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Samstag, 11. Juli 2026

Doppelgänger in aller Welt

Als n–te Fortsetzung unserer Doppelgängerserie folgen jetzt die englischen Ausgaben, deren Titelbilder andernbuchs wiederverwendet wurden.
Ausgenommen sind bei dieser kleinen Sammlung Titelbilder, die (nur) von einer englischen Originalausgabe in eine des entsprechenden Übersetzung des Buches übernommen sind. Das passiert nicht oft, aber gelegentlich eben doch, z. B. ist das Cover der Erstausgabe von The World Jones Made, Ace (1956) für die türkische Erstausgabe unter dem Titel Yaratılan Dünya von 1971 verwendet. Das ist kein echter Doppelgänger, sondern ein Folgegänger in der Terminologie dieses Blogs.
Einen eigenen Blogeintrag haben sich bereits die Steinewerfer in diesem Blog verdient: Das vielfach kopierte Cover von Dicks erstem Roman, Solar Lottery mit zahlreichen Doppel- und Folgegängern.

The Three Stigmata of Palmer Eldritch

Eine durchgehende Umschlagillustration, wie beim Gott des Zorn, hat auch dieser Doppelgänger. Und hier ist das (legendäre) Original so reichhaltig, dass man aus einem Ausschnitt der Rückseite ein eigenes Cover machen kann. Das Dune-Cover:

Illustration von Bruce Pennington
Manor Books (1975) Frank Herbert:
Dune,
Manor (1968)

Es gibt diverse Ausgaben von Dune
mit diesem Umschlagbild.
Don Pfeil:
Look Back to Earth,
Manor Books (1977)     
Ausschnitt
Frank Dorn:
Sunwatch,
Manor Books (1979)   
Ausschnitt
Thomas Hubschman:
Alpha II,
Manor Books (1980)
Ausschnitt

Samstag, 4. Juli 2026

Wir liegen vor Madagaskar ...

Flagge von Madagaskar
Es gibt nur eine Briefmarke mit Philip K. Dick, aber zwei mit einem Blade Runner-Motiv. Und auch wenn Blade Runner in diesem Blog nur ein Randthema ist, eine Kuriosität wie diese Briefmarke ist diesem Blog, der sich immer gerne etwas abseitigen Themen annimmt, einen Beitrag wert.
Ich denke bei Madagaskar zuerst an eine Schiffsbesatzung in einer prekärer Situation. Und vier putzige Zootiere, die mit dem Schiff anreisen. Und an Vanille, eines der Hauptexportprodukte, dessen Preisentwicklung einen eigenen Eintrag wert wäre, wäre dies ein Küchenblog.
Madagaskar hat 32 Millionen Einwohner und eine bunte Postgeschichte, die ersten Briefmarken sind aus der britischen Kolonialzeit.
Mehr als 100 Jahre später finden wir dann dies:
L'etoffe des heros de Philip Kaufman aus einer Reihe Centenaire du cinema

Samstag, 27. Juni 2026

Die Post ist da

Spricht man vom Sammeln, kommt vielen zunächst das Briefmarkensammeln in den Sinn. Und so beschäftigen auch wir uns in diesem Blog mit: Briefmarken! Aber natürlich mit Philip K. Dick Briefmarken.
Briefmarke 800 Lire mit Philip K. Dick
Philip K. Dick: Il cacciatore di androidi in San Marino (1994)

Samstag, 6. Juni 2026

Deutsche Doppelganger

Nach einer kleinen Pause bei unserer Doppelgängerserie folgen jetzt die englischen Ausgaben, deren Umschlagbilder in Deutschland wiederverwendet wurden.
Ausgenommen sind bei dieser kleinen Sammlung hier erst einmal die Bilder, die von einer englischen Originalausgabe in eine des entsprechenden Übersetzung des Buches übernommen sind. Vielleicht verdient das noch mal einen eigenen Blogeintrag …
Einen eigenen Blogeintrag haben sich bereits die Steinewerfer in diesem Blog verdient: Das vielfach kopierte Cover von Dicks erstem Roman, Solar Lottery.

