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Samstag, 23. Mai 2020

Otto Basil - wenn das der Führer wüsste

Es ist schon wieder etwas her, seit ich über die ersten beiden Ausgaben des Magazins !Time Machine berichten konnte. In der zweiten Ausgabe fand sich ein Artikel von Hans Frey über Religion und Science Fiction. Es wurde dort das Thema „esoterischer Nordlandmythen“ gestreift und dabei auch Otto Basils Alternativweltroman Wenn das der Führer wüsste herausgehoben und (natürlich) mit Philip K. Dicks Roman Das Orakel vom Berge verglichen; seinerzeit wurde ja gerade die vierte Staffel der Serie The Man in the High Castle bei Amazon veröffentlicht, die auf Dicks Buch basiert.
Otto Basil: "Wenn das der Führer wüsste", Moewig (1981)
Helmut Wenskes Umschlagbild für Otto Basils Wenn das der Führer wüsste

Samstag, 8. Juni 2019

Hey Joe

Galactic Pot-Healer, Berkley Medaillon X1705
Die Erstausgabe von Galactic Pot-Healer, erschienen
als Paperback im Juni 1969 bei Berkley Medaillon
Nach dem Jubiläum von Ubik im Mai folgt nur einen Monat später Joe von der Milchstrasse.
Die Erstausgabe des Galactic Pot-Healer ist im Juni 1969 beim Verlag bzw. Imprint Berkley Medaillon erschienen. Zuletzt ist 2013 die Mariner Ausgabe als zehnte englische Ausgabe herausgekommen und kürzlich auch bei mir eingetroffen.
Auf Deutsch gibt es derzeit drei Ausgaben: Die Erstausgabe kommt im März 1974 von Fischer in der Reihe Fischer Orbit heraus. Das ist tatsächlich weltweit die erste Übersetzung dieses Romans. Die Reihe Fischer Orbit hat ihre Geschichte, in der wir die üblichen Verdächtigen treffen: Hans Joachim Alpers, Ronald M. Hahn und Brian W. Aldiss.
Zu diesem Zeitpunkt ist die Übersetzung von Joachim Pente die erste ausländische Ausgabe dieses Romans von Dick – es folgt Spanien 1975 und Frankreich erst 1977. Bis heute gibt es zusätzlich zur deutschen insgesamt 13 Übersetzungen mit 30 Ausgaben, die letzte aus dem Februar 2019 ins Türkische. Viele davon kann man sich beim Philip K. Dick Bookshelf ansehen.

Samstag, 16. Januar 2016

Neues Altes - Science Fiction Times

Science Fiction Times 134 von 1974
mit einem Cover von Helmut Wenske
Aktuelle Rechercheergebnisse haben zum Kauf von zwei weiteren Ausgaben der Science Fiction Times geführt – und jetzt sind sie da. Kein Katalog ist je vollständig und es kann sich oft lohnen, alte Quellen noch einmal neu durchzusehen und so habe ich in der ausserordentlich umfassenden Bibliographie deutschsprachiger SF-Stories und Bücher, Usenet-Statistiken, Usenet-Archive und mehr noch zwei relevant Artikel von Dick selbst gefunden, die mir vorher völlig entgangen waren oder erst später hinzugefügt wurden.
Zuerst ist dies in Ausgabe 134 von 1974 Die Nixon-Bande, ein Artikel im englischen Original, der ursprünglich im Bruce Gillespies SF Commentary 39 (1973) in Australien erschienen ist und später noch einmal in der PKDS Newletter 17 (1988) unter dem Titel The Nixon Crowd. Auch in Deutschland hat Uwe Anton ihn 1976 noch einmal in die Philip K. Dick: Materialien aufgenommen.
Dann findet sich in der Science Fiction Times 137 (1975) ein Leserbrief von Philip K. Dick selbst, ebenfalls im englischen Original, in dem er sich über das Erscheinen von Die Nixon-Bande in der SFT freut und ihn in Beziehung zu seinem (damals) aktuellen Roman Flow my Tears, the Policeman Said bringt, der 1977 dann als Eine andere Welt auch bei Heyne in Deutschland erscheint.

