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Samstag, 18. April 2026

Centipede (II): Nr. 78

Solar Lottery
Illustration Bill Mayer
Es war einmal  … vor langer Zeit, da sind beim amerikanischen Kleinverlag Centipede drei wunderschöne Ausgaben früher Romane von Philip K. Dick erschienen. Mächtige Ritter und Zauberer konnten sich in den wenigen Minuten nach Erscheinen den begehrenswerten Schuber sichern. Das normale Volk, die NPCs, ging leer aus. Viel Geduld und ein ordentlicher Aufschlag brachte dann aber auch diese Bände in den sicheren Hafen dieser Sammlung.
Zu diesem Zeitpunkt gab es schon vage Ankündigungen einer weiteren Staffel (und einer zweiten Auflage der ersten). Die Zeit war fortgeschritten und mit neuen Erfahrungen war auch dieser Sammler in die Runde der Newsletter-Bezieher aufgestiegen, die einen frühen Zugriff auf Neuerscheinungen sichern sollte. Und im vergangenen Jahr wurden die Ankündigungen konkreter, vier Bände wollte Meister Jerad drucken. Dann gab es Worte zur Auflagenhöhe, die Preise und schliesslich ein Datum: Wenn die zweite Kerze im Reigen des Lichts erwacht sollte es sein.
Der Kauf gelang, auch dank der höheren Auflage von nun 500 Exemplaren. Besitzer der ersten drei Bände durften sich ihre Nummer auch für den zweiten Satz wünschen. Verschifft wurde nach Weihnachten. 

Samstag, 4. Januar 2025

Ausblick 2025

Wie jedes Jahr will dieser Blog auch ins kommende Jahr schaun: Das grösste Projekt betrifft die Konsolidierung der deutschen Bibliographie, einige Lücken sind dort zu schliessen. Das klingt langweilig, wird aber vermutlich doch einigen Niederschlag hier im Blog haben. Es sind ein paar Expeditionen geplant: bei den Objekten, die nicht in die Sammlung wollen, muss der Sammler wohl zu den Objekten: Wetzlar wird vielleicht noch einmal angesteuert, auch Frankfurt und Darmstadt liegen an.
Die Reisen des vergangenen Jahres zum Dick-Fest, vor allem aber in die kalifornische Heimat von Dick, müssen noch ausgewertet werden. Es gibt Fotos und Fakten und einiges drumherum: das fast tödliche Sommercamp in Cazadero, Annes Haus in Point Reyes Station, viele Orte in Berkeley und die letzte Adresse in Santa Ana.
Angesammelt haben sich auch einige neue Stücke, über die zu berichten in vergangenen Jahr keine Zeit war.
Weiter verfolgt werden soll auch das Thema Zeitungsartikel: es gibt einiges zu entdecken, vielleicht auch in deutschen Zeitungen. Das ist überraschend aufwändig, man wird sehen, wieviel davon umgesetzt werden kann.
Und wie immer werden einige besondere Neuerwerbungen vorgestellt.
Eine Neuerscheinung in 2025
Umschlagbild von Matthes und Seitz Berlin
Bei den angekündigten Neuerscheinungen sticht die deutsche Übersetzung von Emmanuel Carrère Roman Je suis vivant et vous êtes morts hervor. Das Buch ist 1993 auf Französisch herausgekommen und 2004 in einer englischen Übersetzung, I Am Alive and You Are Dead: A Journey Into the Mind of Philip K. Dick, bei Metropolitan. Weitere elf Jahre später nun bei bei Matthes und Seitz Berlin als Ich lebe und ihr seid tot – Die Parallelwelten des Philip K. Dick übersetzt von Claudia Hamm.
Zu beachten ist, dass es sich nicht um eine Biographie handelt. Wikipedia schreibt:
Emmanuel Carrère beschreibt das Buch als seine Darstellung „des Lebens von Philip K. Dick von innen heraus, mit anderen Worten, mit derselben Freiheit und Empathie – ja mit derselben Wahrheit –, mit der er seine eigenen Charaktere darstellte“.

