Samstag, 29. Dezember 2018

Ein Jahr elektrisch geträumt

Das Sammeljahr 2018 ist vorbei. Von Philip K. Dick, der in diesem Jahr 90 geworden wäre, ist auf Deutsch nur Anfang des Jahres Electric Dreams bei Fischer erschienen. Auf Englisch sind auf den letzten Drücker noch zwei Ausgaben bei Ulverscroft erschienen oder zumindest angekündigt, mir ist unklar, ob diese Ausgaben überhaupt in den freien Handel gehen oder nicht ausschliesslich für Bibliotheken und Schulen gedacht sind ... was sie noch spannender machen würde: Do Androids Dream of Electric Sheep? und Electric Dreams. Eine zweite Ausgabe von Electric Dreams war von Gollancz für 2018 angekündigt, aber da es  keine zweite Staffel der Serie gegeben hat, gibt es natürlich auch kein Buch dazu. Erwähnen muss ich auch noch das neue Buch von Gregg Rickman: Philip K. Dick on Film.
Laut meines unvollständigen Katalogs sind etwa 30 neue internationale Ausgaben erschienen. Spitzenreiter war die Türkei mit sechs neuen Ausgaben. Bei den 30 Ausgaben ist Electric Dreams neunmal vertreten - es stelle also fast ein Drittel aller Ausgaben überhaupt.
Der letzte Zugang des Jahres:: The Three Stigmata of
Palmer Eldritch
, Gollancz das Erscheinungsjahr
ist etwas unklar, nach 2003
Meine persönliche Ausbeute ist im Blog - teilweise - dokumentiert. Hauptsächlich war es Primärliteratur, viel Englisches und natürlich wenig Deutsches, ausser den Electric Dreams nur ein paar Auswechselungen - und natürlich die bemerkenswerten neu entdeckten Insel-Ausgaben! International sind die Bücher aus Kroatien dazugekommen. Insgesamt war es dieses Jahr aber weniger als im Vorjahr.
Das absolute Highlight des Jahres aber war für mich das Philip K. Dick Film Festival. Als Sammler kommt man sonst eben auch wenig raus und kann sich wenig austauschen - und die Eindrücke sind noch frisch. Die zwei Abende werden sicher in Erinnerung bleiben.
Die Anzahl der Einträge in diesem Blog ist stabil geblieben, noch gibt es genug zu berichten und genug Motivation weiterzumachen. Das letzte Quartal des Jahres begann aber mit dem Google+ Schock: Google+ wird für private Nutzer im April 2019 eingestellt! Nun ist Google+, obwohl dieser Blog es nutzt, nicht wirklich kritisch, Traffic kriege ich damit nicht. Aber nach einer gewissen Zeit kommt einem zu Bewusstsein, dass Blogger, die Plattform, auf der dieser Blog läuft, mindestens gefährdet ist, zumal sich auch eine Schliessung von Google Hangouts anbahnt. Zwar ist Blogger populärer als Google+, aber man kann sehen, dass Google schon seit Jahren nur sehr wenig in dieses Werkzeug investiert. Man muss sich also fragen, wie lange es Blogger noch gibt. Das sind keine guten Gedanken ...
Dafür hat dieser Blog nun eine eigene E-Mail-Adresse! Nicht jeder Leser möchte einen Kommentar schreiben und nicht jede Kommunikation muss öffentlich sein, daher kann man nun auch eine Mail schreiben, an (natürlich) dickkoepfigsammeln (Umlaute beachten) bei (natürlich) gmail.com. Auf Gmail wird man sich wohl verlassen können, auch langfristig.
Und schliesslich hat sich der Autor dieses Blogs eine Visitenkarte speziell für diesen Blog geleistet - auch wenn die 100 Kärtchen wohl länger reichen werden als dieser Blog.
Und so ist ein weiteres Jahr vergangen, in dem Blog und Sammlung gewachsen sind. Bis zum nächsten Jahr!

