Ein Blog über das Sammeln von Büchern, Zeitschriften, Fanzines und anderem Papier von und über Leben und Werk des amerikanischen Science Fiction Schriftstellers Philip K. Dick (1928-1982).
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Samstag, 20. Juli 2024
Samstag, 30. September 2023
The Collected Stories – Neu bei Gollancz
Mal wieder was Neues! Der britische
Stammverlag von Philip K. Dick, Gollancz, bringt die
Collected Stories von Philip K. Dick heraus – in vier Bänden! Seit der
Erstausgabe der Collected Stories bei Underwood-Miller 1987 sind die
Stories auf Englisch immer in fünf Bänden herausgekommen, mit einer Ausnahme:
nämlich in der teuren Sammlerausgabe 2021 bei Folio.
Samstag, 15. April 2023
Nicht nach Drehbuch
Ein sehr wenig beachtetes Werk von Philip K. Dick ist sein Drehbuch zum
Roman Ubik. Auf Deutsch ist es unselbstständig veröffentlicht, als
Anhang des Romans in der Ausgabe der Philip K. Dick Edition von Heyne
(2003). Der Text ist eine Zugabe, mit der uns die Edition regelmässig
beschenkt hat, so wie das Vorwort von Sascha Mamczak, in dem er auch kurz
auf das Drehbuch eingeht.
| Ubik: The Screenplay, englische Erstausgabe, Corroboree (1985) |
Vom englischen Original gibt es, abhängig davon wie man zählt, drei Ausgaben. Die Erstausgabe ist 1985 posthum bei Corroboree, einem kurzlebigen Klein(st)verlag aus Minneapolis erschienen. Ganz offenbar geschah das mit Unterstützung von Paul Williams, der auch eine Einführung beigesteuert hat, zusätzlich zu einem Vorwort von Dicks Freund Tim Powers. Williams war zu dieser Zeit Dicks literary executor und hat einige Werke von Dick veröffentlicht, so die Collected Stories.
Bei Corroboree gibt es neben der normalen Trade Edition von 1.200 Exemplaren eine „signierte“ und auf 50 Exemplare limitierte Luxusausgabe mit eingeklebten Signaturen von alten Schecks, die vermutlich nur durch Williams erhältlich waren. Die Ausgabe ist auch sonst aufwändig gestaltet, u. a. mit vier eingeklebten Farbdrucken.
Erst 2008 folgte eine weitere englische Ausgabe, wieder von einem kleineren Verlag, Subterranean, von dem wir hier im Blog schon die Complete Stories gesehen haben. 1.500 Stück der gebundenen Trade Edition gibt es, dazu 26 Exemplare lettered (für ursprünglich 150 Dollar; heute sind sie … viel teurer). Enthalten ist hier das Vorwort von Powers, leider fehlt das Vorwort von Paul Williams, dafür gibt es ein Nachwort vom Science Fiction Schriftsteller Tad Williams.
Samstag, 2. Juli 2022
Folio (5): Selected Short Stories
F
olio Society schon wieder! Bisher gab es bei Folio Neues von Philip K. Dick nur zweijährlich, aber nach dem grossen Erfolg der Complete Stories, dem Ausverkauf nach nur vier Tagen im vorigen Jahr, gibt es schon in diesem Jahr wieder etwas von Dick, die Selected Short Stories.
Samstag, 24. Juli 2021
Roboterethik und Philip K. Dick
Mal was anderes. Eine Veranstaltung zu
Philip K. Dick – oder zumindest mit „Philip K. Dick“ im Titel – will
man sich dann doch nicht entgehen lassen, zumal CO2-freundlich erreichbar. Und
natürlich, weil hier die Hochkultur tagt. Ist der titelgebende Autor hier eine
Fahne, unter der man segelt? Das würde wenigstens dafür sprechen würde, das
„Dick“ jetzt ein Marke ist, die hier zieht (aber das wussten wir
schon vorher). Oder wird wirklich über den Mann gesprochen – oder
zumindest seine Literatur oder doch wenigstens über seine Ideen? Streng
literarische Kompetenz war nicht zu entdecken – dafür würde ich mir doch
mal den Science Fiction-affinen Denis Scheck wünschen (und schliesslich
arbeitet der doch in Scobels Partnersender).
