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Samstag, 12. Oktober 2024

Hochzeitstag (II.)

Philip K. Dick war fünfmal verheiratet. Das hinterlässt Spuren: in der Oakland Tribune vom 15. Juni 1950 findet sich das Aufgebot von Dicks zweiter Ehe, er heiratet die 19-Jährige Kleo Apostolides.
Geheiratet haben Apostolides und Dick tatsächlich schon am 14. Juni, offenbar haben sie das Aufgebot (license) unmittelbar vor der Hochzeit bestellt, das ist in den USA nicht unüblich. Die beiden sind neun Jahre verheiratet, das ist länger als Dicks andere Ehen halten. Und Dick beginnt seine schriftstellerische Karriere in dieser Zeit.
Der sechste Eintrag in der Spalte Licenses Issued: DICKAPOSTOLIDES
Scan ist Courtesy of the California Digital Newspaper Collection, Center for Bibliographic Studies and Research, University of California, Riverside, http://cdnc.ucr.edu

Samstag, 28. September 2024

Centipede I

Dr. Futurity
Es war einmal im Jahr 2021– das Super-Sammler-Jahr, das Jahr der Luxusausgabenexplosion: Zuerst A Scanner Darkly von Suntup Editions, in drei Varianten: die lettered edition ist beim Ausgabepreis die teuerste Ausgabe eines Buches von Philip K. Dick überhaupt. Die „billige“ artist's gift edition konnte zeitnah (mit Hilfe) für die Sammlung geangelt werden (Danke, Zack!), trotzdem mit deftigem Aufschlag gegenüber dem Ausgabepreis.
Es folgten die klotzigen Collected Stories von der Folio Society, ausverkauft nach vier Tagen, am letzten Tage noch glücklich geklickt. Auch zum Originalpreis ein hoher Preis, antiquarisch eigentlich kaum vernünftig bezahlbar.
Das Trio der Sammlerausgaben wird komplett durch ein Trio von Centipede Press: Drei Romane im Sammelschuber.
Centipede Press ist ein amerikanischer Kleinstverlag aus Lakewood in Colorado, vergleichbar mit Suntup, der (sehr) teure Luxusausgaben in kleiner Auflage aus dem Umfeld Fantasy – Horror – Gothic – Science-Fiction herausbringt. Dieser Blog hat Centipede schon im Blogeintrag zu Helmut Wenske erwähnt, der bei Centipede – wohl in seiner teuersten Ausgabe – erscheint. 
Vulcan's Hammer
Dieses Trio von Philip K. Dick nun besteht aus drei sehr frühen Romanen: Schachfigur im Zeitspiel, über den ich mich neulich hier nicht so positiv geäussert habe, Kosmische Puppen, Dicks einziger Fantasy-Roman, über den recht wenig gesprochen wird und Vulkans Hammer, der möglicherweise auf dem Weg zu internationaler Berühmtheit ist: falls die geplante Verfilmung – von der schon recht lange nichts mehr zu hören ist – realisiert wird. Inhaltlich, das muss man wohl sagen, sind diese Werke eher im unteren Drittel von Dicks Schaffen. Sie sind dennoch empfohlen (vielleicht nicht dem Dick-Erstleser), um einen umfassenden Eindruck von Dicks Gesamtwerk und seiner Entwicklung zu erhalten.
Diese Ausgaben sind aber sowieso nicht zum Lesen geschaffen, sondern für Sammler. Schon das Schrumpffolienverpackungsentfernen wird in Teilen dieser Gemeinschaft für eine Entweihung gehalten – ein tatsächlicher Gebrauch des Buches ("Lesen") ist gänzlich undenkbar. Ich halte es mit den gemässigten Sammlern: Auspacken, vorsichtig Anschauen, die Einführungen lesen, dann gut geschützt Lagern. Meine Lesegewohnheiten würden solch teuren Stücken nicht guttun. Wer diese Bücher lesen will, kaufe sich ein Leseexemplar.

