Samstag, 5. Dezember 2015

Der neueste Fang

In der letzten Woche ist mir ein Fang ins Netz gegangen, den ich allerdings noch nicht vollends an Land ziehen konnte. Nachdem Fischer 2014 in zwei Staffeln, einmal im Frühjahr vier und dann im Herbst drei Bände, und 2015 im Frühjahr noch einmal drei Bände der Philip K. Dick Ausgaben hat folgen lassen, wird die Serie im Frühjahr 2016 mit drei weiteren Bänden fortgesetzt:
  1. Ein kleines Trostpflaster für uns Temponauten. 15 Stories. Mit einem Nachwort von Jonathan Lethem. 448 Seiten. 11.99 €
  2. Irrgarten des Todes. 240 Seiten. 9.99 €
  3. Nach der Bombe. 320 Seiten. 10.99 €
Total Recall Revisited (2014), der 
Start der Reihe bei Fischer
Ein bisschen Vorfreude auf diese drei Bände darf schon sein. Irrgarten des Todes und Nach der Bombe werden vermutlich wenig Neues bieten, es handelt sich wohl um Neuauflagen der Ausgaben aus der – nach 16 Bänden abgebrochenen – Werk-Ausgabe von Heyne. Zumindest handelt es sich wohl nicht um Neuübersetzungen, Yoma Cap bzw. Friedrich Mader sind als Übersetzer angegeben, die auch die Heyne-Ausgaben erledigt haben. Man kann erwarten, dass es sich um die von Alexander Martin überarbeitete Übersetzung des Irrgarten des Todes handelt. 
Es steht aber zu befürchten, dass Nach der Bombe sein Nachwort von Jonathan Lethem verloren hat, so wie einige Fischer-Ausgaben entsprechende Zusätze verloren haben. Möglicherweise ist es aber in Ein kleines Trostpflaster für uns Temponauten gewandert. Diese Kurzgeschichtensammlung ist vermutlich eine reduzierte Version von Der unmögliche Planet von Heyne (2002), der auf 832 Seiten immerhin 30 Geschichten enthält. Nachdem Total Recall aus der ersten Staffel von 2014 bereits 12 Geschichten, wohl die Highlights aus Der unmögliche Planet enthält, folgen jetzt wohl die übrig gebliebenen – minus drei. Wobei dieser Rest auch nicht schlecht ist … was allerdings dem Leser dieser Seite egal sein dürfte.

Samstag, 28. November 2015

Eigentlich Nichts

Was fehlt da?
Nachdem ich nicht richtig dazu gekommen bin, ein Thema vorzubereiten, passen dazu ein paar Worte zu Ausgaben von Philip K. Dick, die es nicht gibt.
Besonderer Erwähnung bedürfen diese Bände, weil sie oft noch vielerorts herumschwirren. Offenbar melden die Verlage diese Bücher für die üblichen Vertriebswege an und so erscheinen sie dann allerüblicherorten. Und nachdem sie bei Amazon und bei anderen Online-Anbietern jahrelang angekündigt waren, sind sie jetzt (fast) real – allerdings nicht greifbar. Ich nenne diese Bücher in diesem Blog Phantombände. Hier ganz explizit die Aussage: Diese Bücher gibt es nicht!

Samstag, 21. November 2015

Noch mehr Kurzgeschichten ...