Samstag, 28. Dezember 2024

Jahresrückblick 2024: Ein grosses Jahr

»Was für ein Jahr!«
Der Höhepunkt meiner Reise von, mit und zu Philip K. Dick ist sicher dieses vergangene Jahr gewesen: Natürlich wegen der Fahrt – oder fast schon Wallfahrt – zum 3. Philip K. Dick Fest in Fort Morgan.
Fort Morgan: Das Grab von Philip K. Dick
Das Grab: Jane und Phil
Bei dieser Fahrt kommt alles zusammen: Vorträge und kluge Diskussionen über Dick, Menschen zu treffen, mit denen man schon lange (wenn auch nur über das Netz) Kontakt hatte und mit denen man sich nun persönlich über das gemeinsame Interesse austauschen kann, eine Reise in ein spannendes Land, der Besuch von vielen Antiquariaten, in denen man einige schöne Stücke einfach so (versandkosten- und einfuhrgebührenfrei!) finden und der Sammlung hinzufügen konnte und schliesslich der Besuch der Ruhestätte des Menschen, mit dem ich mich seit vielen Jahren schon so beschäftige. Und all das ist in einer besonderen Atmosphäre passiert, einem sehr heissen Sommer in Colorado, zuerst allein unterwegs, hinterher mit einem Abstecher in die persönliche Vergangenheit.

Samstag, 28. September 2024

Centipede I

Dr. Futurity
Es war einmal im Jahr 2021– das Super-Sammler-Jahr, das Jahr der Luxusausgabenexplosion: Zuerst A Scanner Darkly von Suntup Editions, in drei Varianten: die lettered edition ist beim Ausgabepreis die teuerste Ausgabe eines Buches von Philip K. Dick überhaupt. Die „billige“ artist's gift edition konnte zeitnah (mit Hilfe) für die Sammlung geangelt werden (Danke, Zack!), trotzdem mit deftigem Aufschlag gegenüber dem Ausgabepreis.
Es folgten die klotzigen Collected Stories von der Folio Society, ausverkauft nach vier Tagen, am letzten Tage noch glücklich geklickt. Auch zum Originalpreis ein hoher Preis, antiquarisch eigentlich kaum vernünftig bezahlbar.
Das Trio der Sammlerausgaben wird komplett durch ein Trio von Centipede Press: Drei Romane im Sammelschuber.
Centipede Press ist ein amerikanischer Kleinstverlag aus Lakewood in Colorado, vergleichbar mit Suntup, der (sehr) teure Luxusausgaben in kleiner Auflage aus dem Umfeld Fantasy – Horror – Gothic – Science-Fiction herausbringt. Dieser Blog hat Centipede schon im Blogeintrag zu Helmut Wenske erwähnt, der bei Centipede – wohl in seiner teuersten Ausgabe – erscheint. 
Vulcan's Hammer
Dieses Trio von Philip K. Dick nun besteht aus drei sehr frühen Romanen: Schachfigur im Zeitspiel, über den ich mich neulich hier nicht so positiv geäussert habe, Kosmische Puppen, Dicks einziger Fantasy-Roman, über den recht wenig gesprochen wird und Vulkans Hammer, der möglicherweise auf dem Weg zu internationaler Berühmtheit ist: falls die geplante Verfilmung – von der schon recht lange nichts mehr zu hören ist – realisiert wird. Inhaltlich, das muss man wohl sagen, sind diese Werke eher im unteren Drittel von Dicks Schaffen. Sie sind dennoch empfohlen (vielleicht nicht dem Dick-Erstleser), um einen umfassenden Eindruck von Dicks Gesamtwerk und seiner Entwicklung zu erhalten.
Diese Ausgaben sind aber sowieso nicht zum Lesen geschaffen, sondern für Sammler. Schon das Schrumpffolienverpackungsentfernen wird in Teilen dieser Gemeinschaft für eine Entweihung gehalten – ein tatsächlicher Gebrauch des Buches ("Lesen") ist gänzlich undenkbar. Ich halte es mit den gemässigten Sammlern: Auspacken, vorsichtig Anschauen, die Einführungen lesen, dann gut geschützt Lagern. Meine Lesegewohnheiten würden solch teuren Stücken nicht guttun. Wer diese Bücher lesen will, kaufe sich ein Leseexemplar.

