Es ist die Jagd, natürlich:
Ungewöhnliche Stück für die Sammlung finden sich doch fast nur noch im
Ausland, d. h. für meine Sammlung in der Anglosphäre. Und als ich dieses
unbekannte Objekt sah, in England, diesseits der Portomauer und zu
vernünftigem Preis, musste ich zuschlagen.
Ein Blog über das Sammeln von Büchern, Zeitschriften, Fanzines und anderem Papier von und über Leben und Werk des amerikanischen Science Fiction Schriftstellers Philip K. Dick (1928-1982).
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Samstag, 5. Dezember 2020
Samstag, 29. Dezember 2018
Ein Jahr elektrisch geträumt
Das Sammeljahr 2018 ist vorbei. Von Philip K. Dick, der in diesem Jahr 90 geworden wäre, ist auf Deutsch nur Anfang des Jahres Electric Dreams bei Fischer erschienen. Auf Englisch sind auf den letzten Drücker noch zwei Ausgaben bei Ulverscroft erschienen oder zumindest angekündigt. Mir ist unklar, ob diese Ausgaben überhaupt in den freien Handel gehen oder nicht ausschliesslich für Bibliotheken und Schulen gedacht sind … was sie noch spannender machen würde: Do Androids Dream of Electric Sheep? und Electric Dreams. Eine zweite Ausgabe von Electric Dreams war von Gollancz für 2018 angekündigt, aber da es keine zweite Staffel der Serie gegeben hat, gibt es natürlich auch kein Buch dazu. Erwähnen muss ich auch noch das neue Buch von Gregg Rickman: Philip K. Dick on Film.
Samstag, 19. März 2016
Young Authors' Club
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Florita Cook, die Redakteurin des Young Authors' Club der Berkeley Gazette |
Kürzlich bin ich in PKD Otaku #32 auf die Rezension seines Buches gestossen, Young Authors' Club, The Wartime Adolescent Writings of Philip K. Dick. Das Buch ist schon von 2014, aber (für mich) bisher unsichtbar geblieben. Es gibt die ISBN 978-0-615-83902-8, das Buch ist im Selbstverlag erschienen. Der Vermerk Export Limited auf der Rückseite weisst auf eine schwierige Copyright-Situation hin. Vielleicht ist das Buch auch deshalb so tief unter dem Radar geblieben. [Nachtrag: Ein persönlicher Besuch in den USA war nötig, um das Buch in die Sammlung zu bringen. Enthalten sind die Geschichten und Gedichte sowie Kommentare von Aunt Flo zu den Veröffentlichungen.]
Erinnert hat mich das Buch aber an meine eigenen, länger zurückliegenden Bemühungen etwas über die allerersten literarischen Übungen von Dick herauszufinden. Rickman [Rickman, 1989] erwähnt sie und druckt auch zwei Geschichten ab [ebd., Seite 392-394], auch die anderen Biographen und Bibliographien erwähnen sie kurz.
Samstag, 26. Dezember 2015
** * * ** * * Weihnachten ** * ** * ***
Philip K. Dicks Beiträge zum Thema Weihnachten sind durchaus begrenzt. Aber Dicks Protagonist ist oft genug der sprichwörtliche sales man, der den viel gescholtene Kommerz der Weihnachtszeit herbeisehnt. Etwas ausführlicher passiert das so in Mary und der Riese, Edition Phantasia (2010) und ebenso ganz typisch in Kriegsspiel, immerhin sechs mal im Deutschen erschienen. Kriegsspiel ist 1959 im Original als War Game passenderweise in der Dezember-Ausgabe von Galaxy erschienen. Es geht um ganymedisches Spielzeug, das Weihnachten verkauft wird und einen verborgenen gefährlichen didaktischen Ansatz mitbringt.
