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Endlich: Science Fiction Story Center 2

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Science Fiction Story Center 2 Manchmal geht es schnell! Gerade habe ich noch meinen Sammlerfrust über die fehlende Nummer 2 des  Science Fiction Story Center geäussert, da ist sie auch schon da. In erstklassigem Zustand ist sie, bemerkenswert nach (genau) 50 Jahren und Arme und Beine hat sie auch nicht gekostet, nicht dieses Mal, nicht für diesen weissen Wal. Es war Zufall, es war Glück: in den letzten sehr vielen Jahren ist mir dieses Heft nur einmal zuvor untergekommen (und tragisch durch die Maschen gerutscht) und die Hoffnung sie noch einmal zu finden, war niedrig. Und dann ist dieser Wal einfach so in der Bucht aufgetaucht, eine ganze Schule eigentlich: mit der Nummer eins und drei Exemplaren der Weird Fiction Times , ebenso selten und ebenso von Uwe Anton herausgegeben, ein weiteres der vielen Projekte von...

Hinter den Mauern der Zeit

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Philip K. Dick hat zahlreiche andere Autoren überall auf der Welt inspiriert. Uwe Anton hat aus solchen Inspirationen ein ganzes Buch gemacht, Willkommen in der Wirklichkeit , eine Sammlung von Kurzgeschichten, in denen Philip K. Dick eine Rolle spielt, meist als handelnde Person. Horst Pukallus hat mit Michael Iwoleit so einen ganzen Roman gemacht: Hinter den Mauern der Zeit .  Erschienen ist dieses Buch bei Heyne 1989, wer es jetzt immer noch nicht gelesen hat, der mag es jetzt tun oder er muss mit den umfassenden Spoilern leben. Helmut Wenske drauf und drin: Hinter den Mauern der Zeit

Ein Indizienprozess

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Bisher führten die Ermittlungen der Urheber von Umschlagbildern hier im Blog immer zu einem eindeutigen Ergebnis. Dieses Mal wird es schwieriger … Von wem ist dieser goldene Mann auf dem Cover von Ullsteins Science Fiction Stories 28 ?

Precious Artifacts 5 ist da!

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Es ist schon etwas her: Beim  Philip K. Dick Festival 2024 in Fort Morgan  konnte ich David Hyde und Henri Wintz treffen. David war der Organisator der (drei+) Festivals in Colorado und ist zusammen mit Henri Verleger von Wide Books , einem Verlag, der sich auf Bücher über Philip K. Dick spezialisiert hat. Fast alle davon befinden sich auch in der Sammlung. Insbesondere die Reihe der internationalen Bibliographien Precious Artifacts hat viel Beachtung in der Szene gefunden, auf dem Festival wurde der vierte Band zu Italien vorgestellt. Ich habe begeistert angeboten (und mich vielleicht etwas aufgedrängt), an einem Band über Deutschland mitzuarbeiten: meine Sammlung ist (ziemlich) komplett und auch sonst weiss ich das eine oder das andere zum Thema. Ende des Jahres (2024) habe ich dann das erste Manuskript bekommen – viel Richtiges und Gutes war schon gesammelt, aber es gab noch einiges zu tun. Bis zum nächsten Festival in Fullerton, 2026, sollte...

Willkommen in der Wirklichkeit

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Science Fiction Story Center 1 Rückseite ❮ ❯ Ein weisser Wal der Sammlung ist Science Fiction Story Center Nr. 2, die Ausgabe von Uwe Antons Fanzine mit der Erstveröffentlichung der Kurzgeschichte Roog  von Philip K. Dick. Exemplare solcher Publikationen sieht man meist nur kurz am Horizont auftauchen, bevor sie wieder ausser Reichweite verschwinden. Harpunieren liess sich nun immerhin ein Exemplar der ersten Ausgabe von 1976. Natürlich gehört sie eigentlich nicht in die Sammlung. Aber Sammlerfrust ist selten rational, und bei einem (zu) guten Angebot greift man dann eben doch zu. Uwe Anton hatte mit einigen Getreuen die Nummern 11 und 12 der seit 1970 bestehende  Story Center- Serie des Science Fiction Clubs Deutsc...

