Gesehen hatte ich es schon einmal,
sogar in der Hand gehalten, in Wetzlar. Aber die Möglichkeit ein solches Stück
für die Sammlung zu bekommen, hätte ich nicht erwartet: Die Erstausgabe von
Philip K. Dicks
The Transmigration of Timothy Archer – ungewöhnlich. Aber nicht, weil sonst – wegen der schwierigen
Preissituation – nur wenige Hardcover Erstausgaben in der Sammlung sind,
sondern weil dieser Band auf dem Vorblatt einen Stempel hat:
Ein Blog über das Sammeln von Büchern, Zeitschriften, Fanzines und anderem Papier von und über Leben und Werk des amerikanischen Science Fiction Schriftstellers Philip K. Dick (1928-1982).
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Samstag, 2. November 2024
Samstag, 8. Oktober 2022
Verboten!
Am Rand der Sammlung bewegt sich auch dieser Blogeintrag.
Immerhin geht es um einen deutschen Beitrag – oder eigentlich sogar zwei –
aber nichts von Philip K. Dick und eigentlich auch nichts über ihn … nur ein
wenig mit ihm: Der Science Fiction Roman Kind des Glücks öffnet mit
der Widmung Für Philip K. Dick. Geschrieben hat ihn Dicks Freund
Norman Spinrad, veröffentlicht wurde er im Jahr 1985 bei Bantam. Die Widmung ist gefolgt von einem Vers:
Für Philip K. Dick
Manche stehen auf den Schultern von Gigantenmanche lugen einem Freund durchs Herzmanche Leben sind Geschichtenderen Geist und Atem nie vergeht
Diese weiteren Zeilen deuten die grosse Verbundenheit an, die Spinrad für Dick empfunden haben muss.
Die deutsche Übersetzung ist von Jürgen Langonski mit dem Titel
Kind des Glücks, erschienen 1988 bei Bastei Lübbe. Bemerkenswert an
dieser broschierten Erstausgabe ist der Preis von 24,80 DM. 493 Seiten haben
ihren Preis, das Buch ist grösser als normale Taschenbücher, aber der Preis
erscheint doch sehr hoch. Die typischen Heyne Taschenbücher kosteten
seinerzeit um 8 DM. Die zweite Ausgabe bei Bastei Lübbe von 1991 kostete dann auch nur noch
die Hälfte, 12,80 DM.
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| Norman Spinrad: Kind des Glücks, Bastei Lübbe |
Samstag, 26. März 2022
Tausendmal gesehen …
🎶 Ich
wollte mir bloss den Abend vertreiben … und fischte an den üblichen Orten. Ich
dacht' nicht im Traum, dass ich eine deutsche Variante entdecke … erst recht
nicht bei Heyne!
Natürlich hatte ich Heynes Jubiläumsedition von Das Orakel vom Berge
von Philip K. Dick schon tausendmal gesehen, tausendmal ist nix aufgefallen,
tausend und eine Suche und es „Zoom“ gemacht: Es gibt tatsächlich ein
signifikant abweichendes Umschlagbild der vierten Auflage. Vielleicht keine ganz grosse Sache, aber definitiv relevant für die Sammlung und daher absolut erwähnenswert.
Samstag, 30. November 2019
Gesundheit!
Am 27. November ist Der galaktische Topfheiler von Philip K. Dick offiziell (laut Katalog) beim S. Fischer Verlag erschienen. Mein Buchhändler hatte ihn schon zwei Tage vorher. Und das Impressum vermeldet Dezember 2019. Das macht die Buchhaltung nicht einfacher, aber ähnlich ist es bei allen Ausgaben von Fischer - immerhin steht ein Monat im Impressum.
| Die aktuelle Ausgabe von Der galaktische Topfheiler von Philip K. Dick bei Fischer |
Samstag, 8. Juni 2019
Hey Joe
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Die Erstausgabe von
Galactic Pot-Healer, erschienen als Paperback im Juni 1969 bei Berkley Medaillon |
Die Erstausgabe des Galactic Pot-Healer ist im Juni 1969 beim Verlag bzw. Imprint Berkley Medaillon erschienen. Zuletzt ist 2013 die Mariner Ausgabe als zehnte englische Ausgabe herausgekommen und kürzlich auch bei mir eingetroffen.
