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Samstag, 25. Juli 2026

Hinter den Mauern der Zeit

Philip K. Dick hat zahlreiche andere Autoren überall auf der Welt inspiriert. Uwe Anton hat aus solchen Inspirationen ein ganzes Buch gemacht, Willkommen in der Wirklichkeit, eine Sammlung von Kurzgeschichten, in denen Philip K. Dick eine Rolle spielt, meist als handelnde Person.
Horst Pukallus hat mit Michael Iwoleit so einen ganzen Roman gemacht: Hinter den Mauern der Zeit
Erschienen ist dieses Buch bei Heyne 1989, wer es jetzt immer noch nicht gelesen hat, der mag es jetzt tun oder er muss mit den umfassenden Spoilern leben.
Helmut Wenske drauf und drin: Hinter den Mauern der Zeit

Samstag, 11. März 2023

Weniger ist immer weniger

Philip K. Dicks Romane wurden für die frühen deutschen Veröffentlichungen gekürzt. Das betrifft nicht nur die (allerdings besonders betroffenen) Heftromane, auch die frühen Taschenbücher von Goldmann sind mit Kürzungen erschienen.
Die Gründe für die Kürzungen waren kommerzielle: Heftromane hatten für den Umfang einen seitengenaue Vorgabe, auch die Bücher durften nicht zu dick werden – Papier war (noch) teuer, auch andere produktionstechnische Beschränkungen wie die Anzahl der Druckbögen pro Buch usw., mögen Einfluss gehabt haben. Diese Goldmann-Ausgaben sollen später betrachtet werden, in diesem Eintrag geht es um eine merkwürdig späte Beschneidung.
Drei teilweise gekürzte Ausgaben von Simulacra
Simulacra: Mariner (ungekürzt), Knaur (übersetzt) und Heyne (gekürzt)

Samstag, 14. Mai 2022

Eine andere Eine andere Welt

Jede Sammlung hat einmal klein angefangen. Ein paar Stücke erst, das Interesse steigt und weitere Exemplare kommen dazu. Und dann ist die kritische Temperatur erreicht und die Sammelleidenschaft erwacht: Alle sollen es sein!
Philip K. Dick in Heynes Bibliothek der Science Fiction Literatur
Philip K. Dick in Heynes Bibliothek der Science Fiction Literatur

Samstag, 26. März 2022

Tausendmal gesehen …

🎶 Ich wollte mir bloss den Abend vertreiben … und fischte an den üblichen Orten. Ich dacht' nicht im Traum, dass ich eine deutsche Variante entdecke … erst recht nicht bei Heyne!
Natürlich hatte ich Heynes Jubiläumsedition von Das Orakel vom Berge von Philip K. Dick schon tausendmal gesehen, tausendmal ist nix aufgefallen, tausend und eine Suche und es „Zoom“ gemacht: Es gibt tatsächlich ein signifikant abweichendes Umschlagbild der vierten Auflage. Vielleicht keine ganz grosse Sache, aber definitiv relevant für die Sammlung und daher absolut erwähnenswert.
Die 1. bis 4. Auflage (von links) von Das Orakel vom Berge – so nebeneinander sieht man den Unterschied sofort, sonst fällt der abweichende Hintergrund nicht so schnell auf, der modifizierte Kopf der Freiheitsstatue fängt den Blick; das Logo ändert sich ab 2003

Samstag, 19. Februar 2022

Wendiges

Angefeuert von der allgemeinen Lage bringen tektonische Verschiebungen schon seit einiger Zeit immer wieder tief sedimentierte und daher lange vergrabene Bücherschichten ans Tageslicht. Alles für die Sammlung Relevante hatten Tiefenbohrungen eigentlich schon gefördert, aber bevor die Reste endgültig zum Abraum kommen, wird noch einmal sorgfältig gesiebt … und das eine oder andere interessante Stück findet sich doch noch.
Vorderansicht
Die Seite von Roger Zelazny: Das Friedhofsherz
So ist mir Das Friedhofsherz in die Hand gefallen: im Original The Graveyard Heart von Roger Zelazny, der in diesem Blog gelegentlich als Ko-Autor von Philip K. Dick genannt ist. Erwähnenswert ist diese Ausgabe aber, weil sie nicht nur diese Novelle enthält, sondern auch Eine Elegie für Engel und Hunde, eine Fortführung von Zelaznys Text durch Walter Jon Williams – und zwar als Wendebuch. Viele von Dicks frühen Erstausgaben sind beim Verlag Ace Books in einem Wendebuch erschienen, Ace nennt die Reihe Doubles.

