Samstag, 6. Januar 2024

Ein grosses Jahr voraus!

Das Jahr 2024 wird das Jahr des Philip K. Dick Festivals in Fort Morgan, Colorado. Dieser Blog hat fest geplant, einen Korrespondenten zu entsenden, die Vorbereitungen laufen schon. Es wird einiges zu berichten geben. Und es wird sich vielleicht einiges daraus ergeben …
Alles andere fällt dahinter zurück, aber dies und das gibt es doch noch: Es heisst Centipede, der amerikanische Kleinverlag für teure Sonderausgaben, bereitet nach dem Drilling von 2021 nun einen Vierer vor: Solar Lottery, The World Jones Made, The Man Who Japed und The Eye In the Sky sind offenbar geplant. Wie zuvor eher unterdurchschnittliche Romane – positiv formuliert bisher vernachlässigte Werke. Dem Sammler (auch diesem) wird's egal sein. Der Experte mag Spannendes finden: der erste veröffentlichte Roman Hauptgewinn: die Erde, der zweite Roman, Die seltsame Welt des Mr. Jones, in dem Dick seine Themen sucht (und der genug Ideen für ein anderes Lebenswerk enthält), der dritte Roman Der heimliche Rebell (Dicks Mentor Anthony Boucher nennt ihn „enttäuschend“) und immerhin ein früher Höhepunkt mit Und die Erde steht still. Es wird jedenfalls schwer oder sehr teuer werden, diese Ausgaben zu bekommen. Und das Budget wird durch andere Aktivitäten (s. o.) sowieso angespannt sein. Abwarten.
Verraten sei noch, dass bald eine neue Sprache vorgestellt wird: auch auf Albanisch kann man Philip K. Dick nun lesen.
Und sonst warten wir natürlich auf all die angekündigten Verfilmungen: Blade Runner 2099, das am wenigsten mit Dick zu tun hat, aber am wahrscheinlichsten realisiert wird und uns vermutlich zuerst erreicht. Jane, das am interessantesten klingt und irgendwie auch noch möglich ist. Auch Clans of the Alphane Moon soll bei Amazon erscheinen, ebenfalls als Serie. Interessant. Dann gibt es noch Vulcan's Hammer, das ebenfalls interessant sein könnte, von dem man aber nur noch wenig gehört hat, nachdem es schon 2021 angekündigt wurde.
Und schliesslich Ubik, dessen Verfilmung mal wieder „ernsthaft diskutiert“ wird. Nach Jean-Pierre Gorin und Michel Gondry nun ein weiterer Anlauf. Dieser Blog hier Sorgen, was Hollywood bzw. Amazon hier anrichten kann … die Zeiten für grosse oder auch nur gute Zeiten sind schlecht, Franchises und vierzehnte Teile von Serien, die inhaltsfrei das Gleiche immer wieder aufkochen, lassen wenig Gutes erwarten. Vulcan's Hammer mag als Roboterkriegsfilm enden, aber Ubik bitte nicht. Und der Trust will ins grosse Kino, nicht auf die Festivals … dort ist keine Hoffnung. Also: besser gar nicht! Man kann sich also auch auf Dinge freuen, die nicht kommen. Mit diesen Worten …

 ein spannendes, frohes, erfolgreiches 2024!

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