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| Blade Runner in Wien |
Reisen sind immer Besonderheiten und in diesem Jahr war das ein Ausflug nach Wien: Blade Runner auf der Bühne, anschliessend ein (kurzes)
Gespräch mit dem Regisseur, das ist nicht ganz Fort Morgan, aber
zumindest ein Ersatz. Es gab weitere Reisen, aber deren Ergebnisse werden
erst im nächsten Jahr enthüllt …
Gedenken
Ich hätte nicht gedacht, dass ich über dieses Thema in meinem Blog schreiben
müsste - oder wollte. Aber meine Beschäftigung mit Philip K. Dick ist, so
wie ich sie betreibe, auch eine soziale Aktivität. Und so trifft man andere
Menschen - und verliert sie.
Erst in diesem Jahr habe ich vom Tod von Jörg Metes erfahren. Er ist schon
am 15. Juni 2024 gestorben. Kennengelernt habe ich ihn über diesen Blog. Er
hat mich angeschrieben und in der Folge einiges von und über Philip K. Dick
überlassen: er war seinerzeit selbst Mitglied der Philip K. Dick Society.
Persönlich treffen konnten wir uns leider nicht, ich habe es nie nach Berlin
geschafft, das ist sehr schade.
Persönlich getroffen habe ich Bernhard Marsch. Er hat das Philip K. Dick
Filmfestival in Köln organisiert (über die Besuche dort habe ich im Blog
regelmässig berichtet), dort habe ich ihn getroffen und im vorigen Jahr
einen besonderen Abend mit ihm verbracht. Er ist am 16. Juni tragisch bei
einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Ich hätte Bernhard in diesem Jahr
gerne wiedergetroffen und die Unterhaltung fortgesetzt.
Ebenfalls gestorben ist in diesem Jahr, am 7. Februar, Chris Moore, der
praktisch alle Umschlagbilder der britischen Ausgaben von Philip K. Dick bei
Gollancz gemacht hat. Ich habe ihn mit mehr als 120 Einträgen im Katalog.
Neuerscheinungen
Im März, am (fast?) am Todestag von Dick ist, wie am Jahresbeginn
angekündigt, das (deutsche) Highlight des Jahres herausgekommen: Ich lebe und ihr seid tot – Die Parallelwelten des Philip K. Dick von Emmanuel Carrère (das ist auch der meistgelesene Blogeintrag des Jahres). Nach 32
Jahren jetzt auch in deutscher Übersetzung und noch immer sehr
relevant.
Eine kleine, schöne Überraschung war auch der Comic Benjamin. Die
Beschaffung war (und ist) schwierig, aber denkwürdig: London, Hamburg … und
natürlich das Internet. Ein hinreichend würdiger Comic, der nicht nur den
Namen von Dick für das Marketing verwendet (und auch darüber wird im Blog noch
zu berichten sein, auch hier hat die Zeit gefehlt).
Die Sammlung
Auch in der Sammlung hat sich dies und das getan. Die grösseren Brocken
waren naturgemäss englische Ausgaben. Easton hat eine neue Auflage von
Do Androids Dream of Electric Sheep? spendiert, die gibt es sogar
noch zu kaufen, aber leider nicht (ohne Umweg) für eine deutsche Adresse.
Auch die fast-Erstausgabe von Ubik mit der legendären Spraydose von
Peter Rauch ist jetzt in der Sammlung, ein gutes und günstiges Angebot der
Buchclub-Ausgabe konnte man nicht ablehnen.
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| Walden Books in London |
Ansonsten wurden ein paar kleinere Lücken in der deutschen Sammlung
geschlossen und ein paar Upgrades gab es dazu. Bis dahin war es also ein
ruhiges Jahr.
Die grösste Beschaffung des Jahres befindet sich noch auf der Reise, dazu im
nächsten Jahr mehr.
Im Blog
Im Blog ging es viel um Deutsches: lange Texte zu Übersetzungen und sehr
viel textarme Beiträge über Umschlagbilder, Umschlagbilder, Umschlagbilder.
Damit hat die Anzahl der Blogeinträge den Tiefpunkt des letzten Jahres nicht
unterschritten, immerhin.
Empfehlen möchte ich
einen internationalen Blogeintrag, es geht um Dicks Internatsjahr in
Ojai.
... und weiter geht es
Ausgelassen haben wir in diesem Jahresrückblick den traditionellen Blick auf
(meist im vergangenen Jahr) angekündigte Verfilmungen. In diesem Jahr ist so
viel passiert und es gibt noch so viel vom vergangenen Jahr, dass es
dafür einen separaten Blogeintrag zwischen den Jahren geben wird, auf den
man sich (auch) freuen darf.


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