Die Veranstaltung
hiess
Roboter-Ethik: Manfred Zapatka liest Philip K. Dick. Janina Loh und
Gert Scobel diskutieren. Und so war es auch.
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| Janina Loh, Gert Scobel, Manfred Zapatka (von links) |
Nach kurzer Vorstellung durch den Veranstalter betraten die drei Protagonisten
die Bühne, Scobel mit ungewohnten Bart. Nach
wenigstens einer halben Gedenkminute des Schweigens für die Opfer der
Flutkatastrophe, hat Scobel zu Zapatka übergeleitet. Der findet Dick, den er
vorher nicht kannte, nach dieser Lektüre nun interessant; das ist keine
Begeisterung, aber immerhin interessant. Zapatka liest dann aus einem
Essay von Dick, Wie man eine Welt erbaut, die nicht nach zwei Tagen wieder
auseinanderfällt, im Original
How to Build a Universe That Doesn't Fall Apart Two Days Later.
Samstag, 27. März 2021
Scheinbar echt
Über Paul Williams muss man in diesem
Blog eigentlich nicht viel sagen. Wer sich etwas mehr mit Philip K. Dick
beschäftigt, begegnet ihm ziemlich bald. Paul Williams hat Dick nicht
alleine gross gemacht, aber er ist wohl alleine derjenige, der am
meisten zu Dicks Ruhm beigetragen hat – wenn man die Verfilmungen ausser acht
lässt, die aber eine andere Art von Bekanntheit gebracht haben, meine ich.
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Burgling the Most Brilliant Sci-Fi Mind on Earth — It Is Earth, Isn’t It? von Paul Williams im Rolling Stone |
Samstag, 5. Dezember 2020
Auf Konferenzen und im Garten
Es ist die Jagd, natürlich:
Ungewöhnliche Stück für die Sammlung finden sich doch fast nur noch im
Ausland, d. h. für meine Sammlung in der Anglosphäre. Und als ich dieses
unbekannte Objekt sah, in England, diesseits der Portomauer und zu
vernünftigem Preis, musste ich zuschlagen.
Samstag, 18. Januar 2020
Ich gestehe
| Ein schöner Rücken … |
Es war Zeit.
Wenigstens ein signiertes Exemplar habe ich mir verdient und die signierte und nummerierte Ausgabe der Confessions stand auf meiner Liste ganz oben. Ich habe das Buch bei Ebay beobachtet und der Verkäufer hat dann ein zu gutes Angebot gemacht, um es abzulehnen – und der Verkäufer ist mir (ein bisschen) bekannt und ich halte ihn für absolut seriös. Und nachdem ich im August nicht beim Philip K. Dick Festival in Fort Morgan war, konnte ich die Anschaffung mit meinem Budget vereinbaren. Wirklich erreicht hat mich das Exemplar aber erst zu Weihnachten.
Diese Ausgabe von Confessions ist als signiertes Exemplar attraktiv, weil sie einigermassen sicher echt ist. Denn es gibt ziemlich sicher einige gefälschte Signaturen: Ein kurzer Schriftzug Philip K. Dick erhöht den Wert eines Exemplars um mindestens 500 Dollar, eher mehr. Da kann der Kugelschreiber schon mal ausrutschen …
Es gibt aber zahlreiche Ausgaben, die von Dick schon bei deren Erscheinen, quasi verlagsseitig, signiert sind, die Echtheit ist also belegt. Dabei handelt es sich um Luxusversionen von Erstausgaben; bei den meisten von ihnen, wie den 100 Exemplaren der Collected Stories, ist die Unterschrift von Dick jedoch nur eingeklebt. Dick hat offenbar eine grosse Menge von unterschriebenen Schecks hinterlassen; in den USA haben die Banken, zumindest zu Dicks Lebenzeiten noch, üblicherweise die eingelösten Schecks an den Aussteller entwertet zurückgesendet, als Beleg für die Auszahlung. Dick hat diese offenbar behalten. Von diesen Schecks wurden nun die Unterschriften ausgeschnitten und in spezielle Ausgaben eingeklebt. Es gibt auch noch eine solche Luxuserstausgabe von Mary and the Giant von Ultramarine (1987) mit einer eingeklebten Scheck-Signatur und In Milton Lumky Territory in einer 50er Auflage von Dragon Press(1985). Weiter gibt es eine solche als lettered edition, also 26 Exemplare versehen mit den Buchstaben A bis Z, der Selected Letters. Und schliesslich gibt es in dieser Art noch eine Ausgabe von Ubik: The Screenplay von Corrobee (1985) in einer nummerierten Auflage von 50 Stück.
