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Samstag, 6. Juni 2026

Deutsche Doppelganger

Nach einer kleinen Pause bei unserer Doppelgängerserie folgen jetzt die englischen Ausgaben, deren Umschlagbilder in Deutschland wiederverwendet wurden.
Ausgenommen sind bei dieser kleinen Sammlung hier erst einmal die Bilder, die von einer englischen Originalausgabe in eine des entsprechenden Übersetzung des Buches übernommen sind. Vielleicht verdient das noch mal einen eigenen Blogeintrag …
Einen eigenen Blogeintrag haben sich bereits die Steinewerfer in diesem Blog verdient: Das vielfach kopierte Cover von Dicks erstem Roman, Solar Lottery.

The Variable Man

Hier hat es Ed Emshwillers Illustration im Original nach Deutschland geschafft. Und dann noch einmal andersherum in einer ganz neuen Ausgabe. Und der Vollständigkeit halber zeigen wir hier auch die spanische Ausgabe, obwohl es strenggenommen eine Übernahme und kein Doppelgänger ist: Guerra con Centauro ist nämlich die – um eine Kurzgeschicht gekürzte – spanische Übersetzung des Variable Man.

Wir sagen: Lauf, Cole, lauf!

Illustration von Ed Emshwiller
Ace Books (1957) E. C. Tubb:
Die verbotene Stadt
[City of no Return],
Pabel (1958)
Guerra con Centauro,
[The Variable Man]
Cenit (1960)
Raymond F. Jones:
Divided We Fall,
Armchair Fiction (2016)

Samstag, 20. Juni 2020

Fast identische Simulacra

Philip K. Dicks Simulacra, 1. (links) und 2. Auflage mit identischem
Umschlagbild
Dieser Blog ist über das Sammeln und so gab es und gibt es hier hin- und wieder auch Beiträge, die dem Aussenstehenden, dem nicht-Sammelnden, ein wenig zu speziell erscheinen mögen. Dieses mal geht es um die zwei Auflagen der deutschen Erstausgabe von Simulacra.
Die amerikanische Erstausgabe von Philip K. Dicks The Simulacra erschien, wie so viele der frühen Werke von Dick, im bei Ace Books, Simulacra im August 1964 mit einem wunderbaren Titelbild von Ed Emshwiller. Im Dezember 1978 folgte dann beim Knaur Verlag die deutsche Erstausgabe in der Science Fiction Reihe mit der Verlagsnummer 708, übersetzt von Uwe Anton. Eine zweite Auflage folgt im April 1980. Die beiden Auflagen von Simulacra blieben der einzige Beitrag von Knaur von und zu Philip K. Dick in Deutschland.

Samstag, 25. Juni 2016

Doppel-Ass

Ich habe mich meiner Prioritäten für dieses Jahr besonnen, als ich auf zwei günstige englische Bände von Ace gestossen bin. Aber nicht nur, weil ich mir die Erweiterung meiner Sammlung von Ausgaben von Ace vorgenommen habe, ich mag die Bücher auch wegen ihrer farbigen Titelbildern – und da bin ich nicht der einzige.
Ace wird viel gesammelt und man kann im Netz auch einige gute Quellen zu den Ausgaben von Ace finden. Von Philip K. Dick gibt es – das ist wie immer abhängig davon, wie man zählt – rund 40 Bände von Ace Books, mehr als die Hälfte davon sind Erstveröffentlichungen von Dick. Sein erster Roman Solar Lottery ist dort 1955 veröffentlicht und die letzte Ausgabe bei Ace ist The Man in the High Castle im Jahre 1988. Alle Bände, auch der erste, lasse sich in gutem Zustand einigermassen bezahlbar finden, leider zumeist hinter der Portomauer.
Vulcan's Hammer bei Ace Books von Philip K. Dick
Vulcan's Hammer von Philip K. Dick in der Erstausgabe von 1960 (als Double) mit der Verlagsnummer D-457 und rechts in der Neuauflage von 1972 mit der Verlagsnummer 86608 bei Ace Books

Samstag, 27. Juni 2015

Pabels Utopien

Nach der Terra-Reihe von Moewig und den Abenteuern im Weltenraum von Semrau gibt es noch die Utopia Zukunftsromane und Nebenreihen aus dem Erich Pabel Verlag als dritte Reihe von Science Fiction Heften, die Philip K. Dick herausgebracht haben. Bei Pabel ist kein Roman von Dick erschienen, auch keine Sammlung. Es sind jedoch elf Hefte erschienen, die Kurzgeschichten enthalten.
Utopia Magazin 14: Die
Frau seiner Träume
 (1958)
Motiv von Ed Emshwiller
Die erste Veröffentlichung von Dick bei Pabel ist die Kurzgeschichte Wolken vom Mars, im Original Martians Come in Clouds. Sie findet sich 1958 übertragen von R. A. Atkinson im Utopia Magazin 14 mit dem Titel Die Frau seiner Träume. Im Utopia-Magazin Galaxis-Magazin: Ein Rückblick auf die beiden ersten deutschen Science Fiction-Magazine (2004) von Dieter von Reeken ist das Ausgabedatum August angegeben. Damit wäre das nur die zweite Ausgabe von Dick in Deutschland, bereits im Juli (laut ISFDB) war im Heft Galaxis 5 bei Moewig Die Verteidiger [The Defenders] erschienen. Dicks erster Roman, Geheimprojekt Venus, im Original The World Jones Made, ist bei Semrau wohl erst im September des Jahres erschienen ist.
Nun kann auch ein „August“-Heft bereits vor einer Ausgabe vom Juli am Kiosk liegen … welches der beiden Hefte nun wirklich zuerst da war, lässt sich für mich schwer sagen. Es gibt im Umfeld der Heftromane zahlreiche Kataloge und Verzeichnisse, in denen diese Details versteckt sein sollten, ich konnte sie letztlich nicht endgültig ermitteln, obwohl die die Antwort auf die Frage nach der Ersten schon interessant wäre.
Das Utopia Magazin war eine Nebenreihe der Zukunftsromane und erschien in 26 Ausgaben zwischen 1955 und 1959. Es war eine ambitioniertere Serie, die nicht nur Kurzgeschichten avisierter amerikanischer Autoren, sondern auch Artikel, Rezensionen und eine Story des Lesers enthielt. Enthalten war auch die Science Fiction Check List, bei der man die enthaltenen Geschichten bewerten konnte; die Bewertung für Band 14 sollte in Band 16 erscheinen, leider habe ich sie nicht vorliegen. Die Serie setzte sich letztlich nicht wirklich durch.
Science Fiction Cocktail 1-3 (1965) mit insgesamt fünf Kurzgeschichten von Dick mit Umschlagbildern von Theo Thomas (Band 1) und Rudolf Sieber-Lonati (Band 2 und 3)