Die weitaus meisten einzeln erschienenen Kurzgeschichten von Philip K. Dick sind als Teil von Science Fiction Anthologien herausgebracht. Abhängig davon, wie man „Science Fiction Anthologie“  definiert und von den Lesebüchern usw. abgrenzt, sind es – in meiner Sammlung – derzeit 47 Bücher. Die meisten davon gehören zu den üblichen Serien bzw. den einschlägig verdienten Verlagen.
Die ersten Geschichten von Dick überhaupt werden in Deutschland 1958 veröffentlicht. Die erste ist entweder im Utopia Magazin 14 Die Frau seiner Träume bei Pabel oder (wohl eher) in Galaxis 5 bei Moewig erschienen.
Highlights 6 von Moewig (1986)
Die letzte Veröffentlichung ausserhalb einer ausgezeichneten Dick-Sammlung (die letzte ist derzeit Total Recall von Fischer von 2014), ist von 2008 die Kurzgeschichte Der Fall Rautavaara in Der kleine Atheismus-Katechismus bei Zweitausendeins. Die Menge der Veröffentlichungen – wohl auch durch die der Gesamtausgaben – ist insgesamt deutlich zurückgegangen.
Wenn man die Anthologien betrachtet – also ohne Veröffentlichungen in Fanzines und Magazinen – so sind fast alle Bücher und Hefte relativ problemlos zu bekommen. Überraschend schwierig kann es sein Highlights 6 von Moewig (1986) in einem akzeptablen oder gar guten Zustand zu finden. Highlights 1 ist der Sammelband der die drei Valis-Romane enthält und deutlich einfacher zu finden. Auch Highlights 6 ist ein Sammelband, nämlich von drei Kopernikus-Anthologien. Teil 1 von Highlights 6 ist dabei Kopernikus 3. Bei beide Bänden der Highlights sind jeweils einfach die drei Buchblöcke hintereinander gebunden, es gibt – ausser auf den ersten Seiten – keinerlei Änderungen im Layout, auch die Seitenzählung beginnt jeweils mit jedem der Blöcke neu. In digitalen Zeiten würde das so wohl nicht mehr passieren, aber damals wäre ein neues Layout vermutlich zu aufwändig gewesen.

Samstag, 14. November 2015

Ordaina

Hier wieder eine aktuelle, aber etwas ungewöhnliche Neuerwerbung. Wie bereits erwähnt, finden auch fremdsprachige Ausgaben von Werken von Philip K. Dick in der Sammlung Platz, ein Exemplar pro Sprache reicht jedoch. Gerne bringe ich diese Bücher aus dem Urlaub mit. Dieses Buch ist zwar kein Souvenir aus dem Urlaub, aber hinlänglich ungewöhnlich, um interessant zu sein - und um es unbedingt in der Sammlung haben zu müssen.
Ordaina, eine Sammlung von Kurzgeschichten von Dick in Baskisch, herausgekommen bei meettok (2015)

Samstag, 7. November 2015

Mehr Leben ...

Da ist es!
Philip K. Dick: Entropie und Hoffnung -
Texte und Materialien zur phantastischen
Literatur, Tilsner (1993), gebunden
In einem vorigen Eintrag Werke zu Leben und Werk von Philip K. Dick wurde ein Ausflug zur lokalen Universitätsbibliothek angekündigt, darüber sei hier berichtet: Zu meiner grossen Überraschung konnte ich dort tatsächlich eine gebundene Ausgabe von Uwe Antons Philip K. Dick: Entropie und Hoffnung – Texte und Materialien zur phantastischen Literatur (Tilsner, 1993) finden.
Ich hätte mich nicht wundern sollen, sind doch die bibliographischen Angaben von Bibliotheken selten fehlerhaft, anders als das, was uns das wunderbare Internet sonst bietet – oder gar Ebay. Amateure haben oft schon ihre Probleme ein Erscheinungsjahr richtig anzugeben oder übernehmen es falsch, von ggf. absichtlichen „Fehlern“  ganz abgesehen. Gerade bei Ebay gilt mehr als sonst: caveat emptor.
Ein Blick in die gebundene Ausgabe erklärt auch, warum die kartonierte Ausgabe beide ISBNs trägt, nämlich die für die kartonierte Ausgabe (3-910079-01-6) und die für die gebundene Ausgabe (3-910079-08-3). Die gebundene Ausgabe ist genau das: Die kartonierte Ausgabe wurde vollständig eingebunden, inklusive dem blauen Karton-Einband, sie bildet so den Block der gebundenen Ausgabe. Der ansonsten unauffällige blaue Leinen-Einband mit blauem Lesebändchen hat den verkürzten Haupttitel Philip K. Dick eingeprägt, auf dem Buchrücken ist zusätzlich zum Verlagsnamen auch das Verlagslogo eingeprägt. Dieses Buch ist also eher nicht von der Bibliothek gebunden, sondern kommt so (wie hier gezeigt) vom Verlag. Möglicherweise handelt es sich auch um eine Ausgabe für Bibliotheken, der Anspruch des Buches ist ja durchaus ein wissenschaftlicher, die Einbandgestaltung auch entsprechend trocken. Diese gebundene Ausgabe hat seinerzeit stolze 78 DM gekostet, deutlich mehr als die 34,80 DM für die Paperback-Ausgabe.