Ausser den Confessions gibt es eigenhändig signiert sonst nur noch eine Erstausgabe der Bibliographie PKD. A Philip K. Dick Bibliography von Daniel Levack und Steven Owen Godersky, an der Dick aktiv mitgewirkt hat. Die rot gebundene Variante der Erstausgabe ist 1981 bei Underwood-Miller in einer Auflage von 200 Exemplaren erschienen und von Levack, Godersky und Dick im Buch signiert. Das ist sicher auch ein schönes Stück, aber es ist, trotz seiner Mitwirkung, nicht wirklich von Dick.
Schliesslich gibt es noch The Divine Invasion von Timescape Books (1981), von denen 50 Stück mit einem von Dick signierten Exlibris ausgegeben wurden.
Auf Deutsch sind die Confessions of a Crap Artist in zwei Ausgaben unter dem Titel Eine Bande von Verrückten erschienen, zuerst als Hardcover bei Reidar (1987), später broschiert bei Betzel (1993), hier mehr dazu. Von Dick signierte deutsche Ausgaben sind mir übrigens nicht bekannt.
Beim Kauf in den USA sollte man bedenken, dass der Zoll in dieser Preisklasse noch mal rund 10 Prozent auf den Kaufpreis aufschlägt, da fällt das Porto kaum ins Gewicht. Natürlich muss so etwas versichert versendet werden - und man sollte nur bei einem seriösen Verkäufer kaufen. Trotz der kleinen Anzahl von Ausgaben sind die meisten Luxusausgaben leicht zu finden - der hohe Preis hält sie wohl in Fluktuation.
Bei den deutschen Übersetzungen des Romans ist die später erschienene broschierte Ausgabe von Betzel deutlich seltener und nicht immer erhältlich; offenbar bestimmt aber die häufigere gebundene Erstausgabe den Preis und so ist sie, wenn es sie denn gibt, verhältnismässig günstig zu finden. In jedem Fall lohnt sich hier das Warten auf ein günstiges Angebot.
"Eine Bande von Verrückten", Reidar (1987) bzw. Betzel (1993) jeweils bei 40 bis 80 Euro
| Die Erstausgabe von Confessions of a Crap Artist vom Verlag Entwhistle Books (1975) |
Ausser den Confessions gibt es eigenhändig signiert sonst nur noch eine Erstausgabe der Bibliographie PKD. A Philip K. Dick Bibliography von Daniel Levack und Steven Owen Godersky, an der Dick aktiv mitgewirkt hat. Die rot gebundene Variante der Erstausgabe ist 1981 bei Underwood-Miller in einer Auflage von 200 Exemplaren erschienen und von Levack, Godersky und Dick im Buch signiert. Das ist sicher auch ein schönes Stück, aber es ist, trotz seiner Mitwirkung, nicht wirklich von Dick.
Schliesslich gibt es noch The Divine Invasion von Timescape Books (1981), von denen 50 Stück mit einem von Dick signierten Exlibris ausgegeben wurden.
| Eine teure Signatur |
Beim Kauf in den USA sollte man bedenken, dass der Zoll in dieser Preisklasse noch mal rund 10 Prozent auf den Kaufpreis aufschlägt, da fällt das Porto kaum ins Gewicht. Natürlich muss so etwas versichert versendet werden - und man sollte nur bei einem seriösen Verkäufer kaufen. Trotz der kleinen Anzahl von Ausgaben sind die meisten Luxusausgaben leicht zu finden - der hohe Preis hält sie wohl in Fluktuation.