Auf Deutsch gibt es derzeit drei Ausgaben: Die Erstausgabe kommt im März 1974 von Fischer in der Reihe Fischer Orbit heraus. Das ist tatsächlich weltweit die erste Übersetzung dieses Romans. Die Reihe Fischer Orbit hat ihre Geschichte, in der wir die üblichen Verdächtigen treffen: Hans Joachim Alpers, Ronald M. Hahn und Brian W. Aldiss.
Zu diesem Zeitpunkt ist die Übersetzung von Joachim Pente die erste ausländische Ausgabe dieses Romans von Dick – es folgt Spanien 1975 und Frankreich erst 1977. Bis heute gibt es zusätzlich zur deutschen insgesamt 13 Übersetzungen mit 30 Ausgaben, die letzte aus dem Februar 2019 ins Türkische. Viele davon kann man sich beim Philip K. Dick Bookshelf ansehen.
Samstag, 28. April 2018
Limited Edition
| The Man in the High Castle von Philip K. Dick in der limited edition Comic-Con Ausgabe |
Aktuelle Ausgaben, die das Interesse des Sammlers wecken, sind in der Regel die teuren Sammlerausgaben, in der letzten Zeit sind das die beiden Folio-Ausgaben und vorher vielleicht die Collected Stories von Subterranean. Eine relativ aktuelle Ausgabe, die bisher aber relativ unbeachtet geblieben ist, ist die limited edition 2015 von The Man in the High Castle. Diese Ausgabe war nicht frei verkäuflich, sondern wurde auf der San Diego Comic-Con 2015 (9. bis 12. Juli) bei der Premiere der gleichnamigen Amazon-Serie an die Besucher verteilt, vermutlich auch auf der folgenden New Yorker Comic-Con im Oktober. Solche Werbeartikel erreichen natürlich dann doch den Markt – und dort auch wegen ihrer Exklusivität meist hohe Preise. Das kann man auch von dieser Ausgabe erwarten, oft gezeigt hat sie sich tatsächlich noch nicht, daher lässt sich das Preisniveau auch nicht einschätzen. Die Ausgabe ist recht aufwändig gestaltet – Amazon hat ein eigenes Cover spendiert. Der renommierte Comiczeichner Edward Ted Naifeh hat das Cover gestaltet. Auf dem Cover hält die Hand Hawthorne Abendsens Buch im Buch The Grashopper Lies Heavy, auf anderen Darstellungen Naifehs ist das eine Filmrolle – entsprechend der Amazon-Serie. Diese anderen Motive wurden auf der Comic-Con als Poster und Drucke verteilt.
Samstag, 3. Februar 2018
Dedication
Der vorige Blogeintrag zu den Widmungen in den deutschen Werken von Philip K. Dick hat bei mir zu weiteren Nachforschungen geführt, deren Ergebnisse ich hier auch festhalten möchte. Es geht hier nicht um deutsche Widmungen, sondern um die englischen Originale.
Nicht alle Widmungen haben es aus dem Englischen ins Deutsche geschafft und diese verlorenen Widmungen sollen hier betrachtet werden – vorbehaltlich der Tatsache, dass meine Sammlung hier möglicherweise nicht ganz vollständig ist.
Da ist zunächst To Eph Konigsberg who talked fast and talked very well in The World Jones Made. Die frühen deutschen Ausgaben bei Goldmann, wo der Roman als Die seltsame Welt des Mr. Jones zuerst herausgekommen ist, waren insgesamt etwas lieblos und haben auch die Widmungen nicht übernommen. Der genannte Eph Konigsberg war im Fandom sehr aktiv, man kann annehmen, dass er mit Dick in Kontakt stand; sein Nachruf findet sich auch im Netz.
