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Samstag, 19. November 2022

Lost in Translation (2): Wyatt Earp

Dieser Blogeintrag ist etwas länger geworden. Aber ich verspreche Kurzweil, es gibt Cowboys und Nazis, die aufeinander schiessen. Und die Länge ist überwiegend den ausführlichen, aber lohnenden Zitaten geschuldet.
Es geht noch einmal um Übersetzungen, nach Ubik hier nun über Philip K. Dicks Meinung zur Übersetzung von The Man in the High Castle ins Deutsche.
The Man in the High Castle von Vintage und auf Deutsch von König und neu übersetzt von Heyne

Samstag, 19. Dezember 2015

The Man in the High Castle

Es ist das Jahr des Orakels. Nach der schönen Folio-Ausgabe von Philip K. Dicks The Man in the High Castle ist jetzt die zehnteilige Serie bei Amazon zu sehen – und sicher war es kein Zufall, dass die Folio-Ausgabe pünktlich vor dem Serienstart da war. Und natürlich gibt es auch das offizielle Buch zur Serie von Penguin, den Originaltext mit einem sich auf die Serie beziehenden Umschlagbild.
Das meiste zum Roman steht schon im entsprechenden Blogeintrag, aber ein Detail, das ich erst jetzt entdeckt habe, ist in dem kurzen Text Biographisches Material zu Hawthorne Abendsen zu finden. Der findet sich exklusiv in Ausgabe von Das Orakel vom Berge in der Reihe Meisterwerke der Science Fiction bei Heyne (2000). Der entsprechende Originaltext findet sich in The Shifting Realities of Philip K. Dick – Selected Literary and Philosophical Writing herausgegeben von Lawrence Sutin. Dort ist der Text mit 1974 datiert. Es ist eine fiktive Würdigung von Dick an Hawthorne Abendsen, dem Autoren von Schwer liegt die Heuschrecke und damit der Titelfigur aus dem Orakel vom Berge. So interessant dieses Konstrukt ist – der Autor würdigt seine eigene Figur als Person – so kann uns dies bei einem Autoren wie Dick, der oft genug mit der Realität spielt, nicht wirklich überraschen. Erwähnt wird in diesem kleinen Stück auch die (natürlich fiktive) deutsche Ausgabe von Schwer liegt die Heuschrecke mit der bibliographischen Angabe München: König, 1974. Bei König in München ist 1973 die deutsche Erstausgabe von Das Orakel vom Berge erschienen. Man kann sich vorstellen, dass Dick gerade sein Belegexemplar oder die Tantiemenabrechnung erhalten hatte, als er es geschrieben hat.
Erste und (derzeit) letzte Ausgabe von Dicks Roman "Das Orakel vom Berge"
Die erste und die derzeit neueste Ausgabe von Das Orakel vom Berge von König (1973) links und Fischer (2014) rechts, darunter die Kritik der FASZ

Samstag, 29. August 2015

Folio

The Man in the High Castle
von Folio mit Schuber
Illustration aus The Man
in the High Castle
Vor einigen Tagen traf ein neuerlicher Impulskauf ein. Ich suche gelegentlich nach Neuigkeiten und fand einen Artikel über eine Neuausgabe von Philip K. Dicks The Man in the High Castle bei The Folio Society (link zur aktuellen Auflage, die im Buch, aber nicht auf der Webseite dokumentiert ist). Interessanterweise findet sich diese Ausgabe (noch) nicht bei Amazon oder sonst irgendwo. The Folio Society verkauft offenbar exklusiv über den eigenen Laden in London und übers Netz. Auch wenn das Wort auf den Seiten vermieden wird, so ist The Folio Society letztlich ein Buchclub. Und wie andere Buchclub-Ausgaben in den USA, Grossbritannien und auch Deutschland, so werden auch diese Ausgaben exklusiv vertrieben und tragen daher auch keine ISBN.

Samstag, 2. Mai 2015

Illuminaten, Strahlen, Chemie und anderes

In den letzten Wochen gab es zwei Zugänge in meiner Sammlung, die etwas anders sind; obwohl nicht wirklich im Zentrum der Sammlung, gibt es doch eine Abteilung von englischen Büchern und Zeitschriften. Schwierig ist das Sammeln in diesem Bereich, weil das Angebot in Deutschland recht klein ist – und von den USA, wo das Angebot (zumindest zunächst) gewaltig ist, trennen uns die („neuen“) Portokosten. Daher ist es umso schöner, wenn man etwas in Deutschland finden kann. Diese beiden Fundstücke sind mir in der Bucht in die Netze bzw. die feeds gegangen. Man darf dann nicht zögern, weil sich so etwas in diesem Teil der Welt so schnell nicht wieder zeigen wird...
Steamshovel Press, Nummer 8 (1993)
Der erste Fang war also Ausgabe Number Eight 1993 eines US-Magazins zu offenbar jeder Art von Verschwörungstheorie, Steamshovel Press. Das Magazin ist auf Zeitungspapier gedruckt und geheftet (Achtung, Rost!), die Vorder- und Rückseite sind zweifarbig bedruckt. Enthalten ist der vierseitige Artikel Phillip K. Dick and the Illuminati [sic] - auf der Titelseite stimmt die Rechtschreibung von Dicks Vornamen aber - von Jay Katz. Es geht um Dicks Pink Beam Erlebnisse und nachfolgend Valis als Beleg für geheime Informationsübertragungen und erscheint mir – erwartungsgemäss – etwas verworren. Nun ja. Es handelt sich um einen Vorabdruck aus Katz' Buch Saucers of the Illuminati von 1999. Es ist unklar, ob sich in dem Buch mehr zu bzw. eher von Dick findet; inhaltlich ist es vielleicht weniger relevant. Ein nettes Stück für die Sammlung ist es aber, finde ich, auch wenn der Zustand nur mässig ist (ich hatte das Preisschild nicht gesehen, hätte es aber wohl trotzdem gekauft).