Samstag, 22. Juli 2023

Schach ... matt

In der Sammlung gibt es tatsächlich immer noch einige deutsche Exemplare, die ausgewechselt werden müssen. Remittenden sind (eigentlich) nicht akzeptabel und nur noch in der Sammlung, weil sie schon lange dabei sind und dieser Sammler zu faul ist, die Exemplare auszutauschen: das ist nämlich gar nicht so einfach.
Fly, fly away ... ein buntes Umschlagbild von Rowena Morrill
Der Doktor fliegt zum Hausbesuch - nicht jedes Umschlagbild passt

Samstag, 8. Juli 2023

Alles nur geklaut (Australien)

Dieser Blogeintrag erzählt eine Geschichte über (u. a.) den Nutzen von Bibliographien und was man darin finden kann … und wo uns das hinführt:

    In PKD Otaku 37 vom April 2018 findet sich auf Seite 41, unter dem Bild einer knapp bekleideten Frau im Stil der späten siebziger Jahre auf dem Cover eines – offenbar „einschlägigen“ – Magazins der Text:

    I trust I have your attention. Looking though Galactic Central’s bibliographic website (http://www.philsp. com/) I came across this:
    Computer • Lorraine Gargiulo • ss Adam (Australia)
    Feb 1978 [Philip K. Dick]; plagiarism of “The Great
    C” by Philip K. Dick.
    And I wondered why if anyone would want to plagiarize one of Phil’s stories, why in the world would they choose “The Great C” of all things. And why publish it in an Australian men’s magazine? I’m more than a little curious to see this presumably rewritten tale of Phil’s but I suspect I never will. A pretty crazy venue for PKD, to be sure. Even for fake PKD.
    So wie Patrick Clark, den Herausgeber von PKD Otaku, von dem dieser Text stammt, so hat auch mich dieser kleine Eintrag neugierig gemacht. Zumal der Text auch eine Frage stellt, die beantwortet werden will.
    Der falsche (links) und der richtige (rechts) Adam

    Samstag, 3. Juni 2023

    Vokabeltest

    Dieses kleine Büchlein war eine grosse Überraschung für mich, die hier im Blog geteilt werden muss. Es verstecken sich sicher noch einige Artikel über Dick und sein Werk in deutschen Büchern, Zeitungen und Fanzines, aber eine „neue“ Kurzgeschichte von Dick selbst zu finden, in einem regulären Buch, das war unerwartet.
    Es geht aber doch um eine etwas randständige Publikation: Der Hirschgraben-Verlag hat 1982 eine Anthologie mit Science Fiction Kurzgeschichten im englischen Original herausgegeben, ergänzt um Fragen und eine Vokabelhilfe. Der treffende Titel ist: Science Fiction. Es handelt sich offenbar um eine Schullektüre zum Thema Science Fiction, Hirschgraben war ein Schulbuchverlag. Die Anthologie enthält auch die Kurzgeschichte Impostor (auf Deutsch Hochstapler) von Philip K. Dick.
    Eine Schullektüre für den Englischunterricht: Science Fiction mit acht Kurzgeschichten

    Samstag, 13. Mai 2023

    Komputer!

    Die Ausgaben der Romane von Philip K. Dick beim Goldmann Verlag haben keinen guten Ruf. Dafür gibt es gute Gründe, man muss Goldmann trotzdem dafür danken, einige deutsche Erstausgaben herausgegeben zu haben. Häufig kritisiert werden die Übersetzungen und die damit einhergehenden Kürzungen. Dieser Blogeintrag untersucht diese Kürzungen bei Dicks Romans Vulcan's Hammer.
    Vulcan's Hammer ist 1960 bei Ace als Double erschienen, es handelt sich um eine Erweiterung einer gleichnamigen Novelle, die in der Zeitschrift Future Science Fiction 1956 veröffentlicht war.
    Der „deutsche Erstdruck“, so heisst es ganz richtig auf der Rückseite des Heftes, erfolgte schon 1965 in der Heftromanreihe Terra Utopische Romane im Moewig Verlag; der Übersetzer bleibt hier unerwähnt. 1973 kommt die Neuausgabe für Goldmann: „Aus dem Amerikanischen übertragen von Tony Westermayr. Ungekürzte Ausgabe.“ heisst es im Impressum. 1986 folgt schliesslich die bisher letzte Ausgabe bei Bastei Lübbe, eine Neuübersetzung von Leo P. Kreysfeld.
    Die drei deutschen Ausgaben von Philip K. Dicks Vulcan's Hammer (von links): Moewig (1965), Goldmann (1973) und Bastei-Verlag Lübbe (1986)

    Samstag, 29. April 2023

    Hoffnung, Reise ... Entropie?

    Noch im vorigen Jahr hat sich eine klaffende Lücke in der Sammlung geschlossen: Die gebundene Ausgabe von Uwe Antons Entropie und Hoffnung ist tatsächlich aufgetaucht und konnte eingefangen werden. Grossartig! Zumal der Fang durchaus nicht einfach war, der Preis nicht phantastisch … und ich alle Hoffnung eigentlich schon lange aufgegeben hatte, obwohl ich neulich ein Exemplar wenigstens besuchen durfte.

    Die Gelegenheit

    Auf dem grossen Kleinanzeigenportal, das noch den Namen der Bucht trägt, kann man hin- und wieder einen passablen Fund machen, darum lohnt es sich für den Sammler dort regelmässig zu suchen. Und so fand sich im vergangene Spätherbst ein Konvolut von rund 60 Bänden Dick, eine (zwangsläufig) zusammengestückelte (fast) Gesamtausgabe.
    Begleitet von einigen mehr oder weniger aussagekräftigen Bildern zeigte sich dort, ganz am Rand, auch die scheueste deutsche Ausgabe aller Bücher von und über Dick: Entropie und Hoffnung, der Rücken in blau mit dem Schriftzug Philip K. Dick in silber und das Verlagslogo, ganz offensichtlich in der (oder einer?) gebundenen Version. Der Preis: VB für das ganze Konvolut, zumindest vorzugsweise. Dieser Sammler hat schon sehr gute Erfahrungen mit Konvolutkäufen gemacht. Und dieses Konvolut enthielt zusätzlich einige Werke der Edition Phantasia – sowohl Das Mädchen als auch Auf der Suche nach VALIS, die sonst wohl seltensten deutschen Bücher von Dick. Das würde auch andere Interessenten bewegen, selbst solche, die an Sekundärliteratur nicht interessiert wären. Mit Konkurrenz wäre also zu rechnen.