Bei den deutschen Übersetzungen des Romans ist die später erschienene broschierte Ausgabe von Betzel deutlich seltener und nicht immer erhältlich; offenbar bestimmt aber die häufigere gebundene Erstausgabe den Preis und so ist sie, wenn es sie denn gibt, verhältnismässig günstig zu finden. In jedem Fall lohnt sich hier das Warten auf ein günstiges Angebot.
Preise
"Confessions of a Crap Artist", Entwhistle (1975), signiert um 800 Euro"Eine Bande von Verrückten", Reidar (1987) bzw. Betzel (1993) jeweils bei 40 bis 80 Euro
Samstag, 12. Oktober 2019
Anhang - Die drei Stigmata des Palmer Eldritch
Ich hoffe, dass ich dem deutschen
Philip K. Dick Universum mit diesem Blogeintrag einen winzigen Baustein
hinzufügen kann. Das ist für mich bemerkenswert, weil es die eigentliche
Rechtfertigung für die Sammlung ist: eine solide Basis als Quelle für weitere
Erkenntnisse zu sein. Und das ist hiermit (vielleicht) erstmalig
dokumentiert.
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| Das Umschlagbild von Klaus Dill zu Die drei Stigmata des Palmer Eldritch, Haffmans (1997) |
Samstag, 15. Dezember 2018
Fantastisches Forum 6
Dieser Blogeintrag setzt den Eintrag über Paul Williams bei den 4. Science Fiction-Tagen in NRW inhaltlich fort. Da ging es um die Ausgabe 5 des Fantastischen Forums und das beigelegte Programm der 4. Science Fiction-Tage NRW, an denen auch Paul Williams teilgenommen hatte. Ausserdem hat er dem Programmheft einige Beiträge von und über Philip K. Dick beigesteuert.
Die Ausgabe 6 vom Fantastischen Forum vom Februar 1992 enthält noch ein weiteres Essay von Dick selbst, Die Seele des Wub, sowie ein Interview mit Paul Williams.
Die Seele des Wub ist, wie die anderen Artikel im Fantastischen Forum, auf Deutsch ganz exklusiv nur hier zu finden. Geschrieben ist das Essay 1980 als Einführung zu Dicks erster Geschichte Beyond Lies the Wub, zu Deutsch Und jenseits – das Wobb, in der Anthologie First Voyages, herausgegeben von Avon Books (1981); es ist mir aber unklar, ob das Essay dort dann auch wirklich erschienen ist. Auf jeden Fall ist es auf Englisch in der PKDS Newsletter herausgekommen, in der Ausgabe 24 von 1990. Später ist er (deutlich leichter zu finden) noch einmal in Sutins The Shifting Realities of Philip K. Dick, Vintage (1996) unter dem Titel “Headnote” for “Beyond Lies the Wub” veröffentlicht. Diese kurze Headnote fehlt übrigens in den Notes in den Collected Stories, auch wenn man sie dort erwarten würde.
| Das Fantastische Forum 6 vom Februar 1992 enthält ein Essay von Philip K. Dick |
Die Seele des Wub ist, wie die anderen Artikel im Fantastischen Forum, auf Deutsch ganz exklusiv nur hier zu finden. Geschrieben ist das Essay 1980 als Einführung zu Dicks erster Geschichte Beyond Lies the Wub, zu Deutsch Und jenseits – das Wobb, in der Anthologie First Voyages, herausgegeben von Avon Books (1981); es ist mir aber unklar, ob das Essay dort dann auch wirklich erschienen ist. Auf jeden Fall ist es auf Englisch in der PKDS Newsletter herausgekommen, in der Ausgabe 24 von 1990. Später ist er (deutlich leichter zu finden) noch einmal in Sutins The Shifting Realities of Philip K. Dick, Vintage (1996) unter dem Titel “Headnote” for “Beyond Lies the Wub” veröffentlicht. Diese kurze Headnote fehlt übrigens in den Notes in den Collected Stories, auch wenn man sie dort erwarten würde.
