Ein Blog über das Sammeln von Büchern, Zeitschriften, Fanzines und anderem Papier von und über Leben und Werk des amerikanischen Science Fiction Schriftstellers Philip K. Dick (1928-1982).
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Samstag, 18. Juli 2026
Freitag, 13. Dezember 2019
Brennpunkt Zukunft
| Brennpunkt Zukunft 3, Ullstein (1984) |
Brennpunkt Zukunft 3, erschienen bei Ullstein (1984) enthält die Kurzgeschichte Eine Kleinigkeit für uns Temponauten von Philip K. Dick und ist deshalb Teil der Sammlung. Diese Kurzgeschichte ist im Original als A Little Something for Us Tempunauts erstmalig in der von Edward L. Ferman und Barry N. Malzberg herausgegebenen legendären Anthologie Final Stage erschienen. Das amerikanische Original hatte eine bewegte Erscheinungsgeschichte: der Verlag Charterhouse hat bei der Veröffentlichung 1974 ohne Wissen der Herausgebern oder Autoren in die Texte eingegriffen, erst die Ausgabe bei Penguin im folgenden Jahr hat die Originaltexte wieder hergestellt (Dicks Text war von den Änderungen nicht betroffen).
Auf Deutsch ist Final Stage bei Ullstein in zwei Bänden erschienen: Brennpunkt Zukunft 1 (1982) und eben Brennpunkt Zukunft 3. Brennpunkt Zukunft 2 hat mit Final Stage nichts zu tun, einen vierten Brennpunkt gibt es nicht.
Samstag, 16. November 2019
Und noch mehr Philip K. Dick-Film-Festival
Nach meinem Beitrag in der vorigen Woche verdienen noch einige weitere Filme des European Philip K. Dick Film Festivals einer Erwähnung – nach meiner gänzlich subjektiven Wertung.
Am Donnerstag, dem ersten Tag, folgten in Block 2: Fleisch und Maschine elf Filme. Der argentinische Kurzfilm Tatu beeindruckt mit animierten Robotern, aber das einsame Mädchen in der Großstadt in I Don't Want to be Alone ist nicht nur enorm bildstark sondern auch emotionaler - und zitiert Blade Runner ganz direkt in der ersten Szene.
Und auch in diesem zweiten Block gab es einen deutschen Beitrag, Zoe von Leif Brönnle über dessen Entstehung man auch direkt beim Filmemmacher nachlesen konnte. Ein Zero-Budget-Film mit einem PKD-Thema. Und ein Film, den ich gerne weitersehen wollte … Der Abend geht dann spät zu Ende, nach Arbeit und Anfahrt vielleicht ein bisschen zu spät.
Nach einem kulturvollen Tag in Köln gänzlich ohne Philip K. Dick, einem Feiertag, an dem die Antiquarite leider geschlossen hatten, hiess dann am Freitag Abend der erste Block Jenseits von Verstand und Glauben.
Der erste Film des Abends war The Nine Billion Names of God, der auf einer Kurzgeschichte (auch wenn es im Abspann based on the book steht, ist es doch eine Kurzgeschichte) vom grossen Arthur C. Clarke von 1954 beruht (zum Trailer). Der deutsche Titel ist Die neun Milliarden Namen Gottes, erstmalig bei Ullstein (1959) in der Anthologie Nur ein Marsweib und andere Science Fiction-Stories erschienen. Für mich war dieser Film mit seinen grossartigen Bildern – der Himalaya, ein buddhistisches Kloster, Mönche in orangenen Roben und dem Stil der 50er Jahre – unbedingt eines der Highlights des Festivals. Auch wenn die diese typische Kurzgeschichte der 50er Jahre eine (etwas vorhersehbare) Pointe hatte.
Gedreht in Köln ist Eva – A CRISPR Story von Regisseur Puneet Bharill, der auch (wie in der No- und Low-Budget-Szene üblich) das Drehbuch geschrieben hat (und vermutlich sonst allerlei besorgt hat, was nötig war). Die Story greift das Thema Genmanipulation auf, die namensgebende CRISPR/Cas-Methode ist ein relativ neues, sehr mächtiges Werkzeug in diesem Umfeld und es wird (ohne Übertreibung: vermutlich die Welt verändern. Der wissenschaftliche Sachverstand der Macher beflügelt den Film und die schwierige Thematik braucht sicher mehr Aufmerksamkeit in unserer Gesellschaft.
