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Samstag, 1. August 2026

Endlich: Science Fiction Story Center 2

Science Fiction Story Center 2

Manchmal geht es schnell! Gerade habe ich noch meinen Sammlerfrust über die fehlende Nummer 2 des Science Fiction Story Center geäussert, da ist sie auch schon da. In erstklassigem Zustand ist sie, bemerkenswert nach (genau) 50 Jahren und Arme und Beine hat sie auch nicht gekostet, nicht dieses Mal, nicht für diesen weissen Wal.
Es war Zufall, es war Glück: in den letzten sehr vielen Jahren ist mir dieses Heft nur einmal zuvor untergekommen (und tragisch durch die Maschen gerutscht) und die Hoffnung sie noch einmal zu finden, war niedrig. Und dann ist dieser Wal einfach so in der Bucht aufgetaucht, eine ganze Schule eigentlich: mit der Nummer eins und drei Exemplaren der Weird Fiction Times, ebenso selten und ebenso von Uwe Anton herausgegeben, ein weiteres der vielen Projekte von Uwe Antons frühen Schaffen in den 70ern. Der automatische Alarm hat angeschlagen, Minuten nachdem die Beute aufgetaucht ist, konnte sie harpuniert bzw. beboten werden – dann musste ich zehn Tage warten, um den Fang nach kurzem, finalen Kampf am Ende der Zeit, an Land zu bringen. Das war einfach, also: billig.

Samstag, 21. Januar 2023

Zum Verrückt werden

Mal wieder ganz am Rand der Sammlung sind wir mit diesem Blogeintrag unterwegs. Aber eine Widmung oder ein Zitat von Philip K. Dick – zumal in einer deutschen Ausgabe – ist (und war) immer einen kleinen Beitrag wert.
Stephen Goldins Science Fiction Roman Anschlag auf die Götter öffnet mit den Worten, die das Motto dieses Buches bilden: 
»Ich hoffe zu Seinem Besten, dass Gott nicht existiert – sonst müsste Er schrecklich viel erklären.«
Philip K. Dick
Woher kommt dieses Zitat? Ich hatte Glück und musste nicht lange suchen, denn Stephen Goldin selbst verrät uns dazu auf seiner (archivierten) Webseite:

There is a quote from Philip K. Dick at the beginning of the book. Dick fans may drive themselves crazy trying to track down the source; that's because he said it at a party we were both attending, and I thought it was particularly apropos for this book. As far as I know, the quote has never appeared anywhere else.

Ein Spruch auf einer Party also. Und gut für eine Party. Über den tieferen Gehalt mögen Kleriker und Philosophen urteilen.
Science Fiction Taschenbuch - mit den obligatorischen Brüsten auf dem Umschlagbild
Ein Umschlagbild bei Bastei Lübbe von 1979: Anschlag auf die Götter von Stephen Goldin
Im Original heisst das Buch Assault on the Gods und ist erstmals 1977 bei Doubleday erschienen. Die gezeigte (einzige) deutsche Übersetzung Anschlag auf die Götter ist 1979 bei Bastei-Lübbe in der Reihe Science Fiction Action erschienen. Eine rassistisch diskriminierte Heldin befreit ein geknechtetes Volk von ihren gottgleichen Unterdrückern, das gab es 1977 schon; heute würde man wohl auf die Brüste auf dem Umschlagbild verzichten. Das Buch ist auch besser als es in dieser Zusammenfassung klingt. 
Goldin ist nach meiner Recherche kein ausgesprochener Freund von Dick, er steht 1977 noch am Anfang seiner Karriere, man ist sich in Südkalifornien sicher öfter über den Weg gelaufen – gerade auch auf Parties im Umfeld der diversen Cons. Und Goldin ist wie Dick ein bekennender Katzenfreund (er kann also kein schlechter Mensch sein).
Ein wichtiger Teil seiner Karriere ist die Weltraumzirkus D'Alembert-Serie, zehn Romane, die auf einer Novelle von E. E. „Doc“ Smith basieren – und um die es wohl hinterher Streitereien gab; Goldin hat die Romane daher umgeschrieben und die Reihe unter dem (rückwirkend betrachtet etwas unglücklichen) Namen Agents of ISIS neu veröffentlicht, auf Deutsch ist nur die ursprüngliche Reihe erschienen.

Samstag, 13. August 2022

Leider nicht ... oder vielleicht doch?

Michael Nagula hat Lawrence Sutins Biographie über Philip K. Dick übersetzt. Nagula ist ein bekannter Kenner der Materie, er hat zahlreiche Beiträge zu Dick geschrieben und übersetzt. Den Göttlichen Überfällen (die letzte Woche vorgestellt wurden) hat er eine sehr ausführliche Bibliographie beigefügt, die in Umfang und Inhalt weit über das sonst Übliche hinausgeht – vergleichbar ist wohl nur die Bibliographie in Uwe Antons Philip K. Dick: Entropie und Hoffnung. Der Wert einer solchen Bibliographie ist auch heute noch gross, aber in der Zeit vor dem Internet war der Nutzen noch ungleich höher (und vermutlich auch die Arbeit, sie zu erstellen).
American Flagg! Special von Howard Chaykin, mit (sprechender) Katze