Samstag, 4. Juni 2022

Grosses aus England

Ulverscroft ist ein Verlag aus Leicester, einer der ältesten, von Städte Englands aus römischer Zeit. Und dieser Verlag bietet drei Bücher von Philip K. Dick.
Aufgetaucht sind die drei Bände schon vor einigen Jahren an den üblichen Orten, auch bei Amazon. Leider waren sie dort nicht (nie!) lieferbar und diverse, auch energische Beschaffungsversuche bei verschiedenen Anbietern schlugen fehl. Auch deutsche Fachhändler, sogar solche, die auf Bibliotheksbedarfe spezialisiert sind, waren nicht in der Lage, die Bücher zu besorgen, denn es handelt sich hier um Bücher, die (eher) für Bibliotheken produziert werden als für Privatkunden.
Philip K. Dick bei Ulverscroft
Electric Dreams, Do Androids Dream of Electric Sheep? und Ubik von Ulverscroft

Samstag, 14. Mai 2022

Eine andere Eine andere Welt

Jede Sammlung hat einmal klein angefangen. Ein paar Stücke erst, das Interesse steigt und weitere Exemplare kommen dazu. Und dann ist die kritische Temperatur erreicht und die Sammelleidenschaft erwacht: Alle sollen es sein!
Philip K. Dick in Heynes Bibliothek der Science Fiction Literatur
Philip K. Dick in Heynes Bibliothek der Science Fiction Literatur

Samstag, 7. Mai 2022

Die letzten ihrer Art

In seinem 40. Todesjahr gibt es keine neue Ausgabe von Philip K. Dick – weder auf Deutsch noch auf Englisch. Zumindest sieht es derzeit so aus. Das ist traurig, in Deutschland ist die grössere Zahl seiner Bücher vergriffen, einiges gar noch nie erschienen.
Die "aktuellste" US-amerikanische Neuerscheinung, bei Mariner
Radio Free Albemuth bei Mariner von 2020
In Grossbritannien und den USA sieht die Lage anders aus, es ist praktisch alles verlagsneu erhältlich. Zuletzt ist Radio Free Albemuth bei Mariner im Jahr 2020 herausgekommen. Damit ist in den USA fast alles erhältlich, nur bei wenigen Romanen muss man auf antiquarische Exemplare ausweichen, so bei Nick and the Glimmung und The Ganymede Takeover.
Dank Gollancz sieht es in britischen Raum ähnlich gut aus. Zuletzt ist 2019 bei Gollancz der Roman The Man in the High Castle erschienen, immerhin gebunden. Und mit der neuen Widmung: Bis zur Ausgabe von Gollancz 2017 steht in den britischen Ausgaben (überwiegend) die ursprüngliche Widmung an Dicks Frau Anne. Dick hat das 1973 in eine Widmung an seine damalige (neue) Frau Tessa und den gemeinsamen Sohn Christopher geändert, zumindest bei den US-Ausgaben und diese Änderung hat nun auch die Britischen Inseln erreicht. Das Umschlagbild ist nicht wirklich neu, wir hatten es in Blau schon für die gebundene Masterworks Ausgabe von 2009 und dann in Orange (mit derselben ISBN) noch einmal in der Masterworks II Reihe. Diese zweite Ausgabe ist äusserlich praktisch identisch mit dem aktuell erschienenem Buch, das neben einem angepassten Preis (GBP 12,99 statt 8,99) allerdings eine neue ISBN hat und eben die (neuere) Widmung an Tessa enthält. Das Layout des Textes ist auch ein anderes, daher haben wir jetzt 275 Seiten statt 249.

Samstag, 23. April 2022

Irgendwie umsonst ...

Sammeln kann teuer sein … aber manchmal gibt es auch einfach etwas umsonst. Wobei „umsonst“ nicht bedeutet, dass es für den Sammler billig wird – von „einfach“ ganz zu schweigen.
Der populärste Roman von Philip K. Dick ist zweifelsohne Do Androids Dream of Electric Sheep?. Das liegt es in der Sache, dass dieser mehrfach „verschenkt“ worden ist: Die Verleger wollen mit einem bekannten Buch ihr Produkt fördern. So hat man das  bei der kurzlebigen britischen Magazinreihe Science Fiction Classics versucht, offenbar weniger erfolgreicher.
"Not for Resale" sagt CGW
Die Ausgabe gab es nur umsonst
"Not for Resale"
Im gleichen Jahr, 1997, war der Roman der britischen Ausgabe der Computerspielezeitschrift Computer Games World (CGW) beigelegt, hier mit dem Untertitel BThe Book Which Inspired Blade Runner.
Auf dem Umschlag sehen wir Harrison Ford, der Bezug zum Film ist deutlich und für die Leserschaft auch schlüssig. Warum genau das Buch der Mai-Ausgabe der CGW aber genau beigelegt war, erschliesst sich mir nicht. Man wollte letztlich auch hier die Zeitschrift attraktiver machen und besser verkaufen. Aber vielleicht war es auch eine (schlecht abgestimmte) Werbung für das gleichnamige Computerspiel, hier im Blog, das dann erst am Ende des Jahres erschienen ist. Möglicherweise wird in der Zeitschrift ein Grund genannt, ich konnte aber leider die britische Ausgabe der CGW nicht finden. Die US-Version findet sich vollständig gescannt und suchbar beim Internet Archive. Es ist zunächst eine Annahme, dass das Buch nur der britischen Ausgabe beilag, aber im Impressum wird der britische Verlag Voyager genannt. Tatsächlich ist das Buch bis auf Umschlag, Grösse und Impressum identisch zur Ausgabe des britischen Verlags Voyager aus der Reihe „mit dem grossen K“. Erstaunlicher- und unnötigerweise findet sich im Impressum auch eine ISBN. 
Harry und ... Sally?
Blade Runner von Voyager (1997) und Do Androids Dream of Electric Sheep? von Paperview (2004)

Samstag, 9. April 2022

Ocean of Glass and Fire

Das Internet und die – oft mit Recht – viel gescholtenen sozialen Medien können auch hilfreich sein. Ein persönlicher Tipp aus dem Netz – danke, Zack – hat mich auf die Kurzgeschichtensammlung Ocean of Glass and Fire des US-amerikanischen Schriftstellers und Lyrikers Rob Hollis Miller aufmerksam gemacht. Ohne diesen Hinweis wäre ich wohl kaum darauf aufmerksam geworden.
Natürlich geht es auch in diesem kleinformatige Büchlein von 75 Seiten um Philip K. Dick – irgendwie. Es enthält fünf locker zusammenhängende Kurzgeschichten um den „Kult“ des Dick K. Phillipi, eines Schriftstellers, der einige Ähnlichkeit mit dem realen Philip K. Dick hat.
In der ersten Geschichte wird über die professionelle Befreiung eines jungen Mannes aus den Klauen des mutmasslichen Kults berichtet wird. Um den Kult geht es auch in The Crazy Kazi Bros. Super Computer Mart mit eine mutmasslich welterschütterndem Ende. In I Know Just How Columbus Felt ist der Protagonist auf der Suche nach Büchern von PKD, die es aber in der Realität des Protagonisten nicht zu geben scheint. The Whirlwind setzt die vorige Geschichte aus anderer Perspektive fort.
Bücher mit Umschlagillustrationen von Mark Bilokur
Ocean of Glass and Fire und The Dark Haired Girl illustriert von Mark Bilokur