Samstag, 1. August 2026

Endlich: Science Fiction Story Center 2

Science Fiction Story Center 2

Manchmal geht es schnell! Gerade habe ich noch meinen Sammlerfrust über die fehlende Nummer 2 des Science Fiction Story Center geäussert, da ist sie auch schon da. In erstklassigem Zustand ist sie, bemerkenswert nach (genau) 50 Jahren und Arme und Beine hat sie auch nicht gekostet, nicht dieses Mal, nicht für diesen weissen Wal.
Es war Zufall, es war Glück: in den letzten sehr vielen Jahren ist mir dieses Heft nur einmal zuvor untergekommen (und tragisch durch die Maschen gerutscht) und die Hoffnung sie noch einmal zu finden, war niedrig. Und dann ist dieser Wal einfach so in der Bucht aufgetaucht, eine ganze Schule eigentlich: mit der Nummer eins und drei Exemplaren der Weird Fiction Times, ebenso selten und ebenso von Uwe Anton herausgegeben, ein weiteres der vielen Projekte von Uwe Antons frühen Schaffen in den 70ern. Der automatische Alarm hat angeschlagen, Minuten nachdem die Beute aufgetaucht ist, konnte sie harpuniert bzw. beboten werden – dann musste ich zehn Tage warten, um den Fang nach kurzem, finalen Kampf am Ende der Zeit, an Land zu bringen. Das war einfach, also: billig.

Samstag, 25. Juli 2026

Hinter den Mauern der Zeit

Philip K. Dick hat zahlreiche andere Autoren überall auf der Welt inspiriert. Uwe Anton hat aus solchen Inspirationen ein ganzes Buch gemacht, Willkommen in der Wirklichkeit, eine Sammlung von Kurzgeschichten, in denen Philip K. Dick eine Rolle spielt, meist als handelnde Person.
Horst Pukallus hat mit Michael Iwoleit so einen ganzen Roman gemacht: Hinter den Mauern der Zeit
Erschienen ist dieses Buch bei Heyne 1989, wer es jetzt immer noch nicht gelesen hat, der mag es jetzt tun oder er muss mit den umfassenden Spoilern leben.
Helmut Wenske drauf und drin: Hinter den Mauern der Zeit

Samstag, 18. Juli 2026

Ein Indizienprozess

Bisher führten die Ermittlungen der Urheber von Umschlagbildern hier im Blog immer zu einem eindeutigen Ergebnis. Dieses Mal wird es schwieriger …
Von wem ist dieser goldene Mann auf dem Cover von Ullsteins Science Fiction Stories 28?

Samstag, 11. Juli 2026

Doppelgänger in aller Welt

Als n–te Fortsetzung unserer Doppelgängerserie folgen jetzt die englischen Ausgaben, deren Titelbilder andernbuchs wiederverwendet wurden.
Ausgenommen sind bei dieser kleinen Sammlung Titelbilder, die (nur) von einer englischen Originalausgabe in eine des entsprechenden Übersetzung des Buches übernommen sind. Das passiert nicht oft, aber gelegentlich eben doch, z. B. ist das Cover der Erstausgabe von The World Jones Made, Ace (1956) für die türkische Erstausgabe unter dem Titel Yaratılan Dünya von 1971 verwendet. Das ist kein echter Doppelgänger, sondern ein Folgegänger in der Terminologie dieses Blogs.
Einen eigenen Blogeintrag haben sich bereits die Steinewerfer in diesem Blog verdient: Das vielfach kopierte Cover von Dicks erstem Roman, Solar Lottery mit zahlreichen Doppel- und Folgegängern.

