Ich mag die bunten Umschlagbilder der
Science Fiction Bücher und Hefte des
Golden Age und der
unmittelbar folgenden Zeit oder sagen wir der 1940er und 50er Jahre:
glubschäugige Monster, Raketen, exotische Frauen und natürlich Weltraumfahrer.
Während die Damen hauptsächlich Strandbekleidung tragen, ist für die Männer
der Raumanzug fast obligatorisch.
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| Türkische und spanische Ausgabe von Solar Lottery |
Wie üblich findet sich das Bild aber auch auf einigen
ausländischen Ausgaben, die mit Dicks Roman nichts zu tun haben und vermutlich
auch nicht deren Inhalt abbildet: Zuerst 1957 auf der schwedischen
Ausgabe Pionjär I Rymden des Romans Planet of Light
von Raymond F. Jones. Die
erste Ausgabe von Dick erscheint in Schweden erst 1972, die Illustration war hier viel schneller als das Werk.
1969 findet sich das Bild dann auf einem obskuren portugiesischen
Heftroman, O Homem no Espaço von einem John Clarke, zu dem
ich gar nichts weiter finden konnte, was merkwürdig ist (das Internet weiss
also doch nicht alles … oder ich habe nicht gut gesucht – Hinweise sind willkommen!). Die folgende Nummer
der portugiesischen Reihe war zufälligerweise Dicks Eye in the Sky.
Und es gibt auch eine deutschen Ausgabe mit dem Titelbild, auf dem Pellig, der
Androide, allerdings fehlt: Ein Stern rebelliert von C. C.
Zanta als Nummer 2 in der Reihe Abenteuer im Weltenraum von
1958. Auch in dieser Heftromanreihe erscheinen später Ausgaben von Dick, die
Nummer 7 ist ausgerechnet Griff nach der Sonne, die deutsche
Übersetzung von Solar Lottery, auch die erste deutsche Veröffentlichung von Dick in Deutschland überhaupt
(in diesem Blogeintrag mehr dazu). Auch hier hat das Bild sein Buch überholt.
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Il disco di fiamma, Italien |
Für die italienische Erstausgabe von 1958 wiederum wird das Motiv
„nachempfunden“,
wie in diesem Blog berichtet – ich vermute, um die Tantiemen zu sparen (US-Dollar waren in den
50ern teuer). Der italienische Illustrator ist Carlo Jacono, heute
selbst eine Institution. Er hat ein weiteres Spektrum, ist in der ganzen
Trivialliteratur unterwegs, illustriert auch viele Western und Krimis
– und in Italien tragen die Frauen manchmal noch ein wenig weniger. Sein
Cover findet auch noch den Weg nach England und ziert R. Lionel
Fanthorpes Doomed World, von Badger Books (1960),
hier bei ISFDB,
das in Deutschland (mit anderen Umschlagbildern) unter dem Titel
Welt des Verderbens erscheint. In Deutschland findet wir diese Art von
„Inspiration“ auch, z. B. bei Vulkans Hammer.
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Doomed World, England |
In die Sammlung nehme ich all diese vom Cover abgeleiteten Ausgaben aber nicht
auf. Dem Interessierten sei aber mitgeteilt, dass der Heftroman
Ein Stern rebelliert überraschend schwer zu finden ist, noch
schwerer (und teurer) ist aber die Erstausgabe von
Doomed World von Badger Books zu finden. Letzterer hätte ich, wenn günstig
verfügbar, vielleicht nicht widerstehen können und den Kuriosa der Sammlung
hinzugefügt. Mir machen solche Stücke Spass.
Mehr über R. Lionel Fanthorpe auf einer
umfänglichen Fan-Seite –
es ist immer schön, so etwas zu sehen. Offenbar hat er seine Romane
regelmässig nach dem Umschlagbild geschrieben, das der Verlag ihm geschickt:
Es kann also gut sein, so vermutet es auch die oben genannten Seite, dass
Doomed World in diesem Sinne
von Solar Lottery inspiriert
war.
Ein weiteres Werk von Fanthorpe leiht sich ein Umschlagbild von Dick aus:
The Microscopic Ones übernimmt es vom
The Cosmic Puppets, wieder von Ace und wieder von Valigursky, hier allerdings vollständig und
nicht nur als Anregung.




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