Gollancz schon wieder!
Eigentlich hatte ich die Ausgabe von Do Androids Dream of Electric Sheep? von Gollancz schon, aber dieses Exemplar lockte mit einer abweichende ISBN. Natürlich kein Grund, das in die Sammlung aufzunehmen, eigentlich – Gollancz bringt gelegentlich identische Ausgaben mit neuer ISBN heraus. Aber Gelegenheit, gute Erhaltung und wohl auch die Langeweile führten dann doch zum Kauf.
Eigentlich hatte ich die Ausgabe von Do Androids Dream of Electric Sheep? von Gollancz schon, aber dieses Exemplar lockte mit einer abweichende ISBN. Natürlich kein Grund, das in die Sammlung aufzunehmen, eigentlich – Gollancz bringt gelegentlich identische Ausgaben mit neuer ISBN heraus. Aber Gelegenheit, gute Erhaltung und wohl auch die Langeweile führten dann doch zum Kauf.
Und dann: Überraschung! Schon beim
Auspacken wirkte das Buch anders und als es dann ins Regal zu seinen
Geschwistern sollte, zeigte sich: es war (zu?) klein.
Diese Ausgabe hatte nicht das Format der Masterworks-Reihe von Gollancz (ca.
12,8 x 19,8 cm), sondern es war kleiner (ca. 11,3 x 17,5 cm). Im Regal
klärte sich auch, warum: Dieser kleine Band teilt die ISBN mit dem genauso
kleinformatigen Band, der in der Reihe
Gollancz 50 Top Ten herausgekommen ist. Mit der Reihe feierte
Gollancz 50 Jahre seiner Science Fiction Reihe – der Verlag ist 1927
gegründet und hat auch schon vorher Science Fiction herausgebracht, aber
erst 1961 eine explizite Science Fiction Reihe eingeführt. Die 10 besten
Romane erschienen als Hardcover, aber (zumindest teilweise) auch noch mal
als reguläre Paperbacks in einem gelben Umschlag, der an die bis in die 90er
Jahre verwendeten klassischen Umschläge des Verlags erinnern sollte.
Die erste Ausgabe von
Do Androids Dream of Electric Sheep? ist beim Verlag erst 1999 erschienen, mit einem Chris Moore Cover in blauer
Farbgebung.
Gollancz hat also bei der (mutmasslich) zweiten Auflage wieder das Chris
Moore Umschlagbild verwendet, allerdings orange getönt.
Das abweichende Format macht die kleine Ausgabe zu einer Ausgabe, die
unbedingt in die Sammlung gehört. Solche Exemplare sind sehr schwer
zu erkennen, selbst auf Fotos ist das kaum zu sehen, auch wenn die Rückseite
deutlich abweicht: der Schriftzug SF MASTERWORKS fehlt. Allerdings
sieht man bei Angeboten die Rückseiten selten genug und der Vergleich mit
vorhandenen Exemplaren ist zumindest mühsam.
ISFDB weist den Unterschied sogar aus, man liest dort „Size: 11 x 17.8 cm (w x h)“, aber das ist sehr leicht zu
überlesen, zumal dem Leser die übliche Grösse der Masterworks nicht unbedingt
geläufig ist – und bei ISFDB auch nicht angegeben.
Und bei der regulären (grossen) Masterworks Ausgabe gibt es auch noch
einige Varianten, das lässt sich hier im Blog nachlesen.
Man stellt fest, dass sogar die langweiligsten Ausgaben noch überraschen
können. Und einmal mehr zeigt uns Gollancz, dass wir uns wirklich nicht
auf ISBNs verlassen können, schon gar nicht bei diesem Verlag.



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