Ein Blog über das Sammeln von Büchern, Zeitschriften, Fanzines und anderem Papier von und über Leben und Werk des amerikanischen Science Fiction Schriftstellers Philip K. Dick (1928-1982).
Samstag, 14. Mai 2022
Samstag, 7. Mai 2022
Die letzten ihrer Art
In seinem 40. Todesjahr gibt es keine neue Ausgabe von Philip K. Dick – weder auf Deutsch noch auf Englisch. Zumindest sieht es derzeit so aus. Das ist traurig, in Deutschland ist die grössere Zahl seiner Bücher vergriffen, einiges gar noch nie erschienen.
In Grossbritannien und den USA sieht die Lage anders aus, es ist praktisch alles verlagsneu erhältlich. Zuletzt ist Radio Free Albemuth bei Mariner im Jahr 2020 herausgekommen. Damit ist in den USA fast alles erhältlich, nur bei wenigen Romanen muss man auf antiquarische Exemplare ausweichen, so bei Nick and the Glimmung und The Ganymede Takeover.
| Radio Free Albemuth bei Mariner von 2020 |
Dank Gollancz sieht es in britischen Raum ähnlich gut aus. Zuletzt ist 2019 bei Gollancz der Roman The Man in the High Castle erschienen, immerhin gebunden. Und mit der neuen Widmung: Bis zur Ausgabe von Gollancz 2017 steht in den britischen Ausgaben (überwiegend) die ursprüngliche Widmung an Dicks Frau Anne. Dick hat das 1973 in eine Widmung an seine damalige (neue) Frau Tessa und den gemeinsamen Sohn Christopher geändert, zumindest bei den US-Ausgaben und diese Änderung hat nun auch die Britischen Inseln erreicht. Das Umschlagbild ist nicht wirklich neu, wir hatten es in Blau schon für die gebundene Masterworks Ausgabe von 2009 und dann in Orange (mit derselben ISBN) noch einmal in der Masterworks II Reihe. Diese zweite Ausgabe ist äusserlich praktisch identisch mit dem aktuell erschienenem Buch, das neben einem angepassten Preis (GBP 12,99 statt 8,99) allerdings eine neue ISBN hat und eben die (neuere) Widmung an Tessa enthält. Das Layout des Textes ist auch ein anderes, daher haben wir jetzt 275 Seiten statt 249.
Samstag, 23. April 2022
Irgendwie umsonst ...
Sammeln kann teuer sein … aber manchmal gibt es auch einfach etwas umsonst. Wobei „umsonst“ nicht bedeutet, dass es für den Sammler billig wird – von „einfach“ ganz zu schweigen.
Der populärste Roman von Philip K. Dick ist zweifelsohne Do Androids Dream of Electric Sheep?. Das liegt es in der Sache, dass dieser mehrfach „verschenkt“ worden ist: Die Verleger wollen mit einem bekannten Buch ihr Produkt fördern. So hat man das bei der kurzlebigen britischen Magazinreihe Science Fiction Classics versucht, offenbar weniger erfolgreicher.
| Die Ausgabe gab es nur umsonst "Not for Resale" |
Auf dem Umschlag sehen wir Harrison Ford, der Bezug zum Film ist deutlich und für die Leserschaft auch schlüssig. Warum genau das Buch der Mai-Ausgabe der CGW aber genau beigelegt war, erschliesst sich mir nicht. Man wollte letztlich auch hier die Zeitschrift attraktiver machen und besser verkaufen. Aber vielleicht war es auch eine (schlecht abgestimmte) Werbung für das gleichnamige Computerspiel, hier im Blog, das dann erst am Ende des Jahres erschienen ist. Möglicherweise wird in der Zeitschrift ein Grund genannt, ich konnte aber leider die britische Ausgabe der CGW nicht finden. Die US-Version findet sich vollständig gescannt und suchbar beim Internet Archive. Es ist zunächst eine Annahme, dass das Buch nur der britischen Ausgabe beilag, aber im Impressum wird der britische Verlag Voyager genannt. Tatsächlich ist das Buch bis auf Umschlag, Grösse und Impressum identisch zur Ausgabe des britischen Verlags Voyager aus der Reihe „mit dem grossen K“. Erstaunlicher- und unnötigerweise findet sich im Impressum auch eine ISBN.
Samstag, 9. April 2022
Ocean of Glass and Fire
Das Internet und die – oft mit Recht – viel gescholtenen sozialen Medien können auch hilfreich sein. Ein persönlicher Tipp aus dem Netz – danke, Zack – hat mich auf die Kurzgeschichtensammlung Ocean of Glass and Fire des US-amerikanischen Schriftstellers und Lyrikers Rob Hollis Miller aufmerksam gemacht. Ohne diesen Hinweis wäre ich wohl kaum darauf aufmerksam geworden.
Natürlich geht es auch in diesem kleinformatige Büchlein von 75 Seiten um Philip K. Dick – irgendwie. Es enthält fünf locker zusammenhängende Kurzgeschichten um den „Kult“ des Dick K. Phillipi, eines Schriftstellers, der einige Ähnlichkeit mit dem realen Philip K. Dick hat.
In der ersten Geschichte wird über die professionelle Befreiung eines jungen Mannes aus den Klauen des mutmasslichen Kults berichtet wird. Um den Kult geht es auch in The Crazy Kazi Bros. Super Computer Mart mit eine mutmasslich welterschütterndem Ende. In I Know Just How Columbus Felt ist der Protagonist auf der Suche nach Büchern von PKD, die es aber in der Realität des Protagonisten nicht zu geben scheint. The Whirlwind setzt die vorige Geschichte aus anderer Perspektive fort.
| Ocean of Glass and Fire und The Dark Haired Girl illustriert von Mark Bilokur |
Samstag, 26. März 2022
Tausendmal gesehen …
🎶 Ich
wollte mir bloss den Abend vertreiben … und fischte an den üblichen Orten. Ich
dacht' nicht im Traum, dass ich eine deutsche Variante entdecke … erst recht
nicht bei Heyne!
Natürlich hatte ich Heynes Jubiläumsedition von Das Orakel vom Berge
von Philip K. Dick schon tausendmal gesehen, tausendmal ist nix aufgefallen,
tausend und eine Suche und es „Zoom“ gemacht: Es gibt tatsächlich ein
signifikant abweichendes Umschlagbild der vierten Auflage. Vielleicht keine ganz grosse Sache, aber definitiv relevant für die Sammlung und daher absolut erwähnenswert.
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