Trailer finden, sondern, neben Storyboard, making of und Interview mit dem Hauptdarsteller, auch einen Beitrag des italienischen Regisseurs Edoardo Smerilli. Smerilli hat das Drehbuch selbst geschrieben und er nennt Dick und sein Werk als Inspiration – und zeigt es auch. Eigentlich ist dieser Kurzfilm ein Beitrag für den zweiten Block des Tages, den Dick-Block. Den Sammler lässt der Film ein wenig unruhig zurück.
Ausser einigen grossen Namen bei den Autoren – King, Clarke, Dick – finden sich auch einige sehr bekannte Schauspieler. In Who is Martin Danzig? von Michael Baker spielen Walter Koenig und Kevin Page. Koenig ist bekannt oder eigentlich berühmt für seine Rolle als Pavel Chekov in der Fernsehserie Raumschiff Enterprise und den zugehörigen Kinofilmen. Page ist bekannt für Auftritte in diversen Serien, in Deutschland sind davon wohl die Sitcom Seinfeld und die SF-Serie Babylon 5 am bekanntesten. Ein besinnliches Ende dieses Blocks.
Am Donnerstag, dem ersten Tag, folgten in Block 2: Fleisch und Maschine elf Filme. Der argentinische Kurzfilm Tatu beeindruckt mit animierten Robotern, aber das einsame Mädchen in der Großstadt in I Don't Want to be Alone ist nicht nur enorm bildstark sondern auch emotionaler - und zitiert Blade Runner ganz direkt in der ersten Szene.
Und auch in diesem zweiten Block gab es einen deutschen Beitrag, Zoe von Leif Brönnle über dessen Entstehung man auch direkt beim Filmemmacher nachlesen konnte. Ein Zero-Budget-Film mit einem PKD-Thema. Und ein Film, den ich gerne weitersehen wollte … Der Abend geht dann spät zu Ende, nach Arbeit und Anfahrt vielleicht ein bisschen zu spät.
Nach einem kulturvollen Tag in Köln gänzlich ohne Philip K. Dick, einem Feiertag, an dem die Antiquarite leider geschlossen hatten, hiess dann am Freitag Abend der erste Block Jenseits von Verstand und Glauben.
Der erste Film des Abends war The Nine Billion Names of God, der auf einer Kurzgeschichte (auch wenn es im Abspann based on the book steht, ist es doch eine Kurzgeschichte) vom grossen Arthur C. Clarke von 1954 beruht (zum Trailer). Der deutsche Titel ist Die neun Milliarden Namen Gottes, erstmalig bei Ullstein (1959) in der Anthologie Nur ein Marsweib und andere Science Fiction-Stories erschienen. Für mich war dieser Film mit seinen grossartigen Bildern – der Himalaya, ein buddhistisches Kloster, Mönche in orangenen Roben und dem Stil der 50er Jahre – unbedingt eines der Highlights des Festivals. Auch wenn die diese typische Kurzgeschichte der 50er Jahre eine (etwas vorhersehbare) Pointe hatte.
Gedreht in Köln ist Eva – A CRISPR Story von Regisseur Puneet Bharill, der auch (wie in der No- und Low-Budget-Szene üblich) das Drehbuch geschrieben hat (und vermutlich sonst allerlei besorgt hat, was nötig war). Die Story greift das Thema Genmanipulation auf, die namensgebende CRISPR/Cas-Methode ist ein relativ neues, sehr mächtiges Werkzeug in diesem Umfeld und es wird (ohne Übertreibung: vermutlich die Welt verändern. Der wissenschaftliche Sachverstand der Macher beflügelt den Film und die schwierige Thematik braucht sicher mehr Aufmerksamkeit in unserer Gesellschaft.
