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Hinter dem Horizont geht's weiter …

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D as Umschlagbild, vulgo Cover , ist traditionell, also in der Zeit und dem Genre, in der wir uns hier bewegen, ein wichtiges Marketinginstrument: es verkauft das Buch an den vorbeischlendernden Kunden. Wichtiger ist vermutlich nur der Name des Autoren (so er denn ein bekannter ist), schon weniger wichtig der Klappentext auf der Rückseite, manchmal soll auch ein Blurb oder ein roter Aufkleber mit einer wichtigen Mitteilung beim Verkauf helfen. Les Edwards lässt es knallen

Schicke Schlitten

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Die Handelswege nach Grossbritannien haben sich doch deutlich verschlechtert und insbesondere verteuert und so lohnt es sich um so mehr auch mal auf dem deutschen Markt nach britischen Ausgaben zu angeln. Und so sind bei mir kürzlich zwei Mainstream Romane von Philip K. Dick eingetroffen, die ich in tatsächlich in Deutschland finden konnte. Der Fang von englischen Büchern in Deutschland ist allerdings selten, nur den üblichen Bestsellern begegnen man bei der Suche regelmässig. Die beiden Bücher stammen aus einer kleinen Reihe, die zwischen 1986 bzw. 1987 und 1991 bei Paladin Books herausgekommen ist, einem der vielen Imprints von Granada Publishing. Andere Imprints von Granada waren, das sei hier kurz erwähnt, Grafton und Panther, auch dort ist seinerzeit einiges von Dick erschienen. Drei Bände von Paladin: Confessions of a Crap Artist (1989) mit einem Cover von Ean Taylor,  In M...

Dialoge der Vergangenheit

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Ich konnte kürzlich wieder ein paar Szene-Zeitschriften und Fanzines erwerben, die zeitgenössische Kritiken von Dicks Werk enthalten. Ich finde es sehr interessant zu sehen, wie sich das Bild von Philip K. Dick entwickelt hat, speziell in Deutschland. Und am Anfang wurde Dick überwiegend in der Science Fiction Szene wahrgenommen. Andromeda 91 von 1979 Andromeda Science Fiction Magazin  Nr. 91 vom August 1979, enthält eine Kritik von Alfred Vejchar zur deutschen Erstausgabe von  Eine andere Welt  bei Heyne (1977). Vejchar kritisiert heftig den Roman, aber auch den  wehleidigen Neurotiker  Dick. Das Wort Neurose fällt in diesem Artikel überhaupt sehr oft in seinen verschiedenen Formen: neurotisch, Neurotiker, Neurose. Vejchar hat da offenbar ein sehr gefestigtes Bild. Und was er da sieht, gefällt ihm gar nicht. Er wünscht sich von Dick statt dessen wieder Romane wie  Und die Erde steht still  und  Hauptgewinn: Die Erde  zurück, als er Dick n...

Slowenisch (und so)

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Nach einigen asiatischen Zugängen der letzten Zeit haben jetzt zwei slowenische Ausgaben Aufnahme in die Sammlung gefunden. Slowenien ist ein kleines Land mit (nur) zwei Millionen Einwohnern und vermutlich auch einer überschaubaren Anzahl von Antiquariaten, so hat die Suche nach einer entsprechenden Ausgabe etwas länger gedauert. Eine Bande von Verrückten  auf Slowenisch Dafür wird Slowenisch freundlicherweise mit dem lateinischen Alphabet geschrieben, keine Selbstverständlichkeit auf der Balkanhalbinsel. Dazu sei bemerkt, dass Slowenisch sich drei zusätzliche Buchstaben leistet –  Č,  Š und  Ž  –   dafür aber auf vier andere verzichtet: Es gibt kein Q, W, X und Y, auf die man eigentlich auch im Deutschen verzichten könnte. Lateinische Buchstaben erleichtern auf jeden Fall die Recherche. Bei den nun erworbenen Büchern handelt es sich zunächst um eine ...

Ich gestehe

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Ein schöner Rücken … Die bisher teuerste und kostbarste Anschaffung in meiner Sammlung ist eine von Philip K. Dick eigenhändig signierte Erstausgabe von Confessions of a Crap Artist . Es war Zeit. Wenigstens ein signiertes Exemplar habe ich mir verdient und die signierte und nummerierte Ausgabe der Confessions stand auf meiner Liste ganz oben. Ich habe das Buch bei Ebay beobachtet und der Verkäufer hat dann ein zu gutes Angebot gemacht, um es abzulehnen – und der Verkäufer ist mir (ein bisschen) bekannt und ich halte ihn für absolut seriös. Und nachdem ich im August nicht beim Philip K. Dick Festival in Fort Morgan war, konnte ich die Anschaffung mit meinem Budget vereinbaren. Wirklich erreicht hat mich das Exemplar aber erst zu Weihnachten. Diese Ausgabe von Confessions ist als signiertes Exemplar attraktiv, weil sie einigermassen sicher echt ist. Denn es gibt ziemlich sicher einige gefälschte Signaturen: Ein kurzer Schriftzug Philip K. Dick erhöht den Wert eines Exemplar...

