Samstag, 5. März 2016

In einem anderen Land. Oder: Risiko

In Milton Lumky Territory,
Gollancz (1985)
Beim Aufbau einer Sammlung hat man am Anfang verschiedene Möglichkeiten vorzugehen. Wenn die finanziellen Möglichkeiten begrenzt sind, ist es eine Möglichkeit sich zunächst einen Überblick über Preise zu verschaffen und dann über die Zeit gute Angebote zu kaufen. Man kauft also, was günstig ist, nicht unbedingt spezielle Ausgaben. Am Schluss bleiben dann immer noch Lücken, die man entweder teuer füllen muss – oder man wartet halt, bis sich doch noch ein Schnäppchen zeigt. Bei Philip K. Dick bleiben die Lücken sicher bis zum Schluss bei den gesuchten Ausgaben der Edition Phantasia, wo Schnäppchen selten sind. Das Mädchen mit den dunklen Haaren und Auf der Suche nach Valis muss man kaufen, wenn sie angeboten werden – und man bereit ist, das Geld zu bezahlen. Auf ein günstiges Angebot sollte man nicht warten.
Bei den englischen Ausgaben stehe ich sicher am Anfang der Sammlung. Ein Schwerpunkt sollten dieses Jahr Ausgaben von Gollancz sein und bei einer Suche ist mir eine günstige Erstausgabe von 1985 von In Milton Lumky Territory in die Suche gelaufen – praktisch zu weniger als dem halben üblichen Marktpreis und geringen Versandkosten. Diese Ausgabe ist das erste einer kleinen Reihe von drei Bänden, in denen Gollancz die Mainstream Romane von Dick herausbringt. Das auf Deutsch noch nicht erschienene Humpty Dumpty in Oakland kommt 1986 als Erstausgabe heraus und Mary and the Giant 1988 nur ein Jahr nach der amerikanischen Erstausgabe.

Samstag, 27. Februar 2016

Californium

Frankreich liebt Philip K. Dick. In Frankreich sind etwa doppelt so viele Ausgaben von Dick erschienen wie in Deutschland, mehr sind nur in Italien erschienen – und natürlich den USA. Die erste Übersetzung eines Romans von Dick erschien jedoch 1958 in Deutschland, Frankreich folgte erst 1959. Bekannt ist auch Dicks Auftritt in Metz, den man sich teilweise bei YouTube ansehen kann, sein einziger Besuch in Europa. Auf jeden Fall kann es nicht wundern, wenn sich im März der deutsch-(aber mehr) französische Fernsehsender arte Dick in einem bimedialen Projekt annimmt.
Der Arbeitsplatz von Elving Green, dem Protagonisten von Californium. Hier beginnt das Spiel...

Samstag, 20. Februar 2016

Огонек № 16, 1958

Ein Sammler ist eben auch ein Jäger. Es macht mehr Spass, wenn das Ziel der Jagd schwer zu erlegen bzw. zu finden ist, als es im Shop seinem Warenkorb hinzuzufügen.
Eine etwas längere Jagd ist dieser Tage zu Ende gegangen, die in der Adventszeit des vorigen Jahres begann. Auf der Suche nach einem Thema für einen weihnachtlichen Blogeintrag bin ich auf die Kurzgeschichte Foster, You're Dead von Philip K. Dick gestossen, zu Deutsch Der Bunker, später auch übersetzt als Foster, du bist tot.
Die Ausgabe von Ogonek mit Dicks "Foster, You're Dead"
Огонек № 16, 1958 enthält die erste russische Übersetzung von Philip K. Dicks
Kurzgeschichte Foster, You're Dead, auf Deutsch Der Bunker

Samstag, 13. Februar 2016

Spiegel, Spiegel in der Hand

Die Amazon-Serie The Man in the High Castle hat auch in Deutschland das Interesse für den amerikanischen Schriftsteller Philip K. Dick wieder geweckt – ein bisschen immerhin. Der Spiegel bringt in Ausgabe 51 des vorigen Jahres (2015) bereits eine Kritik der Serie.  Jetzt führt Frank Thadeus ein Interview mit Tessa Dick, seiner fünften Ehefrau, das man in der Ausgabe 4/2016 auf Seite 108–110 nachlesen kann; online gibt's immerhin eine Vorschau.
Ein Interview mit Tessa Dicks, der fünften Ehefrau von Philip K. Dick
Spiegel 4/2016 mit einem Interview mit Tessa Dick, der fünften Ehefrau von Philip K. Dick

Samstag, 6. Februar 2016

尤比克

尤比克, im englischen Original und auf Deutsch Ubik und die
Kurzgeschichtensammlung 少数派报告, The Minority Report
Eigentlich sollte der Fokus des Jahres ja einigen dunklen Ecken der deutschen Sammlung und ggf. noch englischen Ausgaben von ausgewählten Verlagen gelten, aber hin- und wieder muss ein bisschen Spass eben sein.
Und Spass macht es mir eben Ausgaben zu ergattern, die ein bisschen schwerer zu finden sind, denn auch das gibt es noch zu Zeiten der Internets. Vor allem, wenn man finanziell im Rahmen bleiben will. Und was könnte schwerer zu finden sein als  eine chinesische Ausgabe eines Buchs von Philip K. Dick? Da gibt es sicher einige Ausgaben, aber in diesem Fall war es eben (nur) eine chinesische Ausgabe und auch die war schwer genug zu finden, auch wenn der letztliche Fundort gar nicht so ungewöhnlich war: Amazon; allerdings Amazon.cn. Dort gelten die bei uns einheimischen Benutzer, die auch für .com und .co.uk gültig sind, übrigens nicht.