Samstag, 28. August 2021

Minderheitsinteresse

Zwei von drei gebundenen Ausgaben
Minority Report von Gollancz, gebunden:
1. Auflage (links) und 3. Auflage (rechts)
Sammeln ist eben harte Arbeit und nicht nur oder auch meistens kein Spass. Und so soll hier einmal exemplarisch ein unattraktives Thema beleuchtet sein, das mich doch einige Zeit beschäftigt hat: Die diversen (englischen) Ausgaben von Minority Report.
Im Jahr 2002 ist der Film Minority Report in die Kinos gekommen. Der Film basiert auf der Kurzgeschichte The Minority Report von Philip K. Dick. Begleitend zum Film erschien eine Auswahl von neun Kurzgeschichten von Dick, die natürlich The Minority Report enthielt, aber auch das ebenfalls verfilmte We Can Remember it for You Wholesale (als Total Recall), Imposter (unter gleichem Titel) und Second Variety (verfilmt als Screamers). Diese Sammlung ist nur in Grossbritannien erschienen. In den USA erschien ein Hardcover von Pantheon, das nur The Minority Report enthält.

Samstag, 10. Oktober 2020

Dialoge der Vergangenheit

Ich konnte kürzlich wieder ein paar Szene-Zeitschriften und Fanzines erwerben, die zeitgenössische Kritiken von Dicks Werk enthalten. Ich finde es sehr interessant zu sehen, wie sich das Bild von Philip K. Dick entwickelt hat, speziell in Deutschland. Und am Anfang wurde Dick überwiegend in der Science Fiction Szene wahrgenommen.
Eine Zeitschrift von 1991
Andromeda 91 von 1979
Andromeda Science Fiction Magazin Nr. 91 vom August 1979, enthält eine Kritik von Alfred Vejchar zur deutschen Erstausgabe von Eine andere Welt bei Heyne (1977). Vejchar kritisiert heftig den Roman, aber auch den wehleidigen Neurotiker Dick. Das Wort Neurose fällt in diesem Artikel überhaupt sehr oft in seinen verschiedenen Formen: neurotisch, Neurotiker, Neurose. Vejchar hat da offenbar ein sehr gefestigtes Bild. Und was er da sieht, gefällt ihm gar nicht. Er wünscht sich von Dick statt dessen wieder Romane wie Und die Erde steht still und Hauptgewinn: Die Erde zurück, als er Dick noch mögen konnte. Seine Kritiken zu diesen beiden frühen Romanen finden sich in früheren Ausgaben von Andromeda (80 bzw. 82).
Ich war recht unglücklich mit dieser Kritik. Natürlich ist es leicht auf die Vergangenheit zurückzublicken, mit dem heutigen Wissen, dass Eine andere Welt zu den besseren Romanen von Dick gehört (und Hauptgewinn: Die Erde eher nicht). Und natürlich sollte jeder seine eigene Meinung haben, auch und vielleicht sogar insbesondere ein Kritiker. Allerdings erwartet man von einer guten Kritik eine umfassende Behandlung des Themas, die einem bei der Entscheidung helfen kann, ein Buch selbst lesen zu wollen und keine Autorenbeschimpfung. Diese Frage nun, lesen oder nicht lesen, hat die Zeit wohl eindeutig positiv beantwortet:

Samstag, 30. November 2019

Gesundheit!

Am 27. November ist Der galaktische Topfheiler von Philip K. Dick offiziell (laut Katalog) beim S. Fischer Verlag erschienen. Mein Buchhändler hatte ihn schon zwei Tage vorher. Und das Impressum vermeldet Dezember 2019. Das macht die Buchhaltung nicht einfacher, aber ähnlich ist es bei allen Ausgaben von Fischer - immerhin steht ein Monat im Impressum.
Ein Roman von PKD
Die aktuelle Ausgabe von Der galaktische Topfheiler von Philip K. Dick bei Fischer

Samstag, 12. Oktober 2019

Anhang - Die drei Stigmata des Palmer Eldritch

Ich hoffe, dass ich dem deutschen Philip K. Dick Universum mit diesem Blogeintrag einen winzigen Baustein hinzufügen kann. Das ist für mich bemerkenswert, weil es die eigentliche Rechtfertigung für die Sammlung ist: eine solide Basis als Quelle für weitere Erkenntnisse zu sein. Und das ist hiermit (vielleicht) erstmalig dokumentiert.
Umschlagbild von Klaus Dill
Das Umschlagbild von Klaus Dill zu Die drei Stigmata des Palmer Eldritch, Haffmans (1997)