The Three Stigmata of Palmer Eldritch

Eine durchgehende Umschlagillustration, wie beim Gott des Zorn, hat auch dieser Doppelgänger. Und hier ist das (legendäre) Original so reichhaltig, dass man aus einem Ausschnitt der Rückseite ein eigenes Cover machen kann. Das Dune-Cover:

Illustration von Bruce Pennington
Manor Books (1975) Frank Herbert:
Dune,
Manor (1968)

Es gibt diverse Ausgaben von Dune
mit diesem Umschlagbild.
Don Pfeil:
Look Back to Earth,
Manor Books (1977)     
Ausschnitt
Frank Dorn:
Sunwatch,
Manor Books (1979)   
Ausschnitt
Thomas Hubschman:
Alpha II,
Manor Books (1980)
Ausschnitt

Samstag, 4. Juli 2026

Wir liegen vor Madagaskar ...

Flagge von Madagaskar
Es gibt nur eine Briefmarke mit Philip K. Dick, aber zwei mit einem Blade Runner-Motiv. Und auch wenn Blade Runner in diesem Blog nur ein Randthema ist, eine Kuriosität wie diese Briefmarke ist diesem Blog, der sich immer gerne etwas abseitigen Themen annimmt, einen Beitrag wert.
Ich denke bei Madagaskar zuerst an eine Schiffsbesatzung in einer prekärer Situation. Und vier putzige Zootiere, die mit dem Schiff anreisen. Und an Vanille, eines der Hauptexportprodukte, dessen Preisentwicklung einen eigenen Eintrag wert wäre, wäre dies ein Küchenblog.
Madagaskar hat 32 Millionen Einwohner und eine bunte Postgeschichte, die ersten Briefmarken sind aus der britischen Kolonialzeit.
Mehr als 100 Jahre später finden wir dann dies:
L'etoffe des heros de Philip Kaufman aus einer Reihe Centenaire du cinema

Samstag, 27. Juni 2026

Die Post ist da

Spricht man vom Sammeln, kommt vielen zunächst das Briefmarkensammeln in den Sinn. Und so beschäftigen auch wir uns in diesem Blog mit: Briefmarken! Aber natürlich mit Philip K. Dick Briefmarken.
Briefmarke 800 Lire mit Philip K. Dick
Philip K. Dick: Il cacciatore di androidi in San Marino (1994)

Samstag, 13. Juni 2026

Precious Artifacts 5 ist da!

Es ist schon etwas her: Beim Philip K. Dick Festival 2024 in Fort Morgan konnte ich David Hyde und Henri Wintz treffen. David war der Organisator der (drei+) Festivals in Colorado und ist zusammen mit Henri Verleger von Wide Books, einem Verlag, der sich auf Bücher über Philip K. Dick spezialisiert hat. Fast alle davon befinden sich auch in der Sammlung. Insbesondere die Reihe der internationalen Bibliographien Precious Artifacts hat viel Beachtung in der Szene gefunden, auf dem Festival wurde der vierte Band zu Italien vorgestellt. Ich habe begeistert angeboten (und mich vielleicht etwas aufgedrängt), an einem Band über Deutschland mitzuarbeiten: meine Sammlung ist (ziemlich) komplett und auch sonst weiss ich das eine oder das andere zum Thema.
Ende des Jahres (2024) habe ich dann das erste Manuskript bekommen – viel Richtiges und Gutes war schon gesammelt, aber es gab noch einiges zu tun. Bis zum nächsten Festival in Fullerton, 2026, sollte es fertig werden, viel Zeit eigentlich.
Die Zeit ist schnell vergangen, jetzt kann man erst mal sagen – es ist fertig: Precious Artifact 5 - Unbezahlbare Artefakte - Eine Bibliographie zu Philip K. Dick.
Das Cover von Precious Artifacts 5 mit dem Gesicht von Philip K. Dick
Unbezahlbare Artefakte - eine Bibliographie zu Philip K. Dick

Samstag, 6. Juni 2026

Deutsche Doppelganger

Nach einer kleinen Pause bei unserer Doppelgängerserie folgen jetzt die englischen Ausgaben, deren Umschlagbilder in Deutschland wiederverwendet wurden.
Ausgenommen sind bei dieser kleinen Sammlung hier erst einmal die Bilder, die von einer englischen Originalausgabe in eine des entsprechenden Übersetzung des Buches übernommen sind. Vielleicht verdient das noch mal einen eigenen Blogeintrag …
Einen eigenen Blogeintrag haben sich bereits die Steinewerfer in diesem Blog verdient: Das vielfach kopierte Cover von Dicks erstem Roman, Solar Lottery.

