teuerste und kostbarste Anschaffung in meiner Sammlung ist eine von Philip K. Dick eigenhändig signierte Erstausgabe von
.
Diese Ausgabe von
Confessions ist als signiertes Exemplar attraktiv, weil sie einigermassen sicher
echt ist. Denn es gibt ziemlich sicher einige gefälschte Signaturen: Ein kurzer Schriftzug
Philip K. Dick erhöht den Wert eines Exemplars um mindestens 500 Dollar, eher mehr. Da kann der Kugelschreiber schon mal ausrutschen …
 |
Die Erstausgabe von Confessions of a Crap Artist
vom Verlag Entwhistle Books (1975) |
Es gibt aber zahlreiche Ausgaben, die von Dick schon bei deren Erscheinen, quasi verlagsseitig, signiert sind, die Echtheit ist also belegt. Dabei handelt es sich um Luxusversionen von Erstausgaben; bei den meisten von ihnen, wie den 100 Exemplaren der
Collected Stories, ist die Unterschrift von Dick jedoch nur eingeklebt. Dick hat offenbar eine grosse Menge von unterschriebenen Schecks hinterlassen; in den USA haben die Banken, zumindest zu Dicks Lebenzeiten noch, üblicherweise die eingelösten Schecks an den Aussteller entwertet zurückgesendet, als Beleg für die Auszahlung. Dick hat diese offenbar behalten. Von diesen Schecks wurden nun die Unterschriften ausgeschnitten und in spezielle Ausgaben eingeklebt. Es gibt auch noch eine solche Luxuserstausgabe von
Mary and the Giant von Ultramarine (1987) mit einer eingeklebten Scheck-Signatur und
In Milton Lumky Territory in einer 50er Auflage von Dragon Press(1985). Weiter gibt es eine solche als
lettered edition, also 26 Exemplare versehen mit den Buchstaben A bis Z, der
Selected Letters. Und schliesslich gibt es in dieser Art noch eine Ausgabe von
Ubik: The Screenplay von Corrobee (1985) in einer nummerierten Auflage von 50 Stück.
Ausser den
Confessions gibt es eigenhändig signiert sonst nur noch eine Erstausgabe der Bibliographie
PKD. A Philip K. Dick Bibliography von Daniel Levack und Steven Owen Godersky, an der Dick aktiv mitgewirkt hat. Die rot gebundene Variante der Erstausgabe ist 1981 bei Underwood-Miller in einer Auflage von 200 Exemplaren erschienen und von Levack, Godersky und Dick im Buch signiert. Das ist sicher auch ein schönes Stück, aber es ist, trotz seiner Mitwirkung, nicht wirklich
von Dick.
Schliesslich gibt es noch
The Divine Invasion von Timescape Books (1981), von denen 50 Stück mit einem von Dick signierten Exlibris ausgegeben wurden.
 |
| Eine teure Signatur |
Auf Deutsch sind die
Confessions of a Crap Artist in zwei Ausgaben unter dem Titel
Eine Bande von Verrückten erschienen, zuerst als Hardcover bei Reidar (1987), später broschiert bei Betzel (1993),
hier mehr dazu. Von Dick signierte deutsche Ausgaben sind mir übrigens nicht bekannt.
Beim Kauf in den USA sollte man bedenken, dass der Zoll in dieser Preisklasse noch mal rund 10 Prozent auf den Kaufpreis aufschlägt, da fällt das Porto kaum ins Gewicht. Natürlich muss so etwas versichert versendet werden - und man sollte nur bei einem seriösen Verkäufer kaufen. Trotz der kleinen Anzahl von Ausgaben sind die meisten Luxusausgaben leicht zu finden - der hohe Preis hält sie wohl in Fluktuation.
Bei den deutschen Übersetzungen des Romans ist die später erschienene broschierte Ausgabe von Betzel deutlich seltener und nicht immer erhältlich; offenbar bestimmt aber die häufigere gebundene Erstausgabe den Preis und so ist sie, wenn es sie denn gibt, verhältnismässig günstig zu finden. In jedem Fall lohnt sich hier das Warten auf ein günstiges Angebot.
Preise
"Confessions of a Crap Artist", Entwhistle (1975), signiert um 800 Euro
"Eine Bande von Verrückten", Reidar (1987) bzw. Betzel (1993) jeweils bei 40 bis 80 Euro