Jerry Cotton braucht Hilfe

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Harrison Ford als Blade Runner Nur kurz: Neulich habe ich hier im Blog den Hinweis auf ein Buch von Jerry Cotton bekommen: Drei Stunden bis zum Super-GAU . Auf dem Umschlagbild sehen wir: den Blade Runner ! Hilft Rick Deckard beim FBI aus? Gibt es eine Verwechselung mit Phil Decker , Cottons Sidekick? Obwohl das natürlich alles gar nichts mehr mit Philip K. Dick zu tun hat, musste ich den Super-GAU  ganz schnell haben, wenn auch nicht innerhalb von drei Stunden, dafür aber sehr billig. Und dann ist es wie so oft: hat man das Objekt erst einmal in den Händen, entdeckt man noch das eine oder andere: ein Buch ist eben mehr als nur ein Cover. Im Impressum finden wir: Die auf unseren Titelbildern dargestellten Personen stehen in keinem Zusammenhang mit den Inhalten der...

Gefährliche Visionen

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Harlan Ellison bringt  1967   Dangerous Visions  heraus, eine Anthologie von  33  Science Fiction Kurzgeschichten, in Auftrag gegeben für dieses Buch. Ellison hatte für diese Veröffentlichung ein grosses programmatisches Ziel vor Augen hat: die etablierten Grenzen der zeitgenössischen Science Fiction zu erweitern und deren volles Potential darzustellen. Ellison wählt dafür Stories, die Tabus brechen, es geht also um Sex , Drogen und Politik. Viel Sex und viele Drogen . Das Ergebnis ist ein bahnbrechendes Buch, eine Revolution, das wichtigste und kontroverseste Buch der Science Fiction , so wird es (manchmal) genannt. Es gilt als exemplarische Darstellung der aufkommenden New Wave . Gefährliche Visionen Alle Geschichten sind Erst...

Krautmusik

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V or einiger Zeit begann ich, systematisch Zeitungsmeldungen nach Erwähnungen von Philip K. Dick zu durchsuchen. Dabei gelang es mir, erstmals die vermutlich früheste Notiz von ihm in einer Zeitung finden : eine kurze Meldung über den Besuch des neunjährigen Philip auf einer Bibliothekstagung. Eine weitere frühe Quelle findet sich im  Aufgebot seiner zweiten Ehe   im Juni 1950. Es fanden sich auch einige Leserbriefe von ihm, z. B. zu einer Musikkritik von 1953 .

Inflationäres

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Triggerwarnung : Es wird wieder sehr speziell. Recht neulich hat dieser Blog die traurige, weil arg gekürzte, Übersetzung von Die Invasoren von Ganymed betrachtet. Dieser halbe Single ist nur in einer selbstständigen Ausgabe erschienen, 1976 bei Bastei Lübbe. Laut Deutscher Nationalbibliothek hat dieses Buch ursprünglich 2,80 DM gekostet. Keine Fragen auf der Vorderseite, zwei Ausgaben von Bastei Lübbe: Philip K. Dicks Die Invasoren von Ganymed  von 1976 und Michael G. Coneys Eiskinder  von 1975

Noch mal kurz zu den Invasoren von Ganymed

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Eigentlich mehr der Vollständigkeit halber – und damit es mal aufgeschrieben ist – gucken wir kurz bzw. gekürzt auf Die Invasoren von Ganymed . Dieser Blog hat schon einige Kürzungen bei den frühen Ausgaben von Philip K. Dick in Deutschland entlarvt, zuletzt Der Gott des Zorns , geschrieben gemeinsam Roger Zelazny. The Ganymede Takeover ist der zweite (und letzte) Roman, den Dick mit einem anderen Autoren geschrieben hat, diesen mit seinem Freund Ray Nelson . The Ganymede Takeover , Erstausgabe von Ace und die deutsche Übersetzung bei Bastei Lübbe