Samstag, 22. Dezember 2018

Katzengold

Science Fiction Special 7 von 1973,
vom Licht start verfärbt in hellem lila
statt in dunklem blau-violett
Da musste ich zugreifen: Science Fiction Special 7, Sidgwick & Jackson von 1973 für 5 Euro!
Eigentlich lege ich bei neuen Exemplaren in der Sammlung zunehmend Wert auf Qualität, insbesondere vermeide ich Exemplare, die arg angegriffen sind. Das gilt für alle Opfer all zu grosser Misshandlungen durch die Vorbesitzer. Dem oben genannten Special 7 konnte ich dann aber doch nicht widerstehen, obwohl es die letzten 45 Jahre nicht gut überstanden hat - vermutlich, weil es sich um eine etwas grenzwertige Ausgabe handelt, die man selten sieht. Eine gute Ausgabe kann man bei isfdb sehen.
Man muss dem Anbieter zugute halten, dass er alle Mängel in seinem Angebot sauber dokumentiert hat - das ist nicht immer so und auch die Erklärung dafür, warum ich mehr Ex-Lib Exemplare besitze als ich eigentlich wollte. Die hohen Versandkosten erklären sich aber nur zum Teil durch das Format des Buches: Es ist dick, aber nicht grösser als ein normales Taschenbuch und kommt damit auf 810g.
Denn dieses Science Fiction Special 7 ist im Grunde die gemeinsame Ausgabe von zwei Sammelbänden, dem A Murray Leinster Omnibus (1968) und dem A Philip K. Dick Omnibus (1970). Der Band enthält insgesamt sechs Romane, drei von Murray Leinster:
  • Operation Terror, deutsche Ausgabe: Terrorstrahlen. Moewig (1964), Terra Band 366
  • Checkpoint Lambda, wohl ohne deutsche Ausgabe
  • Invaders of SpaceFreibeuter des Alls. Pabel (1965), Utopia-Zukunftsromane Nr. 465
und drei von Dick
  • The Crack in Space [Das Jahr der Krisen]
  • The Unteleported Man [Der unteleportierte Mann]
  • Dr. Futurity [Schachfigur im Zeitspiel]
Nicht der A Philip K. Dick Omnibus,
sondern der zweite Teil des
Science Fiction Special 7
Der Verlag hat einfach die beiden Bücher in einem gemeinsamen Band noch einmal herausgebracht und so steht es ja auch auf dem Schutzumschlag - auch wenn man Dick dort um seine Initiale gebracht hat. Jeder Roman hat seine eigene Seitenzählung, Jeder der beiden Omnibusse eine eigene Titelei mit Schmutztitel und Titelblatt. Bei Sidgwick & Jackson sind noch zwei weitere Hardcover von Dick erschienen. The World Jones Made im Jahre 1968 und 1970 noch einmal im Science Fiction Special 1. Gemeinsam haben diese Ausgaben (und viele andere Ausgaben des Verlages aus der Zeit), dass sie teuer sind, im mittleren dreistelligen Bereich, am seltensten scheint das Special 1 zu sein.
Es gibt übrigens keine deutschen Sammelband, der Romane von Dick und die eines anderes Autoren beinhaltet; Sammelbände dieser Art sind aber z. B. in Russland recht populär.
Leinster war ein sehr produktiver Autor mit sicher mehr als 700 Kurzgeschichten und über 100 Romanen, andernorts werden gar 1500 Veröffentlichungen genannt, von dem auch auf Deutsch einiges (aber wohl nicht alles) erschienen ist - und wie man oben sieht oft an den gleichen Stellen, an der wir auch Dick finden.
Nicht mal die schlechtesten Seiten aus dem Exemplar
Dick und Leinster kannten sich, sie sind sich zumindest begegnet, Dick erwähnt "MURRAY LEINSTER" in seiner Kurzgeschichte Wasserspinne [Waterspider], die auf der Science Fiction Worldcon in San Francisco 1954 spielt. Ausser Leinster erscheint auch Dick dort selbst, diese Kurzgeschichte ist also recursive oder Meta-SF. Die Encyclopedia Dickiana weiss noch mehr über diese Kurzgschichte (und dazu: nein, The Fisher of Men von Poul Anderson gibt es nicht und auch keine Kurzgeschichte von ihm in If vom Mai 1971). Briefe von Dick an Leinster konnte ich keine finden, der Kontakt war wohl begrenzt.
Und zum Schluss: Wann sollte man (so) schlechte Qualität kaufen - und wann nicht, auch wenn sie sehr günstig ist? Die Antwort ist einfach: Kommt drauf an. Hauptsächlich auf die eigene Einstellung. Ich finde dieses Buch spannend, weil es eher ungewöhnlich ist. Aber viel Geld würde ich dann lieber für etwas Repräsentativeres ausgeben, z. B. eine hübsche gebundene Ausgabe von einem Roman. Daher war das meine Chance den Band überhaupt irgendwie in die Sammlung zu kriegen und ich habe meinen Spass damit, auch wenn der Zustand wirklich schlecht ist.
Ich bin bei der Recherche für diesen Blogeintrag auch über einen Eintrag im Poul Anderson Appreciation Blog gestolpert. Hier beklagt sich der Autor und Sammler, dass es so viel Kurzgeschichten und Artikel von Anderson gibt, die uncollected sind, d. h. nur in den Pulp Magazinen der 50er Jahre erschienen sind und dann nie wieder - und wie schwierig es jetzt ist, diese  einzeln zu sammeln. Bei Philip K. Dick haben wir das Glück, dass zu Paul Williams Zeiten die Collected Stories entstanden sind. Die Magazine kann man sammeln - man muss es aber nicht, um Dick komplett zu lesen.
Und zum Schluss: Es gibt eine umfassende Murray Leinster Home Page, leider nichts entsprechendes für oder auf Deutsch - hier bietet sich dem engagierten Sammler noch ein Betätigungsfeld. Viel zu Sammeln gibt es ja.