Die Widmung in Deus Irae (Doubleday, 1976) ist This novel, in loving memory, is dedicated to Stanley G. Weinbaum, for his having given the world his story 'A Martinan Odyssee'. In der (einzigen) deutschen Ausgabe Der Gott des Zorns fehlt diese Widmung und die Ausgabe ist insgesamt gekürzt, es fehlt auch regulärer Text. Nun ja.
Stanley Weinbaums Kurzgeschichte A Martinan Odyssee heisst in der deutschen Übersetzung Mars-Odyssee und ist nach der deutschen Erstausgabe von 1970 im gleichnamige Band bei Heyne in der Serie Science Fiction Classics erschienen – und dann noch ein halbes Dutzend mal. Sie wurde auch recht früh in der DDR, in der Anthologie Der Diamantenmacher bei Neues Leben (1972) publiziert. Die Geschichte gilt als eine der besten Science Fiction Kurzgeschichten überhaupt.
| Widmung an Stanley G. Weinbaum im Roman Deus Irae |
Stanley Weinbaums Kurzgeschichte A Martinan Odyssee heisst in der deutschen Übersetzung Mars-Odyssee und ist nach der deutschen Erstausgabe von 1970 im gleichnamige Band bei Heyne in der Serie Science Fiction Classics erschienen – und dann noch ein halbes Dutzend mal. Sie wurde auch recht früh in der DDR, in der Anthologie Der Diamantenmacher bei Neues Leben (1972) publiziert. Die Geschichte gilt als eine der besten Science Fiction Kurzgeschichten überhaupt.
Samstag, 27. Januar 2018
Die Widmungen
Viele der Bücher von Philip K. Dick
sind naturgemäss Personen gewidmet, die Dick nahe gestanden haben. Von den
deutschen Ausgaben trägt nur etwa ein Viertel eine Widmung – in einigen
Fällen ist diese literarische Zueignung bei der Übersetzung einfach verloren
gegangen, häufig hat auch das Original keine Widmung.
Samstag, 30. September 2017
Blade Runner übersetzt, übersetzt, übersetzt
Nachdem Fischer
die kürzlich erschienene
Neuübersetzung des
Blade Runner
mit dem Adjektiv kongenial bewirbt, lohnt sich vielleicht ein
eingehender Blick auf die verschiedenen deutschen Übersetzungen dieses Werkes,
davon gibt es nämlich auf den zweiten Blick einige Varianten mehr, als man
vermutet.
Schon 1969, das ist nur ein Jahr nach dem Erscheinen in den USA, gibt es die Erstübersetzung von Norbert Wölfl für den Marion von Schröder Verlag. Die folgende Ausgabe des Romans erscheint 1971 bei Heyne, mit einer gekürzten Version der Übersetzung; es fehlen nicht nur die diversen dem Haupttext vorgestellten Zitate und die Widmung, auch der Haupttext selbst ist erheblich gekürzt. Heyne hat diese Kürzungen auch bei den beiden folgenden Ausgaben beibehalten.
Für Haffmans erfolgt 1993 die Überarbeitung der ungekürzten Übersetzung durch Jacqueline Dougoud, die für alle folgenden deutschen Ausgaben des Blade Runner verwendet wurde, bis auf die von Heyne 1998, die noch einmal auf die gekürzte Wölfl-Version zurückgreift. Eine „zweite Auflage“ erschien bei Haffmans 1997 mit neuem Cover und Titel – für die Sammlung sind das also ganz sicher zwei separate Einträge. Erwähnenswert ist auch, dass diese zweite Auflage neu durchgesehen ist, Unterschiede konnte ich aber – ausser natürlich dem Titel – nicht finden.
