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Samstag, 30. Januar 2021

In der Endzone

Thomas M. Disch ist einer der Namen, der im Umfeld von Philip K. Dick immer wieder fällt. Disch war etwas jünger als Dick und ist bekannt für seine Science Fiction, war aber in vielen anderen Formen und Genres aktiv.
In der Sammlung ist jetzt ein Gedichtband von „Tom Disch“, unter diesem Namen hat er seine Gedichte veröffentlicht: EndzoneLetzte Gedichte, herausgebracht vom Mitteldeutschen Verlag im Jahr 2018.
Endzone von Thomas M. Disch, enthält einen Brief von Philip K. Dick

Samstag, 8. Juni 2019

Hey Joe

Galactic Pot-Healer, Berkley Medaillon X1705
Die Erstausgabe von Galactic Pot-Healer, erschienen
als Paperback im Juni 1969 bei Berkley Medaillon
Nach dem Jubiläum von Ubik im Mai folgt nur einen Monat später Joe von der Milchstrasse.
Die Erstausgabe des Galactic Pot-Healer ist im Juni 1969 beim Verlag bzw. Imprint Berkley Medaillon erschienen. Zuletzt ist 2013 die Mariner Ausgabe als zehnte englische Ausgabe herausgekommen und kürzlich auch bei mir eingetroffen.
Auf Deutsch gibt es derzeit drei Ausgaben: Die Erstausgabe kommt im März 1974 von Fischer in der Reihe Fischer Orbit heraus. Das ist tatsächlich weltweit die erste Übersetzung dieses Romans. Die Reihe Fischer Orbit hat ihre Geschichte, in der wir die üblichen Verdächtigen treffen: Hans Joachim Alpers, Ronald M. Hahn und Brian W. Aldiss.
Zu diesem Zeitpunkt ist die Übersetzung von Joachim Pente die erste ausländische Ausgabe dieses Romans von Dick – es folgt Spanien 1975 und Frankreich erst 1977. Bis heute gibt es zusätzlich zur deutschen insgesamt 13 Übersetzungen mit 30 Ausgaben, die letzte aus dem Februar 2019 ins Türkische. Viele davon kann man sich beim Philip K. Dick Bookshelf ansehen.

Samstag, 9. März 2019

Aus der Asche

Ubik in der Ausgabe von Phoenix (2012)
Erst kürzlich ist mir an einer britischen Ausgabe von Philip K. Dicks Ubik ein Detail aufgefallen, das nur einen Sammler interessieren kann. Der Leser, den das interessiert, muss befürchten, dass in ihm – mehr oder weniger tief – ein Sammler steckt.
Es geht um eine Ausgabe von Phoenix von 2012, ISBN 978-1-78022-037-6. Phoenix ist ein Imprint, also eine Marke, die wie ein eigenständiger Verlag behandelt wird, tatsächlich aber (wie auch Gollancz) zur Orion Verlagsgruppe gehört.
Erwähnenswert, aber noch nicht besonders auffällig an dieser Ausgabe ist, dass sie – für ein relativ neues Taschenbuch – meist nur relativ teuer angeboten wird. Gelegentlich findet sich aber auch ein günstiges Angebot, vermutlich weil der Anbieter dem Buch seinen (vermeintlichen?) Wert nicht ansieht. Vielleicht ist diese Ausgabe ein Beispiel für ein heimlich wertvolles Exemplar.

Samstag, 1. April 2017

Singles

Nachdem Fischer in diesem Jahr die neunte und zehnte Ausgabe von Das Orakel vom Berge herausgebracht hat – und dieser Blog das auch ausführlich gewürdigt hat: auch zweimal – soll nun ein Blick in die entgegengesetzte Richtung folgen.
Von Dicks 36 Science Fiction-Romanen sind zehn in nur einer deutschen Ausgabe erschienen:
  • Der Gott des Zorns, Bastei Lübbe (1977)
  • Das Globus-Spiel, Goldmann (1978)
  • Das Labyrinth der Ratten, Goldmann (1979)
  • Der heimliche Rebell, Moewig (1981)
  • Das Jahr der Krisen, Moewig (1982)
  • Schachfigur im Zeitspiel, Moewig (1983)
  • Der unteleportierte Mann, Moewig (1984)
  • Kosmische Puppen und andere Lebensformen, Heyne (1986)
  • Radio freies Albemuth, Moewig (1987)
  • Nick und der Glimmung, Edition Phantasia (2000)
Ausserdem ist Die Invasoren von Ganymed nur einmal in einer Ausgabe erschienen, aber auch im Sammelband Die Welten des Philip K. Dick enthalten. Weiterhin sind die drei Bände der VALIS-Trilogie ebenfalls nur einmal einzeln bei Moewig herausgekommen (mit sehr schönen Umschlagbildern), jedoch in drei Sammelbänden in drei unterschiedlichen Verlagen (Moewig, Heyne, Fischer).
Ein Roman von Philip K. Dick
Radio freies Albemuth, 1987 bei Moewig und dann leider nie wieder erschienen, eine der deutschen Einzelausgaben von Philip K. Dick, die unbedingt eine Neuauflage verdient hätten