Das Wub, das auf Deutsch aus mir unerfindlichen Gründen ein Wobb ist, spielt natürlich für Dick als seine erste professionell veröffentlichte Kurzgeschichte eine besondere Rolle. Der Text des Essays hat auch eine sehr persönliche Note, die für mich einen leicht melancholischen Anklang hat, da er kurz vor seinem Tod vom Anfang seiner Karriere schreibt. Dick hat sich seine Erstveröffentlichung offensichtlich im Detail angesehen, er zitiert wörtlich die Reklametexte, die seine Geschichte umrahmen und geht auf die Illustrationen ein.
Samstag, 27. Oktober 2018
Paul Williams in NRW
Zwei Objekt, die ich nur der
Sorgfalt meines Antiquariats verdanke,
sind die Ausgaben des Fantastischen Forums. Diese Hauszeitschrift des
Aktionskreises Fantastik erscheint von 1990 bis mindestens zur Nummer
17 im Jahre 1998. Im Format A5 wirkt sie wie ein besseres Fanzine, die
Beiträge heben sich in der Qualität aber unbedingt von denen der Egozines der
Zeit ab. So enthält Ausgabe 5 von 1991 Beiträge von Erik Simon, bekannt
als Strugatzki-Kenner und Übersetzer, und dem britischen Science Fiction
Schriftsteller Ian Watson.
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Programm der 4. Science Fiction-Tage NRW, eine Beilage des Fantastischen Forums 5 von 1991 |
Samstag, 27. Januar 2018
Die Widmungen
Viele der Bücher von Philip K. Dick
sind naturgemäss Personen gewidmet, die Dick nahe gestanden haben. Von den
deutschen Ausgaben trägt nur etwa ein Viertel eine Widmung – in einigen
Fällen ist diese literarische Zueignung bei der Übersetzung einfach verloren
gegangen, häufig hat auch das Original keine Widmung.
Samstag, 13. Februar 2016
Spiegel, Spiegel in der Hand
Die Amazon-Serie The Man in the High Castle hat auch in Deutschland das Interesse für den amerikanischen Schriftsteller Philip K. Dick wieder geweckt – ein bisschen immerhin. Der Spiegel bringt in Ausgabe 51 des vorigen Jahres (2015) bereits eine Kritik der Serie. Jetzt führt Frank Thadeus ein Interview mit Tessa Dick, seiner fünften Ehefrau, das man in der Ausgabe 4/2016 auf Seite 108–110 nachlesen kann; online gibt's immerhin eine Vorschau.
| Spiegel 4/2016 mit einem Interview mit Tessa Dick, der fünften Ehefrau von Philip K. Dick |
Samstag, 10. Oktober 2015
Leben und Werk
| Die seltenen Materialien |
Bereits 1976 hat sich mit SFT-Sonderreihe Band 1 – Philip K. Dick: Materialien die Arbeitsgemeinschaft Spekulative Thematik (AST) in einem kompletten „Band“, eigentlich einem Heft, mit Dick beschäftigt. SFT steht dabei für Science Fiction Times, eine Zeitschrift, die sich in zahlreichen Beiträgen mit Dick beschäftigt hat. Die deutschen Original-Beiträge in diesem Heft sind denn auch von Uwe Anton. Der (inhaltliche) Wert wird aber von sechs Beiträgen von Dick selbst noch erheblich gesteigert, u. a. ist die Vancouver-Rede enthalten. Dazu kommen noch einige „klassische“ Texte über Dick wie das Vertex-Interview oder Paul Williams Vorwort zu Confessions of a Crap Artist, welches kurz vorher (1975) in den USA in Paul Williams Verlag Entwhistle Books erschienen ist – und erst 1987 mit diesem Vorwort in Deutschland.
Samstag, 25. April 2015
Zwillinge
Einzelne Ausgaben präsentieren sich rätselhaft – bis das Rätsel gelöst bzw. die Ausgabe ergattert ist. Die Anschaffung von Philip K. Dicks Eine Bande von Verrückten hatte sich aufgeschoben, weil der Band nur recht teuer angeboten wurde.