Samstag, 1. Juni 2024

Bengali

Vor langer, langer Zeit, als das Internet noch ein wilderer Ort war, hat ein Fan von Philip K. Dick eine Website gebaut, die sammelte, was es zu Philip K. Dick im Netz zu sammeln gab: Biographie, Fotos und natürlich eine umfassende Bibliographie zum Werk unter besonderer Berücksichtigung der Übersetzungen. Im Internet Archive kann man die Seite zu Dicks Romanen noch mit dem Stand von 2004 ansehen und liest dort:
Philip K. Dick novels have been translated into the following 25 languages:
[…]
Bengali
Urdu
[…]
At least one PKD title in each of these languages is currently in print.
Dieser Blog (und dieser Sammler) haben seitdem sehr oft und sehr vergeblich nach Ausgaben in Bengali oder Urdu gesucht und auch nach der Quelle dieser Aussage. Und tatsächlich konnte jetzt ein Teilerfolg erreicht werden: Ein Roman aus Bangladesch hat die Sammlung erreicht: Die Übersetzung von Ubik nach Bengali von 2021, herausgegeben vom Verlag পেপার ভয়েজার , übersetzt Paper Voyager (und unter dem Namen findet man den Verlag auch bei Facebook). Ein weiterer Roman ist 2022 beim selben Verlag erschienen, The Man in the High Castle [Das Orakel vom Berge], dieser konnte der Sammlung leider nicht zugeführt werden, es gab Probleme bei der Bestellabwicklung. Diese Ausgaben erklären jedoch nicht die Nennung von 2004. Man hätte hoffen dürfen, das im Rahmen dieser Neuerscheinungen frühere Übersetzungen auftauchen, das ist (noch?) nicht passiert.
Bengalische Ausgabe von Philip K. Dick
Ubik in Bengali: উবিক

Samstag, 6. Januar 2024

Ein grosses Jahr voraus!

Das Jahr 2024 wird das Jahr des Philip K. Dick Festivals in Fort Morgan, Colorado. Dieser Blog hat fest geplant, einen Korrespondenten zu entsenden, die Vorbereitungen laufen schon. Es wird einiges zu berichten geben. Und es wird sich vielleicht einiges daraus ergeben …

Samstag, 29. Mai 2021

Hindi in Milton Keynes

मिस्टर स्पेसशिप heisst die erste Überraschung des Jahres. Mit Herr Raumschiff übersetzt der Google Übersetzer das, Walter Grossbein wählt den Titel Mr. Raumschiff im ersten Band der Sämtlichen ErzählungenUnd jenseits  das Wobb. Es geht um die (wohl) erste Übersetzung eines Kurzgeschichte, oder überhaupt eines Werks, von Philip K. Dick nach Hindi.
Philip K. Dick auf Hindi
मिस्टर स्पेसशिप oder Mr. Raumschiff
Hindi ist, neben Englisch, indische Amtssprache. Mit 600 Millionen Sprechern ist sie eine der meistgesprochenen Sprachen der Welt, nach (natürlich) Chinesisch und Englisch.
Dicks Werke waren und sind in Indien trotzdem vermutlich recht zugänglich, Englisch ist als Zweitsprache recht verbreitet und Interessierte hatten vermutlich relativ einfach Zugriff auf die englischen Originaltexte.
Nun ist eine Übersetzung erschienen, wenn auch keine wirklich schöne – und erschienen ist sie wohl nicht in Indien, sondern in England. Dort dürfte es aber in der indischen Gemeinschaft eine grosse potentielle Leserschaft geben.
Die Ausgabe ist bei Amazons print-on-demand erschienen und die Kurzgeschichte ist gemeinfrei, es gibt viele englischsprachige Ausgaben dieser Art, die gänzlich uninteressant sind. Die Übersetzung nach Hindi hebt dieses Buch aber in die Kategorie interessanter Bücher, zumal es wohl auch die erste Übersetzung überhaupt ist (es ist aber ausserordentlich schwer auszuschliessen, dass es nicht eine unselbstständige Publikation einer Übersetzung einer Kurzgeschichte in Hindi gibt). 