The Variable Man

Hier hat es Ed Emshwillers Illustration im Original nach Deutschland geschafft. Und dann noch einmal andersherum in einer ganz neuen Ausgabe. Und der Vollständigkeit halber zeigen wir hier auch die spanische Ausgabe, obwohl es strenggenommen eine Übernahme und kein Doppelgänger ist: Guerra con Centauro ist nämlich die – um eine Kurzgeschicht gekürzte – spanische Übersetzung des Variable Man.

Wir sagen: Lauf, Cole, lauf!

Illustration von Ed Emshwiller
Ace Books (1957) E. C. Tubb:
Die verbotene Stadt
[City of no Return],
Pabel (1958)
Guerra con Centauro,
[The Variable Man]
Cenit (1960)
Raymond F. Jones:
Divided We Fall,
Armchair Fiction (2016)

Samstag, 9. Mai 2026

Der grosse Barclay Shaw Raub

Auch diese Überschrift ist wieder der Versuch, Aufmerksamkeit zu erwecken. So ein richtiger Raub ist es dann auch nicht … in dieser Auflage der Doppelgängerserie geht es um die fünf legendären Barclay Shaw Cover von und für Philip K. Dick, die meistübernommenen Cover überhaupt. Um Raub geht es, das muss man zugeben, weniger; Shaw wird wohl seinen gerechten Lohn bekommen haben (zumindest für der Mehrzahl der Bücher).
Shaws Illustrationen mit Dick im Mittelpunkt sind ursprünglich für fünf 1984/85 erschienenen Bände der Special Edition des US-amerikanischen Verlags Bluejay entstanden und dann ab 1987 in mehreren Auflagen noch einmal beim Verlag Carroll & Graf erschienen. In der späteren Ausgabe allerdings in einem kleineren Format als die ursprünglichen trade paperbacks – in den USA unterscheidet man zwischen den grösseren trade paperbacks und den gewöhnlichen (mass market) paperbacks.
Barclay Shaw sieht Philip K. Dick: Die fünf Cover bei Carroll & Graf – leider hat der Verlag kein einheitliches Design hinbekommen, die ersten beiden Bände sind auch nicht Teil der Masters of Science Fiction Serie und insbesondere der Rahmen (ganz links) ist nicht so gelungen

Samstag, 22. November 2025

Alles nur geklaut (International)

Nach den deutschen Doppelgängern der letzten Wochen kommen wir hier zu zwei Pseudo-Doppelgängern, ich nenne sie mal Ebenbilder, keine Übernahmen der Originalillustration, hier dient das Original als Inspiration für eine eigene Schöpfung.
In Deutschland, überhaupt in Europa war das in den 50er und 60er Jahren durchaus üblich. Das Originalcover für Dicks ersten Roman, Solar Lottery, wurde direkt verwertet und diente zusätzlich als Anregung für andere Künstler, hier im Blog als Steinewerfer.

Am Kreuzweg der Zeit

Dieser Doppelgänger ist ein kleines Rätsel. Haben wir da einen unbekannten Roman von „Philip K. Dick“: Am Kreuzweg der Zeit – was soll das sein? Die Lösung ist einfach (und dem regelmässigen Leser dieses Blogs sowieso bekannt): es ist eben kein Dick, sondern Andre Nortonwie hier im Blog berichtet, da steht einfach der falsche Autor drauf. Aber das ist trotzdem genug Dick, um sich für diesen Blog zu qualifiziere.
Wie so häufig hat sich hier ein deutsche Künstler von der amerikanischen Vorlagen inspirieren lassen, vielleicht war es auch hier Johnny Bruck, der dafür durchaus bekannt ist (siehe unten) – und der auch das Cover für die Neuausgabe bei Moewig (1964) gestaltet hat. ISFDB bemerkt dazu trockenThe artwork is a newly drawn variation of The Crossroads of Time. Stimmt.
Semrau (1958) Andre Norton:
The Crossroads of Time, Ace (1956)
Illustration von Robert Schulz
Es gibt weitere Ausgaben mit diesem Cover

Samstag, 11. Oktober 2025

… und noch mehr Doppelgänger!