Trailer finden, sondern, neben Storyboard, making of und Interview mit dem Hauptdarsteller, auch einen Beitrag des italienischen Regisseurs Edoardo Smerilli. Smerilli hat das Drehbuch selbst geschrieben und er nennt Dick und sein Werk als Inspiration – und zeigt es auch. Eigentlich ist dieser Kurzfilm ein Beitrag für den zweiten Block des Tages, den Dick-Block. Den Sammler lässt der Film ein wenig unruhig zurück.
Ausser einigen grossen Namen bei den Autoren – King, Clarke, Dick – finden sich auch einige sehr bekannte Schauspieler. In Who is Martin Danzig? von Michael Baker spielen Walter Koenig und Kevin Page. Koenig ist bekannt oder eigentlich berühmt für seine Rolle als Pavel Chekov in der Fernsehserie Raumschiff Enterprise und den zugehörigen Kinofilmen. Page ist bekannt für Auftritte in diversen Serien, in Deutschland sind davon wohl die Sitcom Seinfeld und die SF-Serie Babylon 5 am bekanntesten. Ein besinnliches Ende dieses Blocks.
Samstag, 4. November 2017
Ullstein
Ein Verlag, der in diesem Blog noch
nicht gewürdigt wurde, ist der Ullstein Verlag. Der Hauptgrund dafür ist, dass
Ullstein nicht viel von Philip K. Dick veröffentlicht hat, allerdings doch
mehr als nur eine Einzelausgabe, daher folgt hier jetzt doch noch ein Beitrag.
Insgesamt sind zwei Romane und fünf Kurzgeschichten erschienen.
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| Ullsteins Science Fiction Stories 27, 28, 64 und 88 mit Kurzgeschichten von Philip K. Dick, hier in der typischen schlechten Erhaltung, die man in der Sammlung so eigentlich nicht haben will |
Samstag, 4. Februar 2017
Die Zeit
Jede neue Entdeckung macht Spass und gerade beim Sammeln ist der Fund eines vorher gänzlich unbekannten Stücks oft eine grössere Freude als das Füllen einer bereits bekannten Lücke. Ich dachte wirklich, dass ich alle erschienenen Kurzgeschichten im Katalog hätte.
Auf einem meiner Fischzüge fand ich jedoch ein Angebot für das Programmheft zum Stück Die Zeit und das Zimmer von Botho Strauss. Das Angebot kam mit einem vollständiges Inhaltsverzeichnis des Programmhefts und es sollte eine Reihe von Kurzgeschichten zum Thema Zeit enthalten. Und eine dieser Geschichten war Eine Kleinigkeit für uns Temponauten von Philip K. Dick. Tatsächlich hatte ich dieses Angebot schon einmal gesehen, konnte das aber nicht verifizieren und hielt das daher einfach für einen Fehler, es war einfach nicht zu glauben. Dieses mal habe ich dann einfach zugegriffen, das Risiko war überschaubar, es wäre ja auch nicht der erste Fehlkauf.
Das Buch traf dann schnell ein und es enthält tatsächlich die Kurzgeschichte von Dick. Es handelt sich um das Programmheft des Stücks Die Zeit und das Zimmer, uraufgeführt am 8. Februar 1989 („Keine Pause!“) an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin unter der Regie des 2015 verstorbenen Luc Bondy.
| Programmheft zur Aufführung von Botho Strauss' Die Zeit und das Zimmer an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin (1989) |
Das Buch traf dann schnell ein und es enthält tatsächlich die Kurzgeschichte von Dick. Es handelt sich um das Programmheft des Stücks Die Zeit und das Zimmer, uraufgeführt am 8. Februar 1989 („Keine Pause!“) an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin unter der Regie des 2015 verstorbenen Luc Bondy.
Das Programmheft enthält auf der ersten Seite eine Liste der Schauspieler und ihrer Rollen sowie weitere Mitwirkende und dann auf rund 140 Seiten Geschichten und Gedanken zum Thema Zeit: Fast zwei Dutzend Texte, zusätzlich zu dem von Dick auch von J. G. Ballard, Jorge Luis Borges, Lewis Carroll und weiteren.
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