Samstag, 6. Dezember 2025

Vor-Weihnachtszeitliches

Weihnachtliches erreicht uns pünktlich zur Geschenkeeinkaufszeit: schon am ersten November hat die jahreszeitlich-bunte Anthologie Schöne Bescherungen den Markt erreicht. Und ja, das war schon im Jahr 2000, das Buch ist nicht ganz neu, aber Anthologien mit einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick sind schon lange nicht mehr erschienen.
Schöne Bescherung(en)! Ein Umschlagbild von Josh Kirby

Samstag, 22. November 2025

Alles nur geklaut (International)

Nach den deutschen Doppelgängern der letzten Wochen kommen wir hier zu zwei Pseudo-Doppelgängern, ich nenne sie mal Ebenbilder, keine Übernahmen der Originalillustration, hier dient das Original als Inspiration für eine eigene Schöpfung.
In Deutschland, überhaupt in Europa war das in den 50er und 60er Jahren durchaus üblich. Das Originalcover für Dicks ersten Roman, Solar Lottery, wurde direkt verwertet und diente zusätzlich als Anregung für andere Künstler, hier im Blog als Steinewerfer.

Am Kreuzweg der Zeit

Dieser Doppelgänger ist ein kleines Rätsel. Haben wir da einen unbekannten Roman von „Philip K. Dick“: Am Kreuzweg der Zeit – was soll das sein? Die Lösung ist einfach (und dem regelmässigen Leser dieses Blogs sowieso bekannt): es ist eben kein Dick, sondern Andre Nortonwie hier im Blog berichtet, da steht einfach der falsche Autor drauf. Aber das ist trotzdem genug Dick, um sich für diesen Blog zu qualifiziere.
Wie so häufig hat sich hier ein deutsche Künstler von der amerikanischen Vorlagen inspirieren lassen, vielleicht war es auch hier Johnny Bruck, der dafür durchaus bekannt ist (siehe unten) – und der auch das Cover für die Neuausgabe bei Moewig (1964) gestaltet hat. ISFDB bemerkt dazu trockenThe artwork is a newly drawn variation of The Crossroads of Time. Stimmt.
Semrau (1958) Andre Norton:
The Crossroads of Time, Ace (1956)
Illustration von Robert Schulz
Es gibt weitere Ausgaben mit diesem Cover

Samstag, 1. November 2025

Kein Grund zum Zorn

Ein besonders tragischer Fall von Kürzungen betrifft Dicks Roman Der Gott des Zorns. Es gibt keine ungekürzte deutsche Ausgabe, denn dieser Roman ist ein Single, ist auf Deutsch nur einmal erschienen, es gibt keine Überarbeitung oder Neuübersetzung wie bei vielen anderen  von Dicks frühen Romanen. Wir müssen hier mit der Übersetzung von Rosemarie Hundermarck für die Ausgabe von Bastei Lübbe von 1979 leben.
Carlton Luftteufel, der Gott des Zorns, lässt die Welt explodieren (könnte man denken)

Samstag, 11. Oktober 2025

… und noch mehr Doppelgänger!

Die Doppelgänger gehen schon in die dritte Runde. Hier nun alle deutschen Doppelgänger, die nicht bei Moewig oder Bastei Lübbe erschienen sind. Doppelgänger sind solche Bücher, die ein Umschlagbild mit einem anderen teilen. Hier im Blog betrachten wir dabei nur Romane von Philip K. Dick und nur solche Übernahmen, die nicht das gleiche Buch betreffen, also insbesondere Übersetzungen.

Träumen Roboter von elektrischen Schafen?

Der erste Doppelgänger in Deutschland überhaupt ist von 1971 und ist grossartig von Karel Thole. Es handelt sich ganz offensichtlich um eine spezifische Auftragsarbeit, Heyne hat sich Mühe gegeben: Wir sehen das dark-haired girl Rachel mit Eule, den (im Roman nicht so genannten) Blade Runner Deckard und Tyrells Schachbrett. Und so ein schönes Cover schafft es dann auch in die Wahlheimat von Thole.
           
Illustration von Karel Thole.
Heyne (1971) Philip José Farmer:
Fabbricanti di universi
[The World of Tiers],
Editrice Nord (1974)

Samstag, 4. Oktober 2025

Doppelgänger bei Bastei Lübbe

Es geht, wie letzte Woche versprochen bzw. angedroht, weiter mit Doppelgängern, dieses Mal nur um die Ausgaben vom Bastei-Verlag Lübbe.
Augenschmaus – eye candy nennt es der Englischsprecher: nicht so gehaltvoll (wie sonst hier im Blog), statt dessen erfreuen ein paar bunte Bilder die Augen. Hier also all die Umschlagbilder, die im Zusammenhang mit Veröffentlichungen von Philip K. Dick verwendet wurden und dann später (oder meist früher) auch für ganz andere Bücher.

Der Gott des Zorns

Wer hätte das gedacht? Ein perfektes Cover, ein grandioses Cover – nicht original für unser Buch! Wir sehen hier Koskinen mit seinem kinetischen Shield und nicht Carlton Lufteufel beim Sprengen der Welt. Trotzdem: ein schönes Cover, das Aufmerksamkeit erweckt und passt.
Wir finden hier auch unsere einzige Umschlagillustration mit durchgehendem Motiv auf einem deutschen Titel von Dick, bei dem sich das Motiv also auf der Rückseite des Buches fortsetzt: Das ist sehr schön, kostet aber vermutlich extra und kommt daher selten vor. Wir werden ein weiteres Beispiel dieser Art bei den amerikanischen Doppelgängern finden. Auch Transmaicon hat die rundum Umschlagillustration, die (gespiegelte) französische Ausgabe (leider) nicht.

Illustration von Les Edwards.
Ein Mann in orange vor einer Explosion
Bastei Lübbe (1979)     Poul Anderson:
Shield,
Universal (1978)
Jean Mazarin:
Libérez l'homme!,
Fleuve Noir (1978)
John Shirley:
Transmaniacon,
Zebra Books (1979)