Ein etwas älterer Fund im Bestand ist Die fantastischen 6, herausgegeben von Charlotte Kerner bei Beltz & Gelberg von 2010. Das Buch verspricht im Untertitel Die Lebensgeschichten von Mary Shelley, Bram Stoke, J. R. R. Tolkien, Stanislaw Lem, Stephen King und (eben auch von) Philip K. Dick. Die Herausgeberin selbst schreibt auf fast 50 Seiten unter dem Titel Blade Runner - Philip K. Dick (1928-1982) wurde zum Kafka Amerikas selbst über den Autoren. Sie gliedert ihren Text in zwanzig kurze Kapitel, die - und das ist eine schöne Idee - mit passenden Titeln von Kurzgeschichten von Dick überschrieben sind.
Und sie schafft es auf diesem für den Anspruch Lebensgeschichte beschränkten Platz auch wirklich ein interessantes Bild von Dick zu zeichnen. Vieles über das sie schreibt, konnte man auf Deutsch so noch nicht lesen - wenn es auch den Leser englischer Quellen weniger überraschen dürfte. Insbesondere die relativ lange Betrachtung der Kindheit ist beachtenswert. Ausserdem wird uns das Bild von Dick als zwar genialem, aber drogenabhängigem Verrückten erspart und Dicks 2-3-74 Erlebnis differenziert diskutiert.
Auch für den mit Dick vertrauten Leser wird dieser Text so absolut ein Gewinn. Dieser Text macht die Biographie von Sutin, Philip K. Dick: Göttliche Überfälle nicht überflüssig, das ist schon wegen des Umfangs kaum möglich, aber er ergänzt ihn sinnvoll.
Die Beiträge zu den anderen fünf Fantastischen sind von jeweils anderen Autoren und lesen sich - zumindest für den hier weniger Kundigen - durchaus gut; der Text über Lem erwähnt auch die kritische Interaktion mit Dick.
| Die fantastischen 6 von Charlotte Kerner bei Beltz & Gelberg von 2010 mit einer lesenswerten Biographie von Philip K. Dick |
Auch für den mit Dick vertrauten Leser wird dieser Text so absolut ein Gewinn. Dieser Text macht die Biographie von Sutin, Philip K. Dick: Göttliche Überfälle nicht überflüssig, das ist schon wegen des Umfangs kaum möglich, aber er ergänzt ihn sinnvoll.
Die Beiträge zu den anderen fünf Fantastischen sind von jeweils anderen Autoren und lesen sich - zumindest für den hier weniger Kundigen - durchaus gut; der Text über Lem erwähnt auch die kritische Interaktion mit Dick.