The Variable Man

Hier hat es Ed Emshwillers Illustration im Original nach Deutschland geschafft. Und dann noch einmal andersherum in einer ganz neuen Ausgabe. Und der Vollständigkeit halber zeigen wir hier auch die spanische Ausgabe, obwohl es strenggenommen eine Übernahme und kein Doppelgänger ist: Guerra con Centauro ist nämlich die – um eine Kurzgeschicht gekürzte – spanische Übersetzung des Variable Man.

Wir sagen: Lauf, Cole, lauf!

Illustration von Ed Emshwiller
Ace Books (1957) E. C. Tubb:
Die verbotene Stadt
[City of no Return],
Pabel (1958)
Guerra con Centauro,
[The Variable Man]
Cenit (1960)
Raymond F. Jones:
Divided We Fall,
Armchair Fiction (2016)

Samstag, 23. Mai 2026

Thornwillow

Aloha mai e nā hoaaloha o Philip K. Dick! Das könnten (oder aber eher nicht) die Worte meines Antiquariats des Monats sein: die weite Reise aus Honolulu hat ein Heftchen gemacht, in dem nur eine Kurzgeschichte ist, The Eyes Have It. Angemerkt sei, dass die Reise nur vier Tage gedauert hat, das ist nicht immer so.
Ein Epigraph (nicht vom Autor) und die ersten Worte von The Eyes Have It in der Erstveröffentlichung von 1953 

Samstag, 16. Mai 2026

Willkommen in der Wirklichkeit

Science Fiction Story Center 1
Rückseite
Ein weisser Wal der Sammlung ist Science Fiction Story Center Nr. 2, die Ausgabe von Uwe Antons Fanzine mit der Erstveröffentlichung der Kurzgeschichte Roog von Philip K. Dick. Exemplare solcher Publikationen sieht man meist nur kurz am Horizont auftauchen, bevor sie wieder ausser Reichweite verschwinden.
Harpunieren liess sich nun immerhin ein Exemplar der ersten Ausgabe von 1976. Natürlich gehört sie eigentlich nicht in die Sammlung. Aber Sammlerfrust ist selten rational, und bei einem (zu) guten Angebot greift man dann eben doch zu.
Uwe Anton hatte mit einigen Getreuen die Nummern 11 und 12 der seit 1970 bestehende Story Center-Serie des Science Fiction Clubs Deutschland (SFCD) herausgebracht. Dann kam die Unglücksnummer 13. Im Editorial beschreibt Anton vereinsinterne Querelen. Er setzt sich vom SFCD ab und statt Story Center 13 erscheint Science Fiction Story Center 1. Diese Sezession endet nach der zweiten Ausgabe. Beim SFCD geht es erst nach einer Pause von 5 Jahren weiter. Die Lücke liess sich wohl nicht so schnell schliessen.