Samstag, 20. Juli 2019

Philip K. Dick-Edition

Der Heyne Verlag hat sich in diesem Blog als wichtigster deutscher Verlag für Philip K. Dick einen zweiten Beitrag nach dem vorigen verdient. Auch wenn die Anzahl der Beiträge von Heyne zum Thema Dick in der letzten Zeit deutlich nachgelassen hat.
Einen herausragenden Platz hat die Philip K. Dick-Edition von Heyne, gelegentlich auch als Werkedition bezeichnet. 2002 begonnen, wurde diese wohl als umfassende Gesamtausgabe geplante Serie 2008 nach (nur) 16 Bänden abgebrochen; zwei weitere Bände waren schon angekündigt, sind aber nie erschienen, dazu mehr hier in diesem Blog.
Verantwortlich für die Edition war Sascha Mamczak, der seit 2002 als Nachfolger des grossen Wolfgang Jeschke bei Heyne die Science Fiction betreut.
Mamczak hat sich für die Edition einige Neuübersetzungen geleistet, z. B. für Eine andere Welt, oder bestehende Übersetzungen von Alexander Martin überarbeiten lassen. Er hat auch mehrere Vor- und Nachworte geschrieben oder lässt andere Dick-Kenner zu Wort kommen wie Paul Williams und Jonathan Lethem. Für die Herausgabe und das Lektorat der Reihe hat er 2006 den Kurd-Laßwitz-Preis erhalten.
Bei der äusseren Gestaltung hat Heyme sich von den typischen Science Fiction Umschlagbildern absetzen wollen und ein schlichtes, einfarbiges Design gewählt – einfarbig pro Band natürlich, gemeinsam sind die Bände recht bunt (das war auch im Regal der Buchhandlung gut zu sehen). Ein Regenbogen, wie bei Mariner, war wohl nicht beabsichtigt – dazu passt auch nicht das Schwarz von Nach der Bombe.
Weiterhin haben die Bände eingefalzte Klappen mit Autorenfoto und einem kurzen Portrait (hinten) und Werbung für die Reihe (vorne). Der Titel ist auf dem Umschlag in Silber leicht erhaben gedruckt, das führt leider gelegentlich zu Problemen, da das Silber leicht abgerieben wird. (Bände ohne silbernen Titel sind daher durch Abrieb beschädigte Exemplare, keine seltenen Fehldrucke.)
Eine erste Auflage mit der
Wimpel oben links
Keine erste Auflage (hier eine 3.)
mit dem Schriftzug oben links
Bemerkenswert sind einige der Auflagen. Mir selbst ist es sehr lange entgangen, dass es Varianten bei den Umschlägen gibt: Einige Exemplare zeigen auf Vorderseite oben links und auf dem Rücken das alte Verlagslogo, der ausgefüllte „Wimpel“ mit dem Verlagsnamen, andere haben das neue Logo, den Schriftzug HEYNE gefolgt von einem „Zacken“ (der das alte Logo „aufnehmen“ soll).

Samstag, 8. Juni 2019

Hey Joe

Galactic Pot-Healer, Berkley Medaillon X1705
Die Erstausgabe von Galactic Pot-Healer, erschienen
als Paperback im Juni 1969 bei Berkley Medaillon
Nach dem Jubiläum von Ubik im Mai folgt nur einen Monat später Joe von der Milchstrasse.
Die Erstausgabe des Galactic Pot-Healer ist im Juni 1969 beim Verlag bzw. Imprint Berkley Medaillon erschienen. Zuletzt ist 2013 die Mariner Ausgabe als zehnte englische Ausgabe herausgekommen und kürzlich auch bei mir eingetroffen.
Auf Deutsch gibt es derzeit drei Ausgaben: Die Erstausgabe kommt im März 1974 von Fischer in der Reihe Fischer Orbit heraus. Das ist tatsächlich weltweit die erste Übersetzung dieses Romans. Die Reihe Fischer Orbit hat ihre Geschichte, in der wir die üblichen Verdächtigen treffen: Hans Joachim Alpers, Ronald M. Hahn und Brian W. Aldiss.
Zu diesem Zeitpunkt ist die Übersetzung von Joachim Pente die erste ausländische Ausgabe dieses Romans von Dick – es folgt Spanien 1975 und Frankreich erst 1977. Bis heute gibt es zusätzlich zur deutschen insgesamt 13 Übersetzungen mit 30 Ausgaben, die letzte aus dem Februar 2019 ins Türkische. Viele davon kann man sich beim Philip K. Dick Bookshelf ansehen.

Samstag, 23. Februar 2019

Was für ein Theater

Es gibt zahlreiche Bearbeitungen der Literatur von Philip K. Dick in der darstellenden Kunst, hauptsächlich sind das Verfilmungen seiner Werke. Dazu kommen noch mehr Filme, die offensichtlich nachhaltig von Dick beeinflusst sind (auch wenn sie das nicht immer zugeben wollen). Im Bereich des Theaters aber gibt es nur wenige Bearbeitungen. Im Deutschen findet sich nur ein Tanztheater, das auf Uwe Antons Willkommen in der Wirklichkeit basiert, in der Dick als Figur auftritt. Im Englischen gibt es Brian Aldiss' Kindred Blood in Kensington Gore von 1991, über das in diesem Blog noch zu berichten sein wird, ebenfalls ein Stoff in dem Dick als Person auftritt.
Flow My Tears, the Policeman Said in der Bearbeitung für das Theater von Linda Hartinian

Samstag, 16. Februar 2019

Willkommen im Club

Buchclub Ausgaben sind für Sammler etwas Besonderes, aber nicht unbedingt etwas besonders Gutes. Allgemein sind sie eher ungeliebt. Es gibt nur zwei deutsche Buchclub-Ausgaben von Philip K. Dick, beide natürlich vom populären Blade Runner, erschienen 1991 und 2003 bei Bertelsmann – und natürlich sind sie, egal wie ungeliebt und langweilig, Teil der Sammlung.
Oben R und M Medien (2003) und unten Bertelsmann Buchclub (1991): Blade Runner
Blade Runner von Philip K. Dick,
von R und M Medien (2003) und
beim Bertelsmann Club et al. (1991)
Beiden Bücher sind als Lizenzausgaben des Heyne Verlags erschienen, d. h. auch mit der zur jeweiligen Zeit von Heyne genutzten Übersetzung. Bei der neueren Ausgabe von 2003 handelt es sich um die von Jacqueline Dougoud überarbeitete Übersetzung von 2002. Wie bei Buchclub-Ausgaben üblich handelt es sich um – wie ich finde: lieblose und langweilige – Hardcover-Ausgaben ohne jede Extras. Die fehlende Widmung der ersten Ausgabe geht aber auf das Konto von Heyne, die die Widmung auch erst 2002 wieder hinzugefügt haben.
Erwähnenswert ist lediglich das Cover der Utopia-Ausgabe von 2003, das tatsächlich auf den sonst unverzichtbaren Bezug auf den Film verzichtet. Verzichten tut Bertelsmann auch auf ISBNs, die für den Handel nicht benötigt werden, da die Bücher ja über den allgemeinen Buchhandel nicht zu beziehen waren, sondern nur über den Club. Ebenso fehlt das Erscheinungsdatum. Für den Sammler wird das Leben so nicht leichter. Opulent ist das Impressum der 1991er Ausgabe trotzdem, dort findet man
Lizenzausgabe mit Genehmigung des Wilhelm Heyne Verlages, München für die Bertelsmann-Club GmbH, Gütersloh, die EBG Verlags GmbH, Kornwestheim, die Deutsche Buch-Gemeinschaft C. A. Koch's Verlag Nachf. GmbH, Gütersloh, die Buchgemeinschaft Donauland Kremayr & Scheriau, Wien, die Deutsche Buch-Gemeinschaft C. A. Koch Verlag Nachf., Wien und die Buch- und Schallplattenfreunde GmbH, Zug/Schweiz
Die Ausgabe von 2003 nennt dann ganz kompakt RM-Buch-und-Medien-Vertrieb im Impressum, Bertelsmann taucht nicht auf, der genannte Erscheinungsort Gütersloh weisst aber sofort die Richtung.
Es gab in den 80er Jahren bei Bertelsmann 25 Bände im nach dem Umschlag weisse Reihe genannten Science Fiction & Fantasy Club. Ausserhalb dieser Reihe erschienen weitere Bände Science Fiction und Fantasy, auch viel Perry Rhodan. Im Netz findet sich speziell zu Bertelsmann allerdings nichts – Buchclub-Ausgaben sind beim Sammlern eben ungeliebt.

Samstag, 9. Februar 2019

Spass mit ISBNs

Eines der wahrhaft spannendsten Themen in der Literatur sind bestimmt die International Standard Book Numbers, die ISBNs – zumindest für Buchhalter ... und Sammler. Als Sammler muss man diese schönen Zahlenreihen lieben, sie versprechen Ordnung und Übersichtlichkeit in der sonst doch unübersichtlichen Welt der Literatur. Dieses Versprechen halten die ISBNs dann aber nur teilweise.
So wichtig und hilfreich sie für den Sammler sind (und sonst, das gebe ich hier zu, wohl eher langweilig), so gibt es doch ein paar Probleme mit Ihnen – und ein paar Geschichten und Ungereimtheiten dazu.

Samstag, 26. Januar 2019

Wie die Zeit vergeht

Auch 2019 gibt es neue Ausgaben von Philip K. Dick in der Klassik-Reihe bei Fischer. Vom Verlag für den 23. Januar angekündigt ist Zeit aus den Fugen [Time Out of Joint]. Wir finden es in der Übersetzung von Barbara Krohn und Gerd Burger, in der es ursprünglich bei Haffmans im Jahr 1995 erschienen ist. Gefunden habe ich es allerdings schon am 19. Januar in der Filiale einer Kette und gekauft bei meinem freundlichen Buchhändler am Ort am 21. Januar. Und schliesslich steht im Impressum Februar 2019. Das macht den Eintrag im Katalog nicht einfacher.
Zeit aus den Fugen mit dem üblichen, langweiligen Cover von Fischer (2019) – der aktuelle Band von Philip K. Dick in der Reihe Klassik

Samstag, 6. Oktober 2018

The Man in the High Castle 2018 (Season 3)

Gestern, am 5. Oktober, ist bei Amazon die dritte Staffel vom The Man in the High Castle mit zehn neuen Folgen angelaufen. Erwähnenswert ist es, dass es eine dritte Staffel gibt und das sich schon die Ankündigung des Datums der Veröffentlichung sehr lange hingezogen hat. Die Fans mussten lange warten. Eine besondere Bemerkung verdient auch die Tatsache, dass bereits vor der Veröffentlichung auch schon die vierte Staffel angekündigt wurde. Tatsächlich ist jetzt auch gleich die deutsche synchronisierte Version verfügbar, deutsche und internationale Fassung starten also erstmalig bei dieser Serie gleichzeitig. Das verdanken wir vermutlich der langen Anlaufzeit.
Das Orakel vom Berge in einer französischen Ausgabe von 2013
Le Maître du Haut Château, die französische Übersetzung von The Man in the High Castle,
in der Ausgabe von J'ai Lu aus dem Jahr 2013

