Ein
Name, dem man hier und da begegnet,
wenn man sich mit Philip K. Dick beschäftigt, ist
Gero Reimann. Auch
wenn der Name nicht so oft auftaucht wie andere, liest man über seine Beiträge
nie einfach hinweg, es sind jedesmal sehr persönliche und auch
aussergewöhnliche Beiträge, so wie man das auch von Dick selbst kennt. Das
Biographische zu Gero Reimann möchte man
bei Wikipedia oder
anderswo nachlesen.
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Dick - Vom Sterben und Leben eines gott- und
weltlosen Gnostikers. Eine Opernerzählung,
Id-Verlag (1984) von Gero Reimann
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Im Umfeld von Dick, und darum soll es hier natürlich gehen, erscheint Reimann
als Übersetzer, Essayist und Autor von durch Dick inspirierter Prosa.
Übersetzt hat er
unterstützt von Jennifer K. Klipp-Reimann Dicks Mainstream-Roman
Eine Bande von Verrückten, der in
Erstausgabe bei Reidar (1987) und als Taschenbuch bei Betzel (1993) erschienen
ist. Ungerechterweise enthält die letztere keinen Hinweis auf die
Übersetzer.
Zwei Essays sind von Reimann separat erschienen. Einmal in der
Literaturzeitschrift
Die Horen Nummer 217 (2005) das Essay
Tertium datur: Der Spezialfall Philip K. Dick. Die Nummer 217 ist eine Ausgabe zur phantastischen Literatur, Dick taucht
hier mit Lem und Klassikern wie Lovecraft, Stoker, Shelley und C. S. Lewis
auf. Ein anderer Artikel ist
Über kosmische Puppen in der Zeitschrift
Phantastische Zeiten, Ausgabe 12 (1987).
Sein umfangreichster Beitrag ist aber sicher seine
Opernerzählung mit
dem Titel
Dick und dem Untertitel
Vom Sterben und Leben eines gott- und weltlosen Gnostikers.
Die
Opernerzählung, die den grössten Teil des Buches einnimmt, ist
tatsächlich als Libretto für eine Oper gedacht, die dann nie aufgeführt wurde.
Im ersten Teil des Buches,
Zur Entstehungsgeschichte der vorliegenden Texte wird dies erklärt.
Reimann erwähnt hier auch sein unveröffentlichtes, 150 Seiten starkes Essay
über Dick,
Der Narr im Hologramm des Schreckens, für eine naive, unerbittliche
subversive Literatur, sicher auch ein spannendes, aber wohl für den breiten Markt zu
anstrengendes Werk. Schade, dass wir es nun nicht lesen können.