der Folio Society: Ubik.

Samstag, 16. Februar 2019

Willkommen im Club

Buchclub Ausgaben sind für Sammler etwas Besonderes, aber nicht unbedingt etwas besonders Gutes. Allgemein sind sie eher ungeliebt. Es gibt nur zwei deutsche Buchclub-Ausgaben von Philip K. Dick, beide natürlich vom populären Blade Runner, erschienen 1991 und 2003 bei Bertelsmann – und natürlich sind sie, egal wie ungeliebt und langweilig, Teil der Sammlung.
Oben R und M Medien (2003) und unten Bertelsmann Buchclub (1991): Blade Runner
Blade Runner von Philip K. Dick,
von R und M Medien (2003) und
beim Bertelsmann Club et al. (1991)
Beiden Bücher sind als Lizenzausgaben des Heyne Verlags erschienen, d. h. auch mit der zur jeweiligen Zeit von Heyne genutzten Übersetzung. Bei der neueren Ausgabe von 2003 handelt es sich um die von Jacqueline Dougoud überarbeitete Übersetzung von 2002. Wie bei Buchclub-Ausgaben üblich handelt es sich um – wie ich finde: lieblose und langweilige – Hardcover-Ausgaben ohne jede Extras. Die fehlende Widmung der ersten Ausgabe geht aber auf das Konto von Heyne, die die Widmung auch erst 2002 wieder hinzugefügt haben.
Erwähnenswert ist lediglich das Cover der Utopia-Ausgabe von 2003, das tatsächlich auf den sonst unverzichtbaren Bezug auf den Film verzichtet. Verzichten tut Bertelsmann auch auf ISBNs, die für den Handel nicht benötigt werden, da die Bücher ja über den allgemeinen Buchhandel nicht zu beziehen waren, sondern nur über den Club. Ebenso fehlt das Erscheinungsdatum. Für den Sammler wird das Leben so nicht leichter. Opulent ist das Impressum der 1991er Ausgabe trotzdem, dort findet man
Lizenzausgabe mit Genehmigung des Wilhelm Heyne Verlages, München für die Bertelsmann-Club GmbH, Gütersloh, die EBG Verlags GmbH, Kornwestheim, die Deutsche Buch-Gemeinschaft C. A. Koch's Verlag Nachf. GmbH, Gütersloh, die Buchgemeinschaft Donauland Kremayr & Scheriau, Wien, die Deutsche Buch-Gemeinschaft C. A. Koch Verlag Nachf., Wien und die Buch- und Schallplattenfreunde GmbH, Zug/Schweiz
Die Ausgabe von 2003 nennt dann ganz kompakt RM-Buch-und-Medien-Vertrieb im Impressum, Bertelsmann taucht nicht auf, der genannte Erscheinungsort Gütersloh weisst aber sofort die Richtung.
Es gab in den 80er Jahren bei Bertelsmann 25 Bände im nach dem Umschlag weisse Reihe genannten Science Fiction & Fantasy Club. Ausserhalb dieser Reihe erschienen weitere Bände Science Fiction und Fantasy, auch viel Perry Rhodan. Im Netz findet sich speziell zu Bertelsmann allerdings nichts – Buchclub-Ausgaben sind beim Sammlern eben ungeliebt.

Samstag, 30. Dezember 2017

Ein Blick zurück nach 2017

Das Jahr ist wieder fast vorbei und es ist Zeit für den traditionellen Jahresrückblick in diesem Blog. Das ist wohl eher eine Übung für den Autoren als für die Leser … aber so soll es sein. Was war also los in Philip-K.-Dick-Land bzw. in diesem Blog?
Do Androids Dream of Electric Sheep? & A Scanner Darkly, Folio Society (2017)  
im Schuber in einer jahreszeitlich angemessener Präsentation

Samstag, 29. August 2015

Folio

The Man in the High Castle
von Folio mit Schuber
Illustration aus The Man
in the High Castle
Vor einigen Tagen traf ein neuerlicher Impulskauf ein. Ich suche gelegentlich nach Neuigkeiten und fand einen Artikel über eine Neuausgabe von Philip K. Dicks The Man in the High Castle bei The Folio Society (link zur aktuellen Auflage, die im Buch, aber nicht auf der Webseite dokumentiert ist). Interessanterweise findet sich diese Ausgabe (noch) nicht bei Amazon oder sonst irgendwo. The Folio Society verkauft offenbar exklusiv über den eigenen Laden in London und übers Netz. Auch wenn das Wort auf den Seiten vermieden wird, so ist The Folio Society letztlich ein Buchclub. Und wie andere Buchclub-Ausgaben in den USA, Grossbritannien und auch Deutschland, so werden auch diese Ausgaben exklusiv vertrieben und tragen daher auch keine ISBN.