Sicher ein
Randbereich des Themas Philip K. Dick sind die Geschichten und Romane, in denen Philip K. Dick eine handelnde Person ist oder auf ihn angespielt wird. Im Englischen wird das im weiteren Sinne
Meta-SF, im engeren
recursive literature genannt. Die Tatsache, dass Dick relativ oft derart rekursiv auftritt, hat sicher viel damit zu tun, dass er viele andere Autoren des Genres beeinflusst hat. Aber es hat auch damit zu tun, dass Dick sich selbst in seinen Geschichten auftreten liess: Natürlich in
Valis als
Horselover Fat und
Philip K. Dick, in
Radio Free Albemuth, aber auch schon 1964 in der Kurzgeschichte
Waterspider, in der Dick und einige seiner Kollegen auftreten. Diese Kurzgeschichte ist zuerst in der Januar-Ausgabe von
IF erschienen, auf Deutsch unter dem Titel
Projekt Wasserspinne in der äusserst schwer zu findenden Nummer 90 des Fanzines
Munich Round Up (1966), einer
bitteren Lücke auch in meiner Sammlung.
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Das Momster von John Sladek bei Heyne
von 1987, übersetzt von Ronald M. Hahn |
Ein anderes Stück aus der gleichen Zeit, in dem sich Dick selbst als Figur vorkommen lässt, ist
Orpheus auf mit Pferdefuss [
Orpheus with Clay Feet] im Sampler
Erinnerungen en gros bei Haffmans (1991), eine Geschichte, die 1963 geschrieben
und dann nicht erschienen ist – auch nicht unter Pseudonym – und bis zu den
Collected Stories (1987) vergessen war.
Die rekursiven Romane und Geschichten mit der Figur Dick lassen sich relativ leicht sammeln, wenn man weiss, was man sucht.
Viel enthält das von Uwe Anton herausgegebene
Willkommen in der Wirklichkeit, das sowieso schon Teil jeder Dick-Sammlung sein sollte. Teilweise sind diese Geschichten, die im Buch übrigens streng in alphabetischer Reihenfolge der Autoren geordnet sind, auch in anderen Ausgaben erschienen.
Ansonsten ist man auf Zufallstreffer bei den üblichen Suchen angewiesen. Dabei hilft, dass jeder Bezug zu Dick heutzutage gerne annonciert wird. So
habe ich auch Die Akte PKD von Wolf Welling in Ausgabe 31 des Magazins für Science Fiction Stories Exodus gefunden. Ansonsten helfen nur die englischen Seiten, allen weit voran die Seite zur
Recursive Science Fiction der New England Science Fiction Association. Von dort noch einmal auf alle deutschen Ausgaben zu kommen, ist allerdings noch mal etwas Arbeit. Tatsächlich kann dabei ein recht altes Verlagsverzeichnis wie
Das Programm (1998) von Heyne helfen: Keine Übersicht im Internet ist wirklich vollständig, insbesondere wenn einzelne Geschichten ausserhalb der einschlägigen Reihen erschienen sind, wie
Metastatis von Dan Simmons. Und das Blättern in einem Buch ist oftmals doch schneller als die Suche bei Google. Aber auch
Das Programm ist unvollständig … und bedient natürlich nur Heyne-Ausgaben bis 1998.