Komisch

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Ich gebe gerne zu, dass ich nicht gedacht hätte, dass in meinem Katalog noch deutsche Beiträge von Philip K. Dick fehlen – zumindest nicht solche in regulären Buchausgaben (bei Fanzines ist die Lage naturgemäss etwas unübersichtlich). Und die Bekenntnisse eines Reifennachrillers  bei Haffmans stehen zwar schon lange in meinem Katalog, ich konnte aber niemals herausfinden, in welchem Buch dieser Text stehen sollte oder um was es sich dabei überhaupt handeln könnte. Später war ich fest davon ausgegangen, dass es sich um eine der zahlreichen nicht-Veröffentlichungen bei Haffmans handelte. Aber es passieren manchmal komische Sachen und so konnte ich tatsächlich das Buch finden , in dem sich der Reifennachriller findet: Der Reifennachriller ist natürlich Jack Isidore, der Chronist in Philip K. Dicks Roman Eine Bande von Verrückten. Am Anfang des Romans ist das Nachrillen von Reifenprofilen Jacks ungewöhnlicher, merkwürdiger, oder eb...

Gero Reimann

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Ein Name , dem man hier und da begegnet, wenn man sich mit Philip K. Dick beschäftigt, ist Gero Reimann . Auch wenn der Name nicht so oft auftaucht wie andere, liest man über seine Beiträge nie einfach hinweg, es sind jedesmal sehr persönliche und auch aussergewöhnliche Beiträge, so wie man das auch von Dick selbst kennt. Das Biographische zu Gero Reimann möchte man bei Wikipedia oder anderswo nachlesen. Dick - Vom Sterben und Leben eines gott- und weltlosen Gnostikers. Eine Opernerzählung , Id-Verlag (1984) von Gero Reimann Im Umfeld von Dick, und darum soll es hier natürlich gehen, erscheint Reimann als Übersetzer, Essayist und Autor von durch Dick inspirierter Prosa. Übersetzt hat er  unterstützt von Jennifer K. Klipp-Reimann  Dicks Mainstream-Roman Eine Bande von Verrückten , der in Erstausgabe bei Reidar (1987) und als Tasc...

Manches ist auch Mainstream

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Philip K. Dick hat neun Romane geschrieben, die allgemein dem (im Englischen so genannten)  Mainstream zugerechnet werden. Mainstream bezeichnet hier alles, was nicht Science Fiction ist. Gerade am Anfang seiner Karriere hat Dick versucht, auch Mainstream zu verkaufen und  die wenig angesehene Science Fiction zu verlassen, um ein richtiger Schriftsteller zu werden. Das ist ihm nicht gelungen, zu Lebzeiten erschien nur einer seiner Mainstream-Romane, Confession of a Crap Artist . Von den neun Titel sind derzeit bereits sieben im Deutschen erschienen, nur einer in zwei unterschiedlichen Ausgaben und alle Ausgaben bei den kleinen Verlagen. Die meisten der Mainstream-Romane, nämlich drei, sind bei der Edition Phantasia erschienen, beginnend 1985: Der Mann, dessen Zähne alle exakt gleich waren (1985). Auflage: 1000 In Milton-Lumky-Land (1995). Auflage: 250 Mary und der Riese (2010). Auflage: 400 Zur (schwierigen) Verfügbarkeit dieser Ausgaben findet man mehr im Bloge...

DER RABE - oder: Haffmans (Teil 2)

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Der Rabe , nicht von Haffmans, sondern aus Elastolin, der Begleiter der Hexe in Hänsel und Gretel Wie im  vorigen Eintrag   bereits beschrieben, hat der Haffmans Verlag verschiedene Romane von Philip K. Dick herausgebracht. Der wichtigste Beitrag des Verlags sind jedoch  Sämtliche Erzählungen in zehn Bänden, die ab 1993 herausgekommen sind. Einzelne Erzählungen sind, teilweise auch schon vorher, in der Reihe DER RABE. Magazin für jede Art von Literatur publiziert. Der Rabe erscheint drei bis viermal im Jahr und die einzelnen Bände haben einen Titel, der sich auf das Thema der Ausgabe bezieht. Die erste Geschichte von Dick, Kolonie [ Colony ], findet sich Band 11 vom Herbst 1985 im RABEn, der den Titel Der Reise-Rabe trägt.

Zwillinge

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Einzelne Ausgaben präsentieren sich rätselhaft – bis das Rätsel gelöst bzw. die Ausgabe ergattert ist. Die Anschaffung von Philip K. Dicks  Eine Bande von Verrückten hatte sich aufgeschoben, weil der Band nur recht teuer angeboten wurde. Beide deutsche Ausgaben von Eine Bande von Verrückten von Philip K. Dick: Reidar (1987), gebunden (links) und etwas kleiner Betzel (1993), broschiert (rechts)