Samstag, 13. Juni 2015

Moewig in Blau

Philip K. Dick war im Arthur Moewig Verlag bereits ab 1963 in der Terra-Heftromanreihe mit verschiedenen Romanen und Kurzgeschichtensammlungen vertreten. Zwischen 1981 und 1987 sind dann dort 16 weitere Bücher von Dick in verschiedenen Reihen erschienen.
Drei mal Philip K. Dick bei Moewig: Der heimliche Rebell,
die Sammlung Der goldene Mann und Radio freies Albemuth
Im Bereich der Science Fiction gab es bei Moewig im Laufe der Jahre einige Reihen, die umfangreichste war sicher Moewig Science Fiction mit den bekannten blauen Einbänden und bunten Titelbildern. Als erste erscheinen hier 1981 zwei Romane und eine Kurzgeschichtensammlung. Die beiden Romane Warte auf das letzte Jahr und Der heimliche Rebell sind jeweils deutsche Erstausgaben, wie fast alle Romane, die von Dick bei Moewig herausgebracht werden. Der heimliche Rebell ist nicht nur eine Erstausgabe, sondern bleibt auch die einzige deutsche Ausgabe, er ist später nicht noch einmal erschienen – ein Schicksal, das es mit einigen anderen Werken von Dick teilt, nicht nur bei Moewig. Weiterhin ist 1981 noch die umfassende Sammlung Eine Handvoll Dunkelheit erschienen. In der Folge erscheinen:

Samstag, 28. März 2015

Valis est arrivé!

Drei Romane von Philip K. Dick in einem Band
Der Sammelband Valis-Trilogie von Philip K. Dick,
herausgekommen bei Fischer (2015)
Die dritte Staffel ist da! Nachdem es in Deutschland einige Jahre nichts „Neues“ von Philip K. Dick gegeben hat, hat der Fischer Taschenbuch Verlag bereits im letzten Jahr mit Neuausgaben begonnen. In zwei Staffeln sind erst vier und dann drei neue Ausgaben klassischer Romane von Dick herausgekommen.
Es war schön, einfach mal in einer Buchhandlung einen neuen Dick kaufen zu können … und heute war es wieder soweit. Und um das Vergnügen ein bisschen zu strecken, habe ich heute nur einmal bei der Valis-Trilogie zugegriffen und mir die beiden anderen, Warte auf das letzte Jahr und Eine andere Welt, für die nächsten Samstagseinkäufe aufgespart. (Und das Buch heisst wirklich Valis-Trilogie, mit Bindestrich, so steht es auf der Titelseite, nur auf dem Umschlag steht es anders.)
Die Ausgabe unterscheidet sich inhaltlich nicht von der blauen Heyne-Ausgabe von 2002, sie ist aber kleiner gesetzt und das kurze Nachwort von Sascha Mamczak fehlt. Das dünne Papier gibt ihr dafür eine edlere Haptik, wie es sich für einen Klassiker gehört; schliesslich ist sie bei FISCHER KLASSIK herausgekommen, in einer Reihe mit u. a. Aldous Huxley und Theodor Fontane (und auch Charles Bukowski, dem Helden der altgewordenen Jugend).
Die Übersetzung ist nicht mehr ganz die der ersten deutschen Ausgabe von Thomas Ziegler (alias Rainer Zubeil) von Moewig (1984), sondern wurde bereits bei Heyne neu durchgesehen und ergänzt von Alexander Martin. Die drei einzelnen Bände der Moewig-Ausgabe, das sind zusätzlich zu Valis noch Die Göttliche Invasion und Die Wiedergeburt des Timothy Archer, sind 1986 noch mal bei Moewig als – recht liebloser – Sammelband in der Science Fiction Highlights Reihe als Band 1 erschienen. Allerdings muss man Moewig und dem Herausgeber Hans Joachim Alpers wohl sehr dankbar sein, dass diese drei eher schwierigen Werke von Dick schon so früh in Deutschland erscheinen konnten.