Eigentümlich ist weiterhin, dass zwei Ausgaben der Dougoud-Übersetzung,
nämlich Heyne von 2009 und Fischer von 2014, zumindest eine Änderung gegenüber
den vorigen Übersetzungen haben – Buster Freundlich heisst
hier Buster Friendly. Andere Änderungen kann ich an diesen
Ausgaben bei einem oberflächlichen Vergleich nicht finden. Es erscheint aber
eigentümlich, dass Heyne 2009 für den Sammelband
Blade Runner, Ubik, Marsianischer Zeitsturz die Übersetzung minimal –
oder gar nur bei einem Ausdruck – überarbeitet (die Übernahme von Fischer ist
dann natürlich konsequent).
Schon 1969, das ist nur ein Jahr nach dem Erscheinen in den USA, gibt es die Erstübersetzung von Norbert Wölfl für den Marion von Schröder Verlag. Die folgende Ausgabe des Romans erscheint 1971 bei Heyne, mit einer gekürzten Version der Übersetzung; es fehlen nicht nur die diversen dem Haupttext vorgestellten Zitate und die Widmung, auch der Haupttext selbst ist erheblich gekürzt. Heyne hat diese Kürzungen auch bei den beiden folgenden Ausgaben beibehalten.
Für Haffmans erfolgt 1993 die Überarbeitung der ungekürzten Übersetzung durch Jacqueline Dougoud, die für alle folgenden deutschen Ausgaben des Blade Runner verwendet wurde, bis auf die von Heyne 1998, die noch einmal auf die gekürzte Wölfl-Version zurückgreift. Eine „zweite Auflage“ erschien bei Haffmans 1997 mit neuem Cover und Titel – für die Sammlung sind das also ganz sicher zwei separate Einträge. Erwähnenswert ist auch, dass diese zweite Auflage neu durchgesehen ist, Unterschiede konnte ich aber – ausser natürlich dem Titel – nicht finden.
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Links Blade Runner von Philip K. Dick, erschienen 1993 bei
Haffmans und rechts die zweite Auflage von 1997 unter dem neuen fast alten Titel Träumen Androiden von elektrischen Schafen? |
Samstag, 25. Februar 2017
Noch mehr Fischer ... 2017
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The Man in the High Castle – Das Orakel vom Berge, die neueste Ausgabe von Philip K. Dick bei Fischer (2017) |
Zunächst hatte der Verlag neuere Exemplare der 2014er Ausgabe von Das Orakel vom Berge mit einem grossflächigen Aufkleber auf den Markt gebracht, der auf den Zusammenhang mit Amazon Serie The Man in the High Castle hinwies, die auf dem Roman basiert. Jetzt ist eine neue Taschenbuchausgabe mit eben diesem Titel erschienen: The Man in the High Castle. Der ursprüngliche deutsche Titel Das Orakel vom Berge erscheint noch als Untertitel. Nicht nur im Titel, auch bei der Umschlaggestaltung knüpft das Buch an die Serie an. Leider erfahren wir über den Gestalter des (im Unterschied zur Klassik-Reihe wirklich ansprechenden) Umschlags nur den Namen „www.buerosued.de“. Wahrscheinlich ist auch Design jetzt Teamarbeit, was auch immer das bedeutet.
Samstag, 5. November 2016
Walfang
Sicher am Rand einer Philip K. Dick Sammlung, zumindest meiner Sammlung, stehen Werke anderer Schriftsteller, die sich auf Dick beziehen. Nicht berücksichtigen will ich Erzählungen die in Tradition von Dick stehen oder an Dick erinnern. Oft genug passieren solche Bezüge dieser Tage zur Förderung des Verkaufs. Gelegentlich gibt es aber einen direkteren Bezug, wie bei der hier schon gelegentlich vorgestellten recursive literature.
In aktuellen Fall bin ich auf die Kurzgeschichte Im Auge des Betrachters von Karl-Ulrich Burgdorf gestossen, die Philip K. Dick gewidmet ist. Erschienen ist sie im Band 5 Nanowelten (2013) in der Reihe Phantastische Miniaturen, die von Thomas Le Blanc bei der Phantastische Bibliothek Wetzlar herausgegeben wird. Mit der Widmung In memoriam Philip K. Dick beginnt die nur zwei Seiten lange Kurzgeschichte – aber die Kürze ist Programm in diesem Band: Nanowelten bezieht sich auf Inhalt und Form, d.h. Länge der Geschichten in diesem Band, von denen (fast) keine länger als zwei Seiten ist. Auch im Text bezieht sich Burgdorf auf Dick, der Satz Willkommen in der Wirklichkeit taucht auf, aber das gesamte Thema der Geschichte greift Dicks Frage nach der Struktur der Realität auf.
