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| Harrison Ford als Blade Runner |
Obwohl das natürlich alles gar nichts mehr mit Philip K. Dick zu tun hat,
musste ich den Super-GAU ganz schnell haben, wenn auch nicht
innerhalb von drei Stunden, dafür aber sehr billig. Und dann ist es wie so
oft: hat man das Objekt erst einmal in den Händen, entdeckt man noch das
eine oder andere: ein Buch ist eben mehr als nur ein Cover. Im Impressum
finden wir:
Die auf unseren Titelbildern dargestellten Personen stehen in keinem Zusammenhang mit den Inhalten der Romane.
Genau. Nur weil ein Blade Runner drauf ist, ist keiner drin. Aber
klar, das wussten wir vorher, da hat Quadro Grafik aus Bensberg, die den Umschlag gestaltet haben, nachhaltig
gearbeitet und vorhandenes Material von irgendwoher wiederverwendet.
So richtig schön finde ich das nicht, Harrison Ford ist zu bekannt und es
kann ja nicht Ziel sein den Käufer zu (ent-)täuschen … oder will der Verlag
hier unbedingt Aufmerksamkeit … oder hat der Praktikant bei Quadro
seinerzeit, 1990, gar nicht gewusst, was er tut und einfach irgendeinen
grimmigen Pistolenartisten einfügen wollen? Diese Frage wird wohl
unbeantwortet bleiben (Quadro Grafik, lasst's mich wissen!). Es handelt sich um keinen Einzelfall, auch auf anderen Umschlagbildern tauchen Gestalten aus dem Kino auf (auf z. B. Band 218: Das Verschwörer-Syndikat findet sich "Mad Max" Rockatansky).
Und so weit weg ist Jerry Cotton von den Themen dieses Blogs ja nicht. Er
ist quasi der Perry Rhodan der Kriminalromane, läuft sogar schon
länger, seit 1956, erscheint in mehreren Auflagen gleichzeitig und hat
ähnlich viel verkauft - und ist im Medium Film sogar erfolgreicher. Leser
dieses Blogs mögen eher mit PR vertraut sein als mit JC, daher hier der
erste Absatz der Drei Stunden …:
Dick Balton versuchte mit einem schnellen Schritt zurückzuweichen, aus der Zelle herauszukommen und um Hilfe zu schreien. Von allen drei Vorhaben gelang ihm nicht eins. Der schwergewichtige Aufseher des Staatsgefängnisses von Rutland, das liegt im Bundesstaat Vermont, war auf das lächelnde Kindergesicht von Brian Toole hereingefallen.
Das klingt wirklich spannend und der elegant eingefügte Relativsatz bereitet
uns auf das vor, was wir erwarten dürfen.
Danke noch mal für den Kommentar im Blog, der mich auf dieses Kuriosum
aufmerksam gemacht hat. Auch andere Leser seien hiermit aufgefordert
beizutragen und zu kommentieren! (Echt!)
- Jerry Cotton: Drei Stunden bis zum Super-GAU. Bastei-Verlag Lübbe (1990). ISBN 3-404-31344-5


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