Samstag, 9. Mai 2026

Der grosse Barclay Shaw Raub

Auch diese Überschrift ist wieder der Versuch, Aufmerksamkeit zu erwecken. So ein richtiger Raub ist es dann auch nicht … in dieser Auflage der Doppelgängerserie geht es um die fünf legendären Barclay Shaw Cover von und für Philip K. Dick, die meistübernommenen Cover überhaupt. Um Raub geht es, das muss man zugeben, weniger; Shaw wird wohl seinen gerechten Lohn bekommen haben (zumindest für der Mehrzahl der Bücher).
Shaws Illustrationen mit Dick im Mittelpunkt sind ursprünglich für fünf 1984/85 erschienenen Bände der Special Edition des US-amerikanischen Verlags Bluejay entstanden und dann ab 1987 in mehreren Auflagen noch einmal beim Verlag Carroll & Graf erschienen. In der späteren Ausgabe allerdings in einem kleineren Format als die ursprünglichen trade paperbacks – in den USA unterscheidet man zwischen den grösseren trade paperbacks und den gewöhnlichen (mass market) paperbacks.
Barclay Shaw sieht Philip K. Dick: Die fünf Cover bei Carroll & Graf – leider hat der Verlag kein einheitliches Design hinbekommen, die ersten beiden Bände sind auch nicht Teil der Masters of Science Fiction Serie und insbesondere der Rahmen (ganz links) ist nicht so gelungen

Samstag, 2. Mai 2026

Der Anfang der Sammlung

Der erste Katalog
Aus gegebenem Anlass beschäftige ich mich gerade mit frühen Teilen der Sammlung. Dabei ist mir, in tieferen Schichten, eine sehr alte Liste in die Hände gefallen. Ich werde hier im Blog nur selten persönlich, aber hier schreibe ich es doch einmal: ich wurde etwas nostalgisch.
Die Liste ist der älteste Katalog der Sammlung. Eigentlich war es damals noch keine Sammlung, sondern eine Liste aller Romane von Philip K. Dick, erstellt in der Absicht alle einmal zu lesen – und vielleicht auch zu besitzen. Diese Liste ist aus den frühen 90er Jahren, ausgedruckt auf einem universitätseigenen Laserdrucker (illegal, aber wohl üblich – und verjährt), der ein Problem mit dem Toner hatte, daher die blasse Schrift in der Mitte. Die Liste wurde mit der Zeit handschriftlich ergänzt und war bis in die frühen 2010er im Gebrauch, so lange hatte ich die Romane nach Ersterscheinungsdatum von dieser Liste im Regal sortiert.

Samstag, 18. April 2026

Centipede (II): Nr. 78

Solar Lottery
Illustration Bill Mayer
Es war einmal  … vor langer Zeit, da sind beim amerikanischen Kleinverlag Centipede drei wunderschöne Ausgaben früher Romane von Philip K. Dick erschienen. Mächtige Ritter und Zauberer konnten sich in den wenigen Minuten nach Erscheinen den begehrenswerten Schuber sichern. Das normale Volk, die NPCs, ging leer aus. Viel Geduld und ein ordentlicher Aufschlag brachte dann aber auch diese Bände in den sicheren Hafen dieser Sammlung.
Zu diesem Zeitpunkt gab es schon vage Ankündigungen einer weiteren Staffel (und einer zweiten Auflage der ersten). Die Zeit war fortgeschritten und mit neuen Erfahrungen war auch dieser Sammler in die Runde der Newsletter-Bezieher aufgestiegen, die einen frühen Zugriff auf Neuerscheinungen sichern sollte. Und im vergangenen Jahr wurden die Ankündigungen konkreter, vier Bände wollte Meister Jerad drucken. Dann gab es Worte zur Auflagenhöhe, die Preise und schliesslich ein Datum: Wenn die zweite Kerze im Reigen des Lichts erwacht sollte es sein.
Der Kauf gelang, auch dank der höheren Auflage von nun 500 Exemplaren. Besitzer der ersten drei Bände durften sich ihre Nummer auch für den zweiten Satz wünschen. Verschifft wurde nach Weihnachten. 