In aktuellen Fall bin ich auf die Kurzgeschichte Im Auge des Betrachters von Karl-Ulrich Burgdorf gestossen, die Philip K. Dick gewidmet ist. Erschienen ist sie im Band 5 Nanowelten (2013) in der Reihe Phantastische Miniaturen, die von Thomas Le Blanc bei der Phantastische Bibliothek Wetzlar herausgegeben wird. Mit der Widmung In memoriam Philip K. Dick beginnt die nur zwei Seiten lange Kurzgeschichte – aber die Kürze ist Programm in diesem Band: Nanowelten bezieht sich auf Inhalt und Form, d.h. Länge der Geschichten in diesem Band, von denen (fast) keine länger als zwei Seiten ist. Auch im Text bezieht sich Burgdorf auf Dick, der Satz Willkommen in der Wirklichkeit taucht auf, aber das gesamte Thema der Geschichte greift Dicks Frage nach der Struktur der Realität auf.
Samstag, 22. Oktober 2016
Estnisch
Estland ist ein kleines Land am östlichen Rand der Europäischen Union mit nur 1,3 Millionen Einwohnern. Man kann daher verstehen, dass es nur wenige estnische Ausgaben von Philip K. Dick gibt. Dafür kann man dort mit dem Euro bezahlen – und es gibt dort Buchangebote online in englischer Sprache. Wenn man also weiss, was man will, ist es relativ einfach, auch dort von Deutschland aus ein gewünschtes Buch zu bestellen.
| Mees kõrges lossis [The Man in the High Castle] von Philip K. Dick in der estnischen Ausgabe von 1993 (links) und 2016 (rechts) |
Samstag, 11. Juni 2016
Noch ein Fisch
Es ist mir nun doch noch gelungen den zweiten Band der aktuellen Staffel von
Philip K. Dick bei Fischer zu fangen bzw. in einem Laden zu kaufen:
Irrgarten des Todes. Es handelt sich scheinbar wieder um ein Buch ohne
Überraschungen. Ein langweiliges Cover und inhaltlich identisch zur Ausgabe
der Philip K. Dick-Edition von Heyne (2005).
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| Irrgarten des Todes von Philip K. Dick bei Fischer (2016) |
Samstag, 28. Mai 2016
Kein Erfolg
Sammeln ist Arbeit. Und ausser Fleiss braucht man auch Glück dazu. Sei es, um eine schöne, sei es um eine günstige Ausgabe zu bekommen.
Zu verschmerzen ist auch, dass ich keine weitere der aktuellen Fischer-Ausgaben im Buchhandel erwerben konnte – das könnte ich natürlich bestellen, aber es ist viel schöner, für die Sammlung mal wieder etwas in einem Laden zu kaufen. Und es ist ein bisschen traurig, dass die üblichen Läden an dieser Runde der Dick-Ausgabe nicht teilnehmen.
Die vergangene Woche war eine Aneinanderreihung weniger erfolgreicher Aktivitäten.
Zuerst habe ich eine out of stock Mail von amazon.co.uk bekommen, was wirklich sehr selten passiert. Dort hatte ich eine sehr günstige Ausgabe von Daniel Levacks PKD: A Philip K. Dick Bibliography entdeckt, die ich gerne gehabt hätte – aber offenbar war jemand schneller als ich.
Danach ist mir ähnliches mit einer englischen Blade Runner Ausgabe passiert – bei tauschticket. Ich bin dort nicht mehr sehr aktiv, die Qualität hat dort doch zu sehr nachgelassen (obwohl sie nie sehr gross war) und der Aufwand dort ist dafür einfach zu gross. Aber die letzten Tickets hätte ich doch noch loswerden wollen.
| Heut wählen wir Gesichter von Roger Zelazny bei Heyne (1975), im Original Today We Choose Faces |
Zum Schluss habe ich gerade die deutsche Erstveröffentlichung von Roger Zelaznys Heut wählen wir Gesichter von Heyne (1975) ausgepackt, sehr günstig und gut erhalten (nur ein kleines bisschen mehr Gilb als üblich). Und leider fehlt im Buch die Widmung, die ist wohl, wie so oft, bei der Übersetzung verloren gegangen. Denn offenbar trägt das Original Today We Choose Faces die Widmung To Philip K. Dick: Electric Shepherd.
Auch mit Widmung wäre das Buch wohl nur am Rand der Sammlung eingeordnet, aber ich mag solche Kuriosa – und da sich die Anzahl in engen Grenzen hält, sammele ich sie auch. Was nun mit diesem Buch passiert … ist offen. Aber ich denke, ich werde wohl nun das englische Original suchen, das im Gegensatz zur einzigen deutschen
Samstag, 5. September 2015
Mitbringsel
Vor einigen Jahren habe ich in einem
Forum, vielleicht auch in Cals untergegangener
Philip K. Dick Discussion List
(obwohl das dort eher untypisch wäre, es ging dort praktisch nie um das Thema
Sammeln) einen Beitrag gelesen, in dem der Autor darüber berichtete, eine
weitere Ausgabe des Blade Runners in einer
neuen Sprache bekommen zu haben. Diesen Gedanken habe ich einige Zeit
mit mir herum getragen und dann irgendwann auch einmal eine ausländische
Ausgabe von Philip K. Dick (billig) erworben, es war wohl eine
niederländische.
Und obwohl ich das Ziel, ein Buch von Dick in jeder (verfügbaren) Sprache zu
besitzen, nicht sehr konsequent verfolge, ist der Sommerurlaub doch immer eine
Möglichkeit, die Sammlung zu erweitern. Es hat sich dabei auch herausgestellt,
dass der Blade Runner das am leichtesten erhältliche Buch ist.
So ist mir in Barcelona Els androides somien xais elèctris? vom Verlag Educaula (2009) in die
Hände gefallen. Das Buch hat eine Einführung und eine kurze Bibliographie der
wichtigsten Werke von Dick. Dicks ursprüngliche Widmung an seine
Schwiegermutter Maren Bergrud und die Zeilen von Yeats sind aber ersetzt durch
eine Widmung an Tim und Serena Powers; diese geänderte Widmung findet
sich aber auch bei einigen neueren englischen Ausgaben von Ballantine. Über
die Widmung, die wirklich zum Buch gehört, habe ich
in diesem Blogeintrag bereits geschrieben.
Els androides somien xais elèctris? ist – und das macht es ein bisschen besonders – nicht die spanische Ausgabe, die ich eigentlich im Buchladen (Case del Libro, eine Kette, am Passeig de Gràcia) gesucht habe, sondern eine unerwartete Ausgabe auf Katalan! Die weitere Recherche zeigt, dass es sich schon um die vierte Ausgabe des Romans auf Katalanisch handelt, die Erstausgabe ist 1989 bei Pleniluni erschienen, dann bei Edhasa (1993) und schliesslich bei Proa (2001), eine spätere Ausgabe ist von Labutxaca (2013) – verwirrenderweise wird aber die ältere Ausgabe noch verlagsfrisch im Buchhandel verkauft.
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Katalanische Ausgabe von Philip K. Dicks Do Androids Dream of Electric Sheep? |
Els androides somien xais elèctris? ist – und das macht es ein bisschen besonders – nicht die spanische Ausgabe, die ich eigentlich im Buchladen (Case del Libro, eine Kette, am Passeig de Gràcia) gesucht habe, sondern eine unerwartete Ausgabe auf Katalan! Die weitere Recherche zeigt, dass es sich schon um die vierte Ausgabe des Romans auf Katalanisch handelt, die Erstausgabe ist 1989 bei Pleniluni erschienen, dann bei Edhasa (1993) und schliesslich bei Proa (2001), eine spätere Ausgabe ist von Labutxaca (2013) – verwirrenderweise wird aber die ältere Ausgabe noch verlagsfrisch im Buchhandel verkauft.