Zuerst kam die deutlich häufiger zu findende gebundene Erstausgabe vom Reidar Verlag von 1987 in die Sammlung. Es ist die deutsche Erstausgabe in der Übersetzung von Gero Reimann, unter Mithilfe von Jennifer K. Klipp-Reimann. Reimann hat sich auch sonst sehr um Dick bemüht. Diese gebundene Ausgabe hat einen schönen blauen Leineneinband mit Schutzumschlag mit einem bunten Motiv, das stark an die Paladin-Ausgabe erinnert, die allerdings erst 1989 erschienen ist (fairerweise erinnert die Paladin-Ausgabe somit wohl an die Ausgabe von Reidar).
Es waren dann viele Hinweise auf eine broschierte Ausgabe zu finden, vom Betzel Verlag, allerdings wurde diese nirgendwo angeboten. Es gab auch Bilder, allerdings war kein Unterschied zur gebundenen Ausgabe zu finden und gelegentlich waren Verlag, Erscheinungsdatum und ISBN zwischen den Ausgaben vertauscht; teilweise fehlt bei Angeboten auch jegliche Angabe zu Verlag und Format. Sicher bezüglich solcher Angaben kann man sich eigentlich nur bei Ausgaben sein, die man in der Hand hatte – zumal die Ausgabe von Betzel nicht in der Deutschen Nationalbibliothek nachgewiesen ist. Möglicherweise handelte es sich also nur um einen Phantomband, ein Geist, das nur als Trugbild in den Tiefen des Internets existierte … aber nicht in einem Bücherregal.
Als der Band dann auf dem Marktplatz von Amazon aufgetaucht ist, lag er schnell auf meinem Tisch; leider gebunden und von Reidar. Auf Rückfrage beim Anbieter, der sich offenbar an ein bestehendes Angebot auf dem Marktplatz angehängt hatte (und der Einband sieht ja vorderseitig wirklich identisch aus) und mit Hinweis auf die unterschiedlichen ISBNs, die ja durchaus als Identifikation dienen kann, kam doch leichtes Unverständnis („die Nummer? ISBN?“). Bei einem Profi-Anbieter, sprich Antiquariat, wäre das eher nicht passiert; nun ja.
Es waren dann viele Hinweise auf eine broschierte Ausgabe zu finden, vom Betzel Verlag, allerdings wurde diese nirgendwo angeboten. Es gab auch Bilder, allerdings war kein Unterschied zur gebundenen Ausgabe zu finden und gelegentlich waren Verlag, Erscheinungsdatum und ISBN zwischen den Ausgaben vertauscht; teilweise fehlt bei Angeboten auch jegliche Angabe zu Verlag und Format. Sicher bezüglich solcher Angaben kann man sich eigentlich nur bei Ausgaben sein, die man in der Hand hatte – zumal die Ausgabe von Betzel nicht in der Deutschen Nationalbibliothek nachgewiesen ist. Möglicherweise handelte es sich also nur um einen Phantomband, ein Geist, das nur als Trugbild in den Tiefen des Internets existierte … aber nicht in einem Bücherregal.
Als der Band dann auf dem Marktplatz von Amazon aufgetaucht ist, lag er schnell auf meinem Tisch; leider gebunden und von Reidar. Auf Rückfrage beim Anbieter, der sich offenbar an ein bestehendes Angebot auf dem Marktplatz angehängt hatte (und der Einband sieht ja vorderseitig wirklich identisch aus) und mit Hinweis auf die unterschiedlichen ISBNs, die ja durchaus als Identifikation dienen kann, kam doch leichtes Unverständnis („die Nummer? ISBN?“). Bei einem Profi-Anbieter, sprich Antiquariat, wäre das eher nicht passiert; nun ja.
| Beide deutsche Ausgaben von Eine Bande von Verrückten von Philip K. Dick: Reidar (1987), gebunden (links) und etwas kleiner Betzel (1993), broschiert (rechts) |
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