Samstag, 11. April 2026

Benjamin — oder: über das Sammeln

Mann, Mann. Mann! Man hat ja schon viel erlebt, aber dieser Benjamin war wirklich noch mal ein Erlebnis: Denn Comics sammeln ist anders. Und das ist auch gut so! – eigentlich. Jedes Sammelgebiet hat seine Eigenheiten: Bei Philip K. Dick begegnen wir sammlungsrelevanten Publikationen seiner Werke ausserhalb des Genres in Büchern, Zeitschriften, Programmheften zu Theaterstücken und überhaupt müssen wir uns mit Oper, Theater, Film und Fernsehen und dem Feuilleton befassen – und wo wir die entsprechenden Objekte finden können.
Benjamin, Band 1: Cover A und 1:10 Incentive Cover

Samstag, 28. März 2026

Kleine Androiden, grosse Androiden

Gollancz schon wieder!
Eigentlich hatte ich die Ausgabe von Do Androids Dream of Electric Sheep? von Gollancz schon, aber dieses Exemplar lockte mit einer abweichende ISBN. Natürlich kein Grund, das in die Sammlung aufzunehmen, eigentlich – Gollancz bringt gelegentlich identische Ausgaben mit neuer ISBN heraus. Aber Gelegenheit, gute Erhaltung und wohl auch die Langeweile führten dann doch zum Kauf.
Gross und klein, was darf es sein?

Samstag, 14. März 2026

Jerry Cotton braucht Hilfe

Harrison Ford als Blade Runner
Nur kurz: Neulich habe ich hier im Blog den Hinweis auf ein Buch von Jerry Cotton bekommen: Drei Stunden bis zum Super-GAU. Auf dem Umschlagbild sehen wir: den Blade Runner! Hilft Rick Deckard beim FBI aus? Gibt es eine Verwechselung mit Phil Decker, Cottons Sidekick?
Obwohl das natürlich alles gar nichts mehr mit Philip K. Dick zu tun hat, musste ich den Super-GAU ganz schnell haben, wenn auch nicht innerhalb von drei Stunden, dafür aber sehr billig. Und dann ist es wie so oft: hat man das Objekt erst einmal in den Händen, entdeckt man noch das eine oder andere: ein Buch ist eben mehr als nur ein Cover. Im Impressum finden wir:
Die auf unseren Titelbildern dargestellten Personen stehen in keinem Zusammenhang mit den Inhalten der Romane.
Genau. Nur weil ein Blade Runner drauf ist, ist keiner drin. Aber klar, das wussten wir vorher, da hat Quadro Grafik aus Bensberg, die den Umschlag gestaltet haben, nachhaltig gearbeitet und vorhandenes Material von irgendwoher wiederverwendet.

Samstag, 21. Februar 2026

Gefährliche Visionen

Harlan Ellison bringt 1967 Dangerous Visions heraus, eine Anthologie von 33 Science Fiction Kurzgeschichten, in Auftrag gegeben für dieses Buch. Ellison hatte für diese Veröffentlichung ein grosses programmatisches Ziel vor Augen hat: die etablierten Grenzen der zeitgenössischen Science Fiction zu erweitern und deren volles Potential darzustellen.
Ellison wählt dafür Stories, die Tabus brechen, es geht also um Sex, Drogen und Politik. Viel Sex und viele Drogen. Das Ergebnis ist ein bahnbrechendes Buch, eine Revolution, das wichtigste und kontroverseste Buch der Science Fiction, so wird es (manchmal) genannt. Es gilt als exemplarische Darstellung der aufkommenden New Wave.
Gefährliche Visionen
Alle Geschichten sind Erstveröffentlichungen und für dieses Buch geschrieben. Auch wenn Philip K. Dick strenggenommen kein Vertreter der New Wave ist, ist unser Mann ist dabei; sein Beitrag ist Faith of Our Fathers, eine der besten Geschichten von Dick, mit einem typischen Motiv, die 1968 Finalist für den Hugo als Best Novelette war.