Samstag, 15. Dezember 2018

Fantastisches Forum 6

Dieser Blogeintrag setzt den Eintrag über Paul Williams in NRW inhaltlich fort. Da ging es um die Ausgabe 5 des Fantastischen Forums und das beigelegte Programm der 4. Science Fiction-Tage NRW, an denen auch Paul Williams teilgenommen hatte. Ausserdem hat er dem Programmheft einige Beiträge von und über Philip K. Dick beigesteuert.
Das Fantastische Forum 6 vom Februar 1992 enthält
ein Essay von Philip K. Dick
Die Ausgabe 6 vom Fantastischen Forum vom Februar 1992 enthält noch ein weiteres Essay von Dick selbst, Die Seele des Wub, sowie ein Interview mit Paul Williams.
Die Seele des Wub ist, wie die anderen Artikel im Fantastischen Forum, auf Deutsch ganz exklusiv nur hier zu finden. Geschrieben ist das Essay 1980 als Einführung zu Dicks erster Geschichte Beyond Lies the Wub, zu Deutsch Und jenseits - das Wobb, in der Anthologie First Voyages, herausgegeben von Avon Books (1981); es ist mir aber unklar, ob das Essay dort dann auch wirklich erschienen ist. Auf jeden Fall ist es auf Englisch in der PKDS Newsletter herausgekommen, in der Ausgabe 24 von 1990. Später ist er (deutlich leichter zu finden) noch einmal in Sutins The Shifting Realities of Philip K. Dick, Vintage (1996) unter dem Titel "Headnote" for "Beyond lies the Wub" veröffentlicht. Diese kurze Headnote fehlt übrigens in den Notes in den Collected Stories, auch wenn man sie dort erwarten würde.
Das Wub, das auf Deutsch aus mir unerfindlichen Gründen ein Wobb ist, spielt natürlich für Dick als seine erste professionell veröffentlichte Kurzgeschichte eine besondere Rolle. Der Text des Essays hat auch eine sehr persönliche Note, die für mich einen leicht melancholischen Anklang hat, da er kurz vor seinem Tod vom Anfang seiner Karriere schreibt. Dick hat sich seine Erstveröffentlichung offensichtlich im Detail angesehen, er zitiert wörtlich die Reklametexte, die seine Geschichte umrahmen und geht auf die Illustrationen ein.
Bei dem zweiten Beitrag im Fantastischen Forum 6, mit dem Titel Philip K. Dick - Ein Leben für die Frage. Eine Gesprächsrunde mit Paul Williams handelt es sich offenbar um die Transkription des im Programm der 4. SF-Tage angekündigten Podiumsdiskussion. Auf immerhin sechs Seiten spricht Williams über Dick und die Filme, die Drogen, die Mainstream-Bücher und die Religion. Auch dieser Beitrag dürfte einmalig sein, man wird ihn wohl sonst nirgendwo finden - nicht einmal auf Englisch.
Ansehen kann man sich Dicks erste Veröffentlichung in Planet Stories, Juli 1954, mit den Reklametexten und Illustrationen sowie viele weitere im Original beim Internet Archive.