Da beim Sammeln ein Katalog hilft, habe ich
bisher ziemlich sicher Übersetzungen in über 40 Sprachen gefunden. Einige davon sind relativ leicht zu bekommen, andere eher schwierig. Hier
ist es, anders als für die meisten deutschen und englischen Ausgaben,
tatsächlich nicht so einfach die Bücher überhaupt zu finden, selbst im
Internet findet man nicht ohne weiteres eine Ausgabe in Serbisch, die
überhaupt nur noch antiquarisch zu bekommen ist. Wenn man seinen Urlaub also
nicht nach fehlenden Dick-Ausgaben organisieren will oder kann, so muss man
doch im Netz fischen. Und selbst wenn diese fremdsprachigen Ausgaben in den
üblichen Katalogen angeboten werden, so sind sie dort nicht einfach zu finden:
Bei einer Suche mit „Philip K. Dick“ gehen sie in der Menge der
englischen und deutschen Ausgaben unter, „Serbisch“ z. B. steht meist
nicht in der Beschreibung, auch „Serbian“ nicht. Hier hilft, ausser viel
Geduld, eher das Herkunftsland als Filter, Abebooks z. B. bietet das an.
Samstag, 29. August 2015
Folio
| The Man in the High Castle von Folio mit Schuber |
| Illustration aus The Man in the High Castle |
Samstag, 1. August 2015
Androidenträume
Die Verfilmung von Do Androids Dream of Electric Sheep?, im Englischen oft mit dem Akronym DADoES abgekürzt, war sicher in vieler Hinsicht ein Durchbruch für Philip K. Dick: und wenigstens den Anfang davon konnte er noch erleben.
1981 sieht er die Rohfassung des Blade Runner als Privatvorführung und ist begeistert: Verschiedene Äusserungen zeugen davon (u. a. ein Brief an Jeff Walker, einen Verantwortlichen der Produktionsfirma, der sich vielerorts im Netz findet, u. a. bei den Philip K. Dick-Fans). Dick schreibt an anderer Stelle, dass er seinem Verlag sein eigenes Exemplar der Erstausgabe von DADoES schicken musste, damit es neu aufgelegt werden kann und der Verlag wohl anders nicht mehr an den Text gekommen ist (offenbar ist die Doubleday Erstausgabe gemeint).
Neu schreiben (lassen), quasi als Buch zum Film, wollte er DADoES übrigens nicht, Dick hat damit wohl viel Geld ausgeschlagen (verschiedene Summen werden genannt). Er hat aber das Erscheinen unter dem Kino-Titel, Blade Runner, erlaubt. Und im Buch wurde in den folgenden englischen Ausgaben das Jahr der Handlung aktualisiert, von 1992 (da erschien 1982 zu nah) auf (das weit entfernte) 2021; in die deutschen Übersetzungen fand diese Änderung keinen Eingang.
Neu schreiben (lassen), quasi als Buch zum Film, wollte er DADoES übrigens nicht, Dick hat damit wohl viel Geld ausgeschlagen (verschiedene Summen werden genannt). Er hat aber das Erscheinen unter dem Kino-Titel, Blade Runner, erlaubt. Und im Buch wurde in den folgenden englischen Ausgaben das Jahr der Handlung aktualisiert, von 1992 (da erschien 1982 zu nah) auf (das weit entfernte) 2021; in die deutschen Übersetzungen fand diese Änderung keinen Eingang.
Samstag, 25. April 2015
Zwillinge
Einzelne Ausgaben präsentieren sich rätselhaft – bis das Rätsel gelöst bzw. die Ausgabe ergattert ist. Die Anschaffung von Philip K. Dicks Eine Bande von Verrückten hatte sich aufgeschoben, weil der Band nur recht teuer angeboten wurde.
