Samstag, 20. Juli 2024

Das Philip K. Dick Festival 2024 in Fort Morgan

Der Höhepunkt des Dick-Jahres, und auch der bisherige Höhepunkt dieses Blog, der nun schon im zehnten Jahr stattfindet, liegt hinter uns: das Philip K. Dick Festival 2024, kurz Dick-Fest, hat vom 13. bis 16. Juni seinen Lauf genommen.

Samstag, 1. Juni 2024

Bengali

Vor langer, langer Zeit, als das Internet noch ein wilderer Ort war, hat ein Fan von Philip K. Dick eine Website gebaut, die sammelte, was es zu Philip K. Dick im Netz zu sammeln gab: Biographie, Fotos und natürlich eine umfassende Bibliographie zum Werk unter besonderer Berücksichtigung der Übersetzungen. Im Internet Archive kann man die Seite zu Dicks Romanen noch mit dem Stand von 2004 ansehen und liest dort:
Philip K. Dick novels have been translated into the following 25 languages:
[…]
Bengali
Urdu
[…]
At least one PKD title in each of these languages is currently in print.
Dieser Blog (und dieser Sammler) haben seitdem sehr oft und sehr vergeblich nach Ausgaben in Bengali oder Urdu gesucht und auch nach der Quelle dieser Aussage. Und tatsächlich konnte jetzt ein Teilerfolg erreicht werden: Ein Roman aus Bangladesch hat die Sammlung erreicht: Die Übersetzung von Ubik nach Bengali von 2021, herausgegeben vom Verlag পেপার ভয়েজার , übersetzt Paper Voyager (und unter dem Namen findet man den Verlag auch bei Facebook). Ein weiterer Roman ist 2022 beim selben Verlag erschienen, The Man in the High Castle [Das Orakel vom Berge], dieser konnte der Sammlung leider nicht zugeführt werden, es gab Probleme bei der Bestellabwicklung. Diese Ausgaben erklären jedoch nicht die Nennung von 2004. Man hätte hoffen dürfen, das im Rahmen dieser Neuerscheinungen frühere Übersetzungen auftauchen, das ist (noch?) nicht passiert.
Bengalische Ausgabe von Philip K. Dick
Ubik in Bengali: উবিক

Samstag, 18. Mai 2024

Die Apotheose des Philip K. Dick

Gut Ding will Weile haben. Oder am Ende wird alles gut. Und ein Sammler braucht sowieso Geduld … Daher passt es schon, wenn diese Neuentdeckung schon fast vier Jahre auf dem Markt ist – bzw. eigentlich schon wieder vom Markt verschwunden.
Das amerikanische Comic-Magazin Heavy Metal hat in der Nummer 298 aus dem Jahr 2020 die Geschichte Philip K. Dick's Head is Missing veröffentlicht. Wie das deutsche Schwermetall, von dem hier neulich berichtet wurde, hat auch Heavy Metal anfänglich, gegründet 1977, Inhalte des französischen Metal Hurlant übernommen. Nachdem Metal Hurlant 1987 eingestellt wurde, hat man verstärkt andere Inhalte veröffentlicht. Schwermetall hat bis 2000 durchgehalten, Heavy Metal wurde im vorigen Jahr eingestellt.
Schweres Metall
Heavy Metal 298 mit Philip K. Dick's Head is Missing

Samstag, 4. Mai 2024

Infiltration

»Was macht man so als Sammler?« – eine Frage, die sich praktisch niemand stellt, die dieser Blog aber immer wieder zu beantworten versucht. Sammeln ist ja erst am Schluss der Erwerb – und dieser letzte Schritt ist oft der langweiligste, auch wenn das Eintreffen lange gesuchter Exemplare grosse Freude bringt. Aber im Zeitalter digitaler Antiquariate kriegt man fast immer fast alles, begrenzt nur durch das eigene Budget, spannend ist da nur die Suche nach dem guten Angebot. Viel interessanter aber ist oft die Jagd nach bisher Unbekanntem.
Schwermetall #71, Alpha Comics (1985)
In dem sozialen Medium für alte Mensch, auf dem dieser Tage der meiste Austausch zu Philip K. Dick stattzufinden scheint, wurde in einem abgelegenen Winkel neulich ein Heftchen von 16 Seiten im DIN A5 Format vorgestellt, mit dem Titel Le Retour des explorateurs. Es handelt sich um Philip K. Dicks Kurzgeschichte Explorers we von 1959 in der französischen Übersetzung von Pierre Billon. Ein ungewöhnliches Format und die Behauptung, dass das Heft für das 2eme Festival International de la SF de Metz im September (19.–25.) 1977 gefertigt sei, erregt Neugier: Dick war ja selbst in Metz! Ist diese Ausgabe wirklich wegen seinem Besuch erschienen?

Samstag, 20. April 2024

Filips K. Diks

Eine recht aktuelle Erstübersetzung erreicht diesen Blog aus Riga. Auch Lettland hat nun einen Roman von Philip K. Dick in seiner Amtssprache. Es handelt sich um Vai androīdi sapņo par elektriskajām aitām? und man erkennt auch ohne Sprachkenntnisse, um welchen Roman es sich handelt: Den Roman mit den vielen deutschen Titeln, im Original Do Androids Dream of Electric Sheep? oder auch Blade Runner. Lettisch wird mit einem (erweiterten) lateinischen Alphabet geschrieben, das hilft. Lettisch ist auch keine slawische Sprache, sondern gehört zur kleinen Gruppe der baltischen Sprachen.
Träumen Roboter vom Leben im Baltikum?
Die erste und derzeit einzige lettische Ausgabe von Philip K. Dick: Träumen Roboter von elektrischen Schafen?, kein schlechter Anfang: populär und trotzdem sehr gut - und die Umschlagillustration ist toll!