Samstag, 4. November 2023

Helmut Wenske

Zwei Ausgaben von Insel und eine von Heyne
Drogen, Rock'n Roll, psychedelische Bilder … es geht hier nicht um Philip K. Dick, sondern um Helmut Wenske – und natürlich doch um Philip K. Dick. Wenskes Verbindung zu Dick ist offensichtlich, er hat für einige seiner Bücher das Umschlagbild geliefert. Wenske hat seinerzeit viel für die Science Fiction gestaltet, der Lektor Werner Berthel hat ihn für Franz Rottensteiners Reihe Phantastische Wirklichkeit bei Insel entdeckt: Alle 15 Umschlagbilder der Reihe sind von ihm, so auch für die beiden Bände von Dick. Bethel hat Wenske wohl auch den ersten Roman von Dick gegeben, den „Drogenroman“ LSD-Astronauten.
Interessiert hat sich Wenske für Science Fiction allerdings nicht besonders, ihm waren andere Arten, die Realitäten zu erkunden, lieber. Eine Ausnahme war Philip K. Dick: In Rock'n Roll Junkie schreibt er:

Samstag, 2. Juli 2022

Folio (5): Selected Short Stories

F olio Society schon wieder! Bisher gab es bei Folio Neues von Philip K. Dick nur zweijährlich, aber nach dem grossen Erfolg der Complete Stories, dem Ausverkauf nach nur vier Tagen im vorigen Jahr, gibt es schon in diesem Jahr wieder etwas von Dick, die Selected Short Stories
Best of ... Philip K. Dick, irgendwie
Selected Short Stories bei der Folio Society, rechts der Schuber

Samstag, 19. Juni 2021

Rekorde

2.150 US-Dollar. Das ist ein neuer Rekord im Philip-K.-Dick-Sammlerland. Und selbst dafür konnte man die Luxusausgabe von A Scanner Darkly beim Verlag nicht kaufen – nur treue Kunden waren kaufberechtigt. Und so musste ich mein Geld behalten …
Mit A Scanner Darkly erreicht uns, nach den Complete Stories von Folio, die zweite teure Sammlerausgabe des Jahres. Dieses Ausgabe ist vom US-amerikanischen Kleinverlag Suntup Editions. Suntup wurde 2016 gegründet und ist auf derartige Luxusausgaben von Bücher aus dem Bereich der Phantastik spezialisiert. 
Ein teures Stück von Philip K. Dick
Artist's gift edition - aber kein Geschenk: A Scanner Darkly, Suntup (2021)