Samstag, 8. Dezember 2018

Nackt und ausgezogen

Der Titel dieses Blogeintrags ist natürlich der verzweifelte Versuch, Leser anzulocken oder wenigstens einen Click zu kriegen, denn sex sells bekanntlich. Obwohl ich schon länger mit dem Gedanken für einen Blogeintrag über pikante Umschlagbilder liebäugele, geht es dieses mal um weniger Frivoles. Es geht darum, was die beiden Insel-Ausgaben von Philip K. Dick unter ihren Schutzumschlägen tragen.
Zwei unterschiedliche Einbände von Dicks Mozart für Marsianer bei Insel
Mozart für Marsianer in der Reihe Phantastische Wirklichkeit im Insel
Verlag (1973) im schwarzem und im lila Pappband; der Schutzumschlag,
gestaltet von Helmut Wenske, und der Buchblock sind gleich
Ausgelöst hat diesen Beitrag ein Kommentar zum Blogeintrag Insel und Suhrkamp. Dort wurde ich von einem Leser dieses Blogs darauf aufmerksam gemacht, dass es bei den Insel-Ausgaben der Reihe Phantastische Wirklichkeit offenbar unterschiedliche Einbände gibt. Häufiger sind wohl die lila Pappbände, die der eigentümlich lilanen Typographie der Reihe folgen. Die beiden Ausgaben von Dick zumindest gibt es auch mit schwarzem Pappband, wie sie für die von Insel gleichzeitig herausgegebene Reihe Bibliothek des Hauses Usher verwendet werden, hier mehr zu dieser Reihe bei Wikipedia. Die Schrift auf dem Buchrücken nennt Titel und Autor, sie ist bei der schwarzen Ausgabe in weiss, bei der lila Ausgabe in Silber. Die beiden Ausgaben unterscheiden sich sonst in nichts. Zumindest bei einigen weiteren Bänden der Reihe Phantastische Wirklichkeit werden Ausgaben sowohl im lila als auch im schwarzen Pappband angeboten, in Pallas oder die Heimsuchung von Edward de Capoulet-Junac etwa oder Herren im All vom Cordwainer Smith.
Die Umschlagbilder beider Bücher sind von Helmut Wenske gestaltet, der auch das Umschlagbild für Uwe Antons Willkommen in der Wirklichkeit gemacht hat sowie für die drei Ausgaben der Valis-Trilogie bei Moewig.
Ich selbst bin wenig aufmerksam bei dem, was unter dem Schutzumschlag ist. Ursprünglich wirklich als reiner Schutz gedacht, ist der Schutzumschlag dieser Tage doch meist interessanter als das, was darunter ist und eigentlich geschützt werden soll. Tatsächlich funktioniert das meist auch recht gut, Schutzumschläge sind häufiger in schlechtem Zustand und bedürfen genauerer Betrachtung, aber der eigentlich Einband ist dann doch gut erhalten.
Silber und schwarze Schrift auf dem Buchrücken von Mozart für Marsianer
Die Buchrücken von Mozart für Marsianer, Insel (1973),
die Schrift oben silber unten weiss
Mir war also nie aufgefallen, dass es diese doch recht offensichtliche Varianten gab - man lernt eben nie aus.
Herausgegeben wurden die 15 Bände der Reihe von Franz Rottensteiner. Wikipedia sagt  über die Reihe Phantastische Wirklichkeit:
Hier erschienen erstmals in deutscher Übersetzung Werke von [...] Philip K. Dick in gebundenen Ausgaben.
Das ist etwas missverständlich, erstmals bezieht sich nur auf die Werke, aber nicht auf die gebundenen Ausgaben, denn die Zeit ohne Grenzen war schon rund zehn Jahre vorher als zwar gekürztes, aber doch gebundenes Leihbuch erschienen - allerdings bis dato als einzige gebundene Ausgabe. Beide Insel Ausgaben, Mozart für Marsianer und LSD Astronauten, sind deutsche Erstausgaben.
Willkommen in der Wirklichkeit von
Uwe Anton bei Heyne (1990) mit
einem Cover von Helmut Wenske
Erstaunlich ist, dass man den Band 1 der Reihe, die von Franz Rottensteiner herausgegebene Anthologie Die Ratte im Labyrinth, herausgekommen am 9. November 1971, offenbar bei Suhrkamp noch neu bestellen kann.
Bei der Beschaffung der oben beschriebenen Varianten treten weniger Probleme auf, als erwartet. Die Farbe des Einbandes wird oft genannt oder ist auf den begleitenden Bilder erkennbar - man kann vermuten, dass den Anbietern die Relevanz bekannt ist und die Farbe des Einbandes daher explizit genannt wird - ich hatte das bisher immer überlesen. Man kann also oft feststellen, welcher Einband angeboten wird - wenn nicht, muss man eben fragen. Man findet auch Angebote zu vertretbaren Preisen, man sollte allerdings darauf achten, dass die Folierung des Schutzumschlages einigermassen in Ordnung ist, auch auf der Rückseite. Die Folie löst sich immer ein wenig, aber offenbar bei den LSD-Astronauten mehr als beim Marsianischen Zeitsturz, vermutlich hat man in der Produktion über die Jahre etwas geändert - oder meine Wahrnehmung ist falsch, ich habe auch nur ein paar Exemplare gesehen.
Zum Abschluss sei noch mal auf das noch immer ungelöste Rätsel um die broschierte Ausgabe von Insel hingewiesen. Und hier gibt es im Blog alles zu Insel und Suhrkamp.

