| Nach der Bombe von Philip K. Dick in der Ausgabe Klassik Reihe von Fischer (2016) |
Dieser Band nun bietet gegenüber dem Original gar keine Überraschungen. Er ist inhaltlich identisch mit dem gleichnamigen Band der Heyne Edition. Die Übersetzung ist die von Friedrich Mader, die kurze Nachbemerkung des Autors ist vorhanden sowie das schöne Nachwort von Jonathan Lethem. Zugelegt hat der Umschlag, die Abbildung ist wie auch bei einigen anderen Bänden der Reihe von Carla Nagel, die schon einige sehenswerte Cover für Fischer und andere Verlage gemacht hat – und sicher einem Schriftsteller wie Dick würdig; ein wenig trauere ich den bunten Pulp-Covern der frühen Jahre manchmal doch nach.
Die Erstausgabe von Dr. Bloodmoney, or How We Got Along After the Bomb erschien, wie so viele aus der Zeit, bei Ace Books (1965). Die teure englische Hardcover Sammlerausgabe ist von Gregg Press (1977). Das Satzzeichen zwischen Bloodmoney und or ist übrigens sehr uneinheitlich, hier sieht man das Komma, den Doppelpunkt oder auch – nichts. Die neueren Ausgaben verzichten – zumindest auf dem Cover – auch auf den Zusatz. Vermutlich weil er seinerzeit eine Idee des Herausgebers war, um an den damals aktuellen Film von Stanley Kubrick Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb anzuknüpfen. Heute dürfte dieser Titel nicht mehr verkaufsfördernd sein.