Samstag, 6. Februar 2021

Weggeflogen

Manchmal hat man ja auch Glück und rechtzeitig zugegriffen. 
The Owl in Daylight von Tessa Dick mit
dem späteren roten Umschlagbild
Ich halte nicht viel von Selbstpublikationen, es gibt zahllose gemeinfreie Ausgaben, die bei Amazons CreateSpace (so hiess es früher) oder ähnlichem herausgekommen sind und auch einiges von Menschen, die sich berufen fühlen, über Philip K. Dick zu schreiben – oder zumindest seinen Namen zu verwenden, um ihr Geschriebenes zu verkaufen. Aber es gibt für mich ein paar Ausnahmen, wenn nämlich ausgewiesene Kenner von Dick schreiben. Und seine Familie kann man sicher diesen Kreis zurechnen.
Ich hatte bereits vor längerer Zeit über die literarischen Beiträge von Dicks Ehefrauen geschrieben. Anne R. Dick, um deren bemerkenswerte Biographie es damals hauptsächlich ging, ist 2017 verstorben. Tessa B. Dick, die letzte Ehefrau, hatte seinerzeit eine Handvoll Veröffentlichungen bei CreateSpace, seither sind drei weitere Büchlein dazugekommen. Vor kurzem war erst das etwas trockene More on the Exegesis of Philip K. Dick, einer Art Vorversion eines geplanten umfassenderen Werkes.

Samstag, 5. Dezember 2020

Auf Konferenzen und im Garten

Es ist die Jagd, natürlich: Ungewöhnliche Stück für die Sammlung finden sich doch fast nur noch im Ausland, d. h. für meine Sammlung in der Anglosphäre. Und als ich dieses unbekannte Objekt sah, in England, diesseits der Portomauer und zu vernünftigem Preis, musste ich zuschlagen.
Programmheft von "Take Them to the Garden"
Take Them to the Garden von John Dowie

Samstag, 28. November 2020

Sklavenarbeit

Die letzten Monate hat mich der Umzug der Sammlung beschäftigt – eine indirekte Folge der aktuellen Situation (um das elende C-Wort nicht zu verwenden). Die Bücher müssten aus dem Licht, der Platz reichte nicht und da die aktuelle Situation die räumliche Nutzung geändert hat, war eine Verlegung der gesamten Sammlung notwendig geworden. Das sollte eigentlich ein famoser Spass werden, alle Schätze noch einmal anfassen und sehen, damit ein bisschen spielen … aber der Umfang der Sammlung hat den Umzug dann doch mühsam gemacht. 
The Slave Race, Sangrail Press (2020)  jahreszeitlich geschmückt

Samstag, 18. April 2020

Gemein und frei

Jeder, der durch die Liste der Bücher von Philip K. Dick bei Amazon (oder sonstwo) blättert, kennt es: Die vielen zunächst erst mal „merkwürdigen“ Einzelveröffentlichungen von Kurzgeschichten, die meist bei bzw. über CreateSpace publiziert sind.
Die eigentliche Ursache für die Masse dieser Publikationen liegt in den 80er Jahren. Dick, sein Agent, Verleger oder Nachlassverwalter haben es versäumt, die frühen Kurzgeschichten ordnungsgemäss für ein Copyright neu registrieren zu lassen. Die Regelung seinerzeit verlangte es, das Copyright nach 28 Jahren zu verlängern. Das ist für knapp 30 Kurzgeschichten zwar passiert, aber nicht korrekt, es gab sehr viele offenbar fehlerhafte Angaben. Man kann dies bei Michael Fisher bei den PhilipKDickFans nachlesen oder bei SFFaudio, wo Jesse Willis etwas expliziter bei seinen Vermutungen bezüglich der fehlerhaften Registrierungen ist.
Beyond Lies the Wub von Aegypan (2011), einem Verlag, der immerhin ein
relativ originelles Umschlagbild bietet – und zusätzlich zur oben gezeigten
Paperback-Ausgabe auch ein sonst identisches Hardcover im Programm hat
Das ganze Thema wurde 2011 öffentlich, als es eine grössere Kontroverse um das Copyright von Dicks Kurzgeschichte Adjustment Team, auf Deutsch Umstellungsteam, gab. Der amerikanische Produzent George Nolfi hatte die Geschichte aufwändig unter dem Titel The Adjustment Bureau, auf Deutsch heisst der (hierzulande leider recht erfolglose) Film Der Plan, u. a. mit Matt Damon verfilmt. Dafür hat er an die im Philip K. Dick Trust organisierten Erben, seine drei Kinder, erhebliche Zahlungen geleistet. Die Produktionsgesellschaft hat gegen Ende der Produktion weitere Zahlungen an den Trust verweigert, weil der offenbar gar kein gültiges Copyright besass. Der Trust musste schliesslich seine Klagen fallenlassen und die prekäre Copyright-Situation war öffentlich.