Einen deutlich kommerz-kritischen Blick finden wir in Der Bunker, eine der im Deutschen am meisten publizierten Kurzgeschichten, im Original Foster, You're Dead (1955). Der Vater sieht sich dort dem existenzbedrohenden Druck seines Sohnes ausgesetzt, der Familie zu Weihnachten den neuesten Bunker zu kaufen. Diese Geschichte schafft es dann sogar in der Mitte des Kalten Krieges in eine sowjetische Zeitschrift, mehr dazu später in diesem Blog.
Alles in allem kein besonders positiver Blick auf das Fest.
es gibt verschiedene andere Referenzen. Und da auch dieses Weihnachten wieder Barbie-Puppen unter dem Baum gelegen haben, sollte man vielleicht noch die bisher nur in den USA erhältliche Hello Barbie erwähnen, die im Kinderzimmer die Kleinen unterhalten soll und dabei alles was sie hört an den Hersteller überträgt. Das hätte sich auch Dick ausdenken können.
Wenn man sehr tief gräbt, wirklich sehr tief, dann findet man aber doch noch eine echte Weihnachtsgeschichte von Dick. Die Berkeley Gazette veröffentlichte im Young Authors' Club Gedichte und Geschichten von (sehr) jungen Autoren und Dick schaffte dort 16 Veröffentlichungen in der Zeit von 1942 bis 1944. Sein Beitrag zum Christmas Contest 1943 wurde am 4. Januar 1944 unter dem Titel Santa's Return mit five credits belohnt, ein Punktesystem mit dem die Redakteurin Aunt Flo ihre jungen Autoren motivierte. Dicks düstere Weihnachtsgeschichte endet damit, dass der Weihnachtsmann die vom Krieg zerstörte Welt, die ihn vergessen hat, für immer verlässt. Abgedruckt ist sie noch einmal im Anhang von Gregg Rickmans Biographie To the High Castle: Philip K. Dick: A Life 1928-1962, Fragments West/The Valentine Press (1989).
Einen deutlich kommerz-kritischen Blick finden wir in Der Bunker, eine der im Deutschen am meisten publizierten Kurzgeschichten, im Original Foster, You're Dead (1955). Der Vater sieht sich dort dem existenzbedrohenden Druck seines Sohnes ausgesetzt, der Familie zu Weihnachten den neuesten Bunker zu kaufen. Diese Geschichte schafft es dann sogar in der Mitte des Kalten Krieges in eine sowjetische Zeitschrift, mehr dazu später in diesem Blog.
Alles in allem kein besonders positiver Blick auf das Fest.
es gibt verschiedene andere Referenzen. Und da auch dieses Weihnachten wieder Barbie-Puppen unter dem Baum gelegen haben, sollte man vielleicht noch die bisher nur in den USA erhältliche Hello Barbie erwähnen, die im Kinderzimmer die Kleinen unterhalten soll und dabei alles was sie hört an den Hersteller überträgt. Das hätte sich auch Dick ausdenken können.
Wenn man sehr tief gräbt, wirklich sehr tief, dann findet man aber doch noch eine echte Weihnachtsgeschichte von Dick. Die Berkeley Gazette veröffentlichte im Young Authors' Club Gedichte und Geschichten von (sehr) jungen Autoren und Dick schaffte dort 16 Veröffentlichungen in der Zeit von 1942 bis 1944. Sein Beitrag zum Christmas Contest 1943 wurde am 4. Januar 1944 unter dem Titel Santa's Return mit five credits belohnt, ein Punktesystem mit dem die Redakteurin Aunt Flo ihre jungen Autoren motivierte. Dicks düstere Weihnachtsgeschichte endet damit, dass der Weihnachtsmann die vom Krieg zerstörte Welt, die ihn vergessen hat, für immer verlässt. Abgedruckt ist sie noch einmal im Anhang von Gregg Rickmans Biographie To the High Castle: Philip K. Dick: A Life 1928-1962, Fragments West/The Valentine Press (1989).
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