Samstag, 18. Januar 2020

Ich gestehe

Ein schöner Rücken …
Die bisher teuerste und kostbarste Anschaffung in meiner Sammlung ist eine von Philip K. Dick eigenhändig signierte Erstausgabe von Confessions of a Crap Artist.
Es war Zeit.
Wenigstens ein signiertes Exemplar habe ich mir verdient und die signierte und nummerierte Ausgabe der Confessions stand auf meiner Liste ganz oben. Ich habe das Buch bei Ebay beobachtet und der Verkäufer hat dann ein zu gutes Angebot gemacht, um es abzulehnen – und der Verkäufer ist mir (ein bisschen) bekannt und ich halte ihn für absolut seriös. Und nachdem ich im August nicht beim Philip K. Dick Festival in Fort Morgan war, konnte ich die Anschaffung mit meinem Budget vereinbaren. Wirklich erreicht hat mich das Exemplar aber erst zu Weihnachten.
Diese Ausgabe von Confessions ist als signiertes Exemplar attraktiv, weil sie einigermassen sicher echt ist. Denn es gibt ziemlich sicher einige gefälschte Signaturen: Ein kurzer Schriftzug Philip K. Dick erhöht den Wert eines Exemplars um mindestens 500 Dollar, eher mehr. Da kann der Kugelschreiber schon mal ausrutschen …
Die Erstausgabe von Confessions of a Crap Artist
vom Verlag Entwhistle Books (1975)
Es gibt aber zahlreiche Ausgaben, die von Dick schon bei deren Erscheinen, quasi verlagsseitig, signiert sind, die Echtheit ist also belegt. Dabei handelt es sich um Luxusversionen von Erstausgaben; bei den meisten von ihnen, wie den 100 Exemplaren der Collected Stories, ist die Unterschrift von Dick jedoch nur eingeklebt. Dick hat offenbar eine grosse Menge von unterschriebenen Schecks hinterlassen; in den USA haben die Banken, zumindest zu Dicks Lebenzeiten noch, üblicherweise die eingelösten Schecks an den Aussteller entwertet zurückgesendet, als Beleg für die Auszahlung. Dick hat diese offenbar behalten. Von diesen Schecks wurden nun die Unterschriften ausgeschnitten und in spezielle Ausgaben eingeklebt. Es gibt auch noch eine solche Luxuserstausgabe von Mary and the Giant von Ultramarine (1987) mit einer eingeklebten Scheck-Signatur und In Milton Lumky Territory in einer 50er Auflage von Dragon Press(1985). Weiter gibt es eine solche als lettered edition, also 26 Exemplare versehen mit den Buchstaben A bis Z, der Selected Letters. Und schliesslich gibt es in dieser Art noch eine Ausgabe von Ubik: The Screenplay von Corrobee (1985) in einer nummerierten Auflage von 50 Stück.
Ausser den Confessions gibt es eigenhändig signiert sonst nur noch eine Erstausgabe der Bibliographie PKD. A Philip K. Dick Bibliography von Daniel Levack und Steven Owen Godersky, an der Dick aktiv mitgewirkt hat. Die rot gebundene Variante der Erstausgabe ist 1981 bei Underwood-Miller in einer Auflage von 200 Exemplaren erschienen und von Levack, Godersky und Dick im Buch signiert. Das ist sicher auch ein schönes Stück, aber es ist, trotz seiner Mitwirkung, nicht wirklich von Dick.
Schliesslich gibt es noch The Divine Invasion von Timescape Books (1981), von denen 50 Stück mit einem von Dick signierten Exlibris ausgegeben wurden.
Eine teure Signatur
Auf Deutsch sind die Confessions of a Crap Artist in zwei Ausgaben unter dem Titel Eine Bande von Verrückten erschienen, zuerst als Hardcover bei Reidar (1987), später broschiert bei Betzel (1993), hier mehr dazu. Von Dick signierte deutsche Ausgaben sind mir übrigens nicht bekannt.
Beim Kauf in den USA sollte man bedenken, dass der Zoll in dieser Preisklasse noch mal rund 10 Prozent auf den Kaufpreis aufschlägt, da fällt das Porto kaum ins Gewicht. Natürlich muss so etwas versichert versendet werden - und man sollte nur bei einem seriösen Verkäufer kaufen. Trotz der kleinen Anzahl von Ausgaben sind die meisten Luxusausgaben leicht zu finden - der hohe Preis hält sie wohl in Fluktuation.
Bei den deutschen Übersetzungen des Romans ist die später erschienene broschierte Ausgabe von Betzel deutlich seltener und nicht immer erhältlich; offenbar bestimmt aber die häufigere gebundene Erstausgabe den Preis und so ist sie, wenn es sie denn gibt, verhältnismässig günstig zu finden. In jedem Fall lohnt sich hier das Warten auf ein günstiges Angebot.

Preise

"Confessions of a Crap Artist", Entwhistle (1975), signiert um 800 Euro
"Eine Bande von Verrückten", Reidar (1987) bzw. Betzel (1993) jeweils bei 40 bis 80 Euro

Samstag, 25. Mai 2019

Danke, Roxana!

Was soll ich sagen? Zu meiner Entschuldigung möge man sich einfach die Bilder angucken. Und obwohl sie dem Buch nur bedingt gerecht werden, ist die Qualität dieser schönen Ausgabe erkennen.
Es ist also mal wieder soweit, es gibt – seit ganz kurzem – eine weitere schöne Sammlerausgabe von Philip K. Dick bei der Folio Society: Ubik.

Samstag, 30. Dezember 2017

Ein Blick zurück nach 2017

Das Jahr ist wieder fast vorbei und es ist Zeit für den traditionellen Jahresrückblick in diesem Blog. Das ist wohl eher eine Übung für den Autoren als für die Leser … aber so soll es sein. Was war also los in Philip-K.-Dick-Land bzw. in diesem Blog?
Do Androids Dream of Electric Sheep? & A Scanner Darkly, Folio Society (2017)  
im Schuber in einer jahreszeitlich angemessener Präsentation