Samstag, 14. Februar 2026

Krautmusik

V
or einiger Zeit begann ich, systematisch Zeitungsmeldungen nach Erwähnungen von Philip K. Dick zu durchsuchen. Dabei gelang es mir, erstmals die vermutlich früheste Notiz von ihm in einer Zeitung finden: eine kurze Meldung über den Besuch des neunjährigen Philip auf einer Bibliothekstagung. Eine weitere frühe Quelle findet sich im Aufgebot seiner zweiten Ehe im Juni 1950. Es fanden sich auch einige Leserbriefe von ihm, z. B. zu einer Musikkritik von 1953.

Samstag, 31. Januar 2026

Inflationäres

Triggerwarnung: Es wird wieder sehr speziell.

Recht neulich hat dieser Blog die traurige, weil arg gekürzte, Übersetzung von Die Invasoren von Ganymed betrachtet. Dieser halbe Single ist nur in einer selbstständigen Ausgabe erschienen, 1976 bei Bastei Lübbe. Laut Deutscher Nationalbibliothek hat dieses Buch ursprünglich 2,80 DM gekostet.
Vorderseiten von Die Invasoren von Ganymed und Eiskinder
Keine Fragen auf der Vorderseite, zwei Ausgaben von Bastei Lübbe: Philip K. Dicks Die Invasoren von Ganymed von 1976 und Michael G. Coneys Eiskinder von 1975

Samstag, 24. Januar 2026

Noch mal kurz zu den Invasoren von Ganymed

Eigentlich mehr der Vollständigkeit halber – und damit es mal aufgeschrieben ist – gucken wir kurz bzw. gekürzt auf Die Invasoren von Ganymed. Dieser Blog hat schon einige Kürzungen bei den frühen Ausgaben von Philip K. Dick in Deutschland entlarvt, zuletzt Der Gott des Zorns, geschrieben gemeinsam Roger Zelazny. The Ganymede Takeover ist der zweite (und letzte) Roman, den Dick mit einem anderen Autoren geschrieben hat, diesen mit seinem Freund Ray Nelson.

The Ganymede Takeover, Erstausgabe von Ace und die deutsche Übersetzung bei Bastei Lübbe

Samstag, 3. Januar 2026

Ausblicke 2026

Was erwartet den Philip K. Dick interessierten Leser dieses Blogs im kommenden Jahr? Und was wird im Philip K. Dick Kosmos passieren? Man darf viel erwarten, sehr viel, auch zu viel. Aber: Es wird wirklich aufregend werden. Aber zu viel kann noch nicht verraten werden ... die Spannung soll aufrecht gehalten werden.
Eine neue Ausgabe von Gollancz: Time Out of Joint.
Und dieses Mal ist es kein Chris Moore Cover.
Bei den Publikationen sieht es im Anglo-Deutschen Raum eher dünn aus: im März können wir das Benjamin-Hardcover erwarten, dazu bald mehr. Das wäre der Höhepunkt des Jahres, wenn die Einzelausgaben nicht schon im letzten Jahr herausgekommen wären. Trotzdem wird diese Ausgabe, die über den normalen Buchhandel und nicht in der schwierigen Comic-Szene vertrieben wird, vielleicht noch mal Sichtbarkeit gewinnen.
Und dann hat Gollancz für den 27. August tatsächlich drei neue Ausgaben angekündigt, eigentlich (nur) aktuelle Ausgaben mit neuem Umschlagbild, aber selbst das ist in letzter Zeit so selten passiert, dass es berichtenswert ist. Erwähnenswert sind die Cover: sie sind nicht mehr vom im letzten Jahr verstorbenen Chris Moore, der bisher praktisch alle Umschlagbilder für Gollancz geliefert hat. Insbesondere das hier gezeigte Cover gefällt mir sehr gut.
Die angekündigten Neuerscheinungen sind - für August:
    1. Confessions of a Crap Artist, da gab es schon eine Weile keine neue Ausgabe und dieser Roman ist wirklich gut (findet dieser Blog)
    2. Time Out Of Joint in der Reihe S.F. MASTERWORKS
    3. Minority Report, eine Anthologie, ebenfalls in der Reihe S.F. MASTERWORKS