Samstag, 4. August 2018

Heyne, unvergessen, unvermeidlich

Erst kürzlich, bei der Durchsicht älterer Blogeinträge, ist mir aufgefallen, dass ich den für Philip K. Dick, wohl für die Science Fiction insgesamt wichtigsten deutschen Verlag überhaupt, bisher ausgelassen habe: den Heyne Verlag.
Der Heyne Verlag wurde knapp 70 Jahre nach seiner Gründung und Selbstständigkeit 2001 zuerst von Axel Springer übernommen und ist nach einer weiteren Übernahme heute Teil der Random House Verlagsgruppe. Random House hat 2001 auch den Luchterhand Literaturverlag übernommen hat, der auch einen (kleinen) Beitrag (2 Bücher) zur Sammlung beigetragen hat.
Die erste Ausgabe eines Romans von Dick bei Heyne ist Träumen Roboter von elektrischen Schafen? von 1971, noch in Lizenz vom Marion von Schröder Verlag, die leider letzte Ausgabe von Dick ist der Sammelband Blade Runner, Ubik, Marsianischer Zeitsturz von 2009, letzteres ist eines von zwei Büchern, die derzeit auch noch beim Verlag erhältlich ist.
Dazwischen sind über 80 Einträge im Katalog, so viele wie von keinem anderen deutschen Verlag. Allerdings ist da nicht nur die Primärliteratur, Romane, Sammlungen und Reader und Anthologien, die einzelne Kurzgeschichten enthalten, sondern auch Sekundärliteratur und anderes bis hin zu Kuriosa. Darunter sind einige Erstveröffentlichungen und ein paar Singles, die nur einmal herausgekommen sind.
Herauszuheben ist das 1990 von Uwe Anton herausgegebene Willkommen in der Wirklichkeit: Die Alpträume des Philip K. Dick.  Es ist das einzige Buch in meinem Katalog, dessen deutsche Ausgabe es ins Englische geschafft hat, unter dem Titel Welcome to Reality: The Nightmares of Philip K. Dick. Das beinhaltet Kurzgeschichten mit eher sperrigen Titeln wie Philip K. Dick Is Dead and Living Happily in Wuppertal von Ronald M. Hahn, im Original natürlich Philip K. Dick ist tot und lebt glücklich und zufrieden in Wuppertal-Vohwinkel.
Dieses Buch ist für eine Sammlung absolut relevant, obwohl es nur eine Kurzgeschichte von Dick enthält, weil es eine einmalige Sammlung von recursive bzw. Meta-SF zu Philip K. Dick ist. Und deshalb ist es wohl auch zur Übersetzung gekommen. Man darf vermuten, dass der Herausgeber beim Entstehen dieser Sammlung eine herausragende Rolle gespielt hat.
Philip K. Dick herausgegeben von Uwe Anton
Die zwei bemerkenswertesten Ausgaben von Dick beim Heyne Verlag,
beide herausgegeben von Uwe Anton: Willkommen in der Wirklichkeit
und der Reader Kosmische Puppen und andere Lebensformen
Erwähnen kann man auch noch die Anthologie Kosmische Puppen und andere Lebensformen von 1986, die bisher einzige deutsche Ausgabe von Cosmic Puppets. Dicks Novelle ist ergänzt um eine Auswahl von Kurzgeschichten und – wichtiger – einigen Essays von und über Dick, die wir sonst wohl nicht auf Deutsch gesehen haben. Dabei ist auch Dicks If You Find This World Bad, You Should See Some of the Others, auf Deutsch Wenn Sie glauben, diese Welt sei schlecht, sollten Sie einmal ein paar andere sehen. Auf Englisch ist dies erst 1991 in der PKDS Newsletter und 1995 in den Selected Writings erschienen.

Samstag, 19. Mai 2018

Kleinlichkeiten

Die Ankündigung von Fischer im nächsten Jahr eine Ausgabe von Philip K. Dicks Time Out of Joint herauszugeben, hat mich dazu gebracht, die Ausgaben dieses Romans einmal anzusehen, die ich in meiner Sammlung habe.
Deutsche Ausgaben von "Time Out of Joint" von Philip K. Dick
Zeit aus den Fugen von Philip K. Dick bei Heyne (2002)
in der Werk-Edition und gebunden bei Haffmans (1995)
Von diesem frühen Roman von Dick gibt es diverse deutsche Ausgaben, angefangen mit Zeit ohne Grenzen von Balowa (1962), dem ersten richtigen Buch von Dick jenseits von Heftausgaben.
Es folgte eine von Tony Westermayr neu übersetze Ausgabe in drei Auflagen bei Goldmann unter dem Titel Zeitlose Zeit. Und danach gibt es eine weitere Neuübersetzung, dieses mal mit dem angemessenen Titel Zeit aus den Fugen, bei Haffmans und der derzeit letzten Ausgabe bei Heyne (2002). Bei der von Fischer angekündigten Ausgabe handelt es sich wohl um die Übersetzung von Haffmans, die man auch bei Heyne findet.
Ich habe alle drei Auflagen von Goldmann in der Sammlung, auch wenn erste und zweite Auflage – bis auf die Angabe der Auflage im Impressum – scheinbar identisch sind. Und obschon sie im Regal nebeneinander stehen, war mir nie aufgefallen, dass die ansonsten identische erste und zweite Auflage abweichende Buchrücken haben: Die erste Auflage hat einen weissen Rücken mit hell lila Schrift für den Schriftzug Science Fiction und das Goldmann-Logo und schwarze Schrift für Autor und Titel. Bei der zweiten Auflage ist der Rücken hellblau und die Schrift gelb und weiss.

Samstag, 27. Januar 2018

Die Widmungen

Viele der Bücher von Philip K. Dick sind naturgemäss Personen gewidmet, die Dick nahe gestanden haben. Von den deutschen Ausgaben trägt nur etwa ein Viertel eine Widmung – in einigen Fällen ist diese literarische Zueignung bei der Übersetzung einfach verloren gegangen, häufig hat auch das Original keine Widmung.