Samstag, 1. Oktober 2016

42

The King of Elves (2010)
Auch beim Sammeln kann man Abenteuer erleben. Oder zumindest – für einen Sammler – interessante Geschichten.
Vor einiger Zeit ist mir mit einem der Netze, das ich in der grossen Bucht ausgeworfen habe, ein ungewöhnlicher Fang gelungen: Die ersten beiden Ausgaben der Collected Stories von Subterranean, die in Deutschland als Sämtliche Erzählungen bei Haffmans und Zweitausendeins erschienen sind. Der Verlag nennt die fünf Bände leider The Complete Stories, es handelt sich aber natürlich um eine Neuausgabe der Underwood/Miller-Ausgabe von 1987, dem folgt dieser Blogeintrag.
Im Jahr 2010 hat der US-amerikanische Kleinverlag Subterranean Press begonnen, jährlich einen Band einer fünfbändigen Hardcover-Ausgabe der Collected Stories herauszugeben. Die Reihe wurde in zwei Ausgaben angeboten: Zusätzlich zum Trade Hardcover gab es noch eine Limited Edition mit einer Auflage von 250 Exemplaren bound in leather, die man über eine Vorbestellung bzw. Subskription beziehen konnte, eine prototypische Sammlerausgabe.

Samstag, 6. August 2016

Appendix Dick

Eine kleine – oder eigentlich eine grosse – Sensation im Philip K. Dick Universum des Jahres 2016 ist bereits im April beim Verlag Topalian & Milani in Ulm erschienen: Appendix Dick des Ulmer Künstlers Tommi Brem.
Die Liste aller Namen im Werk von Philip K. Dick in Appendix Dick
Appendix Dick von Tommi Brem, erschienen bei Topalian & Milani (2016) enthält die Liste aller Namen, die in den Kurzgeschichten und Romanen von Philip K. Dick genannt sind
Appendix Dick ist ein besonderes Buch.

Samstag, 16. Juli 2016

Für Sammler

Ein Thema, mit dem sich jeder Sammler beschäftigen muss, sind die sogenannten Sammlerausgaben, im Englischen – wo man sie durchaus häufiger antreffen kann – die collector's editions. Wenn man zu sammeln beginnt, stellen diese sich meist als ärgerliche, weil seltene und vor allem überteuerte Ausgaben dar. Später sind die Sammlerausgaben dann das, was den Sammler vom Interessierten und dem Hamsterer unterscheidet.
Was zeichnet Sammlerausgaben aus? Meist bezeichnen sie sich selbst als solche. Häufig sind sie nummeriert, signiert oder aufwändig gestaltet. Und letztlich sind sie dann oft teuer und selten. Und eben weil sie selten sind, sind sie für den Sammler besonders interessant.
Bei den deutschen Ausgaben von Philip K. Dick muss man wohl die Bücher der Edition Phantasia als Sammlerausgaben betrachten. Kürzlich ist noch Tommi Brems Appendix Dick dazugekommen, über das hier noch zu sprechen sein wird.
Bei den englischen Ausgaben gibt es zahlreiche Sammlerausgaben, diese oft als Sonderausgaben von normalen Ausgaben. Berichtet habe ich hier schon über die Folio Society Ausgabe von The Man in the High Castle.
Ein seltenerer Anblick ...
Valis von Philip K. Dick in der Ausgabe von Kerosina Books (1987), trade edition

Samstag, 29. August 2015

Folio

The Man in the High Castle
von Folio mit Schuber
Illustration aus The Man
in the High Castle
Vor einigen Tagen traf ein neuerlicher Impulskauf ein. Ich suche gelegentlich nach Neuigkeiten und fand einen Artikel über eine Neuausgabe von Philip K. Dicks The Man in the High Castle bei The Folio Society (link zur aktuellen Auflage, die im Buch, aber nicht auf der Webseite dokumentiert ist). Interessanterweise findet sich diese Ausgabe (noch) nicht bei Amazon oder sonst irgendwo. The Folio Society verkauft offenbar exklusiv über den eigenen Laden in London und übers Netz. Auch wenn das Wort auf den Seiten vermieden wird, so ist The Folio Society letztlich ein Buchclub. Und wie andere Buchclub-Ausgaben in den USA, Grossbritannien und auch Deutschland, so werden auch diese Ausgaben exklusiv vertrieben und tragen daher auch keine ISBN.