Samstag, 13. Februar 2016

Spiegel, Spiegel in der Hand

Die Amazon-Serie The Man in the High Castle hat auch in Deutschland das Interesse für den amerikanischen Schriftsteller Philip K. Dick wieder geweckt – ein bisschen immerhin. Der Spiegel bringt in Ausgabe 51 des vorigen Jahres (2015) bereits eine Kritik der Serie.  Jetzt führt Frank Thadeus ein Interview mit Tessa Dick, seiner fünften Ehefrau, das man in der Ausgabe 4/2016 auf Seite 108–110 nachlesen kann; online gibt's immerhin eine Vorschau.
Ein Interview mit Tessa Dicks, der fünften Ehefrau von Philip K. Dick
Spiegel 4/2016 mit einem Interview mit Tessa Dick, der fünften Ehefrau von Philip K. Dick

Samstag, 6. Februar 2016

尤比克

尤比克, im englischen Original und auf Deutsch Ubik und die
Kurzgeschichtensammlung 少数派报告, The Minority Report
Eigentlich sollte der Fokus des Jahres ja einigen dunklen Ecken der deutschen Sammlung und ggf. noch englischen Ausgaben von ausgewählten Verlagen gelten, aber hin- und wieder muss ein bisschen Spass eben sein.
Und Spass macht es mir eben Ausgaben zu ergattern, die ein bisschen schwerer zu finden sind, denn auch das gibt es noch zu Zeiten der Internets. Vor allem, wenn man finanziell im Rahmen bleiben will. Und was könnte schwerer zu finden sein als  eine chinesische Ausgabe eines Buchs von Philip K. Dick? Da gibt es sicher einige Ausgaben, aber in diesem Fall war es eben (nur) eine chinesische Ausgabe und auch die war schwer genug zu finden, auch wenn der letztliche Fundort gar nicht so ungewöhnlich war: Amazon; allerdings Amazon.cn. Dort gelten die bei uns einheimischen Benutzer, die auch für .com und .co.uk gültig sind, übrigens nicht.

Samstag, 30. Januar 2016

Das Science Fiction Jahr

Ausgabe 1996
Das Science Fiction Jahr ist eine Serie, die seit 1986 jährlich bei Heyne erschienen ist. Ich hatte gerade das Glück einige Ausgaben einer Sammlungsauflösung günstig zu erwerben - unabhängig vom Kaufpreis spart das auch Porto. Und es passt zum Thema des Jahres, einige weniger geliebte Ecken der Sammlung auszuleuchten.
Die durchgängig sehr dicken Ausgaben dieser Reihe beleuchten die Science Fiction Szene des jeweiligen Vorjahres in vielen Facetten. Schwerpunkt sind wohl die Interviews mit SF-Schaffenden sowie Essays zu aktuellen Themen der Science Fiction und ausführliche Betrachtungen zur Marktentwicklung. Betrachtet werden nicht nur Bücher, sondern auch sehr umfassend andere Medien wie TV, Kino und Hörspiele. Es ist also kein Wunder, dass die Ausgaben bei über 600 Seiten liegen, die späteren Ausgaben liegen bei einem etwas grösserem Format sogar bei über 1.000 Seiten. Dafür musste man dann auch von anfänglich 20 DM bis zur letzten Heyne-Ausgabe (2014) sogar 38 Euro bezahlen.
In der Reihe werden keine Kurzgeschichten veröffentlicht, daher sind auch keine Arbeiten von Dick enthalten. Über die Jahre sind jedoch zahlreiche Essays und Rezensionen erschienen. In elf Jahrbüchern sind zwölf Artikel zu Person, Werk und Verfilmungen von Dick enthalten, die Details befinden sich auf der Seite zum Heyne Verlag. Herausgreifen kann man den letzten Beitrag der 2012 in der Reihe erschienen ist, Dietmar Daths (manchmal vielleicht zu) kluges Essays zur Exegesis, einer der wenigen (beiden?) Beiträge, die zur Exegesis auf Deutsch erschienen sind: Verrückte Vernunft.
Die erste und derzeit letzte Ausgabe mit einem Beitrag zu Philip K. Dick in der Heyne-Reihe Das Science Fiction Jahr

Samstag, 23. Januar 2016

And Now for Something Completely Different

Kürzlich lief mir in einem Artikel über Weihnachtsgeschenke für Philip K. Dick-Fans ein typischer Fan-Artikel über den Weg, dem ich dann (nach Weihnachten) doch nicht widerstehen konnte. Auch wenn es explizit nicht Teil der Sammlung ist - wenn man damit erst anfängt … – und daher auch keinen Eintrag im Katalog bekommt, traf dieser Pin genau meinen Geschmack, nicht zu gross, Dick-related – und zum Glück nicht wirklich teuer.
Pin, Pin, Du allein ...
Ein exklusiver Philip-K.-Dick-Pin, ohne ISBN und nicht Teil der Sammlung, aber ein nettes Accessoire für den Fan & Sammler 
Man bekommt diesen Pin bei Etsy.com, einer Webseite auf der Selbstgemachtes angeboten wird, jedoch auf einem professionellen Niveau. Hier findet man individuellere Angebote als im Kaufhaus oder bei Amazon, auch zum Thema Philip K. Dick findet sich durchaus einiges: Bilder, T-Shirts, Grusskarten, ein paar (zu) teure Bücher sind auch dabei und diverses anderes. Man kann sich hier durchaus umfassend exklusiv ausstatten - auch zu anderen Themen. Ich belasse es (vorerst?) bei diesem Pin.
Nächste Woche gibt's hier wieder etwas zum Thema Bücher.

Samstag, 16. Januar 2016

Neues Altes - Science Fiction Times

Science Fiction Times 134 von 1974
mit einem Cover von Helmut Wenske
Aktuelle Rechercheergebnisse haben zum Kauf von zwei weiteren Ausgaben der Science Fiction Times geführt – und jetzt sind sie da. Kein Katalog ist je vollständig und es kann sich oft lohnen, alte Quellen noch einmal neu durchzusehen und so habe ich in der ausserordentlich umfassenden Bibliographie deutschsprachiger SF-Stories und Bücher, Usenet-Statistiken, Usenet-Archive und mehr noch zwei relevant Artikel von Dick selbst gefunden, die mir vorher völlig entgangen waren oder erst später hinzugefügt wurden.
Zuerst ist dies in Ausgabe 134 von 1974 Die Nixon-Bande, ein Artikel im englischen Original, der ursprünglich im Bruce Gillespies SF Commentary 39 (1973) in Australien erschienen ist und später noch einmal in der PKDS Newletter 17 (1988) unter dem Titel The Nixon Crowd. Auch in Deutschland hat Uwe Anton ihn 1976 noch einmal in die Philip K. Dick: Materialien aufgenommen.
Dann findet sich in der Science Fiction Times 137 (1975) ein Leserbrief von Philip K. Dick selbst, ebenfalls im englischen Original, in dem er sich über das Erscheinen von Die Nixon-Bande in der SFT freut und ihn in Beziehung zu seinem (damals) aktuellen Roman Flow my Tears, the Policeman Said bringt, der 1977 dann als Eine andere Welt auch bei Heyne in Deutschland erscheint.