Die Doppelgänger gehen schon in die dritte Runde. Hier nun alle deutschen Doppelgänger, die nicht bei Moewig oder Bastei Lübbe erschienen sind. Doppelgänger sind solche Bücher, die ein Umschlagbild mit einem anderen teilen. Hier im Blog betrachten wir dabei nur Romane von Philip K. Dick und nur solche Übernahmen, die nicht das gleiche Buch betreffen, also insbesondere Übersetzungen.

Träumen Roboter von elektrischen Schafen?

Der erste Doppelgänger in Deutschland überhaupt ist von 1971 und ist grossartig von Karel Thole. Es handelt sich ganz offensichtlich um eine spezifische Auftragsarbeit, Heyne hat sich Mühe gegeben: Wir sehen das dark-haired girl Rachel mit Eule, den (im Roman nicht so genannten) Blade Runner Deckard und Tyrells Schachbrett. Und so ein schönes Cover schafft es dann auch in die Wahlheimat von Thole.
           
Illustration von Karel Thole.
Heyne (1971) Philip José Farmer:
Fabbricanti di universi
[The World of Tiers],
Editrice Nord (1974)

Samstag, 4. Oktober 2025

Doppelgänger bei Bastei Lübbe

Es geht, wie letzte Woche versprochen bzw. angedroht, weiter mit Doppelgängern, dieses Mal nur um die Ausgaben vom Bastei-Verlag Lübbe.
Augenschmaus – eye candy nennt es der Englischsprecher: nicht so gehaltvoll (wie sonst hier im Blog), statt dessen erfreuen ein paar bunte Bilder die Augen. Hier also all die Umschlagbilder, die im Zusammenhang mit Veröffentlichungen von Philip K. Dick verwendet wurden und dann später (oder meist früher) auch für ganz andere Bücher.

Der Gott des Zorns

Wer hätte das gedacht? Ein perfektes Cover, ein grandioses Cover – nicht original für unser Buch! Wir sehen hier Koskinen mit seinem kinetischen Shield und nicht Carlton Lufteufel beim Sprengen der Welt. Trotzdem: ein schönes Cover, das Aufmerksamkeit erweckt und passt.
Wir finden hier auch unsere einzige Umschlagillustration mit durchgehendem Motiv auf einem deutschen Titel von Dick, bei dem sich das Motiv also auf der Rückseite des Buches fortsetzt: Das ist sehr schön, kostet aber vermutlich extra und kommt daher selten vor. Wir werden ein weiteres Beispiel dieser Art bei den amerikanischen Doppelgängern finden. Auch Transmaicon hat die rundum Umschlagillustration, die (gespiegelte) französische Ausgabe (leider) nicht.

Illustration von Les Edwards.
Ein Mann in orange vor einer Explosion
Bastei Lübbe (1979)     Poul Anderson:
Shield,
Universal (1978)
Jean Mazarin:
Libérez l'homme!,
Fleuve Noir (1978)
John Shirley:
Transmaniacon,
Zebra Books (1979)

Samstag, 27. September 2025

Doppelgänger in (überwiegend) blau

In der letzten Zeit habe ich mich mit Umschlagbildern beschäftigt – auch hier im Blog. Ein Nebenprodukt dieses Tuns, ein Spin-Off sozusagen, ist die Entdeckung von (weiteren) Doppel- und Mehrfachgänger. Gemeint sind Cover von Philip-K.-Dick-Titeln, die auch für andere Bücher verwendet wurden – oder, was bei deutschen Titeln häufiger der Fall ist, ursprünglich für andere Werke entworfen waren. Diese Fundstücke möchte ich den interessierten Lesern dieses Blogs nicht vorenthalten, auch wenn der direkte Bezug zu Philip K. Dick etwas lockerer ausfällt. Gerade in der Science Fiction Szene spielen Umschlagbilder jedoch eine zentrale Rolle: Sie verkaufen das Produkt und sind (später) oft Auslöser für Sammelleidenschaft.
Die Motivation für die Wiederverwendung der Illustrationen ist trivial: Buch bzw. Text und Illustration werden einzeln vertrieben, Verlage wollen die verkaufsrelevanten Cover selbst bestimmen, eine Übernahme daher unüblich. Cover und Text werden also in jedem Land quasi zufällig (so scheint es zumindest) neu kombiniert.
Insbesondere der Moewig Verlag, den wir in diesem Blogeintrag betrachten, hatte in seiner blauen Science Fiction Reihe in den ersten Hälfte der 80er Jahre eher verkaufsförderndes Spektakel auf dem Umschlag als Bilder, die viel mit dem Inhalt zu tun hatten. Und das gilt so – mit Ausnahme der drei VALIS-Bände mit Helmut Wenske Covern – auch für Dick: viele Raumschiffe, fliegende Teppiche und Fantasy-Helden sehen wir auf dem Umschlag, Im Text finden dann aber Dicks Helden: Topfheiler und rollstuhlfahrende Mutanten.
Neuausgaben mit identischer Illustration sind hier zwar erwähnt, aber nicht gesondert aufgelistet.