Kein Grund zum Zorn

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Ein besonders tragischer Fall von Kürzungen betrifft Dicks Roman Der Gott des Zorns. Es gibt keine ungekürzte deutsche Ausgabe, denn dieser Roman ist ein Single, ist auf Deutsch nur einmal erschienen, es gibt keine Überarbeitung oder Neuübersetzung wie bei vielen anderen  von Dicks frühen Romanen. Wir müssen hier mit der Übersetzung von Rosemarie Hundermarck für die Ausgabe von Bastei Lübbe von 1979 leben. Carlton Luftteufel, der Gott des Zorns , lässt die Welt explodieren (könnte man denken)

Mehr Whodunit

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Fremdsprachentexte von Reclam in drei Ausgaben  –  mit Umschlagillustration: von wem? In diesem Blogeintrag (nach Whodunit  im vorigen Eintrag) setzt sich die Jagd auf den Künstler fort: Auch für Reclams Fremdsprachentexte fehlt der Illustrator. Einige Ausgaben der   Science Fiction Stories I  und der darauf folgenden  Classic Science Fiction Stories verwenden eine Umschlagillustration, ein Raumschiff, das einige Aliens hinter sich herzieht. Der Verlag gibt in den Heften keine Informationen zum Urheber ( da hätten wir mehr von Reclam erwartet! ). Wer war es? Wonder Stories September 1931 Ich hatte wenig Hoffnung, hier zu einem Ergebnis zu kommen. Dieser Fu...

Kein bestialisches Massaker

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Die frühen deutschen Ausgaben von Philip K. Dick stehen unter dem dringenden Verdacht, gekürzt zu sein. Ausser bei den Romanheften, die sowieso gekürzt sind, lassen sich Kürzungen nachweisen  bei Vulkans Hammer  und schockierenderweise auch bei Simulacra in der Heyne Edition von 2005 . Ein weiterer Verdachtsfall ist nun  Kleiner Mond für Psychopathen von Bastei Lübbe von 1979. Die Erstausgabe von  Clans of the Alphane Moon   ist schon 16 Jahre vorher bei Ace Books erschienen. Dick war jetzt interessant genug, um auch seine (oft eher schwächere) Backlog nach Deutschland zu holen. Der Roman basiert, wie so häufig bei Dick, der mit seinem Material nachhaltig umging, auf dem Plot einer Kurzgeschichte, hier  Shell Game , die 1954 in der Septemberausgabe des Magazins  Galaxy Science Fiction  erschienen war. Clans of the Alphane Moon in deutscher Übersetzung: 1979, 1...

Ein echtes Mängelexemplar

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1., 2., … 6. Auflage von Ubik - ja, ja, eine fehlt da, aber die würde auch nicht anders aussehen Wenn man sammelt, wie der Autor dieses Blogs, dann muss man die Bücher, die man kauft, (meist) gar nicht lesen: Man kauft ja immer wieder die gleichen Texte. Bei einem neuen Exemplar liest man ggf. die Paratexte, Vorwort und Nachwort, sonst reicht schon ein Blick ins Impressum und auf den Titel, vielleicht noch auf die Widmung.

