Posts

Posts mit dem Label "Tessa Dick" werden angezeigt.

Hochzeitstag (II.)

Bild
Philip K. Dick war fünfmal verheiratet. Das hinterlässt Spuren: in der Oakland Tribune vom 15. Juni 1950 findet sich das Aufgebot von Dicks zweiter Ehe, er heiratet die 19-Jährige Kleo Apostolides. Geheiratet haben Apostolides und Dick tatsächlich schon am 14. Juni, offenbar haben sie das Aufgebot ( license ) unmittelbar vor der Hochzeit bestellt, das ist in den USA nicht unüblich. Die beiden sind neun Jahre verheiratet, das ist länger als Dicks andere Ehen halten. Und Dick beginnt seine schriftstellerische Karriere in dieser Zeit. Der sechste Eintrag in der Spalte Licenses Issued : DICK – APOSTOLIDES Scan ist Courtesy of the California Digital Newspaper Collection, Center for Bibliographic Studies and Research, ...

Eine besondere Signatur

Bild
Natürlich hat das Internet das Sammeln nicht nur zum Guten verbessert, vieles ist zu einfach und zu teuer geworden. Aber vieles wäre ohne das Internet nicht möglich, der Zugriff auf viele interessante und manchmal sogar noch bezahlbare Objekte für den Hobby-Sammler nicht möglich. Die sozialen Medien, so problematisch sie auch in vielen Bereichen sind, sind eine klar positive Bereicherung im Wirken des Sammlers. Der Austausch mit Gleichgesinnten mag motivieren und hin- und wieder darf man etwas (wenigstens) sehen, von dessen Existenz man kaum geträumt hat. So zeigte sich im Rahmen einer solchen Konversation ein von Philip K. Dick signiertes Exemplar – das ist immer schön und besonders, aber nicht sensationell. Wirklich aufsehenerregend für mich und diesen Blog wird es, weil es sich um eine deutsche Ausgabe handelt, die Dick signiert hat. Gänzlich überraschen darf das nicht, schliesslich hatte Dick durchaus Kontakte nach Deutschland, Uwe Anton und Franz Rot...

Weggeflogen

Bild
Manchmal hat man ja auch Glück und rechtzeitig zugegriffen.  The Owl in Daylight von Tessa Dick mit dem späteren roten Umschlagbild Ich halte nicht viel von Selbstpublikationen, es gibt zahllose gemeinfreie Ausgaben, die bei Amazons CreateSpace (so hiess es früher) oder ähnlichem herausgekommen sind und auch einiges von Menschen, die sich berufen fühlen, über Philip K. Dick zu schreiben – oder zumindest seinen Namen zu verwenden, um ihr Geschriebenes zu verkaufen. Aber es gibt für mich ein paar Ausnahmen, wenn nämlich ausgewiesene Kenner von Dick schreiben. Und seine Familie kann man sicher diesen Kreis zurechnen. Ich hatte bereits vor längerer Zeit über die literarischen Beiträge von Dicks Ehefrauen geschrieben. Anne R. Dick, um deren bemerkenswerte Biographie es damals  hauptsächlich ging, ist 2017 verstorben. Tessa B. Dick, die letzte Ehefrau, hatte seinerzeit eine Handvoll Veröffentlichungen bei CreateSpace, seither sind drei weitere Büchlein dazugekommen. Vor kurz...

Was für ein Theater

Bild
Es gibt zahlreiche Bearbeitungen der Literatur von Philip K. Dick in der darstellenden Kunst, hauptsächlich sind das Verfilmungen seiner Werke. Dazu kommen noch mehr Filme, die offensichtlich nachhaltig von Dick beeinflusst sind (auch wenn sie das nicht immer zugeben wollen). Im Bereich des Theaters aber gibt es nur wenige Bearbeitungen. Im Deutschen findet sich nur ein Tanztheater, das auf Uwe Antons Willkommen in der Wirklichkeit basiert, in der Dick als Figur auftritt. Im Englischen gibt es Brian Aldiss'  Kindred Blood in Kensington Gore   von 1991, über das in diesem Blog noch zu berichten sein wird, ebenfalls ein Stoff in dem Dick als Person auftritt. Flow My Tears, the Policeman Said in der Bearbeitung für das Theater von Linda Hartinian

Ein Jahr elektrisch geträumt

Bild
Das Sammeljahr 2018 ist vorbei. Von Philip K. Dick, der in diesem Jahr 90 geworden wäre, ist auf Deutsch nur Anfang des Jahres  Electric Dreams  bei Fischer erschienen. Auf Englisch sind auf den letzten Drücker noch zwei Ausgaben bei Ulverscroft erschienen oder zumindest angekündigt. Mir ist unklar, ob diese Ausgaben überhaupt in den freien Handel gehen oder nicht ausschliesslich für Bibliotheken und Schulen gedacht sind … was sie noch spannender machen würde:  Do Androids Dream of Electric Sheep? und Electric Dreams . Eine zweite Ausgabe von Electric Dreams war von Gollancz für 2018 angekündigt, aber da es  keine zweite Staffel der Serie gegeben hat, gibt es natürlich auch kein Buch dazu. Erwähnen muss ich auch noch das neue Buch von Gregg Rickman: Philip K. Dick on Film .

Limited Edition

Bild
The Man in the High Castle von Philip K. Dick in der limited edition Comic-Con Ausgabe Beim Sammeln geht es meist um alte Dinge, Dinge, die es, weil sie alt sind, nur selten gibt. Aktuelle Ausgaben von Büchern spielen da oft eine untergeordnete Rolle (dieser Blog beobachtet und bespricht aber auch die deutschen Neuerscheinungen von Philip K. Dicks Büchern genau, zumal sie auch selten genug sind). Aktuelle Ausgaben, die das Interesse des Sammlers wecken, sind in der Regel die teuren Sammlerausgaben, in der letzten Zeit sind das die beiden Folio-Ausgaben und vorher vielleicht die Collected Stories von Subterranean. Eine relativ aktuelle Ausgabe, die bisher aber relativ unbeachtet geblieben ist, ist die limited edition 2015 von The Man in the High Castle . Diese Ausgabe war nicht frei verkäuflich, sondern wurde auf der San Diego Comic-Con 2015 (9. bis 12. Juli) bei der Premiere der gleichnamigen Amazon-Serie an die Besucher verteilt, vermutlich auch auf der folgenden New York...

Dedication

Bild
Der vorige Blogeintrag zu den Widmungen in den deutschen Werken von Philip K. Dick hat bei mir zu weiteren Nachforschungen geführt, deren Ergebnisse ich hier auch festhalten möchte. Es geht hier nicht um deutsche Widmungen, sondern um die englischen Originale. Nicht alle Widmungen haben es aus dem Englischen ins Deutsche geschafft und diese verlorenen Widmungen sollen hier betrachtet werden – vorbehaltlich der Tatsache, dass meine Sammlung hier möglicherweise nicht ganz vollständig ist. Da ist zunächst  To Eph Konigsberg who talked fast and talked very well in The World Jones Made . Die frühen deutschen Ausgaben bei Goldmann, wo der Roman als  Die seltsame Welt des Mr. Jones  zuerst herausgekommen ist, waren insgesamt etwas lieblos und haben auch die Widmungen nicht übernommen. Der genannte Eph Konigsberg war im Fandom sehr aktiv, man kann annehmen, dass er mit Dick in Kontakt stand;  sein Nachruf findet sich auch im Netz . Widmung an Stanley G. Weinbaum im...

Die Widmungen

Bild
Viele der Bücher von Philip K. Dick sind naturgemäss Personen gewidmet, die Dick nahe gestanden haben. Von den deutschen Ausgaben trägt nur etwa ein Viertel eine Widmung – in einigen Fällen ist diese literarische Zueignung bei der Übersetzung einfach verloren gegangen, häufig hat auch das Original keine Widmung.

Auf andere Seiten ... von Witwen und Waisen

Bild
Bereits 2016 sind die Memoiren  von Maer Wilson mit dem Titel  The Other Side of Philip K. Dick   und dem Untertitel A Tale of Two Friends als Selbstveröffentlichung bei CreateSpace erschienen. Als Sammler lehne ich, normalerweise, Print-on-Demand (Selbst-)veröffentlichungen in meiner Sammlung strikt ab, da sie aus bibliophiler Sicht gar nichts bieten können. Ausserdem stellen diese inflationär gewordenen Selbstveröffentlichungen den Zusammenhang mit Philip K. Dick ausschliesslich zur Verkaufsförderung her, inhaltlich ist das in der Regel nicht begründet. The Other Side of Philip K. Dick von Maer Wilson

Nur ein halbes Leben?

Bild
Die Anzahl von deutschsprachigen wissenschaftlichen Artikeln über Philip K. Dick ist sehr begrenzt. Dazu kommt, dass sie sich oft schwer finden lassen, zumindest wenn der Zugang aus dem Bereich der Science Fiction ist. Einer dieser wenigen Artikel ist Half-Life des US-amerikanischen Literaturwissenschaftler, Medientheoretiker und Psychologe Laurence A. Rickels. Mehr Details zu ihm finden sich in  seinem Wikipedia-Eintrag . Geprüfte Seelen von Laurence R. Rickels im Passagen Verlag (2012) enthält das Essay  Half-Life 

Spiegel, Spiegel in der Hand

Bild
Die Amazon-Serie   The Man in the High Castle hat auch in Deutschland das Interesse für den amerikanischen Schriftsteller Philip K. Dick wieder geweckt – ein bisschen immerhin. Der Spiegel bringt in Ausgabe 51 des vorigen Jahres (2015) bereits eine Kritik der Serie .  Jetzt führt Frank Thadeus ein Interview mit Tessa Dick, seiner fünften Ehefrau, das man in der Ausgabe 4/2016 auf Seite 108–110 nachlesen kann;  online gibt's immerhin eine Vorschau . Spiegel 4/2016 mit einem Interview mit Tessa Dick, der fünften Ehefrau von Philip K. Dick

Folio

Bild
The Man in the High Castle von Folio mit Schuber Illustration aus The Man in the High Castle Vor einigen Tagen traf ein neuerlicher Impulskauf ein. Ich suche gelegentlich nach Neuigkeiten  und fand einen Artikel über eine Neuausgabe von Philip K. Dicks  The Man in the High Castle bei The Folio Society  (link zur aktuellen Auflage, die im Buch, aber nicht auf der Webseite dokumentiert ist). Interessanterweise findet sich diese Ausgabe (noch) nicht bei Amazon   oder sonst irgendwo. The Folio Society verkauft offenbar exklusiv über den eigenen Laden in London und übers Netz. Auch wenn das Wort auf den Seiten vermieden wird, so ist The Folio Society letztlich ein Buchclub. Und wie andere Buchclub-Ausgaben in den USA, Grossbritannien und auch Deutschland, so werden auch diese Ausgaben exklusiv vertrieben und tragen daher auch keine ISBN.

1, 2, 3, 4, 5

Bild
Philip K. Dick war fünf Mal verheiratet. Interessant wäre es sicher auch (gewesen?), seine erste Frau zu finden,  Jeanette Marlin , mit der er 1949 nur ein halbes Jahr zusammengelebt hat. Sie ist für seine Biographen nicht aufzufinden gewesen; die beste Behandlung des Themas findet sich wohl durch Frank Hollander in PKD Otaku #26 . Zwei Bücher über Philip K. Dick von Tessa Dick Die vier anderen Ehefrauen von Dick sind noch aufzufinden, zwei von ihnen haben auch über ihren Ex-Mann veröffentlicht. Zum einen ist das Tessa Dick, seine letzte Ehefrau, die verschiedene Bücher bei CreateSpace, d.h. im Selbstverlag bei Amazon, herausgebracht hat. In der Regel zähle ich Print-on-Demand nicht zu den sammelbaren Büchern, bei Tessa Dick mache ich eine Ausnahme.  Nicht mehr alle ihrer Bücher sind noch erhältlich, aus verschiedenen Gründen. Und nicht alle Bücher haben (viel) mit ihrem Ex-Mann zu tun. Auf jeden Fall interessant und noch erhältlich sind Remembering Firebright (2009)...

Illuminaten, Strahlen, Chemie und anderes

Bild
In den letzten Wochen gab es zwei Zugänge in meiner Sammlung, die etwas anders sind; obwohl nicht wirklich im Zentrum der Sammlung, gibt es doch eine Abteilung von englischen Büchern und Zeitschriften. Schwierig ist das Sammeln in diesem Bereich, weil das Angebot in Deutschland recht klein ist – und von den USA, wo das Angebot (zumindest zunächst) gewaltig ist, trennen uns die („neuen“) Portokosten. Daher ist es umso schöner, wenn man etwas in Deutschland finden kann. Diese beiden Fundstücke sind mir in der Bucht in die Netze bzw. die feeds gegangen. Man darf dann nicht zögern, weil sich so etwas in diesem Teil der Welt so schnell nicht wieder zeigen wird... Steamshovel Press, Nummer 8 (1993) Der erste Fang war also Ausgabe  Number Eight 1993 eines US-Magazins zu offenbar jeder Art von Verschwörungstheorie,  Steamshovel Press. Das Magazin ist auf Zeitungspapier gedruckt und geheftet (Achtung, Rost!), die Vorder- und Rückseite sind zweifarbig bedruckt. Entha...

Zwillinge

Bild
Einzelne Ausgaben präsentieren sich rätselhaft – bis das Rätsel gelöst bzw. die Ausgabe ergattert ist. Die Anschaffung von Philip K. Dicks  Eine Bande von Verrückten hatte sich aufgeschoben, weil der Band nur recht teuer angeboten wurde. Beide deutsche Ausgaben von Eine Bande von Verrückten von Philip K. Dick: Reidar (1987), gebunden (links) und etwas kleiner Betzel (1993), broschiert (rechts)