Der goldene Mann

Den französischen Verlag Fleuve Noir werden wir bei den Doppelgängern öfter sehen. Und auch, dass das Originalmotiv spiegelverkehrt verwendet wird. 
Illustration von Tony Roberts.
Moewig (1981) G. Morris:
Un monde impossible,
Fleuve Noir (1981)

Samstag, 3. August 2024

Taiwan - Nicht einfach

Die Fahne von Taiwan über Chinatown in San Francisco im August 2024
Taiwans Fahne im Wind
Keine spektakuläre Erweiterung der Sammlung, aber eine kleine Lücke konnte der aktuelle Neuzugang einer Ausgabe von Ubik doch schliessen: 尤比克 heisst das Buch vom Verlag Lonely bzw. von 寂寞出版股份有限公司 in Taipeh, der Hauptstadt von Taiwan.
Auf kurz oder lang
Ubik in Kurzschrift (links) und aus Taiwan in Langzeichen: tatsächlich

Samstag, 1. Juni 2024

Bengali

Vor langer, langer Zeit, als das Internet noch ein wilderer Ort war, hat ein Fan von Philip K. Dick eine Website gebaut, die sammelte, was es zu Philip K. Dick im Netz zu sammeln gab: Biographie, Fotos und natürlich eine umfassende Bibliographie zum Werk unter besonderer Berücksichtigung der Übersetzungen. Im Internet Archive kann man die Seite zu Dicks Romanen noch mit dem Stand von 2004 ansehen und liest dort:
Philip K. Dick novels have been translated into the following 25 languages:
[…]
Bengali
Urdu
[…]
At least one PKD title in each of these languages is currently in print.
Dieser Blog (und dieser Sammler) haben seitdem sehr oft und sehr vergeblich nach Ausgaben in Bengali oder Urdu gesucht und auch nach der Quelle dieser Aussage. Und tatsächlich konnte jetzt ein Teilerfolg erreicht werden: Ein Roman aus Bangladesch hat die Sammlung erreicht: Die Übersetzung von Ubik nach Bengali von 2021, herausgegeben vom Verlag পেপার ভয়েজার , übersetzt Paper Voyager (und unter dem Namen findet man den Verlag auch bei Facebook). Ein weiterer Roman ist 2022 beim selben Verlag erschienen, The Man in the High Castle [Das Orakel vom Berge], dieser konnte der Sammlung leider nicht zugeführt werden, es gab Probleme bei der Bestellabwicklung. Diese Ausgaben erklären jedoch nicht die Nennung von 2004. Man hätte hoffen dürfen, das im Rahmen dieser Neuerscheinungen frühere Übersetzungen auftauchen, das ist (noch?) nicht passiert.
Bengalische Ausgabe von Philip K. Dick
Ubik in Bengali: উবিক

Samstag, 20. April 2024

Filips K. Diks

Eine recht aktuelle Erstübersetzung erreicht diesen Blog aus Riga. Auch Lettland hat nun einen Roman von Philip K. Dick in seiner Amtssprache. Es handelt sich um Vai androīdi sapņo par elektriskajām aitām? und man erkennt auch ohne Sprachkenntnisse, um welchen Roman es sich handelt: Den Roman mit den vielen deutschen Titeln, im Original Do Androids Dream of Electric Sheep? oder auch Blade Runner. Lettisch wird mit einem (erweiterten) lateinischen Alphabet geschrieben, das hilft. Lettisch ist auch keine slawische Sprache, sondern gehört zur kleinen Gruppe der baltischen Sprachen.
Träumen Roboter vom Leben im Baltikum?
Die erste und derzeit einzige lettische Ausgabe von Philip K. Dick: Träumen Roboter von elektrischen Schafen?, kein schlechter Anfang: populär und trotzdem sehr gut - und die Umschlagillustration ist toll!