Zuerst kam die deutlich häufiger zu findende gebundene Erstausgabe vom Reidar Verlag von 1987 in die Sammlung. Es ist die deutsche Erstausgabe in der Übersetzung von Gero Reimann, unter Mithilfe von Jennifer K. Klipp-Reimann. Reimann hat sich auch sonst sehr um Dick bemüht. Diese gebundene Ausgabe hat einen schönen blauen Leineneinband mit Schutzumschlag mit einem bunten Motiv, das stark an die Paladin-Ausgabe erinnert, die allerdings erst 1989 erschienen ist (fairerweise erinnert die Paladin-Ausgabe somit wohl an die Ausgabe von Reidar).
Es waren dann viele Hinweise auf eine broschierte Ausgabe zu finden, vom Betzel Verlag, allerdings wurde diese nirgendwo angeboten. Es gab auch Bilder, allerdings war kein Unterschied zur gebundenen Ausgabe zu finden und gelegentlich waren Verlag, Erscheinungsdatum und ISBN zwischen den Ausgaben vertauscht; teilweise fehlt bei Angeboten auch jegliche Angabe zu Verlag und Format. Sicher bezüglich solcher Angaben kann man sich eigentlich nur bei Ausgaben sein, die man in der Hand hatte – zumal die Ausgabe von Betzel nicht in der Deutschen Nationalbibliothek nachgewiesen ist. Möglicherweise handelte es sich also nur um einen Phantomband, ein Geist, das nur als Trugbild in den Tiefen des Internets existierte … aber nicht in einem Bücherregal.
Als der Band dann auf dem Marktplatz von Amazon aufgetaucht ist, lag er schnell auf meinem Tisch; leider gebunden und von Reidar. Auf Rückfrage beim Anbieter, der sich offenbar an ein bestehendes Angebot auf dem Marktplatz angehängt hatte (und der Einband sieht ja vorderseitig wirklich identisch aus) und mit Hinweis auf die unterschiedlichen ISBNs, die ja durchaus als Identifikation dienen kann, kam doch leichtes Unverständnis („die Nummer? ISBN?“). Bei einem Profi-Anbieter, sprich Antiquariat, wäre das eher nicht passiert; nun ja.
Es waren dann viele Hinweise auf eine broschierte Ausgabe zu finden, vom Betzel Verlag, allerdings wurde diese nirgendwo angeboten. Es gab auch Bilder, allerdings war kein Unterschied zur gebundenen Ausgabe zu finden und gelegentlich waren Verlag, Erscheinungsdatum und ISBN zwischen den Ausgaben vertauscht; teilweise fehlt bei Angeboten auch jegliche Angabe zu Verlag und Format. Sicher bezüglich solcher Angaben kann man sich eigentlich nur bei Ausgaben sein, die man in der Hand hatte – zumal die Ausgabe von Betzel nicht in der Deutschen Nationalbibliothek nachgewiesen ist. Möglicherweise handelte es sich also nur um einen Phantomband, ein Geist, das nur als Trugbild in den Tiefen des Internets existierte … aber nicht in einem Bücherregal.
Als der Band dann auf dem Marktplatz von Amazon aufgetaucht ist, lag er schnell auf meinem Tisch; leider gebunden und von Reidar. Auf Rückfrage beim Anbieter, der sich offenbar an ein bestehendes Angebot auf dem Marktplatz angehängt hatte (und der Einband sieht ja vorderseitig wirklich identisch aus) und mit Hinweis auf die unterschiedlichen ISBNs, die ja durchaus als Identifikation dienen kann, kam doch leichtes Unverständnis („die Nummer? ISBN?“). Bei einem Profi-Anbieter, sprich Antiquariat, wäre das eher nicht passiert; nun ja.
| Beide deutsche Ausgaben von Eine Bande von Verrückten von Philip K. Dick: Reidar (1987), gebunden (links) und etwas kleiner Betzel (1993), broschiert (rechts) |
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