Samstag, 17. November 2018

Noch mehr Festival ...

Nach dem etwas allgemeineren Eintrag in der vergangenen Woche, möchte ich nun eine Auswahl der in diesem Jahr auf dem Annual Philp K. Dick Film Festival in Köln gezeigten Filme etwas genauer vorstellen und einige persönliche Eindrücke schildern.
Imagination, Februar 1953
Die einzige Verfilmung einer Kurzgeschichte von Dick selbst ist The Pipers des Regisseur Ammar Quteineh aus dem Jahr 2013. Qutheineh hat das Drehbuch nach einer der frühen Kurzgeschichten aus den Jahr 1953 geschrieben, Piper in the Woodsdie (zumindest in den USA) zu den rund 30 Kurzgeschichten zählt, die wohl gemeinfrei sind und die man daher hier legal nachlesen darf. Man darf annehmen, dass diese Kurzgeschichte auch deshalb gewählt wurde, weil sie nicht vom Trust lizensiert werden musste (und man darf weiter spekulieren, dass das für eine Produktion, die man wohl nicht uneingeschränkt als grosses Hollywoodkino bezeichnen würde, schwierig geworden wäre). Die Erstveröffentlichung der Geschichte war in der Februar-Ausgabe von Imagination, auf Deutsch Pfeifer im Wald, das in Deutschland nur im Rahmen der Sämtlichen Erzählungen bei Haffmans bzw. Zweitausendeins in Und jenseits  das Wobb veröffentlicht ist.
Bemerkenswert ist, dass der Film sich recht nah an die Kurzgeschichte von Dick hält. Naturgemäss ist diese Verfilmung von anderer Art als die Spielfilme Blade Runner und Minority Report, der nicht vorhandene Hochglanz passt aber, wie ich finde, unmittelbar zu Dick. Sehr sehenswert.

Samstag, 27. Januar 2018

Die Widmungen

Viele der Bücher von Philip K. Dick sind naturgemäss Personen gewidmet, die Dick nahe gestanden haben. Von den deutschen Ausgaben trägt nur etwa ein Viertel eine Widmung – in einigen Fällen ist diese literarische Zueignung bei der Übersetzung einfach verloren gegangen, häufig hat auch das Original keine Widmung.

Samstag, 2. Dezember 2017

Auf andere Seiten ... von Witwen und Waisen

Bereits 2016 sind die Memoiren von Maer Wilson mit dem Titel The Other Side of Philip K. Dick  und dem Untertitel A Tale of Two Friends als Selbstveröffentlichung bei CreateSpace erschienen.
Als Sammler lehne ich, normalerweise, Print-on-Demand (Selbst-)veröffentlichungen in meiner Sammlung strikt ab, da sie aus bibliophiler Sicht gar nichts bieten können. Ausserdem stellen diese inflationär gewordenen Selbstveröffentlichungen den Zusammenhang mit Philip K. Dick ausschliesslich zur Verkaufsförderung her, inhaltlich ist das in der Regel nicht begründet.
Ein Buch über Philip K. Dick
The Other Side of Philip K. Dick von Maer Wilson

