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Samstag, 8. Oktober 2022

Verboten!

Am Rand der Sammlung bewegt sich auch dieser Blogeintrag. Immerhin geht es um einen deutschen Beitrag – oder eigentlich sogar zwei – aber nichts von Philip K. Dick und eigentlich auch nichts über ihn … nur ein wenig mit ihm: Der Science Fiction Roman Kind des Glücks öffnet mit der Widmung Für Philip K. Dick. Geschrieben hat ihn Dicks Freund Norman Spinrad, veröffentlicht wurde er im Jahr 1985 bei Bantam. Die Widmung ist gefolgt von einem Vers:
Für Philip K. Dick 
Manche stehen auf den Schultern von Giganten
manche lugen einem Freund durchs Herz
manche Leben sind Geschichten
deren Geist und Atem nie vergeht
Diese weiteren Zeilen deuten die grosse Verbundenheit an, die Spinrad für Dick empfunden haben muss.
Die deutsche Übersetzung ist von Jürgen Langonski mit dem Titel Kind des Glücks, erschienen 1988 bei Bastei Lübbe. Bemerkenswert an dieser broschierten Erstausgabe ist der Preis von 24,80 DM. 493 Seiten haben ihren Preis, das Buch ist grösser als normale Taschenbücher, aber der Preis erscheint doch sehr hoch. Die typischen Heyne Taschenbücher kosteten seinerzeit um 8 DM. Die zweite Ausgabe bei Bastei Lübbe von 1991 kostete dann auch nur noch die Hälfte, 12,80 DM.
Norman Spinrad: Kind des Glücks, Bastei Lübbe

Samstag, 30. Januar 2016

Das Science Fiction Jahr

Ausgabe 1996
Das Science Fiction Jahr ist eine Serie, die seit 1986 jährlich bei Heyne erschienen ist. Ich hatte gerade das Glück einige Ausgaben einer Sammlungsauflösung günstig zu erwerben - unabhängig vom Kaufpreis spart das auch Porto. Und es passt zum Thema des Jahres, einige weniger geliebte Ecken der Sammlung auszuleuchten.
Die durchgängig sehr dicken Ausgaben dieser Reihe beleuchten die Science Fiction Szene des jeweiligen Vorjahres in vielen Facetten. Schwerpunkt sind wohl die Interviews mit SF-Schaffenden sowie Essays zu aktuellen Themen der Science Fiction und ausführliche Betrachtungen zur Marktentwicklung. Betrachtet werden nicht nur Bücher, sondern auch sehr umfassend andere Medien wie TV, Kino und Hörspiele. Es ist also kein Wunder, dass die Ausgaben bei über 600 Seiten liegen, die späteren Ausgaben liegen bei einem etwas grösserem Format sogar bei über 1.000 Seiten. Dafür musste man dann auch von anfänglich 20 DM bis zur letzten Heyne-Ausgabe (2014) sogar 38 Euro bezahlen.
In der Reihe werden keine Kurzgeschichten veröffentlicht, daher sind auch keine Arbeiten von Dick enthalten. Über die Jahre sind jedoch zahlreiche Essays und Rezensionen erschienen. In elf Jahrbüchern sind zwölf Artikel zu Person, Werk und Verfilmungen von Dick enthalten, die Details befinden sich auf der Seite zum Heyne Verlag. Herausgreifen kann man den letzten Beitrag der 2012 in der Reihe erschienen ist, Dietmar Daths (manchmal vielleicht zu) kluges Essays zur Exegesis, einer der wenigen (beiden?) Beiträge, die zur Exegesis auf Deutsch erschienen sind: Verrückte Vernunft.
Die erste und derzeit letzte Ausgabe mit einem Beitrag zu Philip K. Dick in der Heyne-Reihe Das Science Fiction Jahr