Bisher führten die Ermittlungen der Urheber von Umschlagbildern hier im Blog
immer zu einem eindeutigen Ergebnis. Dieses Mal wird es schwieriger …
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| Von wem ist dieser goldene Mann auf dem Cover von Ullsteins Science Fiction Stories 28? |
Auch für das Umschlagbild von Science Fiction Stories 28 von Ullstein (1973) fehlt die Angabe des Künstler. Die
Anthologie ist, anders als die meisten Bände der Reihe Science Fiction Stories
bei Ullstein, keine Originalanthologie, sondern die Übersetzung von
The End of the World, herausgegeben von Don Wollheim als er noch bei Ace Books war (1956) – später finden wir ihn bei DAW, wo er einige Titel von Philip K. Dick
herausgegeben hat.
Die Anthologie enthält sechs Kurzgeschichten, darunter
Der Infiltrant von Dick, im Original
Impostor, das später, 2001, unter diesem Titel sogar verfilmt ist. In gekürzter
Form ist diese Anthologie schon vorher in der Terra-Reihe bei Moewig
erschienen, hier ist der unermüdliche Johnny Bruck der Umschlaggestalter.
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Lou Cameron: Cybernia, das Umschlagbild in Frage |
James White:
Tomorrow is Too Far, definitiv ein echter Dean Ellis |
Macht man sich nun auf die Suche, legt
ISFDB die erste Spur: dort wird auf Cybernia, Ballantine (1971), von Lou Cameron hingewiesen. In der Tat finden wir
hier einen Doppelgänger, das gleiche Motiv auf einem anderen Buch.
Allerdings ist auch hier der Illustrator nicht genannt. Dafür haben wir
jetzt eine grössere, bessere Abbildung des Motivs. Und auch auf dieser
findet sich keine Signatur, die uns hilft (bei Kent Bash hat das zur Lösung geführt).
Mit diesem grösseren Bild können wir nun Google Lens befragen und das führt
zu einigen ähnlichen Bildern. Klickt man ein wenig herum, liest man bei
denen öfter den Namen Dean Ellis.
Schaut man sich nach anderen Covern von Ellis um, so findet sich die
Erstausgabe von James Whites
Tomorrow is Too Far, erschienen 1971 bei Ballantine, (auf Deutsch übersetzt
als Minuszeit bei Pabel, 1971). In diesem Buch ist Ellis
explizit auf der Copyright-Seite genannt. Das Bild hat eine grosse
Ähnlichkeit: Die Figur hat eine ähnliche, ungewöhnliche Haltung, die
verwendeten Farben sind sehr ähnlich, der Hintergrund, insbesondere Punkte
und Planeten, gleichen sich. Und auch hier fehlt eine Signatur auf dem
Bild.
Drei von Dean Ellis |
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Vincent King:
Candy Man Illustration von Dean Ellis |
Auch ein echter Dean Ellis: Der stolze Roboter auf The Best of Henry Kuttner |
Wildsmith von Ron Goulart, etwas dunkler |
Im selben Jahr findet sich beim selben Verlag der SF-Roman Candy Man von Vincent King, (laut Impressum) ebenfalls von Ellis und
ohne Signatur auf dem Bild. Hier wiederholt sich, deutlicher als
bei Tomorrow, die Durchsichtigkeit des Körpers, man kann
Elemente in der Person sehen, Streben und Kästen, sehr ähnlich
zu Cybernia. Und bezüglich der Farbgebung und der Elemente im
Körper findet sich noch das Cover zu The Best of Henry Kuttner von Ballantine (1975).
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| Auch von Dean Ellis illustriert |
Insgesamt sind die künstlerischen Ähnlichkeiten und die Tatsache, dass all
diese Umschlagbilder zur gleichen Zeit vom (fast immer) gleichen Verlag
verwendet werden, aber ein deutlicher Hinweis darauf, dass der Urheber
Dean Ellis ist. Für meine Sammlung verbuche ich das jetzt mal so,
nur mit einem kleinen Fragezeichen.
Von Dean Ellis findet sich in der Sammlung noch das Cover von
The Man Who Japed [Der heimliche Rebell] bei Ace (1975), auch dort ist
bei ISFDB die
Zuordnung von Ellis nur Indirekt über
eine Webseite, die sich mit Umschlagbildern der Ausgaben von Ace Books
beschäftigt.
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| National Postal Museum, Public domain, via Wikimedia Commons |
Der Web-Tipp ist
Clifford D. Simak – The International Bibliography, hauptsächlich weil es eine schöne Website ist mit einem guten
Katalog, der auch Übersetzungen in viele Sprachen berücksichtigt.
Es gibt Gemeinsamkeiten von Dick und Simak, auch Simak schrieb lieber über
kleine Leute als über galaktische Helden, begegnet sind sich die beiden
aber nicht wirklich. Mal reingucken!






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