Samstag, 22. Oktober 2016

Estnisch

Estland ist ein kleines Land am östlichen Rand der Europäischen Union mit nur 1,3 Millionen Einwohnern. Man kann daher verstehen, dass es nur wenige estnische Ausgaben von Philip K. Dick gibt. Dafür kann man dort mit dem Euro bezahlen – und es gibt dort Buchangebote online in englischer Sprache. Wenn man also weiss, was man will, ist es relativ einfach, auch dort von Deutschland aus ein gewünschtes Buch zu bestellen.
Mees kõrges lossis [The Man in the High Castle] von Philip K. Dick in der estnischen Ausgabe von 1993 (links) und 2016 (rechts)

Samstag, 1. Oktober 2016

42

The King of Elves (2010)
Auch beim Sammeln kann man Abenteuer erleben. Oder zumindest – für einen Sammler – interessante Geschichten.
Vor einiger Zeit ist mir mit einem der Netze, das ich in der grossen Bucht ausgeworfen habe, ein ungewöhnlicher Fang gelungen: Die ersten beiden Ausgaben der Collected Stories von Subterranean, die in Deutschland als Sämtliche Erzählungen bei Haffmans und Zweitausendeins erschienen sind. Der Verlag nennt die fünf Bände leider The Complete Stories, es handelt sich aber natürlich um eine Neuausgabe der Underwood/Miller-Ausgabe von 1987, dem folgt dieser Blogeintrag.
Im Jahr 2010 hat der US-amerikanische Kleinverlag Subterranean Press begonnen, jährlich einen Band einer fünfbändigen Hardcover-Ausgabe der Collected Stories herauszugeben. Die Reihe wurde in zwei Ausgaben angeboten: Zusätzlich zum Trade Hardcover gab es noch eine Limited Edition mit einer Auflage von 250 Exemplaren bound in leather, die man über eine Vorbestellung bzw. Subskription beziehen konnte, eine prototypische Sammlerausgabe.

Samstag, 19. März 2016

Young Authors' Club

Florita Cook, die Redakteurin des
Young Authors' Club der Berkeley
Gazette
Ein Sammler und Kenner von Philip K. Dicks Werk ist Frank Hollander. Er beschreibt ein wunderbares Sammelabenteuer in seinem Artikel Stalking the PKD Fiction Oddities: Part I (Yuba City High Times) in PKD Otaku #7 und hat in First of Five: The Mystery of Jeanette Marlin in PKD Otaku #26 auch schon nach Dicks erster Ehefrau geforscht (und das in PKD Otaku #34 ergänzt).
Kürzlich bin ich in PKD Otaku #32 auf die Rezension seines Buches gestossen, Young Authors' Club, The Wartime Adolescent Writings of Philip K. Dick. Das Buch ist schon von 2014, aber (für mich) bisher unsichtbar geblieben. Es gibt die ISBN 978-0-615-83902-8, das Buch ist im Selbstverlag erschienen. Der Vermerk Export Limited auf der Rückseite weisst auf eine schwierige Copyright-Situation hin. Vielleicht ist das Buch auch deshalb so tief unter dem Radar geblieben. [Nachtrag: Ein persönlicher Besuch in den USA war nötig, um das Buch in die Sammlung zu bringen. Enthalten sind die Geschichten und Gedichte sowie Kommentare von Aunt Flo zu den Veröffentlichungen.]
Erinnert hat mich das Buch aber an meine eigenen, länger zurückliegenden Bemühungen etwas über die allerersten literarischen Übungen von Dick herauszufinden. Rickman [Rickman, 1989] erwähnt sie und druckt auch zwei Geschichten ab [ebd., Seite 392-394], auch die anderen Biographen und Bibliographien erwähnen sie kurz.