Samstag, 1. Dezember 2018

Griechisch: ΦΙΛΙΠ Κ. ΝΤΙΚ

Der goldene Mann von Philip K. Dick in einer
griechischen Ausgabe: O xrysafenios andras
bei Para Pente von 1997
Griechenland. Das Land in dem die europäische Kultur geboren wurde. Und das Land, das sich erst spät für Philip K. Dick zu interessieren begann.
1976 erschien als erster Roman von Dick in Griechenland ausgerechnet Schachfigur im Zeitspiel [Dr. Futurity]. Zu diesem Zeitpunkt hätte es wohl bessere Romane von Dick gegeben, aber es ist in einigen Ländern zu beobachten, dass die erste Wahl einer Übersetzung überraschend schlecht ist. Dafür gibt es offenbare drei oder vier Ausgaben des Romans von verschiedenen Verlagen - alles aus dem gleichen Jahr. Leider werden hier durchgängig keine ISBNs angegeben, so dass es schwer ist, hier genau zu erkennen, wie viele Ausgaben von wie vielen Verlagen es wirklich gibt. Ich konnte auch keine gute Seite finden, die hier genauer Aufschluss bringt.
1978 sind die folgenden Übersetzungen Ubik und Das Orakel vom Berge, also zwei von Dicks besten Werken. Auch in den letzten Jahren hat es neue Ausgaben gegeben, die letzte, Simulacra, ist im Jahr 2016 bei Medusa erschienen, einem von zwei oder drei Verlagen, die sich verstärkt um Dick bemühen.
Insgesamt sind aber nur 26 SF-Romane in rund 50 Ausgaben, drei Mainstream Romane und fünf Anthologien auf Griechisch herausgekommen, mit fünf Ausgaben liegt - wie immer - der Blade Runner vorne. Die wichtigen Romane liegen aber mittlerweile alle vor, die grösste Lücke ist für mich Die Lincoln-Maschine [We Can Build You].
Eine eher unvollständige griechische Bibliographie findet sich natürlich auch im Netz.
Sehr gelegentlich tauchen griechische Ausgaben auch bei den einschlägigen deutschen Anbietern auf, mit dem direkten Kauf in Griechenland habe ich keine Erfahrung; eigentlich sollte das kein Problem sein, da Griechenland natürlich Mitglied des Euro-Raumes ist und Überweisungen kostenfrei und problemlos sein sollten ... wie die Kosten für das Porto sind, ist mir allerdings gänzlich unklar.
Der Web-Tipp ist das PKDicktionary, eine Sammlung von Begriffen aus Dicks Romanen von AGEOFWASTE bis YOUKNOWWHAT und dazwischen natürlich KIPPLE.
Eine Liste aller Sprachen, in die Philip K. Dick übersetzt ist, findet sich hier im Blog.