Samstag, 12. Dezember 2015

Alle Romane … wirklich alle …

Der wichtigste Teil jeder Sammlung ist der Katalog. Die Liste aller bekannten Objekte, die vollständig bedeutet. Was im Katalog steht wird natürlich hauptsächlich durch das Thema definiert, aber auch dadurch, was tatsächlich einen neuen Eintrag in der Liste konstituiert. Wenn man einen Autoren wie Philip K. Dick sammelt, dann mag man alle Science Fiction Romane von Dick sammeln wollen – also einen Eintrag pro Titel – also 35 (wenn man Nick und der Glimmung ausschliesst, durchaus ein Science Fiction Roman, aber eben ein Kinderbuch). Der nächste Schritt sind dann die verschiedenen Ausgaben, für den Blade Runner/Träumen Roboter von elektrischen Schafen sind das dann bereits acht Ausgaben. Ein letzter Schritt sind dann die verschiedenen Auflagen eines Ausgabe – auch hier liegt der Rekord beim Blade Runner, dessen Buch-zum-Film Heyne-Ausgabe von 1982 auf neun Auflagen – mit teilweise erhöhten Preisen – kommt. Derzeit liege ich mit meiner Sammlung wohl zwischen den Ausgaben und Auflagen – ich brauche nicht alle neun Auflagen des Blade Runner, aber beide Auflagen von Bastei Lübbes Das Orakel vom Berge – weil es unterschiedliche Covers hat. Von solchen Umschlagbild-Varianten gibt es auch bei Dick einige – die Goldmann-Ausgaben sind als zweite Auflage erschienen und auch bei Suhrkamps LSD-Astronauten gibt es ein abweichendes Umschlagbild – und ich halte das für unbedingt separate Ausgaben, von denen man jeweils beide in der Sammlung haben muss.
In den USA sind auch die Date Codes üblich, die von den Verlagen im Buch versteckt werden und wohl so etwas wie Unter-Ausgaben bilden, die man – teuer – sammeln kann. Deutsche Verlage ersparen das ihren Sammlern – zum Glück.
Wie man den Katalog verwaltet ist eine weitere Frage. Ein Katalog kann durchaus recht umfangreich werden, man sollte sich die Struktur und die Art der Verwaltung daher genau überlegen. Obwohl es scheinbar alles online gibt, konnte ich noch kein auch nur annähernd adäquates Werkzeug für die Verwaltung von Sammlungen finden. Auch lokal gibt es keine wirklich guten Lösungen, die flexibel genug sind … im einfachsten Fall – und wenn man nicht zu viel Zeit investieren kann - will man sich also mit Microsoft Excel oder einem ähnlichen Programm behelfen, zumal man seine Daten auch nicht mühsam in ein Programm hineinstecken will, aus dem man sie hinterher – im Falle eines Umzugs zu einem anderen Programm – nicht wieder einfach herausbekommt.
Der Gott des Zorns von
Bastei Lübbe von 1979
Das Labyrinth der Ratten
von Goldmann, ebenfalls
von 1979, aber eher selten
Die vollständige Liste der 36 Science Fiction Romane mit allen relevanten Ausgaben, aber ohne auf ungeänderte Auflagen einzugehen, ist schon seit einiger Zeit auch hier zu finden. Man sieht, dass Blade Runner in neun (acht Einzelausgaben und in einem Sammelband) und Das Orakel vom Berge in acht Ausgaben erschienen sind, aber zahlreiche Bücher in nur einer Ausgabe erschienen sind – und das überwiegend in der Zeitspanne von 1979–1984. So ist Der Gott des Zorns (1979), ein Roman mit einer etwas längere Entstehungsgeschichte, trotzdem einfach und günstig zu finden, auch in guter Erhaltung. Das Labyrinth der Ratten (1979) ist aber schon etwas teurer.