Samstag, 13. Februar 2016

Spiegel, Spiegel in der Hand

Die Amazon-Serie The Man in the High Castle hat auch in Deutschland das Interesse für den amerikanischen Schriftsteller Philip K. Dick wieder geweckt – ein bisschen immerhin. Der Spiegel bringt in Ausgabe 51 des vorigen Jahres (2015) bereits eine Kritik der Serie.  Jetzt führt Frank Thadeus ein Interview mit Tessa Dick, seiner fünften Ehefrau, das man in der Ausgabe 4/2016 auf Seite 108–110 nachlesen kann; online gibt's immerhin eine Vorschau.
Ein Interview mit Tessa Dicks, der fünften Ehefrau von Philip K. Dick
Spiegel 4/2016 mit einem Interview mit Tessa Dick, der fünften Ehefrau von Philip K. Dick

Samstag, 17. Oktober 2015

Exodus

Exodus 31 vom Juni 2014 mit der Kurzgeschichte
Die Akte PKD von Wolf Welling
Die letzte Ergänzung der Sammlung ist die Nummer 31 des Science Fiction Magazins Exodus vom Juni 2014. Exodus ist ein ungefähr zweimal jährlich erscheinendes professionelles Magazin mit dem Focus auf (deutschen) Science Fiction Kurzgeschichten, die hier erstmalig erscheinen und phantastischer Grafik.
Exodus erscheint mit einer längeren Unterbrechung bereits seit 1975 und in der unauffindbaren Ausgabe 7 von 1976 gibt es eine Rezension Uwe Antons von Eine andere Welt. Der erste Herausgeber, René Moreau, ist immer noch (oder wieder) dabei.
Die Ausgabe 31 ist noch beim Verlag erhältlich. Sie enthält die Kurzgeschichte Die Akte PKD von Wolf Welling und ist daher in meiner Sammlung gelandet. Bei dieser Kurzgeschichte handelt es sich um die Kategorie Recursive, also eine fiktive Erzählung in der Philip K. Dick selbst eine Figur ist. Tatsächlich tritt Dick in dieser Geschichte nicht direkt als Person auf, es dreht sich aber um ihn: Die handelnden Charaktere nehmen Dick als reale Person war. In der Geschichte wird stark Bezug genommen auf die Kurzgeschichte Adjustment Team, die 1954 in der September/Oktober Ausgabe des kurzlebigen Magazins Orbit erstmalig erschienen ist. Die Geschichte ist auf deutsch unter dem klobigen Titel Umstellungsteam erschienen, jedoch nur zweimal, in den Gesamtausgaben: 1996 bei Haffmans in Menschlich ist.. und 2008 bei Zweitausendeins in Variante zwei. Das liegt wohl daran, dass diese Geschichte auch im Englischen nur selten herausgekommen ist.

Samstag, 22. August 2015

1, 2, 3, 4, 5

Philip K. Dick war fünf Mal verheiratet. Interessant wäre es sicher auch (gewesen?), seine erste Frau zu finden, Jeanette Marlin, mit der er 1949 nur ein halbes Jahr zusammengelebt hat. Sie ist für seine Biographen nicht aufzufinden gewesen; die beste Behandlung des Themas findet sich wohl durch Frank Hollander in PKD Otaku #26.
Zwei Bücher über Philip K. Dick von Tessa Dick
Die vier anderen Ehefrauen von Dick sind noch aufzufinden, zwei von ihnen haben auch über ihren Ex-Mann veröffentlicht.
Zum einen ist das Tessa Dick, seine letzte Ehefrau, die verschiedene Bücher bei CreateSpace, d.h. im Selbstverlag bei Amazon, herausgebracht hat. In der Regel zähle ich Print-on-Demand nicht zu den sammelbaren Büchern, bei Tessa Dick mache ich eine Ausnahme. 
Nicht mehr alle ihrer Bücher sind noch erhältlich, aus verschiedenen Gründen. Und nicht alle Bücher haben (viel) mit ihrem Ex-Mann zu tun. Auf jeden Fall interessant und noch erhältlich sind Remembering Firebright (2009) und Firebright and the Edge of Reality (2011), von denen es offenbar verschiedene Versionen gibt - und selbst Amazon kann diese Varianten wirklich gut erklären. 
Verschiedene Briefe von Tessa Dick sind auch in der Philip K. Dick Society (PKDS) Newsletter veröffentlicht.