Ein ausgesprochen guter Griff

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Zu den frühesten Spuren, die Philip K. Dick jenseits seiner Publikationen – die erste  in Deutschland 1958 – hinterlassen hat, gehören Rezensionen in Fanzines. In meinem - bestimmt unvollständigem – Katalog ist die früheste Rezension von 1962. Erschienen ist sie im weiss-waligen Fanzine Anabis 3 , geschrieben von Manfred Alex zum englischen Original The Man Who Japed. Dokumentiert findet sich das in der Bibliographie deutschsprachiger SF-Stories , einer wichtigen Quelle für dererlei Recherche. Rezensiert wurde der Roman offenbar in der Erstausgabe von Ace von 1956 – ein Ace Double mit E. C. Tubbs The Space-Born . Nun ja: einer von Dicks schwächeren Romanen (aber immer noch besser als Schachfigur im Zeitspiel !) wird als mutmasslich erster in Deutschland untersucht. Immerhin hat Dick bei Ace ein hübsches Umschlagbild von Ed Emshwiller bekommen. Die deutsche Übersetzung ist erst 1981 bei Moewig erschienen und ein Single geblieben: weitere deutsche ...

Ich lebe und ihr seid tot

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Schon im Jahresausblick ausführlich angekündigt  wurde das Highlight des Jahres:  Ich lebe und ihr seid tot  –  Die Parallelwelten des Philip K. Dick , die deutsche Übersetzung von Emmanuel Carrère Buch  Je suis vivant et vous êtes morts . Ich lebe und ihr seid tot  –  Die Parallelwelten des Philip K. Dick

Bernd Richard Deutsch komponiert Dr. Futurity

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Musik ist eine wichtige, zentrale Form der Kultur, aber leider keine Kernkompetenz dieses Blogs: Man muss seine Grenzen erkennen. Trotzdem muss hier über den Komponisten Bernd Richard Deutsch und sein Werk Dr. Futurity für Ensemble  berichtet werden. Österreichische Musikzeitschrift 05 2013 mit einem Interview mit Bernd Richard Deutsch über Dr. Futurity

Das Philip K. Dick Festival 2024 in Fort Morgan

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Der Höhepunkt des Dick-Jahres, und auch der bisherige Höhepunkt dieses Blog, der nun schon im zehnten Jahr stattfindet, liegt hinter uns: das Philip K. Dick Festival 2024 , kurz Dick-Fest , hat vom 13. bis 16. Juni seinen Lauf genommen.

Letters of Note

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Mal wieder eine Überraschung, eine kleine Überraschung, aber jede Überraschung ist hier doch eine grosse Überraschung: Ein Stück von Philip K. Dick in einer deutschen Publikation! Fast zehn Jahre hat sich das diesem Blog entzogen, aber irgendwann … kriegen wir sie alle. Letters of Note - Briefe, die die Welt bedeuten : manchmal auch für den Fan von Philip K. Dick Schon 2009 hat Shaun Usher die brillante Idee für einen Blog mit dem Thema Letters of Note  – Briefe, die irgendwie erwähnenswert sind. Die Website war sehr erfolgreich, 2013 folgte das erste Buch mit den ersten 125 Briefen bei Canongate Books mit dem (später geänderten) Untertitel Correspondence Deserving of a Wider Audience . Heyne folgte schon 2014 mit einer deutschen Übersetzung. Und einer dieser ersten 125 Briefe ist von P...

Tony und die Pyramiden

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Es ist nur eine kurze Bemerkung in einem Brief an Roger Zelazny : Philip K. Dick thematisiert die deutsche Übersetzung seines Romans  The Penultimate Truth . Das verdient trotzdem einen Eintrag in diesem Blog, der sich doch vornehmlich für alles Deutsche im und um das Werk von Philip K. Dick herum interessiert. Dick hatte um 1968 mit Roger Zelazny eine Zusammenarbeit für Deus Irae vereinbart, es gab in der Folge einen Austausch zwischen den beiden Autoren, viele Details bleiben dabei aber unklar. In einem Brief vom 13.9.1970 schreibt Dick über die deutsche Übersetzung von The Penultimate Truth . Es handelt sich um die deutsche Erstausgabe, die gerade unter dem Titel Zehn Jahre nach dem Blitz  bei Goldmann herausgekommen war [ Selected Letters 1938 – 1971 ]: