Samstag, 28. März 2026

Kleine Androiden, grosse Androiden

Gollancz schon wieder!
Eigentlich hatte ich die Ausgabe von Do Androids Dream of Electric Sheep? von Gollancz schon, aber dieses Exemplar lockte mit einer abweichende ISBN. Natürlich kein Grund, das in die Sammlung aufzunehmen, eigentlich – Gollancz bringt gelegentlich identische Ausgaben mit neuer ISBN heraus. Aber Gelegenheit, gute Erhaltung und wohl auch die Langeweile führten dann doch zum Kauf.
Gross und klein, was darf es sein?

Samstag, 14. März 2026

Jerry Cotton braucht Hilfe

Harrison Ford als Blade Runner
Nur kurz: Neulich habe ich hier im Blog den Hinweis auf ein Buch von Jerry Cotton bekommen: Drei Stunden bis zum Super-GAU. Auf dem Umschlagbild sehen wir: den Blade Runner! Hilft Rick Deckard beim FBI aus? Gibt es eine Verwechselung mit Phil Decker, Cottons Sidekick?
Obwohl das natürlich alles gar nichts mehr mit Philip K. Dick zu tun hat, musste ich den Super-GAU ganz schnell haben, wenn auch nicht innerhalb von drei Stunden, dafür aber sehr billig. Und dann ist es wie so oft: hat man das Objekt erst einmal in den Händen, entdeckt man noch das eine oder andere: ein Buch ist eben mehr als nur ein Cover. Im Impressum finden wir:
Die auf unseren Titelbildern dargestellten Personen stehen in keinem Zusammenhang mit den Inhalten der Romane.
Genau. Nur weil ein Blade Runner drauf ist, ist keiner drin. Aber klar, das wussten wir vorher, da hat Quadro Grafik aus Bensberg, die den Umschlag gestaltet haben, nachhaltig gearbeitet und vorhandenes Material von irgendwoher wiederverwendet.

Samstag, 21. Februar 2026

Gefährliche Visionen

Harlan Ellison bringt 1967 Dangerous Visions heraus, eine Anthologie von 33 Science Fiction Kurzgeschichten, in Auftrag gegeben für dieses Buch. Ellison hatte für diese Veröffentlichung ein grosses programmatisches Ziel vor Augen hat: die etablierten Grenzen der zeitgenössischen Science Fiction zu erweitern und deren volles Potential darzustellen.
Ellison wählt dafür Stories, die Tabus brechen, es geht also um Sex, Drogen und Politik. Viel Sex und viele Drogen. Das Ergebnis ist ein bahnbrechendes Buch, eine Revolution, das wichtigste und kontroverseste Buch der Science Fiction, so wird es (manchmal) genannt. Es gilt als exemplarische Darstellung der aufkommenden New Wave.
Gefährliche Visionen
Alle Geschichten sind Erstveröffentlichungen und für dieses Buch geschrieben. Auch wenn Philip K. Dick strenggenommen kein Vertreter der New Wave ist, ist unser Mann ist dabei; sein Beitrag ist Faith of Our Fathers, eine der besten Geschichten von Dick, mit einem typischen Motiv, die 1968 Finalist für den Hugo als Best Novelette war.

Samstag, 14. Februar 2026

Krautmusik

V
or einiger Zeit begann ich, systematisch Zeitungsmeldungen nach Erwähnungen von Philip K. Dick zu durchsuchen. Dabei gelang es mir, erstmals die vermutlich früheste Notiz von ihm in einer Zeitung finden: eine kurze Meldung über den Besuch des neunjährigen Philip auf einer Bibliothekstagung. Eine weitere frühe Quelle findet sich im Aufgebot seiner zweiten Ehe im Juni 1950. Es fanden sich auch einige Leserbriefe von ihm, z. B. zu einer Musikkritik von 1953.