Samstag, 21. Februar 2026

Gefährliche Visionen

Harlan Ellison bringt 1967 Dangerous Visions heraus, eine Anthologie von 33 Science Fiction Kurzgeschichten, in Auftrag gegeben für dieses Buch. Ellison hatte für diese Veröffentlichung ein grosses programmatisches Ziel vor Augen hat: die etablierten Grenzen der zeitgenössischen Science Fiction zu erweitern und deren volles Potential darzustellen.
Ellison wählt dafür Stories, die Tabus brechen, es geht also um Sex, Drogen und Politik. Viel Sex und viele Drogen. Das Ergebnis ist ein bahnbrechendes Buch, eine Revolution, das wichtigste und kontroverseste Buch der Science Fiction, so wird es (manchmal) genannt. Es gilt als exemplarische Darstellung der aufkommenden New Wave.
Gefährliche Visionen
Alle Geschichten sind Erstveröffentlichungen und für dieses Buch geschrieben. Auch wenn Philip K. Dick strenggenommen kein Vertreter der New Wave ist, ist unser Mann ist dabei; sein Beitrag ist Faith of Our Fathers, eine der besten Geschichten von Dick, mit einem typischen Motiv, die 1968 Finalist für den Hugo als Best Novelette war.

Samstag, 14. Februar 2026

Krautmusik

V
or einiger Zeit begann ich, systematisch Zeitungsmeldungen nach Erwähnungen von Philip K. Dick zu durchsuchen. Dabei gelang es mir, erstmals die vermutlich früheste Notiz von ihm in einer Zeitung finden: eine kurze Meldung über den Besuch des neunjährigen Philip auf einer Bibliothekstagung. Eine weitere frühe Quelle findet sich im Aufgebot seiner zweiten Ehe im Juni 1950. Es fanden sich auch einige Leserbriefe von ihm, z. B. zu einer Musikkritik von 1953.

Samstag, 31. Januar 2026

Inflationäres

Triggerwarnung: Es wird wieder sehr speziell.

Recht neulich hat dieser Blog die traurige, weil arg gekürzte, Übersetzung von Die Invasoren von Ganymed betrachtet. Dieser halbe Single ist nur in einer selbstständigen Ausgabe erschienen, 1976 bei Bastei Lübbe. Laut Deutscher Nationalbibliothek hat dieses Buch ursprünglich 2,80 DM gekostet.
Vorderseiten von Die Invasoren von Ganymed und Eiskinder
Keine Fragen auf der Vorderseite, zwei Ausgaben von Bastei Lübbe: Philip K. Dicks Die Invasoren von Ganymed von 1976 und Michael G. Coneys Eiskinder von 1975

Samstag, 24. Januar 2026

Noch mal kurz zu den Invasoren von Ganymed

Eigentlich mehr der Vollständigkeit halber – und damit es mal aufgeschrieben ist – gucken wir kurz bzw. gekürzt auf Die Invasoren von Ganymed. Dieser Blog hat schon einige Kürzungen bei den frühen Ausgaben von Philip K. Dick in Deutschland entlarvt, zuletzt Der Gott des Zorns, geschrieben gemeinsam Roger Zelazny. The Ganymede Takeover ist der zweite (und letzte) Roman, den Dick mit einem anderen Autoren geschrieben hat, diesen mit seinem Freund Ray Nelson.

The Ganymede Takeover, Erstausgabe von Ace und die deutsche Übersetzung bei Bastei Lübbe