Samstag, 9. März 2024

Bilingue

Einzigartig ist dieses Buch, gänzlich einzigartig im Philip-K.-Dick-Universum: eine Bilingue. Diese französische Ausgabe von 2009 enthält den Text von zwei Kurzgeschichten jeweils im englischen Original und in der französischen Übersetzung. Bücher dieser Art richten sich an Sprachschüler und dieses Angebot ist allgemein nicht ungewöhnlich. Der erwähnte Band ist Teil der Reihe Folio Bilingue mit zahlreichen weiteren Büchern dieser Art, von Jack Kerouac bis H. G. Wells, aber auch nicht-englische Text wie von Sigmund Freud auf Deutsch und Jorge Luis Borges auf Spanisch.
Zweisprachig – Philip K. Dick: Rapport Minoritaire

Samstag, 20. Januar 2024

Gjuha shqipe

Es ist schon eine Weile her, dass in diesem Blog eine neue Sprache präsentiert wurde: Arabisch mit Ausgaben von 2021 und 2022. Und es kommt, wie es kommen sollte: eine weitere Sprache konnte gefunden werden.
"Valis" mit der Illustration "Ohne Titel" von Louise Bourgoise und "Njeriu në kështjellën e lartë" mit der Grafik "Evolution of a City Building Under the Zoning Law" von Hugh Ferriss (aus der New York Times vom 19. März 1922)
Albanische Ausgaben von Philip K. Dick: Valis und Njeriu në kështjellën e lartë

Samstag, 30. Dezember 2023

... und das war 2023!

Es war ein ruhiges Jahr, irgendwie. Vielleicht war es auch ein langweiliges Jahr, aufregenden Neuerscheinungen oder Sensationen gab es keine im Philip K. Dick Universum. Die Anfang des Jahres formulierten – niedrigen – Erwartungen haben sich erfüllt.
Von den Filmprojekten hat man dies und das gehört – aber doch eher wenig: Jane scheint wirklich auf dem Weg zu sein, angeblich hat man im November begonnen zu drehen (oder hatte es vorher doch wirklich ernsthaft vor). Von Amazons Blade Runner 2099 hat man nur gehört, dass nun doch nicht in Irland gedreht wird – das ist aber wohl eher eine organisatorische Änderung als die Serie in Frage zu stellen: Blade Runner ist kein grosses, aber doch ein solides Franchise. Vulcan's Hammer und das erst im April dieses Jahres bei Amazon angekündigte Clans of the Alphane Moon sind wohl noch eher Ideen als konkrete Projekte.

Samstag, 29. Oktober 2022

Und zum Schluss: Finnisch

Finnisch. Nach 38 Sprachen ist jetzt auch ein finnisches Buch in der Sammlung. Und so ist (immerhin) ein Jahresziel erreicht, ein Ziel nicht erst aus diesem Jahr: In der Sammlung ist ein Buch von Philip K. Dick aus jeder der mittlerweile 39 Sprachen, zuzüglich Deutsch, in denen eine Übersetzung vorliegt.
Eine finnische Ausgabe von Philip K. Dick
Übersetzung ins Finnische, Lies, Inc. von 1995 und Original, The Unteleported Man in der Erstausgabe (in Buchform) von 1966

Samstag, 10. September 2022

Bücher aus Bagdad

Es hört nie auf. Natürlich nicht. Und so soll es sein! Zumindest der Sammler von offenen Sammelgebieten muss damit leben, dass (definitionsgemäss) immer mal etwas Neues erscheint.
Und so sind plötzlich einige arabische Ausgaben von Romanen von Philip K. Dick bzw. فيليب ديك aufgetaucht: irgend eine Suche zeigte ein unbekanntes, merkwürdiges Umschlagbild und recht schnell fanden sich zunächst zwei Ausgaben. Eines der Bücher, die Androidenträume, ist schon im letzten Jahr erschienen, das andere, Das Orakel vom Berge, ist in diesem Jahr beim irakischen Verlag Dar Al Mada gefolgt. Der Verlag scheint, dem Namen nach, zu einer in Bagdad erscheinenden Zeitung zu gehören und hat ein durchaus westlich orientiertes, breites Programm.
Zwei arabische Ausgaben von Philip K. Dick
Philip K. Dick auf Arabisch, die Androidenträume (2021) und Das Orakel vom Berge (2022)

Samstag, 5. März 2022

Norwegisch

Norwegisch war die vorletzte Lücke in der Sammlung der Übersetzungen. Norwegisch war so lange eine Lücke, weil immer die Hoffnung bestand, irgendwo (lokal) eine günstige Ausgabe zu fangen, denn der Kauf in Norwegen erschien immer unverhältnismässig teuer, hauptsächlich wegen des Portos.
Die vorige Fangfahrt in nordischen Gewässern endete mit einem Erfolg, aber einem unerwarteten – nicht eine norwegische Ausgabe ging ins Netz, sondern eine teure amerikanische Sammlerausgabe, man kann das Blog nachlesen. Dieses Mal aber hat es geklappt, wie geplant: Mannen I Hoyborgen, erschienen 1977 beim Verlag Gyldendal ist ins Netz gegangen. Das ist natürlich The Man in the High Castle oder auf Deutsch Das Orakel vom Berge. Und das ist 1977 erst der zweite Roman, der von Dick auf Norwegisch erscheint.
Der erste Roman von Philip K. Dick, der ins Norwegische übersetzt wurde, ist Our Friends from Frolix 8, auf Norwegisch Hjelp fra rommet im Jahr 1973. Ein typischer Fehler: Bei den Übersetzungen sind – gerade am Anfang – häufig nicht die besten Romane von Dick berücksichtigt, obwohl auch hier schon einige der grössten Romane zur Auswahl gestanden hätten: Ubik, Die drei Stigmata des Palmer Eldritch, Blade Runner und andere mehr. Aber dann eben Die Mehrbegabten. Als Entschuldigung mag man gelten lassen, dass dieser Roman seinerzeit der aktuelle Roman von Dick war.
Das Orakel vom Berge auf Norwegisch

Samstag, 11. September 2021

Mazedonisch

Nachdem ich die (vorerst) vorletzte „echte“ Lücke in der Unterabteilung „Sprachen“ in der Sammlung unerwartet schliessen konnte, über jene georgische Ausgabe habe ich kürzlich berichtet, habe ich einen erneuten Versuch unternommen, die unauffindbare mazedonische Ausgabe doch noch zu erbeuten.
Wie nicht anders zu erwarten, liess sich das gesuchte Buch nicht finden. The Minority Report, das Buch zum Film, 2005 auf Mazedonisch unter dem Titel МАЛЦИНСКИ ИЗВЕШТАЈ erschienen, bleibt unauffindbar. Der interessierte Leser mag (noch einmal?) den vorigen Blogeintrag zum Minderheitenbericht lesen.
Zwei Romane von Philip K. Dick auf Mazedonisch
Träumen Roboter von elektrischen Schafen? und Das Orakel vom Berge (rechts)
Die Suche förderte aber zwei weitere – mir vorher unbekannte – mazedonische, ebenfalls filmbegleitende Bücher hervor: Die Übersetzungen von The Man in the High Castle und Do Androids Dream of Electric Sheep?, beide erschienen 2017 beim Verlag Polica in der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje.

Samstag, 3. Juli 2021

ფილიპ კ. დიკი

Nachdem ich im Ausblick für das Jahr eine georgische Ausgabe noch ausgeschlossen habe, ist sie jetzt doch irgendwie angekommen. Warte auf das letzte Jahr heisst der Roman auf Deutsch, die georgische Übersetzung ist ახლა კი გასულ წელს დაველოდოთ, erschienen beim Verlag Books in Batumi im Jahr 2020.
Philip K. Dick auf Georgisch
Warte auf das letzte Jahr auf Georgisch